Mein Reisebericht ins Glück

Gastbeitrag von Ute

„Ich fand das ganz große Glück mit Dir im Zug nach Osnabrück“? Mag sein, dass es dem einen oder anderen tatsächlich schon einmal gelungen ist, dem eigenen Glück mit einer Zugreise auf die Sprünge zu helfen.

© jeonsango/Pixabay

Aber das persönliche Lebensglück so einfach dem Zufall überlassen? Ich entscheide mich ganz bewusst dafür, dieses Herzensthema doch lieber selbst in die Hand zu nehmen. Somit starte ich meine Reise nicht nach Osnabrück, sondern nach Bremen in die Glückswoche von Joerg-Friedrich Gampper.

„Möchtest Du mehr Glück und Wohlergehen in Dein Leben bringen? Dann komm zur Glückswoche“, so die verheißungsvolle Ankündigung unseres Reiseleiters.

Lieber Joerg-Friedrich, rückblickend zum Ende des Jahres kann ich immer noch sagen, Du hast nicht zu viel versprochen. Es war eine ganz tolle Woche mit einem wunderbaren Trainer, einer sehr lieben und inspirierenden Gruppe und ein wunderschöner Ort.

Da sich Glück ja bekanntlich vermehrt wenn man es teilt, ist es mir ein großes Anliegen, meine Highlights der Woche noch einmal zum Jahresende Revue passieren zu lassen und meinen persönlichen Reisebericht durch die Glückswoche aufzuschreiben:

Meine Tour startet am ersten Tag in einem Seminarraum mit einem wunderschönen Ausblick. Ich bin etwas aufgeregt und neugierig und betrete den Raum mit der Frage, wer diese vielen neunen Menschen wohl sind, wie wir uns als Gruppe finden und was uns in der Woche erwarten wird. Ein erstes Glücksbonbon ist schnell gefunden. Ich ergattere einen Stuhl mit Panoramablick in den Park und komme schnell mit meinen Sitznachbarn ins Gespräch.

Mit einer ausgesprochen inspirierenden ersten Vorstellungsrunde ist das Eis sehr schnell gebrochen und die letzte Anspannung verflogen. Die Aufgabe besteht darin, in Zweiergruppen unser Positiv-Profil zu erstellen. Dies beinhaltete die Fragen, was mache ich gerne in meinem Leben und was kann ich richtig gut? Wozu ist das, was ich besonders gut mache in meinem Leben wichtig und welche Möglichkeiten ergeben sich für mich und andere Menschen? Anschließend stellen wir das Positiv-Profil unseres Partners in der Gruppe vor. Ich finde es sehr berührend, der geballten Positiv-Kraft so vieler Menschen zu lauschen. Die Vorstellung meines Positiv-Profils erfüllt mich mit Stolz und Freude. Ich habe diesen schönen Moment tief verankert und rufe ihn noch heute in schwierigen Situationen immer wieder gerne ab.

Die weiteren Seminartage starten mit einem wunderbaren kleinen aber feinen Morgenritual. Wir sitzen in Gruppen mit 3-4 Personen in der Morgensonne auf der Terrasse und berichten den anderen Teilnehmern von unseren Glückserlebnissen des Vortages. Es ist ein sehr schönes Erlebnis, die Glücksbonbons der anderen Teilnehmer mit allen Sinnen wahrzunehmen und gemeinsam in diesen Momenten zu schwelgen. Schnell merke ich, wie ich meine Glücksmomente viel bewusster wahrnehme und das Erlebnis feinfühlig kalibriere. Schließlich ist es meine verantwortungsvolle Aufgabe, am nächsten Tag die Gruppe an meinem Erlebnis auf allen VAKOG-Ebenen teilhaben zu lassen.

Eine weitere meiner Lieblingsübungen ist die Kreation unseres persönlichen Glückstages. Dieser sollte zukünftig einmal im Monat durchgeführt werden, so die Empfehlung unseres Reiseleiters und Trainers. Die Planung erfolgt in folgenden Schritten:

  1. Erträume, fantasiere und kreiere Deinen Glückstag
  2. Ideen aufschreiben
  3. Mentaler Kurzdurchlauf
  4. 100% Entscheidung treffen
  5. Machen und genießen

Ich empfinde die Gestaltung und Durchführung dieses besonderen Tages als riesige Bereicherung und nehme mir für das nächste Jahr fest vor, einen Glückstag pro Monat einzuplanen.

Ein wesentliches Highlight des Seminars sind auch die vielseitigen Abendveranstaltungen, die immer sehr gut besucht sind. Den einen Abend diskutieren wir die Weltretter-Themen ganz intensiv mit der Gruppe. Den nächsten Abend lauschen wir ganz gebannt einem Konzert, das Joerg-Friedrich und ein befreundeter Musiker uns bei Celloklängen und Gesang ganz wunderbar präsentieren.

Aus heutiger Sicht auf die Woche kann ich sagen, dass ich viele der Übungen in meinen Alltag integriert habe. Ich schreibe sehr regelmäßig mein Glückstagebuch. Ich genieße meine täglichen Glücksbonbons und verteile diese auch großzügig. Ich freue mich über die kleinen, schönen Dinge im Leben und staune über neue Entwicklungen und Perspektiven.
Ich kreiere regelmäßig Verbesserungsideen für ein Mangelerlebnis. Dies führt dazu, dass ich schon sehr viele Negativmuster durchbrochen habe. Ich stelle mich öfters auch einmal auf einen Stuhl um die Perspektive zu wechseln. Auch die Übung zur Positivierung von Beziehungen wende ich regelmäßig an.

Hilfreich für wichtige Entscheidungsprozesse ist für mich auch der Signatur-Stärken-Test, den wir in dem Seminar durchgeführt haben. So achte ich bewusst darauf, Entscheidungen so zu treffen, dass sie meinen Signaturstärken entsprechen.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich diese spannende Reise erleben durfte und freue mich schon auf viele neue Glücksmomente im kommenden Jahr. An dieser Stelle noch einmal meinen herzlichsten Dank an unseren wunderbaren Reiseleiter Joerg-Friedrich Gampper.

Positives Mindset

Gastbeitrag von Manuel

Oft wird von einem positiven Mindset geredet doch der ein oder fragt sich erst einmal was ein Mindset ist. Dazu kommen dann Fragen, wie wir es schaffen ein positives Mindset zu bekommen und was wir denn davon für ein Benefit haben, wenn wir uns dann schon daran gegeben. Und ist ein positives Mindset an zu trainieren bzw. können wir überhaupt lernen positiv zu denken und uns ein positives Mindset antrainieren?

Quelle: kieferpix/iStock

Was ist ein Mindset?

Mindset ist ein Begriff der aus dem englischen kommt und unsere Denkweise bzw. Sichtweise, unsere Einstellung oder auch unsere innere Haltung und Wahrnehmung beschreibt. Gehen wir optimistisch oder pessimistisch an eine Aufgabe ran. Sehen wir immer nur das Negative oder auch das Positive und dass was wir aus einer nicht so schönen Situation lernen können.

Lohnt es sich ein positives Mindset zu haben und haben wir davon auch ein Benefit?

Ob wir einen Vorteil davon haben oder nicht, liegt wieder in der Sichtweise des Betrachters, sprich an unserem Mindset. Die meisten würden diese Frage sicher mit ja beantworten, weil wir offener für Neues sind, auch aus nicht so schönen Zeiten etwas Positives mitnehmen, eher etwas wagen und eine ganz andere attraktive Ausstrahlung auf unsere Mitmenschen haben.

Du bist im Hier und Jetzt, und im Hier und Jetzt spielt die Musik, bist du glücklicher und zufriedener, weil du einfach weist, dass du dein Bestes gegeben hast (wenn du es denn hast.)

Die meisten werden sie kennen, Energie-Vampire die uns Energie entziehen, Menschen auf die wir nicht so extrem Lust haben, die mehr negativ sprechen als positiv oder neutral und nur rum nörgeln. Menschen bei denen wir uns danach nicht besser, im Gegenteil sogar eher schlechter fühlen. Und auch die Menschen bei denen wir uns direkt wohl fühlen, die uns Zuspruch geben, positives anerkennen, lächeln und einfach gute Laune versprühen.

Mit wem umgibst du dich lieber?

Optimisten sehen in jedem Problem eine Chance,
Pessimisten in jeder Chance ein Problem
Zu welcher Gruppe möchtest du gehören?

Wenn wir die Wahl haben, und die haben wir meistens langfristig, wollen wir dann lieber ein deprimierter Miesepeter sein und an Allem rum nörgeln oder lieber das Positive sehen und uns freuen, glücklich sein, aus Erfahrungen lernen und auf eine schönere Besserung hoffen, wenn etwas mal nicht so läuft wir es uns vorstellen?

Glaubst du nicht auch, dass Menschen mit einem Positiven Mindset viel länger durchhalten, wenn sie etwas in Angriff nehmen, weil sie glauben, dass etwas Gutes passieren wird?

Quelle: alfcermed/Pixabay

Wir reden hier nicht davon, alles Negative auszublenden und in einer Traumwelt zu leben, wir sollten schon realistisch bleiben, aber nehmen wir mal ein paar Beispiele.

Beispiel 1.
Stell Dir vor Du sitzt vor Deinem Schreibtisch, er ist voll beladen, unaufgeräumt mit ganz vielen Aufgaben die Du abarbeiten musst.

Jetzt machst du mal die Augen zu und stellst Dir vor, wie es denn wäre wenn der Schreibtisch nachher aufgeräumt wäre, die Aufgaben alle abgearbeitet wären und Du einfach glücklich bist alles geschafft zu haben und stolz auf Dich selber bist, dass Du das eben alles geschafft hast und Dich jetzt Deinen Hobbys widmen kannst.

Durch das positive Denken (das positive Mindset) wirst Du vielleicht viel schneller anfangen wollen um das alles hinter Dich zu bringen. Du siehst dein Ziel vor Augen, als hättest Du es bereits erreicht und siehst schon die Freude, dass Du glücklich bist und jetzt Deinen Hobbys nach gehen kannst oder was auch immer Du Dir vorgenommen hast oder vornimmst.

Nur positiv denken und aus der Realität zu fliehen bringt aber auch nichts.

Stell Dir vor Du fängst gar nicht an und bleibst bis am Abend mit Augen zu und positivem Denken vor dem Schreibtisch sitzen. Die Aufgaben erledigen sich nicht von alleine, der Tisch räumt sich nicht von alleine auf. Im Gegenteil, hier hat Dir das positive Denken nichts gebracht, denn Du bist aus der Realität geflohen und am Abend ist immer noch alles so wie es schon war als Du die Augen geschlossen hast. Wäre da jetzt eine extrem wichtige Aufgabe dabei, wärst Du vermutlich besser dran gewesen Du hättest alles gemacht ohne positiv zu denken.

Aber mit positiv Gedanken, fängst du lieber an, sieht dein Ziel, weist worauf du zu arbeitest und freust dich, wie eben erwähnt schon auf die Freude danach deinen Hobbys nach zu gehen oder sonstigen Aktivitäten.

(Positiv denken Beispiel mit dem Schreibtisch von Jürgen Höller)

Beispiel Geschichte

In einem Dorf lebte ein Bauer mit einem Pferd. Es war der einzige Bauer mit einem so schönen Pferd. Die Leute im Dorf sagten Ihm, dass er Glück hatte ein solches Pferd zu haben.

Der Bauer antwortete: Wer weiß, wer weiß.

Eines Tages lief sein einziges Pferd weg und die Dorfbewohner sagten. Jetzt hat der Bauer kein Pferd mehr, der Arme.

Der Bauer antwortete wieder nur mit: Wer weiß, wer weiß.

Wieder ein paar Tage später kam sein Pferd mit einem weiterem zurück und die Leute im Dorf riefen Ihm nach, wie viel Glück er doch habe jetzt zwei Pferde zu haben.

Der Bauer antwortete. Wer weiß, wer weiß.

Nun versuchte der einzige Sohn des Bauers auf dem Pferd zu reiten, doch er viel runter und brach sich die Beine. Die Dorfbewohner gaben wieder Mitleid dazu und sagten, der arme Sohn des Bauern.

Der Bauer antwortete auch jetzt mit: Wer weiß, wer weiß.

Plötzlich kamen Soldaten und holten Jungen und junge Männer für die Armee. Doch sein Sohn blieb zuhause, da er aufgrund seiner Beine nicht tauglich war. Die Bewohner des Dorfes waren nicht erfreut, dass ihre Söhne gehen mussten und riefen dem Bauern zu was er doch für ein Glück habe.

Und der Bauer sagte wieder: Wer weiß, wer weiß.

Plötzlich brannte sein Hof (vielleicht die Rache eines Dorfbewohners, der nicht haben konnte, dass der Sohn des Bauern nicht zur Armee musste) und

der Bauer sagte wieder nur: Wer weiß, wer weiß.

Unter dem abgebrannten Hof war ein großer Goldfund, der nun dem Bauern gehörte.

Die Dorfbewohner beneiden ihn wieder und sagten wie viel Glück er doch habe,

und der Bauer sagte wieder mal: Wer weiß, wer weiß.

Wir sollten im Leben lernen, dass es nur eine geringe Rolle spielt was uns passiert. Die größere Rolle spielt viel mehr, wie wir mit dem was passiert umgehen und was wir daraus lernen.
Es ist egal was uns passiert, entscheidet ist wie wir damit umgehen. ( Zitat – Quelle Unbekannt)

Nächstes Beispiel:
Stell Dir vor es gibt zwei Bewerber und nur einer bekommt den Job und beide müssen vorher eine Aufgabe erledigen.

Person A sagt sich: „Ich schaffe das.“, Person B sagt sich: „das schaffe ich nicht.“.

Situation 1: beide Personen schaffen es -> die Bewerter werden vielleicht denken, Person A wusste dass sie es schafft und kann sich gut einschätzen und zu Person B denken sie, oh er hatte bestimmt nur Glück, dass es funktioniert hat.

Situation 2 -> beide schaffen es nicht -> die Bewerter denken, Person B wusste dass sie es nicht schafft und Person A hat bestimmt einfach mal Pech gehabt.

Situation 3 Person A schafft es und Person B schafft es nicht -> die Bewerter sagen sich Person A kann sich richtig einschätzten und schafft es Person B schätzt sich zwar auch richtig ein schafft es aber nicht.

Situation 4 Person B schafft es Person A schafft es nicht -> Person A hat es nicht geschafft, hättest Du auch gedacht Du hättest nicht geschafft, wären die Bewerter trotzdem für den, der es geschafft hat.

Wie bekomme ich denn nun überhaupt ein positives Mindset und lässt sich das überhaupt antrainieren bzw. erlernen?

Ja, wir können lernen ein positives Mindset zu entwickeln. Es klappt, wie die meisten Skills im Leben, nicht von heute auf Morgen, sondern fordert viel Geduld und Training.

Es wird vermutlich kein perfektes positives Mindset geben, aber wir werden immer näher rankommen, denn das Ziel sollte sein, jeden Tag ein Stück besser zu sein als wir gestern waren.

Wenn wir konstant lernen, werden wir immer besser, und sehen auch irgendwann eine Besserung.

Für die konstante Weiterentwicklung gibt es zwei Neologismen.

Bodo Schäfer nutzt einen Neologismus (eine Wortneuschöpfung) Kluw. Kluw steht für -konstant lernen und wachsen-, Auch Tony Robbins, wohl einer der bekanntesten, wenn nicht der bekannteste Speaker der Welt, nutzt einen Neologismus canei. canei steht für -constant and never ending improvement-.

Um direkt anzufangen ein positives Mindset zu entwickeln

  • Fang direkt an und sag der Aufschieberitis den Kampf an.
  • Bemühe dich, gib dein bestes aus jeder Situation, sei sie noch so deprimierend, etwas Positives raus zu filtern und aus der Situation zu lernen. Oft sind in unserem größten Problem die größten Geschenke und Learnings zu finden.
  • Such dir ein Vorbild dessen Mindset Du modellieren möchtest. (nicht kopieren)
  • Umgib dich mit Menschen die positiv denken, und reduziere die Zeit mit toxischen Menschen und ja es ist manchmal nicht ganz einfach, weil uns diese Menschen vielleicht sehr nah stehen, (Du sollst sie ja nicht komplett aus Deinem Umfeld herausschieben). Du hast keine in Deinem Umfeld? Dann lies Bücher, höre Hörbücher, schaue Videos im Internet und lerne von erfolgreichen Menschen, die ein positives Mindset haben oder suche Dir welche. Geh auf Seminare, sprich mit den Leuten, dort wirst Du sicher viele Leute finden, die sich mit Persönlichkeitsentwicklung und dem Thema Mindset beschäftigen.
  • Bilde Dich selber weiter mit Büchern, Hörbüchern, Videos, Seminaren, Austausch mit Menschen die in Deine Richtung denken und auch ein positives Mindset haben wollen oder schon weiter sind als Du selbst.
  • Fang an zu reflektieren, schreib es auf und arbeite an Dir.
  • Sei dankbar und schreibe ein Dankbarkeits-Journal -> komm bloß nicht mit der Einstellung, ich weiß nicht was ich aufschrieben soll, oder ähnlichen Aussagen -> Du hast gerade Internet, das haben viele Menschen nicht, sonst könntest Du es nicht lesen. Und wenn Du Internet hast, werden einige Grundbedürfnisse bei Dir auch erfüllt sein, z.B. dass Du Essen und Trinken hast?
  • Erstelle ein Visionboard und schreib Deine Ziele (auf Papier) auf, damit Du immer wieder weist worauf Du hin arbeitest.
  • Stelle Dir die richtigen Fragen, statt „warum passiert mir das?“ fragst Du Dich was Du positiv sehen kannst, was kannst Du daraus lernen. Oder frage Dich ob es in einem Jahr überhaupt noch so schlimm sein wird wie heute (wir machen uns oft viel zu viele Gedanken und viele Sachen, spielen in einigen Jahren gar keine und oder kaum noch eine Rolle (Ausnahmen vorbehalten))
  • Nutze die richtigen Worte und Formulierungen
  • Übernimm Eigenverantwortung und triff Entscheidungen

  • Denk immer daran ohne die negative Seite würde es auch keine positive Seite geben.
  • Um ordentlich denken zu können, brauchst Du richtigen Treibstoff, achte auf eine gesunde Ernährung und treibe Sport, geh an die frische Luft -> wenn Du nur wenig Zeit hast geh eine kleine Runde bei Tageslicht an der frischen Luft spazieren. Sonne macht glücklicher, merkst Du sicher selbst immer, wenn nach dem Winter wieder immer mehr die Sonne raus kommt und viele ihr Verhalten deutlich sichtbar ändern.
  • Lächle und lache, grinse, habe gute Laune, schenke der Welt ein Lächeln und sie schenkt Dir eins zurück
  • Habe eine gerade Körperhaltung, so hast Du automatisch bessere Laune
  • Die Spirale geht immer ins Negative oder ins Positive. Läuft sie einmal ins Positive dann halte sie im positiven, fall nicht wieder zurück. Und ja, manchmal ist es schwer durchzuhalten, aber meistens lohnt es sich.
  • Belohne Dich bzw. feiere Deine Erfolge, seien sie noch so klein.
  • Wage Veränderungen egal wie klein sie sind, Du wirst offener werden, was sich wiederum positiv auf Dich auswirkt.
  • Arbeite an Deinem Selbstbewusstsein und an Deinem Selbstwertgefühl, es geht Hand in Hand einher mit dem positiven Mindset. Denke daran -> entwickle Dich immer weiter
  • Werde achtsamer.
  • Bleibe realistisch und übertreibe es nicht.
  • Bist Du überlastet, nimm Dir Zeit für Ruhe und Entspannung. Vor allem wenn wir glauben, dass wir keine Zeit dafür haben, brauchen wir die Ruhe am meisten.
  • Visualisiere Deine Erfolge, Ziele etc., visualisiere wie Du Dich in bestimmten Situationen positiv verhältst.
  • Mache eine Challenge gegen Dich selbst und gib jeden Tag Dein bestes mehr positiv zu denken, mehr positive Sachen (vor allem in nicht so schönen Situationen) zu sehen. (einfach mal ein paar Tage oder Wochen ausprobieren)
  • Da wir bei NLP sind, ankere doch Deinen positiven Zustand mit gerader, aufrechter Körperhaltung, einem Lächeln, einem positiv visualisiertem Bild im Kopf und dem „positiv-denken“ Gefühl.

Ich hoffe, ich konnte Dir einige Fragen zum Thema positives Mindset beantworten und dieser Beitrag war eine kleine aber nützliche Hilfe für Dich.

Passend zu diesem Thema gibt es ein Mindscaper Transformations-Wochenende. Bis zum 28.01.2020 kannst Du Dir noch den Frühbucherpreis sichern!

NLP-Podcast 108: Emotionale Momente

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© Ian Schneider (Unsplash)

Hallo Liebe NLP-Freunde!

Ein neues Jahrzehnt steht vor der Tür und genau wie die vergangenen Jahre fragt sich Stephan Landsiedel:

Was habe ich erreicht?
Bin ich meinen Zielen näher gekommen?
Habe ich mich vielleicht ablenken lassen?

Ein Punkt ist hier wichtig und zwar sind das bestimmte emotionale Momente. In dieser Folge soll es besonders um emotionale Momente gehen, die die Weichen für die Zukunft stellen können. Momente in denen wir uns entscheiden „Ich muss das machen!“ oder „Ich muss mein Leben verändern!“, Momente in denen wir sehr emotional sind und das dann auch durchziehen können.

Vielleicht denkst Du jetzt an Deine eigenen emotionalen Momente, in denen Du Dir etwas fest vorgenommen hast. Aber dann hat Dich der Alltag wieder eingeholt und Du wirst abgelenkt – und schon ist es wieder weg. Die starke Emotionalität des Entscheidungsmoments ist nötig, um es dann auch wirklich durchzuziehen!

Anhand von Beispielen aus seinem Leben erklärt Stephan Dir, was er damit meint.

In seiner Jugend ging er 2 Jahre lang wöchentlich in die Diskothek „Way up“. Dort eröffnete er meist die Tanzfläche, obwohl er zu dieser Zeit sehr schüchtern war. Er tanzte stundenlang zu seinen Lieblingssongs und schwor sich dabei etwas Besonderes aus seinem Leben zu machen. Dieses Einschwören hat eine Art von Emotionalität in Stephan geschaffen, die es ihm später erlaubt hat trotz aller Widerstände die Dinge in seinem Leben auf die Reihe zu bekommen. Oft war es sehr hart, arbeiten bis mitten in die Nacht, wenig Schlaf, um die eigenen Träume zu verwirklichen. Es gab viele Rückschläge, aber das Einschwören behielt Stephan bei.

Eine andere extrem emotionale Situation war Stephans erstes Seminar mit Tony Robbins. Zuvor hatte er nur wenige Seminare besucht. An diesem Seminar nahmen 2000 Menschen teil, es gab Tänzer, Musik und Lichtshows. Es war ein wahres Spektakel! Tony bewegte Stephan alleine schon durch seine Stimme, es fühlte sich für ihn so an, als würde Tony direkt mit ihm sprechen. Stephan fing an über sein Leben nachzudenken, Dinge umzusetzen und intensiv zu leben. Die Energie des Seminars hielt bei vielen Teilnehmern bis zu 3 Wochen an. Das ist sehr lange für ein Motivationsseminar, oft ist man nur kurz für ein paar Tage im High Fly. Stephan besuchte dieses Seminar ganze 8 Mal. Er wurde sogar angefragt als deutschsprachiger Helfer vor Ort zu sein und war deshalb auch in Mailand und Brüssel dabei. In dieser Zeit war er immer in diesem Zustand und das machte es für ihn so intensiv. Im Seminar lernten die Teilnehmer auch die Anker-Technik, um immer wieder in diese emotionalen Zustände hinein zu gehen.
Stephan erzählt diese Geschichte gerne bei seinen eigenen Seminaren. Für ihn ist das im Grunde immer eine Wiederholung dieses Gefühls, er ankert dieses Versprechen, dass er sich gegeben hat. Ganz oft hat das dazu geführt, dass aus gewöhnlichen Situationen magische Momente wurden, aus guten Ergebnissen wurden sehr gute Ergebnisse.

Ich glaube, dass wir diese emotionalen Momente in unserem Leben brauchen als Erinnerung!“ – Stephan Landsiedel

Höre Dir die gesamte Podcast-Folge an, um mehr darüber zu erfahren! Stephan erzählt Dir noch Einiges mehr, zum Beispiel seine besonderen Erlebnisse bei der Teilnahme am Schattenseminar.

Mein Leben mit NLP

Gastbeitrag von Ute

Die schönsten Märchen beginnen mit es war einmal. Mein Märchen beginnt mit gerade heute. Warum gerade heute? Gerade heute ist eine der Lebensregeln aus der japanischen Reiki Tradition. Gerade heute steht für das Leben im Hier und Jetzt. Es steht dafür, jeden Tag achtsam und mit allen Sinnen zu begehen. Eine weitere Lebensregel besagt, tue das was Du tust voller Hingabe. Dies bedeutet ebenfalls, alles was wir tun voller Leidenschaft und mit Achtsamkeit auszuführen.

Jetzt habe ich schon ganz viel erzählt und noch gar nichts zu meiner Person gesagt. Ich bin Vortragsrednerin, Expertin für Veränderungsprozesse, angehende Buchautorin, Familienmensch, Weltenbummlerin und vielseitige Lebenskünstlerin.

Und ich habe ihn gefunden, über Trance, über die Arbeit auf den Dilts Ebenen, über das Setzen von Ankern, über die Begegnung mit dem Angstgegner und zuletzt mit der Walt Disney Strategie. Ich habe ihn gefunden, meinen persönlichen Zauberwald. Der Zauberwald ist meine Metapher für das, was NLP bewirken kann. Jeder trägt seinen ganz eigenen Zauberwald in sich. Es lohnt sich, diese Reise anzutreten und ihn zu finden. Es ist eine sehr spannende Reise, bei der Du sehr viel lernst und die Dich zur Verwirklichung Deiner Wünsche und Ziele führen wird.

Wie sieht er denn nun aus, mein persönlicher Zauberwald. Meine Metapher für das Leben mit NLP:

Kernstück meines Zauberwaldes sind die Bäume. Es ist ein Laubmischwald mit Buchen, Eichen, Ahornbäumen und Birken. Die Bäume sind tief in der Erde verankert. Über die Wurzeln im Boden beziehen sie ihre Lebensenergie und verschaffen sich den nötigen Halt. Ihre Kronen reichen weit in den Himmel. Von hieraus haben sie einen wunderbaren Ausblick in die Welt. Die Bäume sind untereinander über ihr Wurzelwerk vernetzt. Über diese Verbindung können sie miteinander kommunizieren, in Kontakt treten und zueinander eine gute Verbindung aufbauen.

In meinem Zauberwald lebt eine Eule. Es ist eine sehr alte und weise Eule, die zu allen Fragen einen Rat geben kann. Die Eule hat die große Gabe, die verschiedensten Probleme und Konflikte von einer übergeordneten Ebene aus zu betrachten. Von dieser Ebene aus hat sie den nötigen Weitblick, um gute Lösungsvorschläge zu entwickeln.

In meinem Zauberwald gibt es auch Pilze. Diese Pilze sind sehr systematisch auf dem Waldboden angeordnet. Einige Pilze bilden Bodenanker für das Six Step Refraiming. Sie helfen mir, wenn ich bestimmte Verhaltensweisen konkret ändern möchte. Es gibt weitere Bodenanker für das Verhandlungsrefraiming, diese unterstützen mich, wenn ich einen inneren Konflikt bearbeiten möchte. Die schönsten Pilze sind die, die meinen Bodenanker für die Walt Disney Strategie bilden. Es gibt einen träumenden Pilz, einen planenden Pilz und einen Pilz der das Geschehen kritisch beäugt. Alle drei Pilze helfen mir dabei, meine Träume wahr werden zu lassen.

In meinem Zauberwald gibt es auch einen ganz schlauen Fuchs. Er ist sehr gut darin, Strategien zu entwickeln. Wenn etwas einmal nicht funktioniert, tüftelt er einfach eine neue Strategie aus. Der schlaue Fuchs sammelt auch regelmäßig alle seine Erfahrungswerte. Er hat somit ein Füllhorn an Möglichkeiten.

In meinem Zauberwald gibt es einen langen Weg mit vielen Verzweigungen. Am Wegesrand wachsen die verschiedensten Pflanzen und Moos. Über diesen Weg habe ich die Möglichkeit, zurück in die Vergangenheit und vorwärts in die Zukunft zu gehen. Hier kann ich über das Format Change History eingefahrenen Situationen in der Vergangenheit einen neuen Kontex geben. Weiterhin kann ich auf dem Weg in die Zukunft wandern und mir die nötige Motivation zur Erfüllung meiner Ziele dort abholen.

In meinem Zauberwald leben auch Räuber. Die Räuber sind mutig und stark und machen jeden Angstgegner ganz klein. Die mutigen Räuber haben schon so manchen grässlichen Riesen, der Angst und Schrecken verbreiten wollte, in die Flucht geschlagen.

In meinem Zauberwald stehen drei Baumstumpfe in einem Kreis. Ein vierter Baumstumpf ist etwas größer und steht ein Stück weiter abseits. Diese helfen mir, wenn ich einen Konflikt mit anderen Menschen auflösen möchte. Ich habe so die Möglichkeit, diese Situation von allen Seiten zu beleuchten und für mich den besten Lösungsweg zu finden.

In meinem Zauberwald gibt es Treppenstufen aus Holz. Es sind insgesamt 6 Treppenstufen. Ich kann die Treppenstufen vorwärts und rückwärts laufen. Sie helfen mir, wenn ich mir im Hinblick auf meine Ziele unklar bin und mich noch etwas bremst. Auf jeder Treppenstufe kann ich etwas lernen und Schritt für Schritt meinem Ziel näher kommen. Die Treppenstufen haben auch Namen. Sie heißen Uda Umgebung, Valentin Verhalten, Franceska Fähigkeit, Waldemar Werte, Ida Identität und Sören Spiritualität.

In meinem Zauberwald gibt es eine Lichtung mit einer großen Feuerstelle. Hier brennt lichterloh ein großes, knisterndes und wärmendes Feuer. Ich kann an dem Feuer jederzeit sitzen und in Trance gehen. Hier ist alles möglich. In meiner Trance kann ich mich entspannen und in Kontakt zu mir selbst kommen.

In meinem Zauberwald gibt es einen wunderschönen Bachlauf, der sich quer durch den ganzen Wald schlängelt. Hier kann ich mit allen Sinnen genießen. An heißen Tagen kann ich mit den Füßen durch das kühle Wasser waten. Ich höre das Rauschen des Baches und das sanfte Rascheln der Blätter im Wind. Ich blicke nach oben und sehe wie die Sonne durch die Baumkronen schimmert und die Wolken am blauen Himmel. Der Duft des Waldbodens und der Geruch von frischem Holz liegt mir in der Nase. Am Rande des Bachlaufes wachsen Himbeeren, die wunderbar süß und saftig schmecken.

Ich möchte ihn keinen Tag mehr missen, meinen wunderschönen Zauberwald. Ich empfinde tiefe Dankbarkeit, dass ich ihn entdecken durfte.

Bildnachweis: alle Bilder von Pixabay
© msbritt, DarkWorkX, Alexas_Fotos, weareaway, jplenio

NLP Podcast 107: Gründung der Landsiedel Österreich GmbH und Visionen der Gründer

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Marian Zefferer ist schon lange bei Landsiedel bekannt, durch ein Praktikum während seinem Psychologiestudium, durch diverse NLP Seminare bei uns bis zum Trainer und jetzt neuer Landsiedel NLP Partner in Österreich. Viele kennen Marian auch als Rhetorik-Trainer. Gerade ist er auf Tournee in Deutschland.

Gründung der Landsiedel Österreich GmbH


In dieser Folge ist Stephan Landsiedel im Gespräch mit Marian Zefferer. Stephan und Marian haben großartige Neuigkeiten: Sie haben ein NLP-Unternehmen in Österreich, in Wien gegründet, an welchem Marian vor Ort sein wird. Stephan verkündet, dass er 2020 auch selbst in Wien sein wird um dort einen NLP-Basis-Tagesseminar zu geben. Dieser Tag wird komplett kostenfrei sein. Die Planung eines weiteren Events wird im Podcast angekündigt und weitere Informationen werden in der Zukunft folgen.

Am neuen Standort werden Practitioner-Ausbildungen, Erlebniswochenenden, kostenlose Abendseminare, Webinaren und vieles mehr angeboten werden. Stephan berichtet, dass Marian gerade die volle letzte Woche bei ihm in Kitzingen zu Besuch war und die beiden Pläne geschmiedet, Strategiearbeit gemacht, Businesscanvasses ausgefüllt und Visionen gesponnen haben, wie sie sich das Unternehmen in Österreich vorstellen und was ihre Visionen dessen, was man durch NLP in der Welt erreichen kann, sind.

Visionen der Gründer

In diesem Podcast führen die beiden in eine sehr angeregte, spannende Diskussion darüber, welche Potentiale sie persönlich im NLP für eine Person selbst aber auch für die gesamte Gesellschaft sehen. Sie sprechen die Schwierigkeiten dieser Zeit an und welche Visionen sie mit und auch ohne NLP für die Welt sehen. „Es ist unglaublich, wie viel die Menschheit schon entdeckt und herausgefunden hat und umso erstaunlicher ist es, wohin einen das Bewusstsein führt, wenn man sich nicht bewusst ist“. Marian sagt, wir sind Wissensriesen und Umsetzungszwerge. Es würde schon reichen, wenn man den Riesen auf den Zwerg drauf setzen würde, aber dafür muss man etwas tun.

Lebst du schon oder wirst du noch gelebt? „Wenn du diese Frage nicht mit „Ja, ich lebe schon“, beantworten kannst, so mache NLP um aus diesem inneren Gefängnis heraus zu kommen. Die Äußere Welt ist so laut um uns herum, dass es nötig ist, sich bewusst die Zeit mal zu nehmen und in sich hinein zu horchen.

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Prozedural – Optional

– ein Beitrag von Evan Bortnick

Evan BortnickMit Evan Bortnick haben wir in Frankfurt einen Top Trainer! Er selbst studiert und unterrichtet NLP bereits seit über 30 Jahren und lebt das Motto Lebenslanges Lernen. So hat er über die Jahre viele Aus- und Fortbildungen absolviert und ein breites Spektrum aufgebaut. Neben NLP ist Evan Bortnick ein herausragender Stimmtrainer. Bereits auf unseren Kongressen hat er viele Teilnehmer begeistert. Er ist NLP-Lehrtrainer nach DVNLP und leitet unseren NLP-Standort Frankfurt.

Der Weg – das Ziel, Disziplin ist FREIHEIT!

Am ersten Practitioner-Wochenende lernen die Teilnehmer eine sehr wichtige Unterscheidung: Prozedural und Optional. Prozedural, wie das Wort schon sagt, betont die Prozedur, die Schritte oder den Weg zum Ziel. Optional lässt die Schritte offen und betont das Ziel, das Erwünschte. Das klassische Beispiel hierfür ist das Kochen. Wenn ihr ein Rezeptbuch aufmacht und den Schritte genauestens folgt, dann wisst ihr auch, dass etwas Leckeres dabei rauskommt — Prozedur-al halt. Ihr folgt der Prozedur und habt etwas Gutes gemacht. Egal wie komplex die Schritte sind, wenn ihr ihnen folgt, gibt’s gutes Essen.

Andererseits, optional gemacht, wenn die Prinzipien hinter einem Rezept schon verstanden sind, schaut ihr was im Kühlschrank liegt und kocht drauf los, mit der Gewissheit es wird schmecken. Beide Möglichkeiten sind gut. Beide Möglichkeiten sind notwendig. Beide Möglichkeiten haben ihren Platz.

Gleichzeitig sind Prozeduralität und Optionalität ein sogenanntes Meta-Programm, eine Art unsere Wahrnehmung zu filtern. Ich geb euch ein Beispiel: in einer Pädagogik-Klasse für Gesang gab ich neuerdings eine Demonstration mit der Bitte, die Pädagogikstudenten mögen Notizen zu ihren Wahrnehmungen machen.

Ein Student beschrieb treu die Schritte des Unterrichts, beispielsweise was
gesungen wurde, und schrieb die Fragen, die ich gestellt hatte, auf und auch dazu die Übungen, die ich vorgeschlagen hatte. Ein anderer Student beschrieb das, was ich vermutlich wahrgenommen habe, um zu diesen Fragen und Übungen überhaupt zu kommen.

Der erste filterte meinen inneren Prozess größtenteils heraus, der zweite tilgte die Schritte. Es gibt natürlich Leute die mit aller Konsequenz nur das eine oder das andere machen. Die Welt besteht aus Schritten (alles andere ist unwichtig oder nicht existent) oder sie besteht aus der Absicht ein gewisses Ziel zu erreichen (alles andere ist unwichtig oder nicht existent). Eines der Vorteile des NLP ist es, genau diesen Meta-Programm-Chauvinismus zu durchbrechen. Unser Ziel hierbei ist natürlich, BEIDE flexibel und kontexttreu zu nutzen.

Überlegt, wie viele Modelle gibt es, um das „Zuhören“ zu verbessern? Aktives Zuhören, gewaltfreies Zuhören, das 4-Ohr Modell — bei einer Amazon-Buchsuche für das englische Wort „Listening“ gab es weit über 50.000 Ergebnisse, alle mit einer anderen „Technique“, um besser zuzuhören! Zuhören können wir auch durch einen prozeduralen oder optionalen Filter. Wenn die Partnerin zum Beispiel sagt: „Du hörst mir ja GAR NICHT ZU!“ und wir merken, sie hat recht, welche Schritte unternehmen wir, um unser Zuhören zu verbessern? Die gleiche Situation anders betrachtet, zu welcher inneren Absicht, zu welchem Fokus wechseln wir, um unser Zuhören präziser und passender zu machen. Der Vorteil dieser zwei Fragen und Möglichkeiten ist es, deutlich zu merken, dass die Ansprache auf einer mentalen Prozessveränderung verschieden geregelt werden kann. Bei unserem Beispiel oben können wir im Idealfall aus beiden Perspektiven unser Zuhören modifizieren.

Generell gesprochen brauchen wir bei einer komplexen Aktivität zunächst die
Schritte lernen, bevor wir überhaupt die „Option“ haben, etwas neues zu
erfinden. Hier gibt es Ausnahmen, aber die bestimmen eben die Regel. Wenn
wir gut Jazz spielen wollen brauchen wir eine fast automatische Gewohnheitsstabilität für die Tonleiter, Akkorde und Formen die wir spielen
wollen. Deswegen sagen Musiker gerne: Disziplin ist Freiheit! Anders gesagt: Prozeduralität führt zu Optionalität!

Auf Meisterschaftsebene ist das besonders wichtig. Es ist gerade die Flexibilität zwischen beidem, die den Meister ausmacht. Nachdem wir auf fortgeschrittener Ebene etwas komplexes beherrschen und immer besser werden wollen, müssen wir zeitlich unsere Schritte wahrnehmen und fein regeln, um zu einer höheren ​Praxisebene zu gelangen. Der Spruch „Übung macht den Meister“ beschreibt größtenteils zumindest, genau diese methodische Flexibilität zwischen Prozedur und Option.

Macht selbst eine Übung. Widme eine Stunde im sozialen Kontext und
beobachte das Beobachten. Mit anderen Worten, hör zu, wie Du zuhörst.
Fokussierst Du auf den Inhalt? Die Satzmelodie? Die Lautstärke? Die richtige Grammatik? Den Gesichtsausdruck der Sprechenden? Die Gesten? Ein
Kombination daraus? In welcher Reihenfolge? Mit erhöhtem Bewusstsein für
die Prozeduralität und Optionalität deines Zuhörens lernst Du eine Menge über Dich und Deine Gesprächspartner. Vor allem wenn Du gleichzeitig die Frage stellst: „Wie kann ich meine Prozeduralität/Optionalität-Mischung
optimieren?“, hast Du noch einen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht.

Jeder Mensch sowie auch jeder Kontext hat eine andere optimale Balance zwischen dem Prozeduralen und dem Optionalen. Eine gesteigerte Sensibilität
für diese wichtige Unterscheidung erhöht unsere Fähigkeit, spielerisch und
fokussiert zu lernen und zu leben.

Weiterführende Links

»Zum Landsiedel Standort Frankfurt
»Mehr über Evan Bortnick erfahren

NLP Podcast 106: NLP als ressourceorientierte Methode? – mit Ralf Stumpf

Hier kannst Du die Podcast-Folge 106 direkt auf i-Tunes anhören,
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Ralf StumpfRalf Stumpf hat 1986 mit NLP angefangen, um das Modelling zu lernen – leider hat er in seinen NLP-Ausbildungen nicht gelernt, wie Modelling funktioniert und angewendet wird. Deshalb beschäftigte sich Ralf Stumpf jahrelang selbst mit dem Thema Modelling und entwickelte sich zu dem führenden Modellingexperten im deutschsprachigen Raum. Er ist NLP-Lehrtrainer nach DVNLP und leitet unseren NLP-Standort Berlin.

NLP als ressourceorientierte Methode?

In dieser Folge spricht Ralf Stumpf über „den wichtigsten Begriff, den es im NLP überhaupt gibt“. NLP ist der Literatur nach eine ressourcen- bzw. stärkenorientierte Methode, was Ralf überhaupt erst dazu gebracht hat, NLP zu machen. Ralf spricht darüber, wie er zum NLP kam, wie alle anderen Methoden in der „berliner Psychoszene“ problemorientiert waren und wie NLP dagegen als „auf die Stärken und Ressourcen des Menschen fokussiert“ angepriesen wurde. Der Grundgedanke des NLP ist es, dass Veränderung durch Ressourcen geschieht.


© Elias Sch. (Pixabay)

Obwohl NLP in der Theorie so überaus ressourcenorientiert ist, fiel Ralf auf, dass das NLP in der Praxis doch immer irgendwie problemorientiert war. Bei Demos, die er besuchte, kam zum Beispiel immer die Frage „Wer hat ein Problem und möchte gerne nach vorne kommen?“. Auch der Rest seiner NLP-Ausbildung stand sehr im Kontrast zu dem Gedanken, dass man sich an Ressourcen orientieren kann, ohne dass dafür Probleme nötig wären. Doch alle Kleingruppen brauchten in den Übungen der NLP-Ausbildungen immer ein Problem als Eintrittskarte. So kam es, dass Ralf viele Jahre später auf dem Berliner NLP-Kongress auf der Bühne stand und einen Vortrag mit dem Titel „30 Jahre problemorientiertes NLP“ hielt und von Fragen rund um ressourcenorientiertes Denken herumgetrieben wurde.

In diesem Podcast klärt Ralf bedeutende Fragen, welchen er auf seiner Recherche rund um das Thema NLP als ressourcenorientierte Methode nachging:

  • Was ist eigentlich eine Ressource?
  • Wie ist eine Ressource überhaupt definiert?
  • Woran liegt es, dass viele Menschen bei der Frage nach ihren persönlichen Stärken nur einige aufschreiben können und durch diese ursprünglich positive Frage in einen unglücklichen Zustand kommen?
  • Wie findet man die Ressourcen von Personen?
  • Welche ressourcenorientierten Formate gibt es?
  • Wie versetzt man eine Person in einen ressourcevollen Zustand?

All diese Fragen beantwortet Ralf im Podcast. Viel Spaß beim Anhören!

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»NLP Podcast 106: NLP als ressourceorientierte Methode? – mit Ralf Stumpf

Weiterführendes

In unserem »Modelling-Down­load­bereich er­warten Dich kosten­freie E-Books, viele weitere Pod­cast-Fol­gen, Videos, Webi­nare und der Modelling-News­letter von Ralf Stumpf.

Da­rüber hi­naus hast Du die Möglich­keit, interessante Pro­dukte zum Thema Modelling zu kaufen, um noch tiefer in die Welt des Modellings ein­zu­tauchen.

In Zu­kunft werden immer wieder mal neue Inhalte dazu­kommen – schau also am besten ab und zu vorbei und profi­tiere von dem kosten­freien Wissen!

NLP Podcast 105: Schattenseiten in Stärken verwandeln – mit Julia Ehmer und Willi Kiechle

Hier kannst Du die Podcast-Folge 105 »direkt auf i-Tunes anhören,
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Julia Ehmer und Willi KiechleIn diesem Podcast spricht Stephan Landsiedel mit Julia Ehmer und Willi Kiechle. Willi ist Gestalttherapeut und ausgebildeter Heldenreiseleiter. Julia ist Ärztin, Gestalttherapeutin und Seminarleiterin nach Paul Rebillot. Paul Rebillot hat die Heldenreise weiterentwickelt und in eine Seminarform gebracht. Julia und Willi leiten gemeinsam das Schattenseminar, ein Folgeseminar der Heldenreise.

Die Heldenreise-Reihe

Bei der Heldenreise geht es darum, Widerstände zu überwinden, beziehungsfähiger zu werden, sich seinen Schatten zu stellen und Belastungen loszulassen. Die Teilnehmer erkennen durch die Seminare, was ihre wahre Bestimmung ist und wie sie sich ein erfülltes Leben gestalten können.

Der Zyklus der »Heldenreise-Ausbildungsreihe startet in der Regel mit dem „Heldenreise-Seminar“. Das Heldenreise-Seminar ist eine intensive Seminarwoche, in der viele Methoden der Gestalttherapie und Körperarbeit zum Einsatz kommen. Im Anschluss daran können dann die Folgeseminare „Schatten“, „Lover’s Journey“ und seit kurzem auch ganz neu „Tod und Auferstehung“ besucht werden.

Das Schattenseminar

„people who dance in the light create the darkest shadows“
(Deutsch: Menschen, die im Licht tanzen, kreieren die dunkelsten Schatten)

Oftmals verstecken sich im Schatten Persönlichkeitsanteile, in denen ein enormes Potenzial steckt. Dieses Potenzial wartet nur darauf, entfesselt zu werden.

Im »Schattenseminar lernen die Teilnehmer, ihren Schatten nicht länger als Feind zu sehen und ihn stattdessen zu akzeptieren sowie in positive Persönlichkeitsanteile zu verwandeln. Durch Meditation, Bewegung, Tanz und viele kreative Übungen aus der Gestalttherapie lernen die Teilnehmer ihren Schatten auf eine intensive Weise kennen. Das nächste Schattenseminar findet vom 08.12. – 13.12.2020 statt.

Ein kreativer Schwerpunkt im Schattenseminar ist der Bau einer Schatten-Maske. Im Podcast sprechen Julia, Willi und Stephan detailliert über diesen wirkungsvollen Prozess. Stephan erzählt, welche persönlichen Erfahrungen er während des Schattenseminars mit seiner eigenen Schatten-Maske gemacht hat. Außerdem geben die drei einige Tipps für ein gelingendes Leben, die eine Art Essenz ihrer jahrelangen Erfahrung als Trainer und Seminarleiter sind.

Viel Spaß mit dieser Folge!

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Weiterführende Links:

»Heldenreise-Reihe
»Schattenseminar

Neues Folgeseminar „Tod und Auferstehung“
Viele Menschen schieben die Konfrontation mit dem Tod genau wie bei ihren Schattenseiten vor sich hin, anstatt sich ihnen zu stellen. Das Seminar „Tod und Auferstehung“ bricht alle Tabus und vermittelt einen völlig neuen Zugang zum Thema Tod.

[Tod] Die Teilnehmer durchleben imaginär ihren eigenen Tod, schließen unerledigte Geschäfte ab, verabschieden sich von ihren Beziehungen, schreiben ihr Testament und gestalten ihre Totenfeier.

[Auferstehung] Dadurch wird ein intensives Loslassen möglich und die Gelegenheit geboten, ein neues Leben nach den eigenen, tiefen und inneren Wünschen zu beginnen.

Voraussetzung ist auch hier wie bei allen Folgeseminaren die Teilnahme an einem Heldenreise-Seminar.

»Link „Tod und Auferstehung“

NLP-Podcast 104: Existenzielles Coaching mit Annette Fährmann

Hier kannst Du die Podcast-Folge 104 direkt auf i-Tunes anhören,
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Annette FährmannAnnette Fährmann hat sich vor einiger Zeit für das Existenzielle Coaching begeistert und macht seitdem sehr viele Weiterbildungen in diesem Bereich. Sie lebt im Allgäu und genießt es sehr, dort in der Natur zu sein und zu wandern.
In dieser Podcast-Folge wird Annette von Stephan Landsiedel interviewt und es geht um das, wofür ihr Herz brennt: Das Existenzielle Coaching.

Was ist Existenzielles Coaching?

Das Wort „existenziell“ wird häufig mit Begriffen wie „Tiefe“, „wesentlich“ oder „großen Lebensthemen“ verbunden. Im existenziellen Coaching geht es darum herauszufinden, was das Wesentliche einer Situation ist. Es geht nicht darum, schnell eine Lösung für ein Problem zu finden sondern darum, tiefgehende Fragen zu stellen. Dadurch soll der Klient eine authentische Antwort auf seine Themen oder Probleme finden und erkennen, was wirklich wichtig und wertvoll ist.

Ein wichtiger Aspekt im Existenziellen Coaching ist es, dem Menschen immer viel mehr zuzutrauen als man ihnen eigentlich zutrauen würde. Denn nur so können die Menschen über sich hinauswachsen und an ihr Optimum herankommen.

Die vier Pfeiler des Existenziellen Coachings:

  1. Gefühl „Ich kann etwas leisten“ oder „Ich krieg das hin“
  2. Vitalität im Leben finden durch Dinge, die das Leben schöner machten
  3. Authentizität „sich selbst gerecht werden und sich selbst zum Ausdruck bringen“
  4. Das große Ganze sehen „einen Sinn finden, der größer ist als ich selbst“

Durch diese vier Pfeiler können die Menschen ein erfülltes und glückliches Leben führen. Und genau das wird im existenziellen Coaching angestrebt.

Existnzielles Leben

In der kompletten Podcast-Folge erfährst Du spannende Details, wie das Existenzielle Coaching entstanden ist. Annette und Stephan sprechen über Viktor Frankl und Alfried Längle, die diese wirksame Methode maßgeblich geprägt haben. Annette verrät, wie all diese Ansätze im Coaching praktisch angewendet werden. Außerdem erklärt sie detailliert die vier Pfeiler des Existenziellen Coaching.

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Weiterbildungen im existenziellen Coaching

Annette leitet unser fünftägiges Coachmodul „Existenzielles Coaching“. In diesem Modul vermittelt sie den Teilnehmer die Theorie und Praxis, die ein existenzieller Coach braucht. Es geht im Kern um Selbsterkenntnis und Stimmigkeit und im Ergebnis um Handeln in echter innerer Zustimmung – dem Schlüssel zu einem sinnhaften, erfüllten Leben.
≫ Mehr über das Coachmodul „Existenzielles Coaching“ erfahren

Außerdem führt Annette eine noch tiefergehende Ausbildung im existenziellen Coaching durch. Diese Ausbildung wird bei erfolgreicher Teilnahme nach der Existential Training & Leadership Academy zertifiziert und wird von Alfried Längle persönlich anerkannt.
≫ Mehr über die Ausbildung „Existenzielles Coaching“ erfahren

The ReFrame GAME

Wer genau will, dass DU dich änderst und WARUM?

– Evan Bortnick

ReFraming ist im NLP eines der stärksten und am häufigsten genutzten Konzepte! Die Fähigkeit, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten, ist die Essenz des „Outside the Box“-Denkens. Gerade deshalb lohnt es sich, ReFraming auf Meisterschaftsebene zu verstehen und zu praktizieren. Einerseits bringt HochleistungsReFraming für Klienten und Freunde wertvolle Einsichten in menschliche Reifungsprozesse. Andererseits bringt es persönlich ein wichtiges Verständnis für die verschiedenen Kontexte der Selbstentwicklung. Mit anderen Worten und als Frage gestellt; in welchem Lebensbereich ist präzises ReFramen ein Lotteriegewinn und in welchen ist es eine andere Art von Rationalisierung, Sublimierung oder gar Verdrängung?

Ambiguität

Sigmund Freuds Definition für Neurose war eine „Intoleranz für Ambiguität“. Sobald es mehr als eine Erklärung, eine Interpretation, eine Bedeutungsgebung oder eine kausale Attribuierung gibt, steigt die Ambiguität. Laut dieser Definition ist gutes Reframing ein Antineurose-Program. Geistige Gesundheit und Vitalität gründet auf genau der Fähigkeit, mehr als eine Interpretation gleichzeitig in Betracht zu ziehen. Aber nicht immer. Zu viel davon und wir erleben eine Desorientierung. Zu wenig und wir werden stur und beschränkt in unserer Meinungsbildung. Balanciert dosiert und wir bleiben mental fit und gesund bis ins hohe Alter.

Natürlich kommt es darauf an; WARUM wir das machen oder mit uns machen lassen. Wenn Politiker oder Werbeleute oder beschränkte religiöse Menschen versuchen, uns Reframes in unsere wichtigen Meinungen unterzujubeln, reagieren wir meistens mit sehr gesunden Verteidigungsmechanismen. Das heißt, wenn jemand versucht, unerwünscht und ungebeten unsere Sinneswahrnehmungen in Frage zu stellen, setzen wir notwendige Grenzen gegen diese negative Manipulation. Und darauf kommt’s wirklich an bei Reframing und bei NLP überhaupt: haben wir Erlaubnis?….haben wir einen Auftrag? Mit solchen machtvollen NLP-Werkzeugen wie dem Reframing, brauchen wir immer genau zu prüfen, WARUM wir das machen.

Panta Rei

„Panta Rei“ in alt-Grieschisch ( πάντα ῥεῖ) heißt „Alles fließt“. Wir sind ständig in Veränderung. Die wirkliche Frage ist; wer oder was leitet den Prozess? Eine der kräftigsten Vorannahmen des NLPs ist es, das wir selbst viel mehr von dieser Veränderung in die Hand nehmen können, als wir zuerst vermuten. Es heißt auch, dass, wenn wir es wollen, andere Menschen kräftig zu dieser Veränderung beitragen können.

Es gibt viele Gründe, genau das zu tun. Es gibt manchmal auch trächtige Gründe, Veränderung nicht in die Hand zu nehmen und „Go with the Flow“, oder “lass es geschehen” zu betreiben. Wann das Eine und wann das Andere? Egal wie wir diese Frage beantworten, Reframes spielen eine wichtige Rolle in diesem Prozess. Wichtig ist auch eine deutliche und bewusste Unterscheidung innerhalb dieser Veränderung zu verstehen.

Panta Rei

Verändere Dich für dich SELBST.
Verändere Dich für MICH.
Verändere Dich für UNS.
Verändere Dich für ES.

Ohne Zweifel gehen wir alle vier Varianten durch. Klarheit darüber, wann und warum jedoch könnte enorme Zeit und Energie sparen. Eine Veränderung für dich Selbst vorzunehmen ist für NLPler und für alle lernbegierigen Menschen selbstverständlich. Veränderung für jemand anderes in seiner besten Form ist ein Akt der Liebe. Jeder der geliebt hat und geliebt wurde weiß, dass es manchmal angebracht ist, sich für sich jemanden zu verändern. „Es tut mir leid. Ich werde mich verändern. Ich werde das besser machen.” …Das sind oft die heilsamsten Sätze in einer Beziehung. In einem anderen Rahmen betrachtet, jemand anderes zu bitten, sich zu verändern, ist oft eine wichtige Form des Grenzen-Setzens in einer Beziehung.“Veränderung für Uns“ beschreibt sogenannte „Peer Pressure“ und den Sog der Gruppendynamik,
dass einzelne sich verändern, um die Gruppe zu unterstützen. Manchmal ist das für die Gruppe und für sich selbst auch gesund und angebracht. Noch öfter (würde ich behaupten) ist es einfach ein hirnloser und dummer Versuch, einzelne Menschen auf das seichte Niveau der Gruppe zu bringen,
nur leicht übertrieben gesagt. Stellt euch das folgende Experiment vor:

Ein sehr großer Käfig mit 6 Affen, im Käfig eine Treppe nach oben. Oben am Ende der Treppe hängt ein Bündel Bananen. Natürlich wollen die Affen an die Bananen. Aber schon auf der zweiten Treppe werden die Affen schmerzhaft mit Wasser bespritzt, so dass sie nicht zu den Bananen können. Das
passiert vielleicht 2 oder 3 Mal. Danach versuchen es die Affen gar nicht mehr, an die Bananen zu gelangen. Nun wird ein Affe aus dem Käfig genommen und durch einen neuen Affen ersetzt. Natürlich versucht es der neue Affe, an die Bananen zu kommen. Auch er wird bespritzt, zusammen mit den anderen Affen und auch er unterlässt den Versuch nach einer Weile. Danach wieder die gleiche Prozedur. Ein Affe weg. Ein neuer kommt dazu. Nur dieses Mal passiert folgendes: wenn der Neue Affe versucht an die Treppe zu kommen, wird er ordentlich von den anderen fünf verprügelt. Klar. Sie wollen nicht wieder gespritzt werden. Aber dann wird die Prozedur so lange fortgesetzt, bis kein einzelner Affe der ursprünglichen 6 Affen mehr im Käfig ist. Die Wasserspritzanlage ist schon längst ausgestellt. Trotzdem, jedes Mal wenn ein neuer Affe auch nur in die Nähe der Treppe geht, wird er verprügelt. Keiner weiß warum…..hier wird das halt einfach so gemacht!!!

Klingt bekannt?

Wie gesagt, Klarheit darüber warum, macht den ganzen Unterschied.

Verändere Dich für „Es” mit folgendem Beispiel: „bitte keine Straßenschuhe in der Tanzhalle“, oder „nur mit Socken in den Yogaraum“. Ein anderes sehr bekanntes Beispiel ist leises Reden in Bibliotheken. Wir haben bestimmt tausend Beispiele für alle vier Veränderungsquadranten. Der Punkt ist, dass wir als Hochleistungslerner, Ausbildungsjunkies oder NLPler deutliches Bewusstsein entwickelt haben für die Dynamik der Veränderung.

Kritisch ist es wenn dieses Bewusstsein nicht da ist! Wie viele Male haben einzelne Menschen oder Gruppen von Menschen versucht, uns zu ändern mit dem Vorwand—„wir machen das für Dich“. Genau das ist das ReFrame Game. Es wird ein „Spiel“ daraus gemacht, durch Reframes, andere zu ändern und so zu tun als wäre es für Person 2 gut, obwohl es im Grunde nur für Person 1 gut sein soll.

Das ist sicher einer der Gründe warum NLP im Lauf der Zeit und bei manchen Menschen einen schlechten Ruf erlangt hat. Es gab zu viele Veränderungsversuche ohne Auftrag und ohne Erlaubnis.

Im NLP Training generell und besonders hier bei Landsiedel Training gibt es eine starke Bewegung Richtung Klarheit in dieser Hinsicht. Stephan Landsiedel selbst und alle wirklich guten NLP Trainings betonen die ethische und moralische Verwendung dieser kräftigen Techniken. Es ist ein wichtiger Teil des NLP Trainings. Treu zu sich Selbst zu sein, heißt nicht nur sich durchsetzten, sondern auch in wichtigen Kontakt zu kommen mit sozialen Bedürfnissen und emotionaler Intelligenz. NLP Trainings in Frankfurt sowie auch in anderen Städten, besonders in Deutschland, betonen diese Selbstkenntnis und Intelligenz aufs Schärfste. Für mich ist das die Definition von menschlicher Reife!

Mehr über Evan Bortnick: Evan Bortnick

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