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Panikattacke – Ursachen und Symptome

Etwa 10% der Bevölkerung erleben einmal in ihrem Leben eine Panikattacke. Es kann sich um ein einmaliges Ereignis handeln, aber für einige Betroffene wird es zu einem wiederkehrenden Erlebnis. Es entwickelt sich eine Angststörung, die das alltägliche Leben der Person stark beeinflussen kann. Nachfolgend erfährst Du, was Panikattacken eigentlich sind, an welchen Symptomen Du sie erkennst und welche Ursachen sie hat.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist eine Panikattacke?
  2. Symptome einer Panikattacke
  3. Was sind die Ursachen einer Panikattacke?
  4. Was tun bei einer Panikattacke?
  5. Diese Arten von Panikattacken gibt es
  6. So können Panikattacken behandelt werden

Was ist eine Panikattacke?

Bei einer Panikattacke spricht man von einem plötzlich auftretenden, übermächtigen Angstzustand, der Dich unerwartet überfällt. Typischerweise treten etwa 4 von 13 der körperlichen Symptomen auf, wenn die Panikattacke einsetzt. Frauen leiden insgesamt häufiger unter Panikattacken als Männer. Meist dauert die Attacke nur wenige Minuten, maximal eine halbe Stunde, bis sie wieder abgeklungen ist. Panikattacken fallen in der Medizin unter die Psychosomatik, da im Krankheitsbild psychische Einwirkungen der Hintergrund für die ausgelösten, körperliche Reaktionen sind.

Die Betroffenen sind meist überzeugt, dass ihre Beschwerden ihren Ursprung in einer körperlichen Erkrankung, wie beispielsweise einem Herzinfarkt, haben. Dies führt mitunter zu großer Angst jetzt sterben zu müssen.

Panikattacken zählen zu den Angsterkrankungen. Manche Menschen erleben nur einmal in ihrem Leben eine Panikattacke und können diese gut bewältigen. Sie haken das Erlebnis ab. Bei anderen setzt sich eine Angst vor weiteren Panikattacken fest und es entwickelt sich eine Panikstörung. Sie spielen die Panikattacke im Geiste immer wieder durch und grübeln viel über das Erlebte nach. Die Attacken werden zum wiederkehrenden Ereignis und nähren dadurch zusätzlich die Angst der Betroffenen.

Diese Menschen können die Panikattacken nicht loswerden, ohne sich Hilfe zu suchen. Wie ein Mensch mit einer Panikattacke umgehen kann, hat unter anderem mit seiner Persönlichkeitsstruktur zu tun. Hast Du Vertrauen in dich und gelernt mit Stress und Angst umzugehen? Konntest Du in Deinem Leben Strategien entwickeln, um Angstsituationen zu bewältigen? Falls ja, hast Du gute Chancen eine Panikattacke allein zu bewältigen und hinter Dir zu lassen. Fehlt Dir dieses Grundgerüst, kann dies die Entwicklung einer Panikstörung begünstigen.

Symptome einer Panikattacke – so erkennst Du sie

Eine Panikattacke äußert sich durch verschiedene, körperliche Symptome. Typisch sind:

  • Zittern
  • Schwitzen
  • Schweißausbrüche
  • Herzrasen
  • Hitzewallungen
  • Engegefühle in der Brust
  • Kälteschauer
  • Mundtrockenheit
  • Atemnot
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Benommenheit
  • Kribbeln und Taubheitsgefühle


Welche Symptome auftreten ist unterschiedlich. Zunächst werden die Symptome mitunter nicht in Zusammenhang mit einer Panikattacke gebracht. Die meisten Menschen denken zuerst an eine lebensbedrohliche, körperliche Erkrankung, wie einen Schlaganfall oder Herzinfarkt. Im Zuge dessen wird dann die Angst und Panikreaktion ausgelöst.

Im Grunde sind Panikattacken harmlos, jedoch setzt sich das Erlebte aufgrund der beängstigenden Symptome bei vielen Menschen tief im Geist fest. Durch den extremen Angstzustand, oft begleitet von dem Gefühl verrückt zu werden, entwickeln sie Furcht vor den Symptomen, die aufgetreten sind. Dies kann zu einer Angstspirale führen, bei der die Betroffenen eine „Angst vor der Angst“ entwickeln. Dies reicht mitunter aus, um beim kleinsten Anzeichen der Symptome die Angstreaktion wieder auszulösen. So entsteht ein ungesunder Kreislauf und dadurch eine Panikstörung, die behandelt werden muss.

Was sind die Ursachen einer Panikattacke?

Panikattacken treten scheinbar ohne Grund auf, da häufig kein konkreter Auslöser benannt werden kann. Sie können jedoch im Zusammenhang mit jeder Angsterkrankung vorkommen. Beispielsweise kann jemand der eine Phobie vor Spinnen hat beim Anblick einer Spinne eine Panikattacke bekommen. In diesem Fall gibt es einen konkreten Auslöser. Doch nicht alle Betroffenen können so klar erkennen, was ihre Panikattacke verursacht hat.

Die Ursachen von Panikattacken sind sehr unterschiedlich. Ein Konflikt im zwischenmenschlichen Bereich und eine dadurch verursachte hohe Anspannung können der Grund für eine Panikattacke sein. Auch Stress im Alltag oder Beruf gilt als häufige Ursache. Menschen mit Burnout leiden oftmals ebenfalls unter Panikattacken. Genauso können diese auch durch eine Depression begünstigt werden, sind also Folge einer psychischen Erkrankung.

Hoher Alkohol- und Drogenkonsum wirkt sich ebenfalls begünstigend auf eine Anfälligkeit für eine Panikstörung aus. Es kommt zudem auch vor, dass körperliche Erkrankungen wie eine Schilddrüsenfehlfunktion oder eine Lebererkrankung die Ursache sind.

Nicht zu unterschätzen ist aber die Persönlichkeit eines Menschen. Wenn Du zu Perfektionismus neigst und Dir der Umgang mit Deinen negativen Emotionen schwerfällt, hast Du ein höheres Risiko als andere anfällig für Panikattacken zu werden. Dies wird oftmals durch erlerntes Verhalten in der Kindheit begünstigt. Wird beispielsweise bereits bei kleineren, harmlosen Verletzungen oder Erkrankungen im Kindesalter seitens der Eltern immer ein großes Aufhebens gemacht, lernt das Kind nicht Strategien zu entwickeln, um diese Situation und damit einhergehende Angst auf gesunde Weise zu meistern. Wer so geprägt wurde, ist später weniger gut in der Lage mit Krisen umzugehen und kann schneller Opfer seiner Ängste werden. Dadurch wird die Entwicklung einer Panikstörung gefördert. .

Was tun bei einer Panikattacke?

Es gibt einige Methoden, wie Du der Attacke bereits beim Auftreten der ersten Symptome entgegenwirken kannst:


  1. Sage Dir selbst, dass es sich nicht um eine reale Gefahrensituation handelt. Führe Dir vor Augen, dass du körperlich völlig gesund bist, auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt. Wiederhole im Geiste, dass es sich nur um Angst handelt und dieses Gefühl wieder vorübergehen wird.
  2. Fokussiere Deine Gedanken auf etwas Positives. Zum Beispiel auf eine Dir nahestehende Person oder ein schönes Ereignis in Deinem Leben.
  3. Wirke der Panikattacke mit Bewegung entgegen. Wenn sich erste Symptome ankündigen, laufe auf der Stelle oder springe ein paar Mal auf und ab, um Deinen Körper und Deine Muskeln zu lockern.
  4. Bereite Dich mit bestimmten Entspannungstechniken auf die Situation vor. Hierzu zählen autogenes Training oder progressive Muskelentspannung. Mit etwas Übung wirst du auch in der Extremsituation beim Eintreten der Panikattacke in der Lage sein die Übungen anzuwenden, um damit das Abklingen der Symptome herbeizuführen.
  5. Mache konzentrierte Atemübungen. Achte hierbei darauf, dass die Ausatmung etwas länger andauern sollte als das Einatmen. Es hilft, wenn du währenddessen mitzählst, um Gleichmäßigkeit in Deine Atmung zu bringen.
  6. Achte auf einen gesunden Lebensstil. Übermäßiger Alkohol- oder Drogenkonsum können Dich anfälliger für Panikattacken machen. Das gilt auch für den Konsum von Koffein oder bei Rauchern für die Aufnahme von Nikotin.

Diese Arten von Panikattacken gibt es

Eine Panikattacke ist nicht immer gleich. Sie unterscheiden sich in ihrer Art und Ausprägung voneinander. Man spricht hierbei von folgenden Arten der Panikattacken:

Agoraphobie

Wenn Du unter der psychischen Angststörung Agoraphobie leidest, können im Zuge dessen Panikattacken auftreten. Diese entstehen durch die Angst sich an öffentlichen Plätzen aufzuhalten. Das könnte ein Kinobesuch oder ein Konzert sein. Häufig können auch öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr genutzt werden. Es kommt zu einem Vermeidungsverhalten, bei dem die auslösenden Orte gemieden werden oder nicht mehr ohne Begleitung aufgesucht werden können. Im Extremfall traust Du Dich nicht mehr Dein Haus oder Deine Wohnung zu verlassen.

Zwischen Agoraphobie und Panikattacken besteht auch deshalb ein enger Zusammenhang, weil die Phobie an öffentlichen Orten eine Panikattacke auslöst und damit das Vermeidungsverhalten fördert. Dadurch entsteht die Angst davor sich an diesen Orten aufzuhalten

Generalisierte Angststörung

Bei der generalisierten Angststörung handelt es sich nicht um die Angst vor einer spezifischen Situation, sondern um ein andauerndes Gefühl der Besorgnis im Alltag, dem Du Dich nicht entziehen kannst. Oftmals ergibt sich diese Art der Angststörung aus einer ständigen Belastung, beispielsweise beruflicher Natur. Es kommt aber auch vor, dass diese durch ein traumatisches Ereignis in Deinem Leben ausgelöst wird. Dadurch leidest du unter ständiger Anspannung und Dein alltägliches Leben wird begleitet von Sorgen.

Aus der daraus resultierenden Angst heraus entwickelt sich ein Vermeidungsverhalten. Du versuchst Orte und Situationen zu meiden, die Dir Sorgen bereiten. Damit werden wiederum Panikattacken begünstigt. Denn falls Du in eine Situation oder an einen Ort gerätst, der die Angst verstärkt, kann dadurch eine Panikattacke ausgelöst werden.

Soziale Phobie

Die soziale Phobie ist eine Angsterkrankung, bei der Du unter großer Angst vor der kritischen Betrachtung durch andere Menschen leidest. Diese Form der Angst ist oftmals in einem geringen Selbstwertgefühl begründet oder der fehlenden Fähigkeit sich mit Kritik auseinander zu setzen. Dies fördert die Furcht davor Dich vor anderen Menschen lächerlich zu machen, sich Peinlichkeit auszusetzen oder Dich mit Deinem Verhalten für Angriffe durch andere verletzbar zu machen.

Hierzu gehört auch die große Angst davor im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, beispielsweise bei einem Vortrag vor einer großen Menschenmenge oder im Meeting vor einer Gruppe sprechen zu müssen. Deshalb kann es auch bei dieser Angststörung zur „Angst vor der Angst“ kommen. Für Dich bedeutet dies, dass bereits die Angst davor in die gefürchtete Situation zu geraten eine Angstreaktion auslöst und hiermit wiederum eine Panikattacke begünstigt wird.

Spezifische Phobie

Wenn Du unter einer spezifischen Phobie leidest, wird Deine Angst durch bestimmte Objekte oder auch Situationen ausgelöst. Bekannte Phobien sind hier zum Beispiel die Angst vor Spinnen oder Mäusen, die Angst vor Dunkelheit oder vor dem Zahnarzt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass diese Phobien bereits in der Kindheit entstehen. Sie entwickeln sich schleichend und können Dein Leben dominieren. Die Furcht vor Gegenständen oder Tieren ist größtenteils unbegründet, lässt sich aber häufig nur schwer überwinden, da es auch hier zu Vermeidungsverhalten kommt und Du Dich der Furcht nicht stellst. Übrigens zählt auch die soziale Phobie zu den spezifischen Phobien, da es für sie einen konkreten Auslöser für die Angstreaktion gibt. Siehst Du dich also beispielsweise einer Spinne gegenüber und leidest an einer Phobie vor Spinnen, kann dies bei Dir eine Panikattacke verursachen.

So können Panikattacken behandelt werden

Zur Behandlung von Panikattacken wird meist eine Kombination von Verhaltenstherapie und Medikamenten eingesetzt. Als Ergänzung sind auch Selbsthilfegruppen sinnvoll, um Deine Panikattacken loszuwerden.

Bei der Verhaltenstherapie geht es darum Deine Psyche so zu trainieren, dass sie lernt mit der Angst umzugehen. Hierzu werden Panikattacken im Zuge der Behandlung bisweilen absichtlich herbeigeführt. Dies kann zum Beispiel durch schnelles Atmen oder Drehen um die eigene Achse passieren. Das Auslösen der Symptome wie Schwindel oder Atemnot führt die Attacke herbei. Dadurch wird Dir verdeutlicht, dass nicht etwa eine körperliche Ursache hinter Deinen Panikattacken steckt, sondern eine die in Deiner Psyche begründet ist.

Für viele ist es bereits sehr hilfreich zu dieser Erkenntnis zu gelangen und durch das bewusste Auslösen der Panikattacke die Kontrolle über die Situation zu haben. Dadurch entfällt das sich ausgeliefert fühlen. Im weiteren Verlauf einer Therapie wirst Du dich nun immer wieder Deinen Ängsten stellen. Dadurch verringert sich mit der Zeit Deine Angst und die Panikattacken bleiben aus. Wenn Du also Angst vor öffentlichen Plätzen hast, wird Dich Dein Therapeut auffordern diese immer wieder aufzusuchen, bis Du Deine Angst Stück für Stück verlierst.

Zur Vorbeugung wirst Du von Deinem Psychotherapeut Tipps erhalten, wie Du mit Panikattacken umgehen kannst, wenn diese erneut auftreten. Bekommst Du dann noch einmal eine Panikattacke, bist Du vorbereitet und weißt wie Du damit umgehen kannst, um diese zu überstehen.

Sind Deine Panikattacken durch bestimmte Konflikte in Deinem familiären oder auch beruflichen Umfeld begründet, wird der Therapeut hier ansetzen, um mit Dir gemeinsam zu ergründen, welche Ursache hinter Deiner Panikstörung liegt. Wenn Dich zum Beispiel ungelöste Konflikte beschäftigen, hilft Dir die Erkenntnis, dass diese die Auslöser Deiner Angst sind dabei Deine Angst künftig zu bewältigen. Du erlangst Deine Selbstbestimmung zurück und kannst Dich von dem Gefühl der Hilflosigkeit befreien.