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Meditation und die Kraft der Stille

Heutzutage ist Meditation in aller Munde. Immer wieder kommt uns der Begriff der Meditation unter. Viele praktizieren die Art der Entspannungstechnik, andere möchten gerne damit beginnen.

Meditation

Doch was bedeutet Meditation eigentlich?

Meditation ist eine von vielen verschiedenen Kulturen ausgeprägte Praxis, um den Geist durch Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen zur Ruhe zu bringen. Die Bezeichnung Meditation ist dem lateinischen Wort meditatio entlehnt, welches soviel wie religiöse Versenkung bedeutet. Meditari beudeutet nachsinnen, besinnen, üben. Das Wort Meditatio bedeutet nachdenken, Vorbereitung. Der Schwerpunkt der Meditation liegt somit auf der Besinnung des Selbst oder der eigenen Person.

Durch Meditation ist es möglich, die innere Kraft zu aktivieren und das eigene Leben in eine bestimmte positive Richtung zu lenken. Bei der Meditation geht es vor allem darum, in die eigene Stille des Geistes zu kehren, um neue Energie zu sammeln.

Meditation ist sozusagen eine mentale Übung, die die eigene Aufmerksamkeit schult und den eigenen Geist beruhigt.

Woher kommt die Meditation?

Um diese Frage beantworten, werfen wir einen Blick auf den Fernen Osten. Hier wird der Ursprung der Meditation, der mentalen Technik, vermutet. Aufzeichnungen besagen, dass vor über 4000 Jahren die Indoarier aus Nordafghanistan nach Indien einwanderten. Dort entwickelten sie die heutzutage drittgrößte Religion, den Hinduismus. Mit dieser Entwicklung vermutet man die Ursprünge der Meditation.

Durch viele religiöse Meister vollzog sich in der Folgezeit die Verbreitung der Lehren und Techniken der Meditation weit in weitere ferne Länder. Die Verkündungen der Meditationslehren machten beispielsweise in China und Japan auf verschiedene Weisen einen Wandel durch, der sich heutzutage in den Auslegungsrichtungen des Buddhismus widerspiegelt. In Japan entwickelte sich die Meditationskunst unter der Bezeichnung „Zen“ weiter und in China hingegen unter dem Begriff „Chan“. Beide meditative Praxen haben denselben Ursprung und ähneln sich in vielen Aspekten. Eine traditionsreiche Form der Meditation entwickelte sich daneben im indischen Yoga.

Meditation entwickelte sich mit den Glaubensgrundsätzen unserer Vorfahren. Diese ermöglichte ihnen eine spirituelle Weiterentwicklung.

Heutzutage wird die Meditation allerdings auch ohne religiösen Hintergrund praktiziert. In der heutigen und vor allem westlichen Welt, wird Meditation eher als das innere Versinken in die Tiefen der eigenen Person beschrieben.

Wie wird Meditation praktiziert?

Bei der Meditation unterscheid man zwischen zwei Arten. Es gibt die körperliche aktive Meditation und die körperliche passive Meditation

Die körperliche aktive Meditation

In der körperlichen aktiven Mediation gehört körperliche Bewegung und achtsames Handeln zur Meditationspraxis. Die bekannteste Form der körperlichen aktiven Meditation ist die Gehmeditation.

Bei der Gehmeditation achten wir während dem Gehen auf unsere Bewegungen und unserem Atem. Die Gehmeditation ist deshalb von besonderem Wert, weil sie nicht an spezielle Rahmenbedingungen gebunden ist und jederzeit praktiziert werden kann. Wenn wir die Gehmeditation praktizieren, tun wir etwas, was wir ohnehin ständig tun: Gehen und atmen. Bei der Gehmeditation, tun wir dies allerdings auf eine besondere Art und Weise. Wir werden uns unserer Bewegung und unserem Atem bewusst und fokussieren uns auf unseren Körper und Geist. Durch die Gehmeditation können wir am Tag unzählige Male meditieren und unseren Geist beruhigen und kräftigen, ohne dafür zusätzliche Zeit zu investieren.

Die körperliche passive Meditation

Die körperliche passive Meditation ist die Art Meditation, die am bekanntesten ist. Die körperliche passive Meditation wird meist im stillen Sitzen praktiziert.

Achtsamkeit ist die Basis jeder Meditation. Achtsamkeit ist eine besondere Form von Aufmerksamkeit. Ein klarer Bewusstseinszustand, der es erlaubt, jede innere und äußere Erfahrung im gegenwärtigen Moment vorurteilsfrei zu registrieren und zuzulassen.
Jeder Beginn einer Meditation kann schwer sein. Doch, es ist reine Übungssache. Wenn Sie mit dem meditieren beginnen möchten, nehmen Sie sich regelmäßig Zeit für sich. Am Anfang reichen bereits 5 – 7 Minuten aus, um in die eigene innere Stille zu kehren. Mit der Zeit werden die Meditationseinheiten immer mehr und die Meditationen länger. Unser Geist muss in der heutigen hektischen Welt die Ruhe erst wieder lernen.

Zu Beginn der Meditation richten wir unsere Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Fokuspunkt, beispielsweise auf unserem Atem. Sobald die Aufmerksamkeit nachlässt, akzeptiere diesen Zustand urteilsfrei und gegenwärtig. Führe deine Aufmerksamkeit einfach wieder zurück zum Ausgangspunkt. Einatmen, ausatmen. Der Rückführungsprozess zurück zum Fokuspunkt ist der Kern der Meditation. Dies ist sozusagen das Gewichte heben im Geiste. Dadurch werden die mentalen Muskeln gestärkt.

Meditieren lernen – die ersten Schritte als Anfänger

Jeder kann meditieren lernen. Dabei ist nur sehr wichtig, dass Sie sich an einige Grundprinzipien halten und auch bereit sind, täglich etwas Zeit für die eigene Reise in die innere Stille zu investieren. Als Anfänger reicht es völlig aus, wenn Sie sich täglich etwa 10 Minuten Zeit nehmen. Diese Zeit vorzugsweise direkt am Morgen nach dem Aufstehen oder am Abend, bevor Sie schlafen gehen. In dieser Zeit sollten Sie sich voll und ganz auf das Meditieren fokussieren und störende Elemente wie Handy oder Radio ausschalten. Stellen Sie einen Wecker, der Sie nach Ablauf der Meditationszeit in die reale Welt zurückholt und steigern Sie nach und nach Ihre Meditationseinheiten.

Meditation beruht auf drei Grundsäulen. Körperhaltung, Konzentration und Entspannung. Eine ruhige Körperhaltung, die über einen bestimmten Zeitraum eingehalten werden kann sowie über Konzentration, die in dieser Zeit gehalten werden sollte. Daneben ist die Entspannung wichtiges Kernelement der Meditation.

Die richtige Position während der Meditation

MeditationWie Sie meditieren, bleibt letztendlich ganz Ihnen überlassen. Viele Personen praktizieren die Mediation gerne im Sitzen, mit übereinandergeschlagenen Beinen. Das ist die am weitesten verbreitete Mediationsposition, der sogenannte Lotus-Sitz. In dieser Position haben Sie die Beine überkreuzt und die Hände auf den Knien abgelegt. Anfänger tun sich mit dieser Sitzhaltung oftmals schwer, da Sie sehr viel Körperspannung und Gelenkigkeit erfordert. Bei Anfängern ist deshalb eine liegende Position sehr beliebt. Dabei legen Sie sich bequem hin und fokussieren sich auf Ihren Atem.

Viele Meditationsbeginner schließen für die Meditation die Augen. Auch hier gilt: Finden Sie heraus, was Ihnen gefällt. Falls Sie lieber mit offenen Augen meditieren, ist das ebenfalls völlig in Ordnung. Es kommt nur darauf an, dass Ihre Konzentration ganz bei Ihnen ist und Sie zur Ruhe kommen. Die Augen zu schließen hat allerdings einige Vorteile. Dadurch werden die äußeren visuellen Einflüsse minimiert und Sie können sich vollkommen auf Ihre innere Ruhe konzentrieren. Haben Sie keine Angst, am Anfang ist es völlig normal, wenn Sie nach einiger Zeit die eingenommene Position als unangenehm empfinden und Ihre Aufmerksamkeit während der Meditation immer mal wieder unterbrochen wird.

Die Atmung als Fokuspunkt während der Meditation

Lenken Sie Ihre komplette Aufmerksamkeit auf Ihre Nasenlöcher und spüren Sie, wie der Atem rein und rausgeht. Nehmen Sie dabei die Kälte der Luft wahr, wenn Sie einatmen und die Wärme der Luft, wenn Sie ausatmen. Halten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Nasenlöcher. Bleiben Sie dabei urteilsfrei und gegenwärtig.

Beim Meditieren lernen ist es völlig normal, dass Sie mit Ihren Gedanken immer wieder abschweifen. Ihnen werden vielleicht irgendwelche offenen Themen der Arbeit durch den Kopf gehen oder Sie überlegen, welche Einkäufe Sie noch für das Mittagessen erledigen müssen. All das ist normal. Wichtig ist nur, dass Sie Ihre Gedanken immer wieder zurückführen und Ihre Konzentration erneut aufbauen. Geben Sie nicht vorschnell auf, denn all das ist normal. Bleiben Sie dran und Sie werden sehen: Mit etwas Übung wird es kinderleicht.

Die Vorteile der Meditation und warum Sie unbedingt mit dem meditieren beginnen sollten

In unserer heutigen Zeit wird das Leben immer hektischer. Wir haben unzählige Termine, To Do Listen und Herausforderungen, die wir zu bewältigen haben. Oft haben wir das Gefühl, aufgrund der Hektik und des Lärms, unsere eigenen Bedürfnisse nicht mehr zu erkennen und unsere innere Ruhe zu verlieren.

Meditation nutzt Körper und Geist

Regelmäßiges Meditieren kann dafür sorgen, dass wir zurück zu unserer inneren Kraftquelle finden. Ein Ort, an dem wir uns mit Energie aufladen können. Durch Meditation werden Ihre Gedanken klarer und Sie schweifen nicht mehr so häufig ab. Dadurch finden Sie zu einer inneren Ruhe, die Ihnen die erwünschte Entspannung und Kraft gibt, die Sie heutzutage in der hektischen Welt benötigen.

Meditation ist ein hervorragendes Mittel und Werkzeug, um Stress abzubauen, den Geist zu beruhigen und insgesamt gelassener und bewusster durch das Leben zu gehen

5 gute Gründe, um mit dem Meditieren zu beginnen:

  1. Meditation sorgt für Klarheit im Kopf
  2. Meditation unterstützt den Stressabbau
  3. Meditation kann Schmerzen lindern
  4. Meditation erhöht Bewusstsein und Konzentration
  5. Meditation führt zu mehr Gelassenheit und Ruhe

Durch Meditation können wir unsere Gefühle aufkommen lassen, sie benennen und akzeptieren, ohne sie mit weitergehenden Gedanken zu nähren. Dadurch schaffen wir eine innige Verbindung zu uns selbst und stärken unseren Körper und Geist.

Ein regelmäßiges Meditationstraining hilft Ihnen dabei, den eigenen Körper, die eigenen Gedanken und Gefühle besser und bewusster zu spüren und diese als Teil des eigenen Selbst zu akzeptieren und zu lieben.

Anleitung zur Meditation

Probieren Sie Meditation nun einfach mal aus. Wir haben für Sie eine Kurzvariante zusammengestellt. Die 1-Minuten-Meditation perfekt für Anfänger.

Anleitung

  1. Setzen Sie sich bequem hin und atmen Sie tief ein und aus.
  2. Suchen Sie sich einen Punkt aus und konzentrieren Sie sich darauf. Mit geöffneten Augen kann dieser Punkt beispielsweise eine Kerze sein. Mit geschlossenen Augen kann Ihr Fokuspunkt beispielsweise Ihre Nasenspitze sein.
  3. Achten Sie eine Minute nur auf Ihren Atem, während Sie den Punkt fixieren.

Wie Sie sehen, ist meditieren nicht sehr schwer. Meditation erfordert lediglich Disziplin und etwas Zeit. Nutzen Sie das Potenzial der Meditation und die Stärke der Stille. Den Nutzen, den Sie aus regelmäßigen Meditieren erzielen, ist gewaltig. Daher ist es für jeden empfehlenswert täglich zu meditieren. Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei.

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