Richard Bandler – einer der Begründer des neurolinguistischen Programmierens (NLP)
Richard Bandler (1950 in New Jersey)
Richard Bandler zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten der modernen Kommunikations-, Coaching- und Veränderungsarbeit. Als Mitbegründer des Neuro-Linguistischen Programmierens (NLP) beeinflusste er weltweit die Art und Weise, wie Menschen über Sprache, Wahrnehmung und Veränderung denken. Sein Lebensweg ist geprägt von unkonventionellem Denken, kreativer Experimentierfreude und dem Mut, etablierte psychologische Konzepte zu hinterfragen und neu zu formen.
- Student der Mathematik, Computerwissenschaften und Psychologie
- Teil der Hippie- und Gegenkultur der 1960er Jahre
- Mitentwickler des NLP
- Entwickler von DHE und Neurosonics
Eckdaten zu Richard Bandler
- Geboren im Februar 1950 im US-Bundesstaat New Jersey
- Aktives Mitglied der Hippiebewegung, Mitwirkung an Organisation und Technik großer Rockkonzerte
- Foothill College in Los Altos Hills: Studium mit Schwerpunkt Philosophie, Mathematik und Computerwissenschaften
- University of California in Santa Cruz: Vertiefung verhaltenswissenschaftlicher und psychologischer Themen
- Magisterabschluss in theoretischer Psychologie (1975, Lone Mountain College, San Francisco)
- Frühes Interesse an Gestalttherapie, Rolfing und Familientherapie
- Enge Zusammenarbeit mit Robert und Becky Spitzer, Förderung seiner redaktionellen und analytischen Fähigkeiten
- Intensive Auseinandersetzung mit den Arbeiten von Fritz Perls und Virginia Satir
Zusammenarbeit mit John Grinder und Entstehung des NLP
Während seiner Gestaltseminare Anfang der 1970er Jahre lernte Richard Bandler den Linguistik-Professor John Grinder kennen. Aus ihrer Zusammenarbeit entstand eine systematische Analyse der Sprach- und Verhaltensmuster besonders erfolgreicher Therapeuten. Daraus entwickelten sie das Meta-Modell der Sprache, das den Grundstein für ihr erstes gemeinsames Werk The Structure of Magic I (1975) legte.
Bandler und Grinder wählten herausragende Persönlichkeiten wie Fritz Perls, Virginia Satir, Milton H. Erickson, Gregory Bateson, Linus Pauling und Moshe Feldenkrais als Modelle. Ziel war es herauszufinden, welche inneren Strategien, Sprachmuster und Denkweisen deren außergewöhnliche Fähigkeiten ausmachten. Diesen Prozess bezeichneten sie später als „Modellieren“ – das Herzstück des NLP.
Beiträge zur Neurolinguistischen Programmierung
Richard Bandler prägte zahlreiche zentrale Konzepte des NLP maßgeblich mit. Dazu gehören unter anderem das Meta-Modell, das Milton-Modell, Ankern, Reframing, Arbeit mit Submodalitäten, Timeline-Arbeit, Belief-Change-Formate sowie Strategiemodellierung. Sein Ansatz betont schnelle, erfahrungsorientierte Veränderung statt langwieriger Analyse.
Weiterentwicklung eigener Methoden
Neben dem klassischen NLP entwickelte Bandler weitere Modelle zur gezielten Veränderung innerer Zustände:
- DHE (Design Human Engineering): Bewusstes Konstruieren neuer innerer Zustände zur Aktivierung von Ressourcen.
- Neurosonics: Veränderung mentaler Zustände durch gezielte akustische Muster und Rhythmen.
- Neuro Hypnotic Repatterning (NHR): Kombination aus Hypnose, NLP und Körperarbeit.
- Shamanistic Engineering: Experimenteller Ansatz mit Elementen aus Schamanismus und Hypnose.
Einfluss und Vermächtnis
Richard Bandler gilt als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der modernen Kommunikations- und Veränderungsarbeit. Seine Ideen beeinflussen bis heute Coaching-, Therapie-, Führungs- und Verkaufstrainings weltweit. Trotz Kontroversen bleibt sein Vermächtnis unbestritten: NLP ist heute in zahlreichen beruflichen und persönlichen Entwicklungsfeldern fest verankert.
Wichtige Werke von Richard Bandler
Veränderung des subjektiven Erlebens: Fortgeschrittene Methoden des NLP
Metasprache und Psychotherapie – Die Struktur der Magie Band I
Kommunikation und Veränderung: BD II

Zur Ergänzung von "Metasprache und Psychotherapie - Die Struktur der Magie Bd. I " werden in diesem Band einige wichtige
Kommunikationsmuster aufgezeigt, z.T. mit Rückgriff auf die Erkenntnisse von Virginia Satir und Gregory Bateson, und es werden
verschiedene Anwendungsbereiche des NLP (Neurolinguistisches Programmieren) dargestellt.
210 Seiten, Junfermannsche Verlagsbuchhandlung (Januar 1989)
ISBN 3873871874
Richard Bandler, John Grinder

Reframing. Ein ökologischer Ansatz in der Psychotherapie (NLP)

Das "Reframing" (Umdeutung) ist eine zentrale Methode des Neurolinguistischen Programmierens (NLP):
Eine problematische Verhaltensweise wird in einen anderen Zusammenhang gestellt und erfährt dadurch für die betreffende Person
eine neue Bedeutung, einen neuen Sinn.
244 Seiten, Junfermann, 8. Auflage
ISBN 3873872285
Richard Bandler, John Grinder


