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Energetische Psychologie

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Geschichte
  3. TFT, EDxTM®, EFT, MET und PEP
  4. Anwendung und Anwendungsbereiche
  5. Ausbildungen
  6. Kritik
  7. Bücher

Was ist das? - Definition

Anatomische Körper
Anatomische Körper (Pixabay: © www_slon_pics)

Die Energetische Psychologie enthält Elemente aus vielen unterschiedlichen Therapie- und Behandlungsrichtungen. So werden beispielsweise verschiedene Methoden der Hypnotherapie und aus dem NLP angewandt, aber auch die in der Kinesiologie verwendeten Muskeltests und die aus der Akupunktur und Meridiantherapie stammenden Meridiane werden in die ganzheitliche Behandlungsform mit eingeschlossen. Somit fasst das Konzept der energetischen Psychologie verschiedenste Psychotherapieformen aber auch Coaching Methoden zusammen. Die energetische Psychologie versteht sich dabei immer als eine prozessorientierte Behandlungsform.

Allgemein wird bei dieser Behandlungsform davon ausgegangen, dass es im Körper ein Energiesystem gibt, welches sich positiv oder negativ auf die körperliche und psychische Gesundheit auswirken kann. Kann die Energie im Körper frei fließen und es gibt keine inneren Blockaden, so ist der Mensch auch körperlich und seelisch Gesund. Zeigen sich jedoch körperliche Krankheitssymptome, seelische Probleme oder negative Emotionen, so ist das Energiesystem des Körpers gestört und kann nicht mehr frei fließen.

Um nun eine positive Veränderung des Zustands zu erwirken, müssen die inneren Blockaden aufgelöst werden, dies geschieht durch verschiedenste Methoden. Meistens wird in diesem Rahmen die Methode der Klopfakupressur angewandt. Bei dieser werden bestimmte Meridianpunkte im Körper durch das darauf Klopfen (auch Tapping genannt) ausgelöst. Diese Punkte sorgen durch ihre Aktivierung dafür, dass im Klienten bestimmte Emotionen hervor gerufen werden. Häufig wird diese Methode der Klopftechniken in Kombination mit Affirmationen verwendet.

Geschichte

Die Entstehung der energetischen Psychologie ist Ende der 1950 Anfang der 1960 zu verzeichnen. Zu dieser Zeit entdeckte der Chiropraktiker George Goodheart, dass er die Schmerzen von Patienten durch ein Klopfen der Meridiane lindern konnte. Einige Jahre später entdeckten weitere Forscher (John Diamond und Roger Callahan), dass diese Form der Behandlung der Meridiane nicht nur Schmerzen, sondern auch andere negative Gefühle (wie bspw. Ängste, Phobien etc.) auflösen konnte. Daraufhin entwickelte Roger Callahan die „Thought Field Therapy“ (Ende der 1970iger). 1988 wurde schließlich erstmals der Begriff der energetischen Psychologie durch Fred Gallo und Gary Craig geprägt, welche auf den Forschungen ihrer Vorgänger basierend einen eigenen therapeutischen Ansatz entwarfen. Dieser Ansatz ist heute unter dem Titel EDxTM® Therapie (Energy Diagnostic and Treatment Methods) bekannt. Außerdem entwarf Craig noch die EFT- Emotional Freedom Techniques.

TFT, EDxTM®, EFT, MET und PEP

Energetische Psychologie beschreibt dabei, wie man vielleicht bereits gemerkt hat, nicht ein Themenfeld, sondern ist eher als eine Art Überbegriff anzusehen. Dieser Überbegriff fasst dabei sehr viele verschiedene Techniken zusammen, welche sich teilweise stark ähneln aber auch unterscheiden. Im Folgenden werden die fünf am häufigsten angewendeten energetischen Verfahren vorgestellt. Die Technik des PEP bildet dabei einen Sonderfall, da sie sich in ihrer Begründungsweise für die Anwendung der Klopftherapie stark von den anderen Methoden unterscheidet.

TFT

Steht für Thought Field Therapy und wurde Ende 1970 von Callahan entwickelt. Dieser Ansatz arbeitet prozessorientiert. Körperliche und psychische Beschwerden werden gedanklich bearbeitet und in Kombination mit dem Klopfen bestimmter Meridianpunkte aufgelöst.

EDxTM®

Ist die Kurzversion für ‚Energy Diagnostic and Treatment Methods‘. Dieses Verfahren wurde 1988 von Dr. Fred Gallo entwickelt und ist eine Kombination aus Muskeltests, Klopfakupressur und psychisch-kognitiven Verfahren. Besonders häufig werden mit dieser Technik negative Glaubenssätze und Affirmation beseitigt, welche sich wiederrum physiologisch auswirken. Im ersten Schritt wird das Thema benannt und das Stresslevel des Themas definiert. Dann wird das Thema gespeichert. Anschließend wird die Bereitschaft des Klienten über Muskeltests (Technik stammt aus der Kinesiologie) geprüft. Ist der Klient bereits offen für das Thema, so kann nun mit der Klopftechnik weiter gearbeitet werden. Nach der Anwendung dieser Technik wird die emotionale Veränderung des Klienten über das Abfragen des Stresslevels und den Muskeltest erneut überprüft.

EFT

Steht für Emotional Freedom Techniques und wurde um 1988 von Gary Craig entworfen. Craig nutzt hier bei standardisiertes Klopfen als Instrument. Zuerst wird das Thema gefiltert, nach einem Einleitungssatz werden durch Klopfen die mit dem Thema verbundenen Emotionen vom Körper „entkoppelt“. Der Körper wird also von diesen negativen Emotionen „befreit“, daher der Name der Technik „ Emotional Freedom Technique“. Diese Technik kann sowohl in der Therapie, als auch als Selbsthilfe Instrument verwendet werden.

MET

Steht für Meridian Energie Technik oder Mental Energie Transforming und wurde von Rainer und Regina Franke entwickelt. Auch diese Technik agiert lösungsorientiert. Sie funktioniert vom Ablauf her ähnlich der TFT Technik. Besonders ist jedoch das hier bei ausschließlich mit den Fingerspitzen geklopft wird.

Sonderfall: PEP

Ist ein relativ neuer von Michael Bohne entwickelter prozessorientierter Ansatz der energetischen Psychologie. Das Kürzel PEP steht dabei für prozessorientierte Energetische Psychologie. Entgegen der klassischen Klopftechniken wird im PEP nicht von der Annahme ausgegangen, dass die Klopftechnik auf Grund des Energieflusses funktioniert. Bohne, der Entwickler dieser Technik hat im Unterschied dazu eine wissenschaftlichere Herangehensweise und geht davon aus, dass durch die Berührung der Haut beim Klopfen Hormone freigesetzt werden, welche dann zu einer Veränderung der Emotionen führen. Dieser Ansatz wird auch als Neuro-hormonelle Wirkung bezeichnet. Durch das Klopfen werden so neue Verknüpfungen zwischen den für die Gefühle und Handlungen bedeutenden Hirnarealen geschaffen, durch welche wiederrum die ‚normalerweise‘ in dieser Situation erlebte Stressspirale Durchbrochen werden kann.

Das die Erfolgsrate der Klopftechniken ‚nur‘ bei achtzig bis neunzig Prozent liegt erklärt Bohne damit, dass zwischen zwei unterschiedlichen Problemarten differenziert werden muss und zwar zwischen: Körperlich verankerten Problemen (diese sind im Mittelhirn zu lokalisieren) beispielsweise Phobien oder situationsbedingten Lampenfieber und „Kopf- beziehungsweise Werteproblemen“, diese sind im Vorderhirn zu lokalisieren. Körperliche verankerte Problem, welche aus dem Mittelhirn stammen können einfach mittels der Klopftechnik behandelt werden. Bei „Kopfproblemen“ zeigt die Methode im Unterschied dazu keine Wirkung. Bei dieser Art der Probleme wird aus diesem Grund nach der PEP Methode mit Selbstwerttrainings gearbeitet.

PEP kombiniert also Klopftechniken mit verschiedenen Formen von Selbstwerttrainings. Welche Form gewählt wird, wird dabei in einem vorherigen Test zur Art des Problems festgestellt. Durch diese Kombination unterscheidet sich die PEP Methode stark von den klassischen Techniken der energetischen Psychologie und wird in dieser Ausführung als ‚Sonderfall‘ betitelt.

Anwendung und Anwendungsbereiche

Die Anwendungsgebiete der verschiedenen Techniken der Energetischen Psychologie variieren. Aus diesem Grund werden die Anwendungsbereiche im Folgenden zusammengefasst dargestellt. Zu den in der Praxis angewendeten Bereichen zählen unter anderem:

  • Phobien, Ängste, Paniken
  • Belastende Erinnerungen (beispielsweise Traumata oder Posttraumatische Belastungsstörungen)
  • Stress
  • Allergien
  • Trauer, Wut, Schuldgefühle
  • Psychosomatische Reaktionen im Allgemeinen

Die Settings der Anwendung von den unterschiedlichen Methoden der Energetischen Psychologie sind dabei durchaus variable. So gibt es beispielsweise einige Techniken, welche sogar darauf ausgelegt sind die Übungen auch alleine durchführen zu können, während andere Techniken nur mit einem Coach oder Therapeuten gemeinsam durchgeführt werden sollten.

Wie auch bei vielen anderen Coaching und Therapie Ansätzen, steht bei der Anwendung immer der Klient und seine Person an sich im Zentrum, aus diesem Grund wird von Anwendern der Energetischen Psychologie viel Wert auf den Aufbau einer guten Klient-Coach oder Patient-Therapeut Beziehung gelegt. Zumeist werden die Interventionen der Energetischen Psychologie dem nach in Einzelsettings durchgeführt oder sogar zur Selbstbehandlung genutzt. Gruppensettings sind in diesem Kontext jedoch durchaus selten und eigentlich nur in Ausbildungsgruppen zum erlernen der Techniken zu finden.

Ausbildungen

Energetische Psychologie kann in Form von Wochenend- oder Block-Seminaren gelernt werden. Dabei unterscheiden sich die Ausbildungen stark in den Lerninhalten, je nachdem welche Technik man nach welchem Entwickler erlernen möchte. In den meisten Ausbildungen im Bereich Energetische Psychologie gibt es jedoch ein Modul zu den ‚Emotional Freedom Techniques‘ nach Craig und den ‚Energy Diagnostic and Treatment Methods‘ nach Gallo, da diese als Grundlagenwissen gelten. Einen staatlich anerkannten Ausbildungsgang, ein Prüfsiegel oder eine Verordnung gibt es für die Ausbildung im Bereich ‚energetische Psychologie‘ nicht. Weiterhin enthalten einige andere Ausbildungsformate auch Teile der Energetischen Psychologie, solche Inhalte lassen sich an dem Schlagwort ‚energetische Methoden‘ erkennen.

Kritik

Die Kritik an der Energetischen Psychologie ist sehr vielseitig. Einerseits liegen bislang nahezu keine wissenschaftlichen Belege für die angewandten Methoden vor. So fehlen sowohl für die Anwendung von Akupunktur Techniken, als auch für die Existenz von Meridianen und die Verlässlichkeit von Muskeltest aus der Kinesiologie, Belege. Dem gegenüber steht jedoch eine Wirksamkeitsrate von achtzig bis neunzig Prozent der Anwendungen bei den Klienten. Auf Grund dieser Unterschiede ist es schwierig eine eindeutige Aussage über die Wirksamkeit der Therapieform zu treffen.

Staatlich werden die Methoden der Energetischen Psychologie nicht gefördert und auch in Psychotherapeuten Kreisen besteht jedoch eine eher ablehnende Meinung gegenüber der Methode hier werden die Methoden der Energetischen Psychologie (mit Ausnahme der PEP Technik) häufig auch als spirituell abgetan, beides auf Grund der geringen wissenschaftlichen Nachweisbarkeit. Diese Differenz der Meinungen lässt darauf schließen, dass im Bereich der Energetischen Psychologie ein durchaus großes Forschungsdefizit besteht, welches nur durch Untersuchungen gedeckt werden kann.

Bücher

Klopf die Sorgen weg!: Emotionale Befreiung durch EFT und Energetische Psychologie (Energetische Psychologie praktisch)

Klopf die Sorgen weg!

416 Seiten, Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 2. (2. Mai 2007)
ISBN 3499622718

David Feinstein, Donna Eden, Gary Craig

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Energetische Psychologie (Energy Psychology)

Energetische Psychologie

325 Seiten, VAK Verlags GmbH; Auflage: 1 (1. Oktober 2000)
ISBN 3932098757

Fred P Gallo

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MET-Klopftherapie in der Praxis: Handbuch für Therapeuten und Coaches

MET-Klopftherapie in der Praxis

224 Seiten, Haug Fachbuch; Auflage: 1 (13. Juli 2016)
ASIN 3132195510

Rainer-Michael Franke, Regina Franke

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Klopfen gegen Lampenfieber: Sicher vortragen, auftreten, präsentieren (Energetische Psychologie praktisch)

Klopfen gegen Lampenfieber

128 Seiten, Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 5. (2. Mai 2008)
ISBN 3499623722

Michael Bohne

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Bitte klopfen! Anleitung zur emotionalen Selbsthilfe

Klopfen gegen Lampenfieber

64 Seiten, Carl-Auer Verlag GmbH; Auflage: 2. Unveränd. (2011)
ASIN 389670737X

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