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NLP Podcast 114: Buddy-Talk Folge 001

Mit dieser neuen Serie im Rahmen unseres Podcast wollen wir Euch Inspirationen zur Arbeit mit einem Buddy geben. In Stephans neuem Jahrestraining ist es ein wichtiges Element, dass alle Teilnehmer sich einen Buddy suchen, mit dem sie sich regelmäßig über ihre Ziele und Verhaltensveränderungen telefonisch austauschen.

Um das anschaulich zu erklären zeichnet Stephan die Gespräche mit seinem Buddy NLP-Trainer Heiko Speckhaus auf und veröffentlicht sie im Rahmen dieses Podcasts. Die Folgen sind für alle spannend, die ihr Leben in bestimmten Bereichen, z.B. Gesundheit, Persönlichkeit, Finanzen, Partnerschaft verändern wollen.

Das Prinzip ist einfach: Einmal pro Woche treffen sich die beiden und reden über ihre Ziele und Veränderungen auf dem Weg zu ihren Lebensträumen. Das Gespräch ist fokussiert und ergebnisorientiert. Es soll Mut machen, die Veränderungen auch wirklich anzugehen und sein Leben auf ein neues Level zu heben.


NLP Podcast 113: Martin Bucher über Veränderung und Entwicklung

Martin Bucher Gestartet hat der Informatiker Martin Bucher vor 21 Jahren mit der Gründung seines Unternehmens „Inxmail“, das Software-Lösungen und Services für E-Mail-Marketing anbietet. Nachdem er seine Position als Geschäftsführer an den Nagel hängte, fand er seine Berufung als Coach. Martin Bucher begleitet unter anderem Unternehmer und Paare auf ihrer individuellen Reise zu mehr Klarheit und innerer Ruhe.

Martin Bucher ist in seiner zweiten Ehe und Vater von drei Kindern. Er sagt, dass Eltern durch ihre Kindererziehung einen der wichtigsten Schlüssel für die Erneuerung der Gesellschaft in der Hand haben. Hinzu kommt eine große Verantwortung! Als Familiencoach ermutigt er Eltern mehr Leichtigkeit und Freude in die Familien zu bringen. Eltern können ihre Kinder so begleiten, dass diese als starke Persönlichkeiten das Elternhaus verlassen, um wache Organisationen und Unternehmenskulturen zu begründen.

Das wiederum brauche die Welt! Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit Themen, wie Achtsamkeit und der Verbundenheit mit der Natur. Wenn nur wenige Menschen aufstehen und neu denken, dann kippe ein System. Was die Welt besonders in Zeiten der Corona-Pandemie braucht sei mehr Ruhe. Martin Bucher schlägt deshalb vor sich intensiv mit der eigenen Persönlichkeit zu beschäftigen und sich weiterzubilden.


© AndriyKo Podilnyk/ Unsplash

In dieser Podcast-Folge mit Stephan Landsiedel erzählt Martin Bucher von seiner Krisenzeit und wie er auf direktem Weg seine Leidenschaft für Psychologie, Coaching und Erziehung gefunden hat. Als Geschäftsführer des Unternehmens „Inxmail“ befand er sich über 20 Jahre lang in einer unkündbaren und sicheren Position. Er konnte flexibel arbeiten und die meisten Entscheidungen selbst treffen. Trotz allem gab er sein Leben als Geschäftsführer auf, um mehr Erfüllung zu finden.

„Ich befand mich in einer Situation, in der ich unglücklich war, wollte weg – hin zu einer tiefen Zufriedenheit. Hin zu einem Leben, geleitet von Liebe und nicht von Angst. Bei der Arbeit musste ich mich irgendwann dazu zwingen an Meetings teilzunehmen und mich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen. Mein Herz wollte einfach einen anderen Weg gehen.“, sagt Martin Bucher.

Höre Dir die gesamte Folge an, um mehr zu erfahren. Martin Bucher ist Gründer der beiden Firmen online-familiencoach.de und wandelfreund. Auf den Websiten kannst Du Dir Informationen über die Angebote von Coaching, Beratung und Seminaren holen.


Die 4 häufigsten Vorbehalte gegen Online-Seminare

Sitze ich bei einem Online-Seminar den ganzen Tag vor dem PC?

Nein nicht bei einem Online-Seminar von Landsiedel NLP Training, denn…

  1. Wir haben Pausen, die in der Regel viel besser genutzt werden als in Live-Seminaren, da man sich wirklich gut und einfach zurückziehen kann. Das steigert auch die Konzentration.
  2. Wir machen Gruppenübungen, bei denen Du manchmal auch keine Kamera brauchst und dadurch nicht vor dem PC sitzen musst. Manche Übungen können in der NLP-Ausbildung sogar beim Spazieren gemacht werden.
  3. Wenn Du gecoacht wirst, gibt es auch hier oft Übungen, bei denen Du nicht vor dem PC sitzt, sondern Dich in Deinem Raum bewegst.
  4. Wir nutzen NLP wirklich, d.h. es wird Körperinterventionen geben, Gruppentrancen und vieles mehr, was wirklich Abwechslung erzeugt.


© geralt/Pixabay

Aber online kann ich meine Persönlichkeit doch gar nicht weiter entwickeln …?

Das Einzige, das Du für Deine Persönlichkeitsentwicklung brauchst, ist ein ganz bestimmter Mensch – nämlich Dich selbst. Die Umgebung – ein Aschram in Indien, ein Seminarraum in Deutschland, ein Urwald usw. – ist mehr Beiwerk. Natürlich kann uns die Umgebung inspirieren Dinge zu verändern, aber oft vergessen wir unsere Erkenntnisse dann auch im Alltag wieder. Sich online weiter zu entwickeln bedeutet bei den meisten sich zuhause weiter zu entwickeln. Das hat den großen Vorteil, dass Lernen nachhaltiger ist. Da wir den gelernten Inhalt in unserer gewohnten Umgebung konsumieren, werden wir stetig daran erinnert. Unser Tipp: Probiere es doch einfach mal aus mit einem NLP-Erlebniswochenende. In zwei Tagen erlebst Du, was alles online möglich ist.

Online spüre ich mein Gegenüber doch gar nicht und kann keine Verbindung zu anderen aufbauen!?

Das ist ein Glaubenssatz und auch ein berechtigter. Manche Trainer von Landsiedel hatten ähnliche Gedanken dazu – wir haben es ausprobiert und gemerkt: Es geht! Auch online können Menschen sich emotional öffnen und sich authentisch und verletzlich zeigen. Es geht vielmehr um „den Raum“, den der Trainer für Dich öffnet. Eine Teilnehmerin eines Online-Kurses meinte einmal: „Highlight: Das es auch online so super funktioniert hat und ich eine Verbundenheit zu den Teilnehmern herstellen konnte. Echt der Hammer.“ (Carola Mauksch)

Es klingt ja alles ganz spannend, aber ich kenne mich technisch nicht aus.

Das übernehmen wir für Dich! Bei einem unserer ersten 2-tägigen Online-Kurses rief uns eine potenzielle Teilnehmerin an, die meinte, sie würde sehr gerne teilnehmen, allerdings kenne sie sich technisch gar nicht aus – sie habe zB auch noch nie geskyped. Mit einer einfachen Anleitung (sowohl in Video- als auch in Textform) und bei Bedarf auch Telefonsupport, welchen sie aber gar nicht gebraucht hat, konnte sie ohne Probleme teilnehmen und war sehr dankbar für dieses Erlebnis und die Erfahrung, die sie dabei machen durfte.

Passend zu diesem Thema hat Marian Zefferer ein Video gedreht:


Wir sind dabei eine umfangreiche interaktive NLP-Online-Akademie aufzubauen. In Kürze wird es bei uns jeden Tag einen NLP-Online-Kurs geben. Aktuell gibt es bereits unsere kostenfreien Online-Abendseminare, ein Online-NLP-Erlebnis-Wochenende, NLP in a Week reloaded als Online-Version und eine komplette NLP-Practitioner-Ausbildung als interaktive Online-Ausbildung an Wochenenden oder als Abendkurs.
Um Dir schnell einen Überblick über alle unsere Online-Angebote zu geben, haben wir extra eine neue Seite erstellt: NLP online lernen. Wir wünschen Dir viel Kraft und positive Energie!

NLP Podcast 112: NLP mit Nandana und Karl Nielsen

Stephan Landsiedel interviewt in dieser Podcast-Folge Nandana und Karl Nielsen. Sie sind die Gründer des „NLP & Coaching Institut Berlin“ und der Verbände IN und ICI („The International Association of NLP Institutes“ und „The International Association of Coaching Institutes“). Als Diplom-Soziologen und Diplom-Psychologen gehen sie in ihrem Leben als NLP Praktizierende voll auf. Die IN und ICI hat derzeit 6200 Mitglieder aus 70 Ländern und gilt als weltweite NLP Gemeinschaft. Dieses Jahr im November findet wieder der von der IN organisierte NLP-Weltkongress statt.

Die IN berät außerdem die Universidad Central de Nicaragua (UCN) bei der Durchführung von internationalen Fernstudiengängen in Psychologie mit den speziellen Schwerpunkten NLP und Coaching, dort haben auch Nandana und Karl Nielsen ihre Prof. (UCN) und Dr. (UCN) Titel erworben. Dabei entstehen im Rahmen von MA.- und Dr./Ph.D.-Abschlüssen Forschungsergebnisse zur Wirksamkeit von NLP und Coaching. Angestrebt werden kann also ein klassisches Psychologiestudium mit NLP Inhalten. Das zentrale Bestreben der „IN“ ist es NLP auf eine wissenschaftliche Grundlage zu stellen.

In der Podcast-Folge erzählt Nananda Nielsen, wie NLP ihr Leben verändert hat. Ob Klarheit in Situationen zu bewahren, in denen man sonst sehr überfordert wäre oder sich in schwierigen Momenten mal eben in einen anderen Zustand zu versetzen – NLP hat mit seinen Techniken alles übertroffen, was es sonst noch gab. Nach Nananda und Karl Nielsen hat NLP die Grenzen der klassischen Psychologie gesprengt und neue Horizonte ermöglicht.


© Jordan Madrid/ Unsplash

Karl Nielsen beschäftigte sich intensiv mit dem Thema „Mindfulness“ und hat sich zum Beispiel von Jon Kabat-Zinns Achtsamkeitsprogrammen inspirieren lassen. In der Zukunft möchte Karl Nielsen NLP auf einer spirituellen Ebene vermitteln und weitergeben: „Der Mensch geht in sich selbst. Er verbindet sich mit seinem Inneren und löst von dort aus Glaubenssätze auf. Das geschieht auf eine sanften spirituelle Art. Er beschäftigt sich mit der Frage, was das Universum von ihm möchte.“ „Im Coaching geht es nicht immer um besser, schneller, weiter. Es soll in der NLP Praxis und im Coaching vielmehr um Weiterentwicklung und Wachstum gehen.“, ergänzt Nananda Nielsen.

Höre Dir die gesamte Folge an, um mehr zu erfahren. Informationen über das „NLP & Coaching Institut Berlin“ erhältst du auf der Website. Lerne auch die Verbände IN und ICI, sowie den internationalen Fernstudiengang Psychologie mit Schwerpunkt NLP und Coaching kennen. Hier gelangst Du zum NLP-Weltkongress.


Der Sprung ins kalte Wasser – Coach-Ausbildung als Online-Version

Beitrag von NLP Lehrtrainerin Evi Anderson-Krug

Mein Terminkalender war rappelvoll. Ich war als Trainerin gut gebucht und hatte in den nächsten Wochen einige mehrtägige Seminare – fast jede Woche woanders, quer durch Deutschland. Ich freute mich riesig, die Bahntickets waren schon längst gekauft, die Hotels gebucht, die Flipcharts gezeichnet. Und ich freute mich auf die ganzen Teilnehmer, die sich weiterentwickeln und persönlich wachsen wollten: in NLP-Ausbildungen, bei innerbetrieblichen Trainings, in der Weiterbildung.

Dann kam die Pandemie. Die Absagen kamen schneller rein, als ein Politiker das Wort „Ausgangsbeschränkung“ aussprechen konnte. Meine akquirierten Aufträge waren futsch. Daher war ich glücklich, dass in der laufenden Coach-Ausbildung in München das nächste Kurswochenende wie geplant stattfinden konnte. Naja – nicht ganz wie geplant, sondern als Online-Veranstaltung. Ich war dabei, klar, mach ich! Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, wie ich das bewerkstelligen wollte. Ich hatte zwar schon Erfahrung mit Webinaren. Doch da saß ich vor dem PC und sprach mit meinem Bildschirm, während Menschen, die ich nicht sehen konnte, meinen Ausführungen lauschten. Ein komplettes, dreitägiges Seminar hatte ich bis dato noch nie online durchgeführt.

Ein solches Training lebt schließlich von der Interaktion mit den Gruppenmitgliedern. Noch dazu, wenn es sich um eine zertifizierte Coach-Ausbildung handelt, bei der die Teilnehmer nicht nur passiv Fachwissen aufnehmen sollen, sondern ihre Coaching-Kompetenz praktisch erproben sollen. Und das alles virtuell, jeder in seinem Kämmerchen? Kann das funktionieren? Ein wenig Skepsis blieb. Ich klickte mich durch Video-Tutorials diverser Anbieter, die alle die perfekte Lösung versprachen. Sah im Prinzip alles ganz einfach aus. Ich entschied mich für ein System, das auch die Möglichkeit bot, Teilnehmer in virtuelle Gruppenräume zu schieben und so den Austausch in Kleingruppen zu ermöglichen.

Und dann ging es los. Die wichtigste Frage, die mich im Vorfeld beschäftigte, war, ob ich virtuell Nähe zu den Teilnehmern herstellen und sogar für eine gute Gruppenatmosphäre sorgen kann. Ich war als Gasttrainerin dabei und kannte die einzelnen Teilnehmer noch nicht. Daher war es mir wichtig, erst einmal Sicherheit zu vermitteln. Ich schickte ihnen vorab die Seminarzeiten und festgelegten Mittagspausenzeiten, damit sie hier die Pause mit ihren Familien planen konnten. Außerdem bekamen sie die ersten wichtigen Tipps zum Einwählen in die Videoplattform mit der Möglichkeit, ihre Kamera und Mikrophone vorab zu testen. Und für Notfälle meine Telefonnummer, falls jemand partout nicht in den virtuellen Seminarraum hineinfand oder die Technik streiken sollte.

Zu meiner großen Begeisterung funktionierte es hervorragend. Punkt 15.00 Uhr am Freitagnachmittag waren alle da, zugeschaltet mit Kamera und Mikro, auf Sendung aus den heimischen Wohnzimmern oder Arbeitszimmern. Nach einer allgemeinen Frage, ob mich alle gut sehen und hören können, erklärte ich kurz die einzelnen Funktionen der Videoplattform, die Chat-Funktion für Fragen an mich, die Möglichkeit, Kamera und Mikro stumm zu schalten etc. Das ein oder andere Mikro wurde nachjustiert, lauter gestellt, allgemeiner Soundcheck in der Runde, die ersten Lacher, wenn jemand gar zu abgehackt rüberkam oder die Stimme so blechern klang wie ein schlecht programmierter Roboter.


© Marc Bonnet

Die Stimmung war gut, die Teilnehmer freuten sich, einander wiederzusehen – und den ersten Lacher erntete ich dann gleich mit meiner Frage an die Homeoffice-Runde, die ich gern zu Beginn eines Seminars stelle „Habt ihr alle gut hergefunden und einen guten Parkplatz gekriegt?“ Die kurze Vorstellungsrunde nutzten wir auch für humorvolle Kommentare zur aktuellen Ausgangsbeschränkung und den privaten Räumlichkeiten, die im Bild zu sehen waren. So saß beispielsweise ein Teilnehmer seit Wochen mit seiner Familie in einer Berghütte in Österreich fest, und erfreute uns mit einer rustikalen Holzwand im Hintergrund, umrankt von bunten Vorhängen, die den Blick ins Tal versperrten. Er nahm es sportlich, freute sich an der Bergwelt, der guten Versorgung mit Lebensmitteln und der Möglichkeit, bei einer stabilen Internetverbindung ganz normal aus dem Urlaubsort heraus für seine Firma arbeiten zu können.

Dieser Wunsch nach „ganz normal“ war offenbar ein Bedürfnis aller in dieser Runde, denn die Freude darüber, dass dieses Ausbildungswochenende „ganz normal und geplant“ stattfand, wurde mehr als einmal betont. So wurde es auch ein „ganz normaler“ Block der laufenden Coach-Ausbildung, mit allen geplanten Themen, Übungen, Einzel- und Kleingruppenarbeit, Partner-Coachings, Feedbackrunden und viel gemeinsamem Spaß. Die Seminarzeiten waren genauso wie beim Präsenz-Seminar.

Mit einigen kleinen Änderungen. Selten hatte ich einen so durchgeplanten Seminarleitfaden erstellt: Wie lange blende ich die einzelnen Präsentationsfolien ein? Wie sorge ich dafür, dass die Arbeitsaufgaben klar sind, wenn ich keine zusätzlichen Infos an ein Flipchart schreiben kann? (Das angeblich verfügbare virtuelle Whiteboard war bei mir aus unerklärlichen Gründen technisch nicht zu finden.) Wann mache ich eine Einzelübung, wann findet ein Austausch mit einem Partner statt? Wie lange geht die Übung in der Kleingruppe? Dies legte ich bereits im Vorfeld minutiös fest. Mein Fahrplan lag jederzeit in Sichtweite neben meinem Notebook. Denn anders als in einem echten Seminarraum live vor Ort, in dem ich alle Teilnehmer im Blick habe und spüre, wenn eine Pause nötig ist oder eine Aktivierungsübung frische Energie bringt, hatte ich jetzt diese Möglichkeit nicht. Im Seminarfahrplan baute ich deshalb schon im Vorfeld jede Menge Abwechslung der Methodik ein, um den Tag kurzweilig zu gestalten und das Energielevel zu steuern. Gleichzeitig gab es Sicherheit für die Gruppe, wenn die Teilnehmer wussten, wie lange die nächste Übung geht und wann die Pause geplant ist, damit sich jeder kurz die Füße vertreten oder zur Toilette gehen kann. (Im Live-Seminar geht halt mal jemand kurz raus, wenn die Blase drückt. Hier hätte er die ganze Diskussion verpasst, ohne die Möglichkeit, sich danach von seinem Sitznachbarn flüsternd auf den neuesten Stand bringen zu lassen).

Das ganz normale Gruppengeschehen – eben mal kurz mit den anderen reden, in den Pausen oder nach einer Übung, fand dennoch statt. Es funktionierte einfach. Die virtuelle Seminarschaltung hatte ihre eigenen Reize und unterhaltsamen Effekte. Gerade die Video-Einblicke in die privaten Räume sorgten dann für besondere zwischenmenschliche Nähe. Etwa, wenn das Töchterchen sich mal kurz auf den Schoß des Papas setzte oder mit großen Augen in die Kamera blickte. Oder wenn ein Stück Kuchen für den fleißigen Seminarbesucher ins Bild gereicht wurde und wir Zuschauer ein kollektives Magenknurren entwickelten.

Großartig war die Möglichkeit, die Gruppe zu teilen und in virtuelle Gruppenräume, sogenannte „Breakout-Rooms“ zu schicken. Dafür gab es ein konkretes Tool: Ich legte am Bildschirm fest, wie viele Räume ich brauche und das Programm rechnete automatisch aus, wie viele Teilnehmer dann pro Kleingruppenraum zusammensitzen und sich austauschen konnten. Ich konnte auch gezielt Teilnehmer auswählen, die zusammen arbeiten sollten. In den Breakout-Rooms waren sie dann automatisch mit Kamera und Mikrophon miteinander verbunden und konnten loslegen. Ich als Moderatorin konnte in jede Gruppe eintreten und mich zuschalten. Entweder nur zuhören oder auch ergänzen, Feedback geben, Impulse geben. Von jedem virtuellen Raum konnte ich direkt in den nächsten Raum gehen, ohne meinen Sitzplatz zu verlassen. Es war ein wenig spooky, doch gleichzeitig auch lustig, wenn ich mitten in ein laufendes Coaching hineingeriet, ohne dass sich jemand davon unterbrechen ließ. Ab und zu gab es dann einen Kommentar „Ach, Evi ist hier!“. Vor allem die Arbeit in Zweier- oder Dreierteams war unglaublich produktiv und auch humorvoll. Am Samstagabend (das Thema war provokatives Coaching) war eine dermaßen gelöste und humorvolle Stimmung in der Runde, ich blickte nur in lachende Gesichter, die Stimmung war einfach klasse und energiegeladen.

Die Technik und die Internetverbindung waren erstaunlich stabil, obwohl aktuell wohl die halbe Welt online war. Ab und zu flog mal wieder jemand aus dem Seminarraum und wählte sich nach einigen Augenblicken wieder ein. Auch mir passierte es, dass ich plötzlich die Meldung hatte „Kein Internet“ und meine Gruppe verschwunden war. Ein Ruckeln, ob das LAN-Kabel richtig sitzt, Kontrolle der Internetstärke, ein Anflug leichter Panik – und dann war ich wieder zugeschaltet und fand geduldig wartende Teilnehmer vor, die mir sagten, was sie von meiner Präsentation noch mitbekommen hatten, bevor ich rausgeflogen war. Wenn das Mikro holperte, sprach ich betont langsam, so dass auch das noch zu verstehen war.

Es hatte seinen ganz besonderen und eigenen Charme, dieses virtuelle Training. So hatte ich während der Mittagspausen die Verbindung aufrecht gelassen und nur alle Mikros und Kameras ausgeschaltet. Wenn ich dann nach dem Mittagessen wieder zum PC ging, hörte ich schon zwei Meter vor meinem Arbeitszimmer, dass einige Teilnehmer bereits anwesend waren und sich munter unterhielten. Das war richtig toll, so lebendig und echt, wie eben auch live vor Ort. Und es gab auch handfeste Vorteile: Die üblichen Staus, die sich im richtigen Seminar oft vor den Toiletten oder der Kaffeemaschine bilden, fehlten. Es gab pro Teilnehmer einen Kaffeeautomaten und ein Klo – das war wirklich Luxus. Deshalb war auch jeder pünktlich wieder da, sobald wir nach einer Pause weitermachen wollten. Klare Uhrzeit – klarer Beginn. Auch die langen Überlegungen, ob man gemeinsam essen geht – und wenn ja, wohin – entfielen. Jeder hatte seine Lieblings-Ernährungsform griffbereit (es sei denn, der Kühlschrank war leer.)

Die Feedbacks der Gruppe waren dann auch überwältigend. Nahezu jeder und jede war vorher skeptisch gewesen, wie es laufen würde, und jetzt waren alle begeistert. Vor allem hatten einige die Sorge, dass es furchtbar langatmig und anstrengend werden könnte. Hier ein paar mitnotierte Kommentare, Originalton „Ich war wirklich begeistert, wie man auf diese Art miteinander arbeiten konnte“, „Superschönes Wochenende!“, „Evi, Du hast das sensationell gemanagt, mit allen Hürden und technischen Pannen, vielen Dank an Dich!“

Und so gingen diese drei Tage rasend schnell vorbei, mit viel Freude und Abwechslung. Ich sage allen Teilnehmern DANKE, dass sie sich darauf eingelassen und so aktiv und großartig mitgearbeitet haben.

JA – und klare Aussage: Ich werde wieder online auf Seminarsendung gehen (dann vielleicht mit einem zusätzlichen externen Mikro oder guten Headset).

Wenn Du mehr darüber erfahren willst, wie Du online NLP lernen kannst, dann klicke hier. Neben kostenlosen Angeboten (z.B. Webinare und E-Books) gibt es auch NLP-Online-Seminare und Ausbildungen.

Die nächste NLP Practitioner Ausbildung bei Evi-Anderson Krug startet am 22.05.2020 online. Sollte sich die Lage bezüglich der Corona-Pandemie wieder beruhigt haben, findet die Ausbildung wie gewohnt in Kitzingen statt. Mehr Informationen gibt es auf der Website.

NLP Podcast 111: emotionSync – Interview mit Prof. (UCN) Dr. (UCN) Christian Hanisch

Christian Hanisch Stephan Landsiedel interviewt Prof. (UCN) Dr. (UCN) Christian Hanisch. Er lebt in Goslar in Niedersachsen. Als ursprünglicher Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik und Informatik beschäftigt er sich seit Jahren mit der Gehirnforschung und Datenverarbeitung von Informationen im menschlichen Gehirn, um Ängste und Traumata aufzulösen.

In der Psychotherapie behandelt Christian Hanisch seine Klienten mit den verschiedensten Techniken, eine davon ist emotionSync. EmotionSync basiert auf der Tatsache, dass Ängste, Glaubenssätze und Verhaltensmuster als elektrisches Feld im Gehirn gespeichert sind. Diese Felder können durch die körpereigene Elektrizität in den Gehirnströmen nachhaltig und schnell verändert werden. Dabei arbeitet Christian Hanisch mit unterschiedlichen Energie-Techniken zur Veränderung von Problemen und Verhalten.


© Gerd Altmann/Pixabay

Christian Hanisch erzählt, wie er mit emotionSync eine Haselnussallergie und Neurodermitis in nur kurzer Zeit aufgelöst hat. Besonders im Bereich von psychosomatischen Beschwerden lassen sich Erfolge mit emotionSync zeigen. Psychosomatische Probleme zeigen sich im Alltag und können besonders im Business dazu führen, dass verstärkt Ängste, wie Prüfungsangst und die Angst vor Mitarbeiterführung, auftreten.

Als sich Christian Hanisch mit der Frage beschäftigte, woher die unterschiedlichen NLP-Methoden kommen und wie diese wirken, begann er neue Entdeckungen zu machen. Er optimierte die Methoden und verbesserte sie. Dabei nahm er ein Modell nicht einfach so hin, sondern zerlegte es in Bausteine, kombinierte die Teile miteinander und setzte sie neu zusammen. In seinen Coaching Ausbildungen legt Christian Hanisch den Fokus auf Business und Psychotherapie.

„Ich empfehle es Jedem sich weiterzubilden. Die größte Investition ist es in sich selbst zu investieren und viel zu lernen. Das, was ich in meinem Kopf habe, kann mir keiner mehr nehmen. Das, was ich im Geist angesammelt habe, bleibt für immer!“ – Prof. (UCN) Dr. (UCN) Christian Hanisch

Höre Dir die gesamte Folge an, um mehr zu erfahren. Weitere Informationen über Prof. (UCN) Dr. (UCN) Christian Hanisch und rund um das Thema emotionSync findest du auf ⟶ emotionsync.de.


NLP Podcast 110: Advanced NLP Master Ausbildung

Dieses Jahr feiert „Landsiedel NLP Training“ 750 NLP-Ausbildungen mit mehr als 15.000 Ausbildungstagen! Im Juli wird es deshalb wieder eine Advanced-Master Ausbildung geben. Passend dazu interviewt Stephan Landsiedel den NLP-Lehrtrainer Clemens Groß, mit dem er die Ausbildung in Hamburg durchführen wird.

In der Advanced-Master Ausbildung soll NLP weiterentwickelt werden. Teilnehmer lernen, wie sie ihr eigenes NLP machen und damit die Standartformate verlassen können. Es geht darum einzelne Elemente neu zusammenzubauen, Techniken miteinander zu kombinieren und diese im Alltag einzusetzen.

Außerdem wagen die Teilnehmer einen Blick über den Tellerrand und erfahren, wie menschliches Verhalten genau funktioniert. Da Practitioner- und Master-Ausbildung bereits vorhanden sind, findet das Üben auf hohem Niveau statt. Der Advanced-Master kann auch für all diejenigen gut sein, die nach ihrer Master-Ausbildung noch keine Trainer-Ausbildung machen möchten und trotzdem weiterhin ihr Wissen vertiefen wollen.

Nach Clemens Groß ist NLP sehr analytisch. Man kann es wunderbar logisch erfassen und kognitiv anwenden. Beim Advanced-Master geht es nun darum Zugang zu intuitivem NLP zu erlangen. Das bedeutet auch mit dem Unterbewusstsein in Kontakt zu treten und tiefsitzende innere Blockaden zu lösen. Denn wenn das Denken von Beginn an tief im Unbewussten verändert wird, so Clemens Groß, dann denkt, fühlt und handelt der Mensch von alleine aus anders.

„Viele Dinge sind in uns verborgen. Wir tendieren dazu zu viele Experten zu fragen und Ratgeber zu lesen. Statt zu fühlen und tief in unserem Herzen zu suchen. Denn dort sind Antworten, die nirgends anders zu finden sind.“ – Clemens Groß

Höre Dir die gesamte Folge an, um mehr zu erfahren. Auf unserer Webseite gibt es weitere Informationen rund um das Thema ⟶Advanced NLP Master Ausbildung.


NLP Podcast 109: Preisverhandlungen

Stephan Landsiedel interviewt Claus Angerhofer. Er lebt in Klagenfurt in Österreich. Er ist seit vielen Jahren Spezialist in Sachen Preise, Preisverhandlungen, Rabatte und Ähnliches.
Claus hat technische Physik studiert. Nach seinem Studium ist er relativ schnell in einem großen Konzern im Bereich Einkauf gelandet. Für diese Firma war er weltweit unterwegs und hat Einkaufsverhandlungen geführt. Zu seinem Glück durfte er sehr viele Ausbildungs- und Weiterbildungsveranstaltungen besuchen. Allerdings waren dort nie Veranstaltungen zu Preisverhandlungen dabei. Im Laufe der Jahre hat er sich das selbst aus den verschiedensten Quellen erarbeitet. Heute gibt er sein Wissen in Seminaren weiter. Seine Kunden könnten unterschiedlicher nicht sein, einige Unternehmen mit 10 Mitarbeitern und einem konkreten Problem, manchmal aber auch börsennotierte Konzerne.

Als Konsument wird man häufig mit Preisverhandlungen konfrontiert. Zum Beispiel beim Kauf eines Hauses, einer Wohnung, eines Autos oder bei Gehaltsverhandlungen mit dem Chef. Durch ein paar Minuten Diskussion kann man sich sehr viel Geld sparen.

© Bru-nO/Pixabay

Aus Sicht des Kunden macht der Nutzen des Produktes den Preis aus. Zum Beispiel wenn ich auf der Autobahn in Österreich unterwegs bin und dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 kmh ist, dann kaufe ich mir keinen Sportwagen. Wenn ich aber stattdessen viel in Deutschland fahre, dann hat ein Ferrari einen viel größeren Nutzen für mich. Der wahrgenommene Nutzen für den Kunden kann von Situation zu Situation unterschiedlich sein.

Die Kunst des Einkaufens oder Verkaufens ist zu Lernen, wo die Schmerzgrenze von dem Gegenüber ist. Danach geht man vielleicht noch einen kleinen Schritt weiter und entscheidet dann ob man den Deal eingeht. Die Schmerzgrenze findet man nicht heraus, indem man feilscht, sondern mit einem Dreisatz: Der Anbieter sagt er möchte 100€ für das Produkt haben. Der Kunde antwortet „Danke, dass Sie das haben wollen, aber nein, das ist zu viel.“ Der dritte Teil ist dann „Was können sie denn noch machen?“ Durch die offene Frage wird der Verkäufer dazu eingeladen sein Angebot zu verbessern. Genauso funktioniert das auch für den Verkauf. Dies kann man auch ohne jahrelanges Training sehr schnell umsetzen.

Stephan erzählt von seiner Verkaufsstrategie und er spricht auch darüber, wie man sich gut auf ein Verhandlungsgespräch vorbereiten kann. Höre Dir die gesamte Folge an, um mehr zu erfahren. Weitere Informationen über Claus und Videos rund um das Thema Preisverhandlungen findest Du auf seiner Webseite.


Mein Reisebericht ins Glück

Gastbeitrag von Ute

„Ich fand das ganz große Glück mit Dir im Zug nach Osnabrück“? Mag sein, dass es dem einen oder anderen tatsächlich schon einmal gelungen ist, dem eigenen Glück mit einer Zugreise auf die Sprünge zu helfen.

© jeonsango/Pixabay

Aber das persönliche Lebensglück so einfach dem Zufall überlassen? Ich entscheide mich ganz bewusst dafür, dieses Herzensthema doch lieber selbst in die Hand zu nehmen. Somit starte ich meine Reise nicht nach Osnabrück, sondern nach Bremen in die Glückswoche von Joerg-Friedrich Gampper.

„Möchtest Du mehr Glück und Wohlergehen in Dein Leben bringen? Dann komm zur Glückswoche“, so die verheißungsvolle Ankündigung unseres Reiseleiters.

Lieber Joerg-Friedrich, rückblickend zum Ende des Jahres kann ich immer noch sagen, Du hast nicht zu viel versprochen. Es war eine ganz tolle Woche mit einem wunderbaren Trainer, einer sehr lieben und inspirierenden Gruppe und ein wunderschöner Ort.

Da sich Glück ja bekanntlich vermehrt wenn man es teilt, ist es mir ein großes Anliegen, meine Highlights der Woche noch einmal zum Jahresende Revue passieren zu lassen und meinen persönlichen Reisebericht durch die Glückswoche aufzuschreiben:

Meine Tour startet am ersten Tag in einem Seminarraum mit einem wunderschönen Ausblick. Ich bin etwas aufgeregt und neugierig und betrete den Raum mit der Frage, wer diese vielen neunen Menschen wohl sind, wie wir uns als Gruppe finden und was uns in der Woche erwarten wird. Ein erstes Glücksbonbon ist schnell gefunden. Ich ergattere einen Stuhl mit Panoramablick in den Park und komme schnell mit meinen Sitznachbarn ins Gespräch.

Mit einer ausgesprochen inspirierenden ersten Vorstellungsrunde ist das Eis sehr schnell gebrochen und die letzte Anspannung verflogen. Die Aufgabe besteht darin, in Zweiergruppen unser Positiv-Profil zu erstellen. Dies beinhaltete die Fragen, was mache ich gerne in meinem Leben und was kann ich richtig gut? Wozu ist das, was ich besonders gut mache in meinem Leben wichtig und welche Möglichkeiten ergeben sich für mich und andere Menschen? Anschließend stellen wir das Positiv-Profil unseres Partners in der Gruppe vor. Ich finde es sehr berührend, der geballten Positiv-Kraft so vieler Menschen zu lauschen. Die Vorstellung meines Positiv-Profils erfüllt mich mit Stolz und Freude. Ich habe diesen schönen Moment tief verankert und rufe ihn noch heute in schwierigen Situationen immer wieder gerne ab.

Die weiteren Seminartage starten mit einem wunderbaren kleinen aber feinen Morgenritual. Wir sitzen in Gruppen mit 3-4 Personen in der Morgensonne auf der Terrasse und berichten den anderen Teilnehmern von unseren Glückserlebnissen des Vortages. Es ist ein sehr schönes Erlebnis, die Glücksbonbons der anderen Teilnehmer mit allen Sinnen wahrzunehmen und gemeinsam in diesen Momenten zu schwelgen. Schnell merke ich, wie ich meine Glücksmomente viel bewusster wahrnehme und das Erlebnis feinfühlig kalibriere. Schließlich ist es meine verantwortungsvolle Aufgabe, am nächsten Tag die Gruppe an meinem Erlebnis auf allen VAKOG-Ebenen teilhaben zu lassen.

Eine weitere meiner Lieblingsübungen ist die Kreation unseres persönlichen Glückstages. Dieser sollte zukünftig einmal im Monat durchgeführt werden, so die Empfehlung unseres Reiseleiters und Trainers. Die Planung erfolgt in folgenden Schritten:

  1. Erträume, fantasiere und kreiere Deinen Glückstag
  2. Ideen aufschreiben
  3. Mentaler Kurzdurchlauf
  4. 100% Entscheidung treffen
  5. Machen und genießen

Ich empfinde die Gestaltung und Durchführung dieses besonderen Tages als riesige Bereicherung und nehme mir für das nächste Jahr fest vor, einen Glückstag pro Monat einzuplanen.

Ein wesentliches Highlight des Seminars sind auch die vielseitigen Abendveranstaltungen, die immer sehr gut besucht sind. Den einen Abend diskutieren wir die Weltretter-Themen ganz intensiv mit der Gruppe. Den nächsten Abend lauschen wir ganz gebannt einem Konzert, das Joerg-Friedrich und ein befreundeter Musiker uns bei Celloklängen und Gesang ganz wunderbar präsentieren.

Aus heutiger Sicht auf die Woche kann ich sagen, dass ich viele der Übungen in meinen Alltag integriert habe. Ich schreibe sehr regelmäßig mein Glückstagebuch. Ich genieße meine täglichen Glücksbonbons und verteile diese auch großzügig. Ich freue mich über die kleinen, schönen Dinge im Leben und staune über neue Entwicklungen und Perspektiven.
Ich kreiere regelmäßig Verbesserungsideen für ein Mangelerlebnis. Dies führt dazu, dass ich schon sehr viele Negativmuster durchbrochen habe. Ich stelle mich öfters auch einmal auf einen Stuhl um die Perspektive zu wechseln. Auch die Übung zur Positivierung von Beziehungen wende ich regelmäßig an.

Hilfreich für wichtige Entscheidungsprozesse ist für mich auch der Signatur-Stärken-Test, den wir in dem Seminar durchgeführt haben. So achte ich bewusst darauf, Entscheidungen so zu treffen, dass sie meinen Signaturstärken entsprechen.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich diese spannende Reise erleben durfte und freue mich schon auf viele neue Glücksmomente im kommenden Jahr. An dieser Stelle noch einmal meinen herzlichsten Dank an unseren wunderbaren Reiseleiter Joerg-Friedrich Gampper.

Positives Mindset

Gastbeitrag von Manuel

Oft wird von einem positiven Mindset geredet doch der ein oder fragt sich erst einmal was ein Mindset ist. Dazu kommen dann Fragen, wie wir es schaffen ein positives Mindset zu bekommen und was wir denn davon für ein Benefit haben, wenn wir uns dann schon daran gegeben. Und ist ein positives Mindset an zu trainieren bzw. können wir überhaupt lernen positiv zu denken und uns ein positives Mindset antrainieren?

Quelle: kieferpix/iStock

Was ist ein Mindset?

Mindset ist ein Begriff der aus dem englischen kommt und unsere Denkweise bzw. Sichtweise, unsere Einstellung oder auch unsere innere Haltung und Wahrnehmung beschreibt. Gehen wir optimistisch oder pessimistisch an eine Aufgabe ran. Sehen wir immer nur das Negative oder auch das Positive und dass was wir aus einer nicht so schönen Situation lernen können.

Lohnt es sich ein positives Mindset zu haben und haben wir davon auch ein Benefit?

Ob wir einen Vorteil davon haben oder nicht, liegt wieder in der Sichtweise des Betrachters, sprich an unserem Mindset. Die meisten würden diese Frage sicher mit ja beantworten, weil wir offener für Neues sind, auch aus nicht so schönen Zeiten etwas Positives mitnehmen, eher etwas wagen und eine ganz andere attraktive Ausstrahlung auf unsere Mitmenschen haben.

Du bist im Hier und Jetzt, und im Hier und Jetzt spielt die Musik, bist du glücklicher und zufriedener, weil du einfach weist, dass du dein Bestes gegeben hast (wenn du es denn hast.)

Die meisten werden sie kennen, Energie-Vampire die uns Energie entziehen, Menschen auf die wir nicht so extrem Lust haben, die mehr negativ sprechen als positiv oder neutral und nur rum nörgeln. Menschen bei denen wir uns danach nicht besser, im Gegenteil sogar eher schlechter fühlen. Und auch die Menschen bei denen wir uns direkt wohl fühlen, die uns Zuspruch geben, positives anerkennen, lächeln und einfach gute Laune versprühen.

Mit wem umgibst du dich lieber?

Optimisten sehen in jedem Problem eine Chance,
Pessimisten in jeder Chance ein Problem
Zu welcher Gruppe möchtest du gehören?

Wenn wir die Wahl haben, und die haben wir meistens langfristig, wollen wir dann lieber ein deprimierter Miesepeter sein und an Allem rum nörgeln oder lieber das Positive sehen und uns freuen, glücklich sein, aus Erfahrungen lernen und auf eine schönere Besserung hoffen, wenn etwas mal nicht so läuft wir es uns vorstellen?

Glaubst du nicht auch, dass Menschen mit einem Positiven Mindset viel länger durchhalten, wenn sie etwas in Angriff nehmen, weil sie glauben, dass etwas Gutes passieren wird?

Quelle: alfcermed/Pixabay

Wir reden hier nicht davon, alles Negative auszublenden und in einer Traumwelt zu leben, wir sollten schon realistisch bleiben, aber nehmen wir mal ein paar Beispiele.

Beispiel 1.
Stell Dir vor Du sitzt vor Deinem Schreibtisch, er ist voll beladen, unaufgeräumt mit ganz vielen Aufgaben die Du abarbeiten musst.

Jetzt machst du mal die Augen zu und stellst Dir vor, wie es denn wäre wenn der Schreibtisch nachher aufgeräumt wäre, die Aufgaben alle abgearbeitet wären und Du einfach glücklich bist alles geschafft zu haben und stolz auf Dich selber bist, dass Du das eben alles geschafft hast und Dich jetzt Deinen Hobbys widmen kannst.

Durch das positive Denken (das positive Mindset) wirst Du vielleicht viel schneller anfangen wollen um das alles hinter Dich zu bringen. Du siehst dein Ziel vor Augen, als hättest Du es bereits erreicht und siehst schon die Freude, dass Du glücklich bist und jetzt Deinen Hobbys nach gehen kannst oder was auch immer Du Dir vorgenommen hast oder vornimmst.

Nur positiv denken und aus der Realität zu fliehen bringt aber auch nichts.

Stell Dir vor Du fängst gar nicht an und bleibst bis am Abend mit Augen zu und positivem Denken vor dem Schreibtisch sitzen. Die Aufgaben erledigen sich nicht von alleine, der Tisch räumt sich nicht von alleine auf. Im Gegenteil, hier hat Dir das positive Denken nichts gebracht, denn Du bist aus der Realität geflohen und am Abend ist immer noch alles so wie es schon war als Du die Augen geschlossen hast. Wäre da jetzt eine extrem wichtige Aufgabe dabei, wärst Du vermutlich besser dran gewesen Du hättest alles gemacht ohne positiv zu denken.

Aber mit positiv Gedanken, fängst du lieber an, sieht dein Ziel, weist worauf du zu arbeitest und freust dich, wie eben erwähnt schon auf die Freude danach deinen Hobbys nach zu gehen oder sonstigen Aktivitäten.

(Positiv denken Beispiel mit dem Schreibtisch von Jürgen Höller)

Beispiel Geschichte

In einem Dorf lebte ein Bauer mit einem Pferd. Es war der einzige Bauer mit einem so schönen Pferd. Die Leute im Dorf sagten Ihm, dass er Glück hatte ein solches Pferd zu haben.

Der Bauer antwortete: Wer weiß, wer weiß.

Eines Tages lief sein einziges Pferd weg und die Dorfbewohner sagten. Jetzt hat der Bauer kein Pferd mehr, der Arme.

Der Bauer antwortete wieder nur mit: Wer weiß, wer weiß.

Wieder ein paar Tage später kam sein Pferd mit einem weiterem zurück und die Leute im Dorf riefen Ihm nach, wie viel Glück er doch habe jetzt zwei Pferde zu haben.

Der Bauer antwortete. Wer weiß, wer weiß.

Nun versuchte der einzige Sohn des Bauers auf dem Pferd zu reiten, doch er viel runter und brach sich die Beine. Die Dorfbewohner gaben wieder Mitleid dazu und sagten, der arme Sohn des Bauern.

Der Bauer antwortete auch jetzt mit: Wer weiß, wer weiß.

Plötzlich kamen Soldaten und holten Jungen und junge Männer für die Armee. Doch sein Sohn blieb zuhause, da er aufgrund seiner Beine nicht tauglich war. Die Bewohner des Dorfes waren nicht erfreut, dass ihre Söhne gehen mussten und riefen dem Bauern zu was er doch für ein Glück habe.

Und der Bauer sagte wieder: Wer weiß, wer weiß.

Plötzlich brannte sein Hof (vielleicht die Rache eines Dorfbewohners, der nicht haben konnte, dass der Sohn des Bauern nicht zur Armee musste) und

der Bauer sagte wieder nur: Wer weiß, wer weiß.

Unter dem abgebrannten Hof war ein großer Goldfund, der nun dem Bauern gehörte.

Die Dorfbewohner beneiden ihn wieder und sagten wie viel Glück er doch habe,

und der Bauer sagte wieder mal: Wer weiß, wer weiß.

Wir sollten im Leben lernen, dass es nur eine geringe Rolle spielt was uns passiert. Die größere Rolle spielt viel mehr, wie wir mit dem was passiert umgehen und was wir daraus lernen.
Es ist egal was uns passiert, entscheidet ist wie wir damit umgehen. ( Zitat – Quelle Unbekannt)

Nächstes Beispiel:
Stell Dir vor es gibt zwei Bewerber und nur einer bekommt den Job und beide müssen vorher eine Aufgabe erledigen.

Person A sagt sich: „Ich schaffe das.“, Person B sagt sich: „das schaffe ich nicht.“.

Situation 1: beide Personen schaffen es -> die Bewerter werden vielleicht denken, Person A wusste dass sie es schafft und kann sich gut einschätzen und zu Person B denken sie, oh er hatte bestimmt nur Glück, dass es funktioniert hat.

Situation 2 -> beide schaffen es nicht -> die Bewerter denken, Person B wusste dass sie es nicht schafft und Person A hat bestimmt einfach mal Pech gehabt.

Situation 3 Person A schafft es und Person B schafft es nicht -> die Bewerter sagen sich Person A kann sich richtig einschätzten und schafft es Person B schätzt sich zwar auch richtig ein schafft es aber nicht.

Situation 4 Person B schafft es Person A schafft es nicht -> Person A hat es nicht geschafft, hättest Du auch gedacht Du hättest nicht geschafft, wären die Bewerter trotzdem für den, der es geschafft hat.

Wie bekomme ich denn nun überhaupt ein positives Mindset und lässt sich das überhaupt antrainieren bzw. erlernen?

Ja, wir können lernen ein positives Mindset zu entwickeln. Es klappt, wie die meisten Skills im Leben, nicht von heute auf Morgen, sondern fordert viel Geduld und Training.

Es wird vermutlich kein perfektes positives Mindset geben, aber wir werden immer näher rankommen, denn das Ziel sollte sein, jeden Tag ein Stück besser zu sein als wir gestern waren.

Wenn wir konstant lernen, werden wir immer besser, und sehen auch irgendwann eine Besserung.

Für die konstante Weiterentwicklung gibt es zwei Neologismen.

Bodo Schäfer nutzt einen Neologismus (eine Wortneuschöpfung) Kluw. Kluw steht für -konstant lernen und wachsen-, Auch Tony Robbins, wohl einer der bekanntesten, wenn nicht der bekannteste Speaker der Welt, nutzt einen Neologismus canei. canei steht für -constant and never ending improvement-.

Um direkt anzufangen ein positives Mindset zu entwickeln

  • Fang direkt an und sag der Aufschieberitis den Kampf an.
  • Bemühe dich, gib dein bestes aus jeder Situation, sei sie noch so deprimierend, etwas Positives raus zu filtern und aus der Situation zu lernen. Oft sind in unserem größten Problem die größten Geschenke und Learnings zu finden.
  • Such dir ein Vorbild dessen Mindset Du modellieren möchtest. (nicht kopieren)
  • Umgib dich mit Menschen die positiv denken, und reduziere die Zeit mit toxischen Menschen und ja es ist manchmal nicht ganz einfach, weil uns diese Menschen vielleicht sehr nah stehen, (Du sollst sie ja nicht komplett aus Deinem Umfeld herausschieben). Du hast keine in Deinem Umfeld? Dann lies Bücher, höre Hörbücher, schaue Videos im Internet und lerne von erfolgreichen Menschen, die ein positives Mindset haben oder suche Dir welche. Geh auf Seminare, sprich mit den Leuten, dort wirst Du sicher viele Leute finden, die sich mit Persönlichkeitsentwicklung und dem Thema Mindset beschäftigen.
  • Bilde Dich selber weiter mit Büchern, Hörbüchern, Videos, Seminaren, Austausch mit Menschen die in Deine Richtung denken und auch ein positives Mindset haben wollen oder schon weiter sind als Du selbst.
  • Fang an zu reflektieren, schreib es auf und arbeite an Dir.
  • Sei dankbar und schreibe ein Dankbarkeits-Journal -> komm bloß nicht mit der Einstellung, ich weiß nicht was ich aufschrieben soll, oder ähnlichen Aussagen -> Du hast gerade Internet, das haben viele Menschen nicht, sonst könntest Du es nicht lesen. Und wenn Du Internet hast, werden einige Grundbedürfnisse bei Dir auch erfüllt sein, z.B. dass Du Essen und Trinken hast?
  • Erstelle ein Visionboard und schreib Deine Ziele (auf Papier) auf, damit Du immer wieder weist worauf Du hin arbeitest.
  • Stelle Dir die richtigen Fragen, statt „warum passiert mir das?“ fragst Du Dich was Du positiv sehen kannst, was kannst Du daraus lernen. Oder frage Dich ob es in einem Jahr überhaupt noch so schlimm sein wird wie heute (wir machen uns oft viel zu viele Gedanken und viele Sachen, spielen in einigen Jahren gar keine und oder kaum noch eine Rolle (Ausnahmen vorbehalten))
  • Nutze die richtigen Worte und Formulierungen
  • Übernimm Eigenverantwortung und triff Entscheidungen

  • Denk immer daran ohne die negative Seite würde es auch keine positive Seite geben.
  • Um ordentlich denken zu können, brauchst Du richtigen Treibstoff, achte auf eine gesunde Ernährung und treibe Sport, geh an die frische Luft -> wenn Du nur wenig Zeit hast geh eine kleine Runde bei Tageslicht an der frischen Luft spazieren. Sonne macht glücklicher, merkst Du sicher selbst immer, wenn nach dem Winter wieder immer mehr die Sonne raus kommt und viele ihr Verhalten deutlich sichtbar ändern.
  • Lächle und lache, grinse, habe gute Laune, schenke der Welt ein Lächeln und sie schenkt Dir eins zurück
  • Habe eine gerade Körperhaltung, so hast Du automatisch bessere Laune
  • Die Spirale geht immer ins Negative oder ins Positive. Läuft sie einmal ins Positive dann halte sie im positiven, fall nicht wieder zurück. Und ja, manchmal ist es schwer durchzuhalten, aber meistens lohnt es sich.
  • Belohne Dich bzw. feiere Deine Erfolge, seien sie noch so klein.
  • Wage Veränderungen egal wie klein sie sind, Du wirst offener werden, was sich wiederum positiv auf Dich auswirkt.
  • Arbeite an Deinem Selbstbewusstsein und an Deinem Selbstwertgefühl, es geht Hand in Hand einher mit dem positiven Mindset. Denke daran -> entwickle Dich immer weiter
  • Werde achtsamer.
  • Bleibe realistisch und übertreibe es nicht.
  • Bist Du überlastet, nimm Dir Zeit für Ruhe und Entspannung. Vor allem wenn wir glauben, dass wir keine Zeit dafür haben, brauchen wir die Ruhe am meisten.
  • Visualisiere Deine Erfolge, Ziele etc., visualisiere wie Du Dich in bestimmten Situationen positiv verhältst.
  • Mache eine Challenge gegen Dich selbst und gib jeden Tag Dein bestes mehr positiv zu denken, mehr positive Sachen (vor allem in nicht so schönen Situationen) zu sehen. (einfach mal ein paar Tage oder Wochen ausprobieren)
  • Da wir bei NLP sind, ankere doch Deinen positiven Zustand mit gerader, aufrechter Körperhaltung, einem Lächeln, einem positiv visualisiertem Bild im Kopf und dem „positiv-denken“ Gefühl.

Ich hoffe, ich konnte Dir einige Fragen zum Thema positives Mindset beantworten und dieser Beitrag war eine kleine aber nützliche Hilfe für Dich.

Passend zu diesem Thema gibt es ein Mindscaper Transformations-Wochenende. Bis zum 28.01.2020 kannst Du Dir noch den Frühbucherpreis sichern!

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