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3 Geschichten aus Australien

Australisches Outback
Australisches Outback (Unsplash: © Manuel Meurisse)

Yarrawa lebte in einem der größten Tribes (Stämme) des Outbacks. Sie war zwanzig und sie hatte eine Vision. Eine Vision, die gegen alle Regeln der "dreamtime" verstieß. Alle ihre Freundinnen waren jetzt zusammen mit ihren Partnern. Ein paar hatten schon Kinder bekommen, andere waren Gärtnerinnen und Sammlerinnen geworden. Jede Frau hat ihre Aufgabe. So war das Gesetz der dreamtime. So wird der Tribe überleben. Nur sie nicht. Aber sie hatte einen Traum.

Eines Tages ging sie ganz allein in den Busch. Ihr Ziel war Ulluru, der heilige Platz. Sie wollte endlich herausfinden, was ihr Traum bedeutet und was sie mit dem Rest ihres Lebens machen soll. Sie ging den Weg entlang. Den Weg kannte sie ganz gut. Sie konnte fast jeden Baum, jeden Strauch, jeden Stein riechen, ja sogar spüren, aber sehen konnte sie nichts. Sie war von Geburt an blind.

Plötzlich hörte sie, wie jemand aus dem Busch kam.
"Yarrawa, wo gehst du hin an diesem wunderschön-en Tag, so ganz allein?"
Es war Yarrabindi oder das Mädchen mit den neun Zehen. Sie war ein Ngangkari aus der dreamtime und Yarrawa hatte sie nur einmal in ihrem Leben getroffen. Sie war damals dreizehn Jahre alt und hatte ihre Eltern bei einem Buschfeuer verloren.

Yarrabindi sagte ihr damals, dass sie ab jetzt allein sein werde, aber vor allem sollte sie nur das machen, was für sie stimmt.
"Ich höre dich, Yarrabindi. Bist du gekommen, um mir wieder so einen tollen Rat zu geben wie damals? Oder willst du mich begleiten nach Ulluru?"
"Ich will beides." sagte sie.
Sie gingen zusammen Richtung Ulluru, dem größten Stein der Welt.
Yarrabindi sagte "Und, meine Freundin, weißt du jetzt, was du willst?"

Känguru
Känguru (Unsplash: © Christopher Burns)

Yarrawa antwortete "Ja! Immer noch dasselbe wie damals, als wir uns das erste Mal begegnet sind. Ich möchte Künstlerin werden!"
"Wie meinst du das genau?" fragte Yarrabindi.
"Ich möchte mit rotem, ockerfarbenem und gelbem Lehm und Sand leuchtende Kunstwerke erschaffen."
"Aber das dürfen nur Männer und noch dazu bist du blind. Wie willst du das machen?"
Yarrawa sagte. "Du hast damals gesagt, ich sollte nur das tun, was für mich stimmt. Und das ist, was ich will!"
"Wann genau willst du anfangen, meine junge Freundin?"
"Morgen bei Sonnenaufgang. Ich habe einen Platz am Billabong gefunden, nur zwei Kilometer von unserem Camp entfernt. Da gibt es viel Lehm und Sand und dazu Bäume mit dicker Rinde, die ich als Farbträger benutzen kann. Und ich brauche meine Augen nicht, ich habe meine Hände, meine Nase, meine Ohren. Ich folge einfach meinem Herzen."
"Toll!" rief das Mädchen mit den neun Zehen. "Aber wie willst du deinem Tribe beibringen, dass du das darfst?"
"Ich werde Ulluru malen."
"Das heißt, du malst einen riesigen Findling, den du niemals gesehen hast. Du weißt nicht mal, welche Farben er hat. Wie willst du das machen?"
"Ich werde das tun, was du mir damals gesagt hast. Ich werde meinem Herzen folgen."
Plötzlich war Yarrawa allein. Sie wusste, dass sie vor Ulluru stand. Sie stand still. Sie hörte, sie roch, sie schmeckte und fühlte stundenlang, bis sie überzeugt war, dass sie alle „Songlines“ (Energieschwingunge-n) des heiligen Findlings verstanden hatte.
Am nächsten Tag ging sie an den Billabong und mischte Sand, Lehm und Ocker Pigmente mit Wasser und Asche. Dann ging sie zu einem riesigen Baum und schnitt vorsichtig ein riesiges Stück Rinde ab. Sie malte ihre Vision stundenlang bis es dunkel wurde. Dann schlief sie ein. Am nächsten Tag malte sie weiter und weiter und nach sieben Tagen wusste sie, dass das Bild fertig war.
Sie ging zurück zu ihrem Tribe, das Bild zusammengerollt unter ihrem Arm.
Sie rief laut und deutlich: "Ich rufe den Ältestenrat! Es gibt eine Entscheidung, eine Entscheidung fürs Leben!" Der Ältestenrat trat vor. Drei weise Männer und drei weise Frauen. Sie schauten die junge Frau sehr skeptisch und misstrauisch an.
Yarrawa nahm ihr Kunstwerk und rollte es auf dem Boden aus.
Der Ältestenrat starrte auf das, was da vor ihren Füßen lag. Es war Ulluru - mit jeder Farbnuance genau getroffen. Jeder Schatten, jeder Riss und jede Form so genau gemalt, dass man sich fast vorstellen konnte, dass es der wirkliche Ulluru war.
Der Älteste nahm das Kunstwerk vom Boden und hielt es hoch, sodass alle es sehen konnten und rief: "Dies ist ein Kunstwerk, geschaffen von einer wahren Künstlerin und diese Künstlerin ist ab jetzt und für den Rest ihres Lebens die Person, die unsere Geschichte malen wird. Sie hat die Fähigkeit wahrzunehmen, was diese Welt in Wirklichkeit ist. Eine Welt gefüllt mit Farbe, Formen, Schatten und Licht, die man nicht mit den Augen sehen, sondern nur mit dem Herzen fühlen kann."
Yarrawas Augen waren mit Tränen überflutet.
Yarrawa ist ihrem Herzen gefolgt. Gegen alle Äußerungen aus der Umwelt hat sie auch die ihr körperlich auferlegten Grenzen überschritten. Oder kann eine Blinde malen?

Überschreiten Sie auch Ihre Grenzen, nehmen Sie sich Yarrawas Geschichte zu Herzen.
Manifestieren Sie Ihr Leben, wie Sie es sich wünschen.


Uluru Sonnenaufgang - Australien
Uluru Sonnenaufgang - Australien (Unsplash: © Melanie Dretvic)

Wadjina schleppte sich durch das Camp. Er wollte zum Medizinmann, der sein Feuer und seine Kräutersammlung genau in der Mitte des Camps hatte. Er setzte sich neben den alten Mann und wartete. Nach rund einer halben Stunde sprach der Medizinmann "Ahh, Wadjina, der mit dem hinkenden Bein, was willst du von mir?"
Wadjina antwortete "Ich kann nicht mehr! Die Schmerzen begleiten mich Tag und Nacht. Ich kann für den Tribe nicht mehr arbeiten wie früher. Jagen kann ich auch nicht mehr, sogar der Wombat ist schneller als ich. Ich sitze den ganzen Tag in meinem Zelt und versuche, Dilly Bags (Tragtasche aus Gras oder Bast) zu flechten. Sie müssen mir helfen."
Der Medizinmanns schaute tief in seine dunkelbrau-nen Augen.
"Treffen wir uns am Fluss. Morgen früh bei Sonnenaufgang." sagte er.
Dann stand er auf und lief, in seine Gedanken vertieft, Richtung Wald.

Wadjina war beim ersten Sonnenstrahl wach, sammelte mühsam seinen Speer, Woomera /Speerw-erfer) und Bumerang ein und hinkte schwer beladen Richtung Fluss.
Durch den Nebel sah er den Medizinmann. Er stand neben einem kleinen Dugout, einem Kanu, das aus einem ganzen Baumstamm gehauen wird.
"Hey, Wadjina, guten Morgen!"
"Guten Morgen Medizinmann! Wollen Sie mit diesem Dugout zur Dreamtime reisen?"
Der alte Mann kicherte... "Nein, mein junger Freund. Aber du wirst!"
Wadjina war geschockt. "Aber wie soll ich das machen? Ich habe das Camp seit meinem Unfall vor drei Jahren nicht mehr verlassen! Ich habe keine Kraft mehr und auch keine "jirrijirri" (Lebenskraft). Ich bin schwer behindert!"
Der Medizinmann bückte sich, nahm einen Stein vom Flussbett und warf ihn Richtung Wadjina. Wadjina fing den Stein reflexartig mit seiner rechten Hand.
"Wenn du den Stein mit deiner Hand fangen kannst, kannst du auch mit diesem Dugout fahren. Hier ist deine Aufgabe: du fährst einen Mondzyklus lang flussabwärts, dann wieder zurück. Wenn du zurückkommst, wirst du nicht mehr hinken."

Kings Canyon in Australien
Kings Canyon in Australien (Unsplash: © Philippe Wuyts)

Er gab dem jungen Mann einen kleinen Jutesack und sagte "Das hier darfst du nur aufmachen, wenn du das Gefühl hast, dass du nicht mehr weitermachen kannst. In dem Moment, wenn du absolut am Ende bist und nur noch sterben möchtest. Hast du mich verstanden?"
Wadjina nickte, nahm den Sack und belud das Dugout mit seinem Speer, Woomera und Bumerang. Er brauchte ein paar Minuten Zeit, bis er richtig sitzen konnte. Dann nahm er das Paddel in seine Hände. Der Medizinmann schob das Dugout ins tiefere Wasser, lächelte ihm zu und verschwand.
Wadjina war allein auf einem wilden Fluss; achthundert Kilometer lang mit jeder Menge Wildwassern und Wasserfällen, an denen er sicher das schwere Dugout an Land tragen müsste. Er war nicht sicher, ob er seinen Tribe je wiedersehen würde.
Er kämpfte um sein Leben. Jeden Tag. Er übte jeden Tag besser, aufrechter und schneller zu gehen. Er erfuhr höllische Schmerzen. Er wurde dreimal von Goanna, einem riesigen australischen Waran, und einem Alligator angegriffen. Er tötete sie mit seinen bloßen Händen. Wadjina lernte wieder die Kunst zu jagen. Mehrmals war er kurz davor, den kleinen Sack aufzumachen, der sein Leben retten würde, wenn er selbst nicht mehr kann. Aber der Sack blieb zu. Nach sechzig Tagen kam er zurück. Seine Familie und der ganze Tribe jubelten ihm zu, als er sein Dugout an Land trieb. Er stand aufrecht und ohne zu hinken auf, lief stolz zu seiner Familie und sie umarmten sich. Der Tribe sang den Hero-Song. Nach einer kurzen Zeit begab er sich zum Medizinmann und sagte "Ich bin durch die Hölle gegangen, aber dieser Sack ist immer noch zu. Bitte sagen Sie mir, welches Geheimnis sich in ihm verbirgt. Was ist da drin, das mein Leben retten kann, wenn ich selbst nicht mehr kann?"
Der Medizinmann sagte "Mach den Sack auf, mein Sohn, und bewundere diese geheimnisvolle Kraft, die viel stärker ist, als du jemals träumen kannst."
Wadjina schnitt die Schnur durch und machte den Sack auf. Er war komplett leer. Der Medizin Mann schaute ihn an und sagte "Du bist das Wunder."

Wir brauchen im Leben nie nach etwas zu suchen, von dem wir denken, dass wir es nicht haben. In diesem Moment denken wir, dass wir nicht ganz oder nicht heil sind. Es fehlt immer ein Teil. Der resultierende negative Glaubenssatz ist "Ich bin nie genug". Unsere Affirmation:

"Sie sind ein wunderbares, strahlendes, liebevolles Wesen. Genießen Sie es."

Worlds end
Worlds end (Unsplash: © Mike Wilson)

Auch ungeklärte Beziehungen aus der Vergangenheit sind oft Ursache von Krankheiten. Wenn wir unsere Herzen soweit aufmachen können, dass wir bereit sind, die Beziehung zu klären, passiert etwas Außergewöhnliches: Hass, Wut und Misstrauen verschwinden und nur die Liebe bleibt. Lesen Sie die Geschichte von Gurrumulu.

Gurrumulu lag in seinem Bett. Alles was er hören konnte, war das regelmäßige Piepsen des Infusions-Gerätes, das den Schmerzmittel- und Kortisonfluss in sein Blut steuerte. Er dachte an das, was sein Arzt ihm vor ein paar Stunden gesagt hatte. Die Chemotherapie hat nicht angeschlagen, der Tumor wächst weiter.
Er streckte seinen Arm aus und nahm das kleine Puru, das auf seinem Nachttisch stand, in seine Hand. Das Puru war eine geschnitzte Holzstatue von einer Schlange; ein wichtiges Aborigine-Symbol für Leben und Tod. Er schloss seine Augen und ließ seine Gedanken einfach wandern, wie er es damals von seinem Vater gelernt hatte, als er dreizehn war. Es ging sehr schnell. Innerhalb einer Minute war er in das andere Bewusstsein, die dreamtime, gewandert.

Känguru mit Jungen
Känguru mit Jungen (Unsplash: © Carles Rabada)

Er öffnete seine Augen und sah den Ngangkari (Heiler). Er stand in der Wüste, hinter ihm ein riesiger Berg.
"Gurrumulu, wo ist dein Vater?" flüsterte der Heiler.
"Weiß ich nicht, er ist vor fünf Jahren gestorben."
"Wie ist er gestorben, mein Sohn?" fragte der Heiler.
"Herzinfarkt, warum?" antwortete Gurrumulu.
"Nein, falsch. Er ist an einem gebrochenen Herzen gestorben. Du hast sein Herz gebrochen."
"Aber er war krank, dazu ein Alkoholiker und ein Penner!" schrie Gurrumulu voller Wut.
"Lass die Wut heraus, junger Mann! Sie kommt nur auf, um geheilt zu werden."
Gurrumulu schrie weiter, fiel zu Boden und schlug mit beiden Fäusten auf den steinharten trockenen Boden. Nach einer langen Zeit öffnete er seine Augen und sah, dass sein Vater vor ihm stand.
"Mein Sohn, ich habe einen großen Fehler gemacht. Damals, als deine Mutter gestorben ist, war ich verzweifelt, deprimiert und am Ende. Ich sah nur mich und mein Leben. Ein Leben, das keinen Wert mehr hatte. Ich habe dir den Rücken gekehrt. Ich dachte, du bist dreißig, du hast deine Frau, das kriegst du hin; du brauchst mich nicht mehr. Ich war feige. Verzeih mir."
"Wieso?! Du hast mich von deinem Leben ausgeschloss-en. Du hast angefangen zu saufen, das Haus verloren, mich verloren, du hast aufgegeben und DAS verzeihe ich dir NIE!"
Plötzlich hörte er die Stimme von Barrabindi, dem Heiler.
"Hör zu, hör genau zu, was er sagt. Er sagt: 'Du brauchst mich nicht mehr'". Gurrumulu schaute seinen Vater an. Tausende Gedanken rasten durch seinen Kopf. Er erinnerte sich an den Tag, an dem er seinem Vater sagte: Ich will dich nicht mehr sehen, du bist für mich gestorben!". Dann schlug er seine Haustür zu. Sein Vater stand mit ausgestreckten Händen im Vorgarten, seine Augen voller Tränen.
"Ja, Vater, ich brauchte dich damals. Ich brauche dich auch jetzt."
Der Vater sah seinen Sohn noch einmal an.
"Ich will nur, dass du mir verzeihst. Mehr will ich nicht."
Gurrumulu nahm wahr, wie alle seine Gefühle plötzlich hochkamen; Trauer, Wut, Freude, Hoffnung. Alles auf einmal, alles durcheinander. Er hörte wieder die Stimme. "Lass die Wut heraus, junger Mann! Sie kommt nur auf, um geheilt zu werden."
Er schaute seinen Vater an. Er sah die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit in seinen Augen und hinter der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit seine Liebe und Sehnsucht.
"Ich verzeihe dir, Vater. Ich verzeihe dir von Herzen." Gleichzeitig streckte er seine Hände aus und spürte, wie seine Finger die Finger seines Vaters leicht berührten.
Das letzte, das er hörte, war die Stimme seines Vaters "Gurrumulu, ich liebe dich!"

Braune Felsen
Braune Felsen (Unsplash: © Eddie Coghlan)

Er öffnete seine Augen. Das erste, was er merkte war, dass er noch immer das Puru in seiner Hand hielt … und wieder das Piepsen des Infusomats.

Eine Woche später kam sein Arzt ins Zimmer und sagte:
"Ich weiß nicht genau was passiert ist, Gurrumulu. Es ist wie ein Wunder, aber in den letzten sieben Tagen ist der Tumor doch geschrumpft. Eigentlich ist er gar nicht mehr da! Auf dem CT kann man gar nichts mehr sehen."

Gurrumulu sagte: "Mein innerer Heiler Barrabindi würde sagen: das ist die 'Power of Love'".
Er lachte, lehnte sich hinüber zu seinem Nachttisch und gab dem Arzt seinen Puru.
"Geben Sie diesen Puru Ihrem nächsten Patienten, der alle Hoffnung aufgeben hat und sagen Sie ihm oder ihr, sie sollen ihren Gefühlen folgen, sonst nichts."
Der Arzt nahm die kleine Statue an sich und lächelte ein bisschen unsicher.
"Weißt du was, Gurrumulu? Das mache ich!"

Und wenn Ihnen jemals in Ihrem Leben ein netter Arzt eine geschnitzte Schlange schenkt, nehmen Sie sie - es könnte Ihr Leben retten.


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