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Provokativer Coach (LNLPT)

Provokatives Coaching ist eine sehr humorvolle, freche und lebendige Art der professionellen Intervention. Als Provokative Therapie wurde es in den 1960er Jahren von Frank Farrelly entwickelt und von Dr. Eleonore Höfner als Provokativer Ansatz im Coaching, Beratung und in der Systemischen Arbeit weiterentwickelt und ergänzt. Auf den ersten Blick verletzt es die allermeisten konventionellen Coaching-Regeln und setzt sie außer Kraft. Provokatives Vorgehen erlaubt dem Coach, genau das auszusprechen, was er gerade denkt und an seinem Klienten wahrnimmt. Auch Tabus werden nicht ausgespart. Was im ersten Moment frech oder unverschämt wirkt, lockt die Selbstverantwortung und Fähigkeit zur Selbstregulation des Klienten hervor. Schädigende Verhaltensweisen werden auf die Schippe genommen, persifliert und begeistert bejubelt. Dies fordert den Widerspruchsgeist des Klienten und ermöglicht ihm, über seine eigenen Wachstumsbremsen und Blockaden zu lachen. Häufig bringt es genau die Themen ans Tageslicht, die den Klienten bisher an seiner Weiterentwicklung hinderten. Der Coach zeigt durch gezielte Provokationen, dass er dem Klienten durchaus zutraut, selbstwirksam zur eigenen Entwicklung beizutragen. Für viele Klienten (insbesondere Führungskräfte) ist diese ehrliche und direkte Vorgehensweise des Coaches das Wichtigste am Provokativen Coaching. Sie müssen sich nicht fragen, was der andere wirklich von ihnen und ihren aktuellen Schwierigkeiten hält, der Coach sagt es direkt, unverblümt und mit einem Augenzwinkern. Endlich spricht mal jemand aus, was vermutlich anderen auch auffällt, aber aus falsch verstandener Rücksichtnahme nicht benannt wird.

Dabei steht eine unbedingte Wertschätzung des Klienten im Vordergrund. Provokatives Vorgehen hat weder etwas mit Sarkasmus oder Zynismus zu tun, noch mit Beleidigen des Klienten. Der Coach lacht mit dem Klienten, nicht über ihn. Die Tragfähigkeit eines exzellenten Rapports ist jederzeit notwendig und zwingend Voraussetzung für eine erfolgreiche und empathische Intervention, vielleicht noch stärker als in anderen Coaching-Ansätzen. Dies fordert auch vom Coach ein hohes Maß an Selbstreflexion und die Fähigkeit, über sich selbst lachen zu können.

Provokatives Coaching gilt als lösungsorientierte Kurzzeit-Intervention und lässt sich gut mit anderen Coaching-Methoden kombinieren.

Inhaltsverzeichnis

  1. Provokativer Coach Weiterbildung
    1. Nächster Termin
    2. Seminarzeiten
    3. Seminarort
    4. Kernfragen im Modul
    5. Inhalte

Provokativer Coach Weiterbildung

Provokativer Coach Modul A17

  • 5 Tage Provokatives Coaching Seminar

  • 650 €

  • Ihr Trainer: Lehrcoach Evi Anderson-Krug

  • 12 bis 18 Teilnehmer

  • Als Weiterbildung / Fortbildung geeignet

  • Keine Vorkenntnise notwendig

Acrobat Reader Logo   Broschüre zur Coaching Ausbildung


Nächster Termin:

Seminarzeiten:

Tag 1: Mittwoch - 19 Uhr bis 22.00 Uhr
Tag 2: Donnerstag - 10 Uhr bis 19.30 Uhr
Tag 3: Freitag - 10 Uhr bis 19.30 Uhr
Tag 4: Samstag - 10 Uhr bis 19.30 Uhr
Tag 5: Sonntag - 10 Uhr bis 14.00 Uhr

Seminarort:

Landsiedel Coaching-Akademie
Friedrich-Ebert-Straße 4
97318 Kitzingen

Kernfragen im Modul Provokativer Coach

Was ist Provokatives Coaching?
Was sind die Grundlagen und Voraussetzungen für Provokatives Coaching?
Für welche Klienten ist es geeignet? Kann ich mit allen Zielgruppen provokativ arbeiten?
Wo liegen Grenzen und Einschränkungen?
Was darf ich als Coach sagen und was nicht?
Wie gehe ich mit eigenen Tabus um?
Wie gelingt es mir als Coach, spontan und authentisch zu sagen, was ich wahrnehme?
Wie kann ich mit Klienten provokativ arbeiten, wenn ich sie unsympathisch finde?
Was tun, wenn mein Klient keinen Humor hat?
Wie kombiniere ich es mit anderen Methoden und Ansätzen?
Es gibt nicht den einen, „wahren“ provokativen Ansatz: Wie finde ich als Coach meinen individuellen Coachingstil, speziell für meine Zielgruppe? Wie kann ich mein NLP-Know-how integrieren?

Inhalte

  • Wer hat's erfunden? Grundlagen und Hintergründe des Provokativen Coachings
  • Die Wachstumsbremsen nach Dr. E. Noni Höfner
  • Die Rolle des Coaches im Provokativen Prozess: Innere Haltung, Menschenbild, Wertschätzung, Humor
  • Überzeichnen, Karikieren, Begeisterung zeigen: Methoden und Ansätze
  • Advocatus Diaboli: Reframing auf ungewöhnliche Art
  • Das kann ich doch nicht sagen! Grundhaltung und eigene Grenzen des Coaches
  • Humor im Coaching: Wie bringe ich meine Klienten zum Lachen?
  • Das Naheliegende aussprechen: Spontaneität und Improvisation
  • Provokativ „auf Teufel komm raus“? Kombination und Ergänzung mit anderen Methoden
  • Provokatives NLP: Wieviel NLP steckt im Provokativen Ansatz? Wo steckt Provokation im NLP?
  • Stadien des Provokativen Prozesses
  • Körpersprache im Provokativen Coaching

Ein besonderer Augenmerk liegt auf der Persönlichkeit des provokativen Coaches: ohne die entsprechende, wertschätzende Grundhaltung und die Fähigkeit, über sich selbst (und eigene Einschränkungen) lachen zu können, wird Coaching zynisch. Die innere Haltung gegenüber dem Klienten ist das A und O, sowie die Fähigkeit, absurdes Verhalten und Wachstumsblockaden auch bei sich selbst zu entdecken und darüber lachen zu können.

Alles wird sehr praxisorientiert vermittelt und durch Kleingruppenübungen sofort praktisch umgesetzt und reflektiert. Übungen zur Spontaneität und humorvollen Intervention ergänzen das Coach-Modul.

Weitere Informationen zum Provokativen Coaching.

Trainer

Evi Anderson-Krug

Evi Anderson-Krug

Ihr Trainer für den Provokativen Coach ist Evi Anderson-Krug.


Dieses Modul trägt zum Abschluss (Master-)Coach, DVNLP bei.
Dauer: 5 Tage mit Supervision (Mittwoch bis Sonntag)