Trance mit Milton Modell hilft bei KrebsZusammenfassung

An insgesamt 11 Kliniken wurde 2002 eine Studie im Bereich krebsbegleitende Maßnahmen durchgeführt. Dabei wurde getestet inwiefern Trancen über das Medium CD hilfreich für weibliche Krebspatienten sind. Die Trance wurde mit dem Milton-Modells und Metaphern möglichst offen gestaltet. Die Ergebnisse zeigen, dass Patientinnen, die die CD hörten, trotz ungünstigere Ausgangslage bei sämtlichen Messungen besser abschnitt.

Methode

Von 93 angeworbenen Frauen wurde 88 in die Studie aufgenommen. Als Ausschlusskriterium galten u.a. Schwangerschaft, primäre Metastasen, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch.

Die Probandinnen wurden anschließend in 2 Gruppen aufgeteilt und mittels des Chi-Quadrat-Test wurde geprüft, ob sie im Hinblick auf Alter, Bildungsstand, Erwerbstätigkeit und Familienstand gleich verteilt sind. Danach wurde in beiden Gruppen die Standardbehandlung bei Krebs (Chemotherapie, etc.) durchgeführt. Bei der Experimentalgruppe wurden zusätzlich noch Trance-CDs angehört. Die Trancen wurden mit vielen Metaphern bestückt und man bediente sich des Milton-Modells, um möglichst alle Probandinnen anzusprechen. Gemessen wurde der systolische Blutwert nach jeder Chemotherapie, jede Woche wurde ein Fragebogen ausgegeben und umfassende medizinische und psychologische Daten wurden am Beginn und 6 Monate danach erhoben.

Ergebnis

Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied bei den oben genannten demografischen Daten. D.h. Die Population schien auf den ersten Anblick gleich verteilt. Wie sich später heraus stellte, gab es jedoch einen Unterschied im Bezug auf die Anzahl der Brustoperationen in den beiden Gruppen. So hatten 17 Probandinnen aus der Experimentalgruppe bereits eine Totaloperation hinter sich und nur 5 aus der Kontrollgruppe (Chi-Quadrat: 9.003, df = 1, p-wert = .003). Daraus resultierte, dass die Trance-Gruppe am Beginn (d.h. vor den Maßnahmen) bei sämtlichen Messungen schlechter Abschnitt als die Kontrollgruppe. Nach der Therapie kehrte sich dieses Ergebnis bei fast allen Messungen ins Gegenteil um, was zeigt, dass die Trance-CDs sehr wirksam sind.

Auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (sehr schlecht) welche das seelische Befinden kennzeichnet, war die Experimentalgruppe im Mittel bei einem Wert von 2.58 wohingegen die Kontrollgruppe bei 2.26 lag, nach den 6 Monaten hielt die Kontrollgruppe ihren Wert (2.23) wohingegen die Trance-Gruppe ihren Mittelwert auf 2.06 verbesserte (p-wert = .005). Ähnlich signifikante Verbesserungen ergaben sich im Bereich innere Anspannung, Ruhe und Optimismus. Bei der Wahrnehmung von körperlichen Bedürfnissen verbesserte sich die Experimentalgruppe von 3.19 auf 3.47 (p-Wert = .016) und die Kontrollgruppe hatte Werte von 3.29 bzw. 3.23 (p-wert = .54).

Auf die Frage wie oft die Trance-Gruppe sich die CD anhörte ergab sich folgendes Ergebnis:

 

Note Hörhäufigkeit Prozent
1 2mal täglich 2.8
2 täglich 11.1
3 3mal pro Woche und öfter 47.2
4 1- bis 2 mal pro Woche 19.4
5 seltener 13.9
6 nie 0.0

Tabelle 1: Trance-Häufigkeit

Auf die Frage wie hilfreich sie die Trance-CDs empfunden haben gab die Mehrheit eine positive Stimme ab:

Note Bewertung Prozent
1 sehr hilfreich 22.2
2 hilfreich 44.4
3 eher hilfreich 16.7
4 eher nicht so hilfreich 8.3
5 nicht hilfreich 8.3
6 überhaupt nicht hilfreich 0.0

Tabelle 2: War Trance hilfreich?

Quelle

Bargfeldt, M., Unterberger, G., (2002). Psychologische Begleitung von Krebstherapien mit Hilfe von Medien. Abrufbar unter: http://www.hildesheimer-gesundheitstraining.de/Krebstherapie_Begleitsystem.pdf [zuletzt abgerufen am 15.2.13]