Am Mittwoch war das Landsiedel Team mal wieder am Teamtag unterwegs. Diesmals ging es nach Herzogenaurach, um dort auf einer Veranstaltung des Wirtschaftsjournalisten und mehrfachen Buchautors Karl Pilsl einen kleinen Infostand zu betreuen und gleichzeitig an dem Seminar teilzunehmen. Ich habe Karl Pilsl vor über 10 Jahren schon kennen gelernt und seitdem seine Aktivitäten aus der Ferne beobachtet. Die Idee mit dem Büchertisch hat mich gereizt, weil wir selbst für unsere kommenden größeren Veranstaltungen Sponsoren die Möglichkeit geben möchten, einen solchen kleinen Infotisch bei uns zu buchen. Nach einem gemütlichen Mittagessen haben wir uns zum Veranstaltungsort begeben und unseren Tisch aufgebaut. Im Mittelpunkt standen dabei natürlich die kostenlosen Abendseminare und unsere 38,- Euro Seminar aus dem Erfolgsforum.

 Eintrittskarten Herzogenaurach Karl Pilsl 24.11.2010

Um 18.00 Uhr hat dann die Ermutigungsveranstaltung begonnen. Von den Inhalten möchte ich ein wenig berichten. Karl hat gesagt: „Ich bin gescheitert – also gescheiter geworden. Wer noch nicht gescheitert ist, der wird dumm sterben.“ Ja, das denke ich auch. Wer nicht das Scheitern riskiert, der wird immer im Rahmen seiner Grenzen bleiben und nicht sein volles Potential entfalten. Weiter ging es: „Wirtschaftskrise? Keineswegs.“

Karl Pilsl und Stephan Landsiedel am 24.11.2010 in Herzogenaurach
Wirtschaften heißt, sich gegenseitig Probleme zu lösen. So lange wir Probleme haben, gibt es keine Wirtschaftskrise. Ja, die Form unseres Zusammenlebens wird sich verändern und möglicherweise geht die Talfahrt des Kapitalismus weiter und es wird einen Zusammenbruch geben, aber der eigentliche Sinn der Wirtschaft geht nicht verloren. Investiere in Dich selbst – das ist nicht Teil der Konkursmasse. Mit jedem Projekt lerst Du etwas Neues dazu, entwickelst Dich weiter. Das kann Dir keiner nehmen. Was ist Deine Botschaft? Bist Du eine Botschaft?

Dann ging es um die Fehlentwicklungen in Deutschland:

  1. Kompliziert statt einfach – ein Fluch des Perfektionismus
  2. Bewerbungen schreiben statt Businesspläne entwickeln: In den Staaten lernen die Kinder in der Highschool wie man unternehmerisch denkt und Businesspläne schreibt. Bei uns lernt man Bewerbungen zu schreiben.  
  3. Gleichmacherei statt Einzigartigkeit fördern. Eine Vertriebsabteilung brauchenh nur die Firmen, denen die Kunden nicht nachlaufen. Wenn Dir die Kunden nachlaufen brauchst Du keine „Vertriebs-Abteilung“, die die Kunden vertreibt.
  4. Junge Menschen werden vollgestopft mit Informationen anstatt die individuellen Talente der jungen Menschen zu entwickeln.
  5. Zu viel Information, zu wenig Inspiration (auch in der Wirtschaft). Der Zukunftsberuf heißt Brandstiftung – es geht darum, Menschen zu entzünden!
  6. Das Unternehmertum erschweren, anstatt zu vereinfachen – Die Behörden glauben, es wäre ihre Aufgabe, uns Unternehmer zu beschäftigen.
  7. Warnen statt ermutigen und inspirieren. Junge Menschen werden vor dem Risiko gewarnt, anstatt gelehrt, wie man mit Risiko umgeht.
  8. Fehler suchen statt Potenziale entwickeln. Unser Bildungswesen hat Haken- und Suppenhaarsucher-Spezialisten produziert.
  9. Krankheit bekämpfen wird finanziert, aber Gesundheit bewahren nicht (ausreichend).
  10. Geist ist geil, statt Leben heißt Geben. Wer nicht sät, der hat auch kein Recht auf Ernte. Umdenken ist gefragt.

Karl Pilsl und das Landsiedel Team

Im nächsten Teil ging es um die notwendigen Veränderungen:

  1. Vom Informations-Zeitalter (was weiß ich) ins Bewusstseins-Zeitalter (wer bin ich? warum bin ich auf dieser Erde?) Motivation kommt von außen. Inspiration kommt von innen heraus. Es lebt sich viel leichter in dem Bewusstsein, dass man gar nicht allen gefallen muss. Viele Menschen schreiben sich Haben-Ziele auf. Dabei sollten sie mit dem SEIN anfangen. Wer möchte ich gerne sein?
  2. Von der herkömmlichen Personal-Entwicklung zur talente-orientierten Persönlichkeitsentfaltung. Die Mitarbeiter sind einzigartige Persönlichkeiten. Unternehmertum bedeutet die Mitarbeiter in ihre Einzigartigkeit führen. Stell Dir vor alle Mitarbeiter in Deutschland würden aufblühen! Ganz Deutschland würde aufblühen!
  3. Vom Branchen-Spezialisten zum Menschenspezialisten. Der Menschen-Spezialist weiß, wie man andere Menschen in die Blüte führt. Wir leben vier mal 30 Jahre (Frühling, Sommer, Herbst und Winter). Karl sieht sich mit seinen 62 Jahren gerade mal bei der Halbzeit und so wirkt er auch: dynamisch, optimistisch und aktiv.
  4. Von der egoistischen Problem- und Konsum-Orientierung zur problemlösenden Menschenorientierung. Löse anderer Menschen Problem und Du löst dadurch auch Deine Probleme. Wenn es durch Dich anderen besser geht, dann gehts dir auch gut.
  5. Vom Kunden-Nutzen (Kundenwünsche eruieren und erfüllen) zum Kunden-Erlebnis (Kunden führen – durch die Power der Attraktivität)
  6. Vom Kundenorientierten Unternehmer zum Mitarbieter-Orientierten Unternehmer. Die Kundengruppe des Unternehmers sind die Mitarbeiter. Es geht nicht darum, dass die Mitarbeiter zuschauen, wie der Chef macht – das frustiert sie nur und den Chef auch und die Kunden auch. Es geht darum, ein Spitzenteam aufzubauen, das Höchstleistungen bringen kann. Das Unternehmen ist kundenorientiert.
  7. Vom Management mit Zahlen zum visionären Leadership. Ein einflussreiches Vorbild mti einer mitreißenden Vision geht voraus und inspiriert seine Mitarbeiter. Österreich ist deshalb erfolgreich, weil die Deutschen kommen und sie Bergführer haben – keine Bergtreiber oder Bergmanager. Management verbindet das Knowhow der Mitarbeiter. Leadership verbindet die Herzen und alle blühen auf!
  8. Von der Unselbständigkeit in die (mit) unternehmerische Selbständigkeit (sein eigener Chef und unabhängiger Geschäftsmann z.B. Homebusiness, Franchising. Naturkonformes Marketing: Begeisterte Kunden produzieren begeisterte Kunden durch Mund zu Mund Propaganda.
  9. Vom traditionellen Handel zum Einkommen schaffenden etzwerk.
  10. Vom Arbeiten gehen über Karriere machen hinein in die gottgegebenen Berufung. Der Mensch in seinem Element.

Drei wichtige Ort in unserem Leben sind: Wo wohne ich? Wo arbeite ich? Wo gehe ich hin, wenn ich Ermutigung brauche?
Wenn Du das hast, was die Menschen suchen, dann brauchst Du den Menschen nicht nachlaufen. Jede junge Frau kennt den Unterschied, ob sie den Jungs nachlaufen muss oder die Jungs ihr nachlaufen.

Die zentrale Frage ist: Was haben andere davon, dass es Dich gibt?


Für mich war es ein sehr schöner Abend mit guten Gesprächen. Es waren einige Mensche da, die ich sehr gut kenne. So habe ich mich sehr gefreut, Dr. Gudrun Reinschmidt, Daniela Borschel (die ich über das NLP-Netzwerk Bayern e.V. kenne, dessen zweiter Vorsitzender ich eine Zeitlang war) und natürlich Werner Schmidt als Organisator wieder zu sehen. Auch zwei Teilnehmer, die ich über das Strategieforum – ich berichtete ja vom Positionierungsstrategie-Kongress in Mannheim – her kannte. Karl war super aufgelegt. Unsere Azubis habe nicht jede der dargestellten Thesen geteilt, aber ich denke, Impulse und Inspiration war es alle mal. Morgen berichte ich von einem anderen spannenden Event, auf dem ich am Donnerstagbend war.