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Mobbing

Mobbing
Mobbing (Pixabay: © rebbeccadevitt0)

Konkurrenzdruck, die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz und Strukturen, die es nicht erlauben, Konflikte offen auszutragen, schaffen ein Klima, in dem Mobbing gedeihen kann. Dabei kommt Mobbing in der Schule genau so vor wie Mobbing auf der Arbeit oder sogar in der Familie. Mobbing kann überall dort vorkommen, wo Menschen regelmäßig zusammenkommen und soziale Strukturen entwickeln. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die verschiedenen Arten von Mobbing, erklärt rechtliche und psychologische Hintergründe und gibt Tipps, wie man mit Mobbing grundsätzlich umgehen kann.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was bedeuet Mobbing eigentlich?
  2. Wo kommt Mobbing vor?
    1. Was ist Mobbing am Arbeitsplatz?
    2. Was ist Mobbing in der Schule?
  3. Ist Mobbing strafbar?
  4. Wie erkennt man Mobbing?
  5. Wo beginnt Mobbing?
  6. Was tun bei Mobbing?
  7. Fazit
  8. Mobbing und Burnout Coach

Was bedeuet Mobbing eigentlich?

Eine allgemein anerkannte Mobbing Definition gibt es bisher nicht, allerdings gibt es ein gemeinsames Verständnis über den Begriff. Als "Mob" bezeichnet man im Englischen aufgewiegelte Menschenmenge, eine wütende Meute, die außer Kontrolle geraten ist. Der Begriff Mobbing leitet sich davon ab und wird für das Phänomen verwendet, dass in einer sozialen Gruppe ein Einzelner systematisch ausgeschlossen und drangsaliert wird. Dies erfolgt meist psychisch durch üble Nachrede, Lästern oder verbale Angriffe. Es kann jedoch auch zu körperlichen Übergriffen kommen. Das Mobbingopfer steht oft allein und ohne jegliche Unterstützung da, so dass das eigentliche Problem sich wie in einer Negativ-Spirale immer weiter verstärkt.

Urschen für das Mobben sind sehr unterschiedlich. Oft begünstigt eine stark wettbewerbsorientierte Kultur, in der starker Druck herrscht, ein solches Verhalten. Meist sind unbedeutende Anlässe der Auslöser dafür, dass einzelne Kollegen oder Mitschüler ausgeschlossen werden. Eine Eigenschaft gefällt nicht und wird immer wieder aufgebauscht. Die Täter erfahren dadurch Begünstigungen, werden in der Gruppe stärker anerkannt oder es legt sich niemand mehr mit ihnen an. So wird ihr Verhalten positiv verstärkt und sie setzen es fort. Sehr schnell finden sie Nachahmer, die sich ebenfalls an dem Kollegen oder Mitschüler abreagieren. Und schon gibt es für das Mobbingopfer kaum noch einen Ausweg.

Auch Charakter-Merkmale des Opfers können ein entsprechendes Verhalten von Kollegen begünstigen und zählen somit zu den Ursachen von Mobbing. Mobbingopfer sind oft ängstlicher, konfliktscheu und stellen sich ihren Kollegen oder ihrem Chef nicht in entsprechender Weise entgegen. Sie setzen selten Grenzen und machen es dem "Mob" so einfach, sie weiterhin zu schikanieren.

Wo kommt Mobbing vor?

Mobbing kann in allen möglichen sozialen Situationen vorkommen, und zwar überall dort, wo Menschen aufeinander treffen. Am bekanntesten ist das Mobbing am Arbeitsplatz, aber auch in der Schule, im Internet, in der Nachbarschaft oder in Vereinen kommt dieses Phänomen vor. Selbst Mobbing in der Familie gibt es. Vor dem systematischen Ausschluss aus einer Gemeinschaft und dem Drangsalieren durch alle anderen ist ein Mobbingopfer also nirgends sicher.

Was ist Mobbing am Arbeitsplatz?

Es gibt verschiedene Arten von Mobbing am Arbeitsplatz. Die meisten Opfer berichten davon, dass direkte Kollegen oder Kolleginnen sie mobben. Dies bedeutet, dass sie an jedem Tag gemieden, verbal attackiert oder drangsaliert werden und entsprechend psychische und teils auch physische Folgen des Mobbings erleben. Teilweise kann es sogar zu körperlichen Übergriffen kommen, gegen die sich die Opfer kaum wehren können.

Boss Mobbing
Boss-Mobbing (Pixabay: © balik )

Eine weitere Form des Mobbings am Arbeitsplatz ist das sogenannte Bossing. Damit bezeichnet man das Mobbing durch den Vorgesetzten oder die Vorgesetzte, der einzelne Team-Mitglieder systematisch schlechter behandelt, unter Druck setzt oder auch vor dem gesamten Team vorführt. Das Bossing ist besonders schwierig, da das Opfer keine Möglichkeit hat, sich an jemanden zu wenden. Schließlich hat derjenige, der es mobbt, auch die gesamte hierarchische Macht über den Arbeitsplatz. Oft wehren sich Opfer aus Angst um die eigene Stelle daher auch nicht gegen Bossing. Manchen Chefs ist auch gar nicht bewusst, dass sie selbst mobben, weil sie ihr Verhalten einfach für einen sehr autoritären Führungsstil halten. Das systematische Ausschließen, Anders-Behandeln oder Vorführen einzelner Mitarbeiter ist jedoch in jedem Fall als Mobbing einzustufen.

Oft ist es auch so, dass sich Vorgesetzte dem Mobbing durch Kollegen anschließen und für das Mobbingopfer so jeglichen Auweg aus der Situation versperren.

Was ist Mobbing in der Schule?

Schüler Mobbing
Schüler-Mobbing (Pixabay: © geralt )

Auch in der Schule werden einzelne Schülerinnen oder Schüler häufig gemobbt. Gerade bei Jugendlichen spielen Aussehen und soziale Herkunft der Opfer eine große Rolle. Ausgrenzungen finden dabei vor allem in den weniger kontrollierten Bereichen der Schule statt, also auf dem Schulhof, in den Pausen oder auch im Sport-Unterricht. Teilweise zieht sich das Mobbing-Verhalten aber bis in die Klassenräume hinein und wird subtil im Unterricht fortgeführt, beispielsweise, indem über Antworten des Opfers immer wieder gelacht wird, indem derjenige unterbrochen wird oder an Projektarbeiten keine Teilhabe erfährt. Solches Verhalten muss geschultem Lehrpersonal auffallen, dass dann auch eingreifen und über Ursachen und Folgen des Verhaltens für alle Beteiligten aufklären sollte. Auch Sanktionen für die Täter können verhängt werden. Manche Opfer haben jedoch regelrecht Angst vor Entdeckung, weil sie fürchten, dass sich ihre Situation dadurch noch verschlechtern würde. Und so kooperieren sie teilweise sogar mit den Tätern, um die Mobbing-Taten zu verheimlichen. Auch Scham kann dafür sorgen, dass Opfer sich niemandem anvertrauen, weil sie denken, dass sie selbst Schuld an dem tragen, was ihnen zugefügt wird.

Ist Mobbing strafbar?

Es gibt keinen Straftatbestand des Mobbings, was aber nicht heißt, dass Mobbing erlaubt ist. Vielmehr müssen die einzelnen Mobbing-Handlungen geprüft werden, da sich darunter oft strafbares Verhalten findet.

So ist Beleidigung beispielsweise ein Tatbestand der strafrechtlich verfolgt werden kann. Fühlt sich das Opfer durch Äußerungen der Täter in der Ehre verletzt, kann es eine Strafanzeige stellen. Beleidigungen sind jedoch oft schwierig nachweisbar, so dass ein Gang zur Polizei nicht immer von Erfolg gekrönt sein wird.

Auch Verleumdung ist strabar. Sie ist oft Teil des Mobbings, wenn über das Opfer gelästert wird und dabei Dinge unterstellt oder verbreitet werden, die nicht stimmen. Werden zudem Fehler dem Mobbingopfer in die Schuhe geschoben, liegt sehr wahrscheinlich Verleumdung vor.

Viele Opfer erfahren auch Nötigung durch die Mobber. Sie werden zu Verhalten gedrängt, das sie eigentlich nicht ausführen wollten, und werden systematisch unter Druck gesetzt. Auch Nötigung findet sich im Strafgesetzbuch und ist somit strafrechtlich relevant.

Bei sehr schwerwiegenden Mobbingfällen kommt es teilweise sogar zu körperlichen Übergriffen und damit zu Körperverletzung. Dies ist häufiger in der Schule als am Arbeitsplatz der Fall, kann aber in aufgeheizter Stimmung auch dort vorkommen. Körperverletzung ist ein ganz klarer Straftatbestand und sollte auf jeden Fall zur Anzeige gebracht werden.

Auch, wenn die einzelnen Mobbinghandlungen nicht so leicht strafbaren Verhaltensweisen zugeordnet werden können, sollten Opfer nicht still leiden, sondern diesen offiziellen Weg nehmen, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Nur so lässt sich auch die Sensibilität für dieses weit verbreitete Thema erhöhen.

Wie erkennt man Mobbing?

Da es keine eindeutige Definition des Mobbings gibt, sind die ersten Anzeichen oft auch schwierig zu erkennen. Grundsätzlich hat Mobben immer etwas damit zu tun, dass Einzelne sich einer Gruppe gegenübersehen, die ihre Stärke ausnutzt, um diesen zum Opfer zu machen. Wird jemand also als einziger bei Terminen "vergesesn" oder fangen sofort alle an, über diesen zu reden, wenn er das Zimmer verlässt, können dies die ersten Anzeichen sein, dass hier gemobbt wird. Auch das Verbreiten von Gerüchten über jemanden, das systematische Ignorieren oder das Unterstellen von Fehlern sind Mobbinghandlungen. Weitere typische Verhaltensweisen, an denen man mobbende Kollegen erkennen kann, sind:

  • ständige, oft unangebrachte Kritik an der Arbeit des Einzelnen,
  • Verbreitung von Gerüchten auch über das Privatleben,
  • systematische Über- oder Unterforderung durch ungerechte Aufteilung von Aufgaben,
  • Abbruch oder Ignorieren von Gesprächsversuchen,
  • Androhung körperlicher Gewalt.

Dass es dich Möglichkeit zum Mobben gibt, erkennt man meist schon and er Unternehmenskultur. Wenn Werte fehlen, Respekt und Vertrauen nicht vorgelebt, sondern systematisch umgangen werden und keine Offenheit für Fehler der einzelnen Mitarbeiter besteht, entstehen Möglichkeiten für Täter, sich selbst zu profilieren, indem sie andere nach unten ziehen. In Unternehmen, in denen nicht von allen Führungskräften ein respektvoller Umgang miteinander vorgelebt und erwartet wird, erkämpfen sich manche Mitarbeiter Freiräume, andere als ihre Blitzableiter zu missbrauchen - und haben damit teilweise sogar beruflichen Erfolg.

Wo beginnt Mobbing?

Überall da, wo Menschen zusammen kommen, eckt man mal an oder man ärgert sich über jemanden. Und oft macht man seinem Ärger dann auch Luft, schimpft über den Kollegen oder die Mitschülerin oder fragt nach, ob derjenige vielleicht verrückt sind. Auch, wenn diese Handlungen per se auch Mobbinghandlungen sein könnten, fängt hier das Mobben noch nicht an. Denn dazu gehört immer eine gewisse Systematik und eine Ungleichverteilung von Macht in der entsprechenden Situation. Wer gemobbt wird, hat nicht die gleichen Möglichkeiten wie die Täter. Man sieht sich einer stärkeren Gruppe gegenüber, die wiederholt und dauerhaft bewusst gegen einen agiert. Ein einzelner Streit oder Konflikt am Arbeitsplatz fällt also noch nicht in den Bereich des Mobbings. Im Gegenteil: Offen ausgetragene Konflikte - manchmal vielleicht auch mit etwas Lautstärke und Emotion - tragen eher dazu bei, Mobbingverhalten zu unterbinden. Denn wo man sich sicher ist, dass Konflikte angesprochen und thematisiert werden, gibt es keinen Anlass, politisch zu agieren und auf solchem Wege zu versuche, unliebsame Kollegen "kalt zu stellen".

Was tun bei Mobbing?

Wenn man Mobbingverhalten beobachtet oder selbst vermutet, das Opfer solchen Verhaltens zu sein, sollte man sich in jedem Fall Hilfe und Unterstützung suchen. Auch, wenn man glaubt, dass manche durch ihr eigenes Verhalten den Unwillen der Kollegen gerechtfertigterweise auf sich ziehen, so ist das Mobben nie eine korrekte Lösung. Stattdessen sollten Probleme und Konflikte offen angesprochen und ausgetragen werden.

Wer selbst unter Mobbingangriffen leidet und immer wieder von Kollgen oder Mitschülern drangsaliert wird, sollte sich einer Person des Vertrauens gegenüber öffnen. Dies können Lehrer, Lebensgefährten, Chefs oder auch Coaches sein. Es muss zunächst niemand sein, der in der selben Organisation tätig ist. Wichtig ist, dass man einmal benennt, dass man ein Problem hat und gerne Hilfe hätte.

Es gibt spezielle Beratungsstellen für Mobbingopfer, die man leicht online finden kann. Hier erhält man wichtige Hinweise zum Umgang mit solchen Situationen. Erfahrene Berater können die eigene Situation analysieren und dabei helfen, Strategien zu finden, um das Arbeitsleben wieder tragbar zu machen.

Oft zögern Opfer jedoch sehr lange damit, sich Hilfe zu suchen und das Thema anzusprechen. Dadurch ist genügend Zeit, dass sich im Unternehmen Strukturen bilden können, die kaum noch durchbrochen werden können. Wer jahrelang schweigend hingenommen hat, wie sämtliche Kollegen gegen einen agieren, wird kaum von heute auf morgen das Verhalten der Kollegen ändern können. Dazu braucht es viel Arbeit, den Willen zur Veränderung auf allen Seiten und die komplette Rückendeckung duch die Führungskräfte des Unternehmens. Gerade, wenn man zu lange damit gewartet hat, das Mobben publik zu machen, hilft es oft nur noch, die Situation zu verlassen und sich einen anderen Arbeitsplatz zu suchen. Für viele Opfer bedeutet dieser Neuanfang eine enorme Erleichterung, weil sie noch mal als unbeschriebenes Blatt ganz von vorne einsteigen können.

Doch auch, wenn man die Mobbingsituation verlässt, sollte man das Thema mit entsprechender Unterstützung aufarbeiten. Sonst läuft man Gefahr, Konflikten am neuen Arbeitsplatz aus dem Weg zu gehen und nicht das volle Potenzial auszuschöpfen. Eventuell gerät man sogar wieder in eine Mobbingsituation. Manche Opfer werden später auch selbst zu Tätern, wenn sie in Konfliktsituationen geraten, um sich vor dem einmal Erlebten zu schützen.

Auch der Gang zur Polizei sollte ernsthaft in Erwägung gezogen werden. Die verschiedenen Mobbinghandlungen sind nicht umsonst Straftatbestände. Wer solche Grenzen einmal überschreitet, wird es auch wieder tun. Unser Rechtssystem bietet Möglichkeiten, sich auch hierzu eine geeignete Beratung zukommen zu lassen. Wer die Täter zur Rechenschaft ziehen und sie ihrer gerechten Strafe zuführen lässt, findet auch leichter einen Abschluss mit dem Geschehen. Und dieser ist wichtig, wenn man die Opferrolle vergessen und sich von ihr emanzipieren will.

Fazit

Mobbingverhalten kommt in den verschiedensten sozialen Situationen vor und es gibt unterschiedliche Mobbing Arten. Wer entsprechende Entwicklungen bei sich auf der Arbeit oder in der Schule erkennt, sollte eingreifen und entgegensteuern, egal, ob man selbst oder jemand anderes das Opfer der Angriffe ist. Oft hilft es, den Chef, Lehrer oder Eltern einzubeziehen und das Thema damit präsent zu machen. Als Mobbingopfer sollte man sich in jedem Fall Hilfe suchen und gegebenenfalls eine spezialisierte Beratung in Anspruch nehmen. Wenn die Situation auf der Arbeit oder in der Schule zu verfahren ist, hilft es manchmal auch nur noch, sie zu verlassen. Für das Opfer kann dies der Start in eine deutlich bessere schulische oder berufliche Zukunft sein, da man noch einmal unbelastet ganz von vorne anfangen kann.

Mobbing und Burnout Coach

Mobbinghandlungen nehmen in den letzten Jahren vermehrt in beruflichen Bereichen zu. Vor allem die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz steigen und damit auch der konkrete Beratungsbedarf. Bei uns können Sie sich zu einem Mobbing und Burnout Coach weiterbilden lassen, dazu bieten wir ein Seminar und eine Ausbildung an.