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Fragetechniken

Das wichtigste Tool eines Coachs: Die Fragetechnik

Fragetechniken
Fragetechniken (Pixabay: © qimono)

Fragen sind eines der wichtigsten Werkzeuge des Coachs. Sie ermöglichen den Lernprozess, indem sie die Selbstreflexion des Klienten in eine konstruktive Richtung lenken und ihn zu neuen Gedanken anregen und ermutigen. Fragen erzeugen geistige/emotionale Zustände und vertiefen die entsprechenden Physiologien. Sie verstärken die Emotionalität und können so die innere Beteiligung steuern. Durch Fragen und die dadurch ausgelösten Prozesse erhält der Coachee die Möglichkeit, sein bestehendes "Modell der Welt" zu erweitern und zu verändern. Darüber hinaus dienen Fragen der Informationssammlung für den Coach. Die Qualität des Coachings wird durch das strukturierte und professionelle Stellen von Fragen im höchsten Maße beeinflusst.

Inhaltsverzeichnis

  1. Voraussetzungen
  2. Frageformen
  3. Übung: Welche Fragetypen sind das?

Voraussetzungen

Die entscheidende Voraussetzung für das effektive Stellen von Fragen ist aktives Zuhören, verbunden mit einer wertschätzenden Grundhaltung. Drei Ebenen nach Maren Fischer-Epe: "Coaching - Miteinander Ziele erreichen":

  • Wertschätzendes Interesse

    Der Coach bringt dem Coachee seine ungeteilte, wohlwollende Aufmerksamkeit entgegen und signalisiert dies sowohl verbal als auch nonverbal.
  • Inhaltliches Verständnis

    Der Coach gibt kurze Zusammenfassungen und rekapituliert die Kernaussagen des Klienten.
  • Emotionales Verständnis

    Der Coach versetzt sich emotional in die Situation des Klienten.
Fragetechniken
Frageformen (Pixabay: © geralt)

Frageformen


  1. Akzeptierende/klärende Wiederholung

    Akzeptierende/klärende Wiederholungen zielen auf verbesserten Rapport hin, indem sie Interesse und emotionale Akzeptanz vermitteln und Missverständnissen vorbeugen. Sie werden auch zum besseren Einstieg und zur Tempoverlangsamung eingesetzt. Beispiel: "Habe ich Sie richtig verstanden, dass …?" "Sie sind also der Meinung, dass …"
  2. Meta-Modell-Fragen

    Mit Meta-Modell-Fragen werden unpräzise Ausdrucksweisen geklärt und kritisch überprüft, um sie wieder mit der Sinneserfahrung und mit der Tiefenstruktur zu verbinden. So werden Sprachmuster identifiziert, die die Bedeutung von Mitteilungen durch Verzerrung, Tilgung und Generalisierung vernebeln. Beispiel: "Ich habe Angst." - "Wovor haben Sie Angst?"" "Männer sind Schweine." - "Alle Männer?"
  3. Fragen, die ins Ziel führen

    Fragen, die ins Ziel führen, werden zur Verdeutlichung der Zielphysiologie eingesetzt, d.h. des inneren Abbildes und der äußeren Darstellung des Zielzustandes. Es entsteht so eine Zieltrance, die durch Fragen nach Submodalitäten noch verstärkt und darüber hinaus vom Coach zum Kalibrieren genutzt werden kann. Beispiel: "Was möchten Sie erreichen?" "Wie soll diese Lösung genau aussehen?"
  4. Fragen, die ins Problem führen

    Mit Fragen, die ins Problem führen, wird die Problemphysiologie weiter intensiviert, um eine emotionale Anbindung an das Problem und so die Erfassung seines Kernes zu erreichen. Zum Kalibrieren für den Coach. Beispiel: "Was genau ist Ihr Problem?" "Wann hat es Sie besonders gravierend beeinflusst?"
  5. Fragen, die Ressourcen aktivieren

    Die Intention von Fragen, die Ressourcen aktivieren, liegt einerseits in der Aktivierung positiver, Problem lösender, Ziel erreichender Zustände, andererseits in der emotionalen Entlastung des Coachee, indem der Fokus auf dessen Fähigkeiten gerichtet wird. Beispiel: "Was könnte Ihnen helfen?" "Welche Ihrer Fähigkeiten wäre hier besonders nützlich?"
  6. Fragen, die hin zur Person oder weg von der Person führen

    Fragen, die hin zur Person oder weg von der Person führen, erlauben eine Intensivierung bzw. eine Reduzierung der emotionalen Beteiligung des Klienten und bringen so assoziative bzw. dissoziative Tendenzen mit sich. Beispiel: "Was bedeutet dieses Problem der Firma für Sie persönlich?" "Was denken Sie persönlich über diese Veränderungsvorschläge?" bzw. "Was bedeuten Ihre Schwierigkeiten für die gesamte Abteilung?" "Wie passt diese Veränderung in die allgemeine Lage Ihrer Organisation?"
  7. Fragen auf unterschiedlichen logischen Ebenen

    Mit Hilfe der Antworten auf Fragen auf unterschiedlichen logischen Ebenen lässt sich die Gesamtheit des Problems umreißen und gleichzeitig die am stärksten involvierte Ebene identifizieren, die dann den Ansatzpunkt für die Interventionsplanung bildet. Die logischen Ebenen unterteilen sich in Verhalten ("Was tun Sie, wenn das passiert?"), Fähigkeiten ("Welche Fähigkeiten brauchen Sie, um …"), Glaubensätze/Werte ("Was muss man glauben, um das tun zu können?" "Was ist Ihnen wichtig dabei?"), Identität ("Wer sind Sie in solchen Augenblicken?") und Vision/Mission ("Was ist Ihr Wunschziel für die nächsten 10 Jahre?" "Wozu ist das wichtig?").
  8. Fragen zum Wechsel der Metaprogramme

    Fragen zum Wechsel der Metaprogramme zielen darauf ab, den Coachee auf neue, bis dahin unbenutzte Metaprogramme zu leiten, um so die geistige Flexibilität zu steigern und den Fokus zu wechseln. Beispiel: "Wie stellt sich das Problem in einem größeren Zusammenhang dar?" "Womit beginnen Sie genau?"
  9. Reframing-Fragen

    Reframing-Fragen ermöglichen eine stärkere emotionale Beteiligung des Klienten durch Provokation, Fokuslenkung und Perspektivenwechsel. Beispiel: "In welchem Bereich könnten Ihnen dadurch sogar Vorteile entstehen?"
  10. Hier-und-Jetzt-Fragen

    Hier-und-Jetzt-Fragen führen den Coachee aus Vergangenheits-/Zukunftsarbeit wieder in die Gegenwart und werden für einen Zwischencheck, weitere Prozesssteuerung und Themenwechsel genutzt. So kann die Fokussierung auf bestimmte Inhalte, Realitätschecks und Klärung von Emotionen stattfinden, und dem Coach Prozessinformation liefern. Beispiel: "Wie geht es Ihnen gerade?" Wie fühlen Sie sich gerade, während Sie mir das erzählen?"
  11. Ökologie-Fragen

    Durch Ökologie-Fragen richtet sich der Blick auf die Klärung von zu erwartenden Störungen, die Einbeziehung von Hindernissen und sonstigen relevanten Informationen. So kann die geplante Veränderung im Hinblick auf das gesamte System abgesichert werden. Beispiel: "Welche Konsequenzen hat dieser Schritt?" "Was sagt Ihre Familie zu diesen Veränderungen?"
  12. Future Pace-Fragen

    Future Pace-Fragen verankern das neue Verhalten in der Zukunft und dienen gleichzeitig der Problembehandlung in konkreten Situationen in der Zukunft. Beispiel: "Welchen Schritt werden Sie jetzt konkret als ersten gehen?" "Auf welche Situationen hat diese Veränderung Auswirkungen?"
  13. Zirkuläre Fragen

    Zirkuläre Fragen ermöglichen es, Informationen über das eigene Denken und Verhalten aus der Perspektive anderer Systemmitglieder zu gewinnen. Mehr über Zirkuläre Fragen erfahren Sie hier.
  14. Querdenker-Fragen (aus: Mathias Varga v. Kibed: Ganz im Gegenteil)

    Querdenker-Fragen regen dazu an, die andere Seite zu betrachten und zu überprüfen, wie die problematische Situation aufrechterhalten oder sogar verstärkt werden kann. Beispiel: "Wodurch können Sie besonders zuverlässig erreichen, dass das Problem nicht gelöst, das Ziel nicht erreicht wird? Welche Ressourcen müssen Sie auf jeden Fall verleugnen, nicht benutzen, um das Problem sicher nicht zu lösen? Wer könnte Sie bei der Nicht-Erreichung optimal unterstützen, auf dessen Hilfe wir bisher noch verzichtet haben? Wie könnten Sie sich selbst optimal motivieren, die Problemlösung wirkungsvoll zu verhindern? Wo haben Sie leichtfertig spontane Lösungsmöglichkeiten zu unterminieren versäumt? Wenn es Ihnen bisher erfolgreich gelungen ist, dieses Ziel zu.

Übung: Welche Fragetypen sind das?

Präzise Prozesssteuerung geht über bewusste Fragetechnik. Hier sind einige Beispiele, um diese Fähigkeiten zu üben.

Ordne die folgenden Fragen einer/mehreren der erläuterten Fragetypkategorien zu:

  • Was möchten Sie für sich? Was möchten Sie für das Team/ die Gruppe…?
  • Wofür genau wird das gut sein?
  • Woran werden Sie erkennen, dass das Ziel erreicht ist?
  • Wo, wann, mit wem wollen Sie es?
  • Verlieren Sie etwas, wenn das Ziel erreicht ist?
  • Haben Sie eine Idee, warum Sie diese Symptome haben?
  • In welcher Situation haben Sie schon einmal erlebt, dass es klappt?
  • Wie könnten wir Ihren neuen Ressource-Partner motivieren, Sie bei der Verhinderung der Zielerreichung optimal zu unterstützen?
  • Was würde Ihr bester Freund sagen, wie Sie mit diesem Problem zurecht kommen?
  • Warum haben Sie das bisher noch nicht versucht?
  • Was ist schwierig an der Zielerreichung?
  • Wie geht es Ihnen gerade?
  • Das wollen Sie wirklich?! Sie sind also unzufrieden mit der Situation. Was würde Ihnen helfen?
  • Was denken Sie, ist der Effekt der Veränderung auf Ihre Mitarbeiter?
  • Sie möchten sich also besser fühlen?
  • Wie genau wird das Erreichen des gewünschten Ziels Ihr Leben beeinflussen?

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