Wolkenbruch mit Folgen


Rita, 29, Friseurin




Letzte Woche war ich mal wieder im Reichswald joggen. Es war bewölkt, also war nicht allzu viel los. Nach einer Weile hörte ich Schritte hinter mir, und ein anderer Jogger überholte mich. "Hallo", schnaufte er kurz beim Vorbeilaufen. "Ist ja schon ganz schön außer Atmen, der Gute", dachte ich. Trotzdem schien er aber öfter zu joggen, denn sein Hintern wirkte in seinen Joggerhosen sehr knackig.

Wie dem auch sei, nach einer Weile bog er bei einer Weggabelung nach rechts ab, an der ich nach links musste. Dummerweise fing es kurz darauf zu regnen an. "Sch.", dachte ich und überlegte, ob ich nicht umkehren sollte. Doch dann sah ich etwas weiter am Waldrand einen Hochsitz, unter den man sich prima unterstellen konnte. Obwohl es nur ein paar Meter waren, kam ich völlig durchnässt dort an. Gerade war ich dabei, meinen nassen Pullover auszuziehen, als mir der Jogger von eben zu mir unter den Hochsitz kam. Er war genauso durchnässt wie ich.

"Mach ruhig weiter", sagte er. Irritiert zog ich mir den Pullover wieder über. "Das hätt'ste wohl gerne?", gab ich zurück - zugegebenermaßen etwas kokettierend und starrte in die Landschaft. Dann bot er mir eine Zigarette an. Eigentlich hatte ich das Rauchen vor drei Wochen aufgegeben, aber in diesem Moment konnte ich nicht widerstehen. "Du rauchst also auch und bist trotzdem so fit?", fragte er. "Ich habe eben gute Gene", entgegnete ich, "da macht das Rauchen gar nicht so viel aus. " Wir schäkerten noch eine Weile so weiter und machten Witze. Ich fand heraus, dass er Robert hieß und denselben Humor hatte wie ich. Als es nach einer Viertelstunde nicht aufhören wollte zu regnen, meinte er: "Wenn du willst: Ich wohne nicht weit von hier. Du kannst dich gern bei mir duschen, und ich kann dir auch ein paar Klamotten leihen." Noch stärker durchnässt kamen wir dann in seiner Wohnung an. Und duschten zusammen.


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