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Erfolg

Erfolg (Unsplash: © Nghia Le)
Erfolg (Unsplash: © Nghia Le)

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Erfolg?
  2. Arten und Merkmale
  3. Methoden für ein erfolgreiches Leben
    1. Entscheidung und Verpflichtung
    2. Momentum, Hartnäckigkeit und eine langfristige Perspektive
    3. Sprache
    4. Selbstvertrauen
    5. Die richtigen Methoden anwenden
    6. Die richtige Einstellung
  4. Das Eisberg-Modell
  5. Erfolg und der Eisberg
  6. Fazit

Was ist Erfolg?

Auf dem Buchmarkt gibt es unzählige Bücher über das Thema Erfolg. Werner Tiki Küstenmacher beschreibt in seinem Bestseller „Symplify your life“ aus dem Jahr 2001 Erfolg als etwas, was alleine „ein Täter des eigenen Lebens“ zu tun bereit ist. Erfolgreiche Menschen seien ihm zufolge keine Opfer ihrer Umstände, ihrer Geschichte oder abhängig von irgendeiner anderen Person. Sie übernehmen in Bezug auf ihr eigenes Leben und ihre eigenen Möglichkeiten die volle Verantwortung. Erfolg ist eine Konsequenz aus dieser Verantwortung in Kombination mit der notwendigen Bereitschaft (Motivation) zu handeln.

Ein weiterer gängiger Ansichtspunkt betrachtet Erfolg – oder auch Misserfolg – als eine Konsequenz. Erfolg sei – wörtlich verstanden – eine Folge von „erfolgreichen“ Handlungen, Gewohnheiten und Entscheidungen. Diese sind stets positiv formuliert, machbar und unterliegen einer gesunden Erwartungshaltung basierend auf einer Kenntnis und gesunden Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. Sie sind in ein Sinn bringendes, kohärentes Gesamtgefüge in Bezug auf die eigenen Lebensziele und Wertvorstellungen eingeordnet.

Arten und Merkmale des Erfolgs

Erfolgreich sein (Unsplash: © Matheus Ferrero)
Erfolgreich sein (Unsplash: © Matheus Ferrero)

Es gibt verschiedene Arten des Erfolgs. Da ist zum einen der persönliche Erfolg. Er kann sich weit von dem, was als gesellschaftlich bewerteter Erfolg gilt, unterscheiden. Es gehört grundsätzlich zur Beschaffenheit von Erfolg, dass er für den Einzelnen fühlbar gemacht werden muss. Er muss also auch als individuell begriffen werden. Sitzt ein Mensch beispielsweise in einem für Ihn falschen Job, dann kann er noch so „beruflich erfolgreich" sein, beziehungsweise noch so große Anerkennung erfahren, er wird dies nicht so wahrnehmen und sich dementsprechend auch nicht so erfolgreich fühlen. Andersherum geht das genauso, indem jemand, der scheinbar keinen sogenannten gesellschaftlichen Erfolg vorzuweisen hat, sein eigenes Leben sehr wohl als sehr erfolgreich interpretieren kann.

Man kann also gesellschaftlichen Erfolg haben, persönlichen, sozialen oder auch beruflichen.

Meist ist der Begriff allerdings in Richtung Beruf, Karriere, Status und Finanzen orientiert. Es zeichnet sich allerdings seit Jahren ab, dass die Nachfrage nach individualisierten „Erfolgsmodellen“ steigt. Ein glückliches, gelingendes Leben wird immer öfter als Notwendigkeit für Erfolg gesehen als beispielsweise Reichtum.

Man kann den persönlichen Erfolg eines Menschen am besten in seinem Gesicht lesen. Bei der Betrachtung alter Menschen ist es oft durch die Mimik ersichtlich, ob das Leben für sie persönlich betrachtet gut verlaufen ist. Zufriedenheit ist ein grundsätzlicher Indikator beziehungsweise ein Merkmal für Erfolg. Natürlich gibt es konventionelle Indikatoren für mehr Erfolg, aber genauso wie bei einer Untersuchung des Themas Glück ist es zwar wichtig, dass man beispielsweise nicht am sogenannten Hungertuch nagt, aber wesentlich darüber hinaus sind ganz andere Parameter für ein gelingendes Leben verantwortlich.

Voraussetzungen von Erfolg: Methoden für ein erfolgreiches Leben

Das Leben ist ein direkter Weg zum Erfolg (Unsplash: © Malcom Lightbody)
Das Leben ist ein direkter Weg zum Erfolg (Unsplash: © Malcom Lightbody)

Manchmal liegt es nahe zu denken, dass Menschen einfach nur erfolgreich sind oder eben nicht. Als wäre Erfolg eine angeborene Eigenschaft. Es kann natürlich sein, dass ein Mensch über Eigenschaften verfügt, die den persönlichen Erfolg begünstigen. Ein Mensch ohne diese Anlagen ist allerdings auf keinen Fall zum Scheitern verurteilt, weil Erfolg eben auch erlernbar ist. Erfolg ist darüber hinaus auch immer Arbeit und Gewohnheit. Erfolgreiche Menschen haben erfolgreiche Gewohnheiten und bedienen sich ebenso erfolgreicher Methoden.

  • Entscheidung und Verpflichtung

    Am Anfang steht eine definitive Entscheidung für eine Sache oder Priorität, die meistens andere Möglichkeiten ausschließt. Diese Entscheidung kreiert ein bestimmtes Ziel oder Teilziel und steht zentral. Dadurch ergibt sich der Fokus und die regelmäßige Beschäftigung, die zur Zielerreichung notwendig sind.
    Der berühmte Deutscher Schriftsteller Gotthold Ephraim Lessing beschreibt die fundamentale Bedeutung von Zielen:

    „Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch schneller als der, der ohne Ziel herumirrt.«

    Erfolgreiche Menschen verhandeln nicht. Das heißt, wenn die Entscheidung steht und das Vorhaben einmal geplant wurde, dann gilt es für die Erfolgreichen auch nicht mehr als verhandelbar. Die Implementierung von neuen Gewohnheiten ist natürlich meist mit einer gewissen Kraftanstrengung verbunden, trotzdem halten sich die Erfolgreichen an ihre Vorhaben und lassen sich von eventuellen Rückschlägen nicht beirren.

    Wenn jemand zum Beispiel abnehmen möchte und beschließt von nun an drei bis viermal die Woche zum Sport zu gehen, dann sind die Umstände immer weniger prioritär. Der allseits beliebte Schweinehund zählt nicht, genauso wenig wie irgendeine andere Ausrede. Die US-amerikanische Motivationstrainerin Barbara Sher drückte es so aus:

    „Bis man wirklich die Verantwortung übernimmt, stehen Zweifel, die Möglichkeit zum Rückzug und immer Ineffizienz im Vordergrund. In dem Moment, indem man sich einer Sache definitiv verpflichtet schaltet sich die Vorsehung zugunsten des Handelnden ein“.

  • Momentum, Hartnäckigkeit und eine langfristige Perspektive

    Oft wird im Zuge von Erfolg von einem Momentum geredet. Mit Momentum wird die stetige, zielführende Tätigkeit bezeichnet. Handeln gilt als erstes Gebot. Es ist von großer Bedeutung erfolgreiche Gewohnheiten aufzubauen. Je mehr Routine, desto weniger Anstrengung.

    Es gibt ein Bild von Abraham Lincoln, welches die Punkte des Scheiterns in seiner Biografie beleuchtet. Er ist überraschenderweise wesentlich öfter gescheitert, als das ihm etwas gelang. Die Tatsache jedoch, dass dieser schon so oft gescheiterte Mensch der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wurde, verdeutlicht die Bedeutung von Hartnäckigkeit. Im positiven Sinne ist Geduld ein Synonym für diese Beharrlichkeit. In diesem Kontext ist ein französisches Sprichwort erwähnenswert:

    »Hab Geduld, alle Dinge sind schwierig, bevor sie einfach werden.«

    Eine langfristige Perspektive fördert ebenfalls den persönlichen Erfolg. Erfolgreiche Menschen haben eine Richtung, ein Ziel (nicht selten ein Lebensziel), welches sie kontinuierlich verfolgen. Durch diese nachhaltige Perspektive können auch Misserfolge bei den Teilschritten als weniger belastbar empfunden werden. Sozusagen wird bei einem wesentlich längeren Weg zum Erfolg das momentane Ereignis in ein „rechtes Licht“ gerückt und definiert nicht das komplette Endresultat.

  • Sprache

    Erfolg ist eine Folge von Entscheidungen und Handlungen. Die Sprache hat Wissenschaftlern aus dem Bereich der Psycholinguistik zur Folge einen Einfluss auf diese Entscheidungen und ihre praktische Umsetzung. Die Chance auf Erfolg würde Ihnen zur Folge signifikant steigen, wenn die Wörter müssen und sollen, nicht und aber durch positivere Formulierungen substituiert werden. Dem Gehirn wird dadurch freiwillige Bereitschaft signalisiert und dies fördert die Möglichkeit für Entwicklung.

  • Selbstvertrauen

    Wer Erfolg haben will, wird sich mit dem eigenen Selbstwert beziehungsweise Selbstbewusstsein und einer kritischen Reflexion der Blockaden, die dem persönlichen Erfolg im Weg stehen, auseinandersetzen müssen. Ein elementarer Teil unserer Entscheidungen an sich und die Form der Umsetzung unterliegen psychologischen Merkmalen. Diese sind im Selbstwert der Person verhaftet. Dieser Selbstwert konstruiert eine Beziehung zur Welt und interpretiert die Realität. Ein unbekanntes Zitat drückt es treffend aus:

    „Nicht der Schnellste und Stärkste siegt, sondern der, der denkt, dass er es kann".

    Menschen mit einem geringen Selbstwert haben oft auch Ängste vor Erfolg und tarnen dies mit einer vermeintlichen Angst zu Scheitern. Das muss Ihnen nicht einmal selbst bewusst sein.

  • Die richtigen Methoden anwenden

    Es gibt zahlreiche Werkzeuge aus dem Bereich des Zeitmanagements und der Projektplanung, die zur erfolgreichen Durchführung von Projekten gedacht sind, sich aber genauso gut auf das Leben an sich anwenden lassen. Eines ist das sogenannte Pareto Prinzip. Vilfredo Pareto war Mathematiker und er fand heraus, das 20 % der Aufgaben (Arbeit) 80 % der Ergebnisse hervorbringen und die restlichen 80 % für die weiteren 20 % sorgen.

    Das Modell des Eisbergs (s. nächster Abschnitt) ist auch hierfür eine Analogie. Daraus lässt sich ableiten, dass es wichtig ist, die fundamentalen Dinge des Tages, der Arbeit oder des Lebens zu finden und diese zu bearbeiten sowie Unwichtiges wegzulassen.

    Eine zweite Erkenntnis aus dem Bereich des Zeitmanagements ist die Annahme, dass die Aufgaben mehr oder weniger Zeit brauchen je nachdem, wie viel Zeit ihnen zugestanden wird. Das heißt, im Alltag kann versucht werden die Aufgaben in kürzerer Zeit zu erledigen und meistens beinhaltet das Ergebnis tatsächlich eine positive Überraschung.

  • Die richtige Einstellung

    Die richtige Einstellung ist von essenzieller Bedeutung für Erfolg.

    Um sich erfolgreich umzuprogrammieren braucht es Motivation, Optimismus und Kreativität. Das meiste Wachstum entsteht außerhalb der Komfortzone und nur eine gesunde Einstellung hilft, sich diesem Wachstumsprozess entwicklungsfördernd zu stellen. Positives Denken schafft viel mehr Anreize im Gehirn als negative, weil negatives Denken sehr schnell im Flucht- oder Kampfreflex endet und weniger in einem (neuronalen) Ausbauen der Möglichkeiten. Das Gehirn braucht zwar Herausforderung, aber Angst wirkt auf den Lernprozess eher blockierend.

Das Eisberg-Modell

Eisberg (Pixabay: © MoteOo)
Eisberg (Pixabay: © MoteOo)

Das Eisberg Modell in der Psychologie ist ein Ansatz, der sowohl im Bereich der Pädagogik, der angewandten Psychologie, der Wirtschaft und der Kommunikationspsychologie häufig Verwendung findet. Urheber dieses Modells ist der weltbekannte "Erfinder" der Psychoanalyse, Sigmund Freud. Er schaffte mit seinen Ausführungen zum Thema Bewusstsein die Grundlage für dieses Prinzip. Das Modell wird bei Freud auch Struktur-Modell oder drei Instanzen Modell genannt. Diese drei Instanzen sind das „Es“, das „Ich“ und das „Über-Ich“. Die fünf Prozent des Eisbergs setzen sich aus kleinen Anteilen des „Ichs“ und des „Über-Ichs“ zusammen. Das „Es“ ist im Modell gänzlich unsichtbar (unter der Wasseroberfläche) und symbolisiert das archaisch-triebhafte“ in einem Menschen. Sigmund Freud bezeichnete das „Es“ auch gerne als „unteres Ich“ ohne jegliche Moral. Sein Wesenskern sei allein die Gewinnung von Lust und die Vermeidung von Unlust.

In der Entwicklung eines Menschen ist das „Es“ für Freud die Basis. In seinem Verständnis „bestehen“ Säuglinge und Kleinkinder zunächst nur aus dem Anteil „Es“. Im Laufe der Entwicklung kommen das „Ich“ und das „Über-Ich“ dazu. Das „Ich“ wurde von Freud als Realitätsprinzip, welches der unbedingten Selbsterhaltung verpflichtet ist, verstanden. Diese Selbsterhaltung fördert den kritischen Verstand und die Unterdrückung des triebhaften Anteils. Das „Über-Ich“ gilt als mahnende und strafende Instanz. Es bildet Reglementierungen in Form von Verboten und Regeln.

Freuds Ausführungen führten also zu der Auffassung, dass nur 5 % Bewusstsein in einem Menschen vorhanden ist. Ihm zufolge können nur diese 5 % willentlich gesteuert werden. Der dominierende Rest von 95 % symbolisiert das Unterbewusste beziehungsweise Vor-Bewusste. Der Bereich des Unterbewusstseins dominiert auf diese Weise die Persönlichkeit des Menschen. Hier liegt dann auch das meiste Potenzial für persönliche Veränderung.

Erfolg und der Eisberg

Bei der Verwendung des Eisberg-Modells als Metapher für Erfolg geht es darum, dass bei einem Eisberg immer nur die Spitze sichtbar ist, aber nicht das wesentlich größere Fundament. Bezogen auf Erfolg sieht man von außen auch nur diese 5 % des Erfolges. Wenn eine Person über den Zeitraum von einem Jahr persönliche Veränderungen durchlebt, beispielsweise sehr viel an Gewicht verliert, dann sieht eine andere Person allein den sehr positiv veränderten Körper. Was die Person nicht sieht, ist das regelmäßige Training, die Momente der Frustration, das Durchhaltevermögen, die Disziplin und viele andere Merkmale.

Gerne sagen Menschen: "Der oder die ist halt ein Genie", wenn es um Erfolg im Bereich Kunst oder Musik geht. Es handelt sich hier äußerst selten beziehungsweise nie um die Wahrheit. Doch sogar ein Genie wie Wolfgang Amadeus Mozart musste ständig üben. Schriftsteller neigen dazu zu schreiben und Musiker zum Musizieren. Der Rest des Eisbergs setzt sich vor allem aus harter Arbeit, Hingabe, Misserfolgen, Motivation, sinnvollen Gewohnheiten, unternommenen Anstrengungen, Geduld und Hartnäckigkeit zusammen. Gerne lassen sich andere Menschen vom scheinbar leichten Erfolg des anderen täuschen und benutzen sogar diese scheinbare Tatsache nicht selten als unterbewusste Ausrede, nicht selbst handeln zu müssen.

Fazit

Erfolg ist Entscheidung und stetiges Handeln. Es gibt zwar Charaktereigenschaften, die einen langfristigen Erfolg begünstigen können, aber jeder Mensch kann es lernen, erfolgreich zu sein. Die Antwort auf die Frage nach der persönlichen Definition von Erfolg sowie die Entwicklung eines Lebensziels muss zentral und zwingend am Anfang stehen. Die konventionelle Erfolgsidee macht längst nicht alle Menschen glücklich.

Noch nie war der Lebensstandard so hoch, noch nie die Anzahl der psychischen Leiden wie Depression, Sucht oder Phänomene wie Burnout. Eine gesellschaftlich übergestülpte Idee definiert nicht den Lebenssinn der einzelnen Menschen. Es muss immer auch eine persönliche Entfaltung vom Sinn des Lebens geben. Dieser Sinn sorgt für Orientierung und Stimmigkeit. Erst wenn neue Gewohnheiten in dieser Stimmigkeit eine Orientierung finden, werden diese auch erfolgversprechend.