Hypnotische Verknüpfungen
Hypnotische Verknüpfungen sind Brückenwörter, mit denen Hypnose-Sätze einen Klienten von einem Erleben zum nächsten führen, ohne dass er den Sprung als Sprung wahrnimmt. Im Milton-Modell sind sie eine der zuverlässigsten Sprachstrukturen für indirekte Suggestionen.
Die drei Kern-Worte
Und verbindet zwei Wahrnehmungen, die beide gerade da sind: "Du sitzt hier und Du hörst meine Stimme." Das ist reine Pacing-Konstruktion - der Satz beschreibt, was sowieso stimmt. Der Klient nickt innerlich, der Rhythmus trägt nachfolgende Sätze mit.
Während legt zwei Erfahrungen parallel auf eine Zeitachse: "Während Du ausatmest, kannst Du loslassen." Der erste Teil ist Tatsache (Pacing), der zweite ein Vorschlag (Leading). Wer dem ersten zustimmt, rutscht in den zweiten mit. "Während" ist die Lieblings-Verknüpfung in vielen Trance-Skripten.
Weil verbindet zwei Sätze über eine Ursache-Wirkung: "Weil Du Dich heute traust, mir das zu erzählen, wird Dir das morgen leichter fallen." Im Wachbewusstsein würde der Klient die Begründung prüfen. In angedockter Trance gilt sie als Pfad - vorausgesetzt, sie ist plausibel und emotional stimmig.
Wann sie kippen
Wenn die kausale Behauptung zu absurd wird. Wenn der Rhythmus zu schnell ist. Wenn das Pacing fehlt. Mehr dazu im Hauptartikel Hypnotische Verknüpfungen - und, während, weil.
Vertiefung: Hypnotische Verknüpfungen - der vollstaendige Artikel