Inhaltsverzeichnis
- Woher der Begriff kommt
- Der Unterschied zwischen Beobachtung und Ladung
- Analysieren oder utilisieren
- Fall 1: zu schnell
- Fall 2: zu langsam
- Fall 3: das Gesicht, das einfriert
- Warum die neue Beziehungserfahrung so viel trägt
- Projektionen laufen in beide Richtungen
- Welche Prinzipien hier greifen
- Wo ich aufhöre
- Drei Sätze, die Du ab morgen sagen kannst
- Und jetzt Du
- Häufige Fragen
- Was ist eine Projektion im Coaching?
- Wie erkenne ich, ob es eine Projektion ist oder berechtigte Kritik?
- Soll ich die Projektion ansprechen und deuten?
- Projiziere ich als Coach auch auf meine Klienten?
- Braucht es dafür eine Trance oder eine Induktion?
- Was mache ich, wenn ein Klient mich anschreit?
- Quelle
Projektionen im Coaching: analysieren oder utilisieren?
Erstes Coaching, 90 Minuten Zeit. Die Auftragsklärung läuft, wir arbeiten konzentriert, und irgendwann habe ich das Gefühl, dass etwas unstimmig ist. Ich sage trotzdem noch einen Satz.
Dann verzieht die Klientin das Gesicht. Es platzt aus ihr heraus: Das sei ihr alles viel zu schnell und gerade total unangenehm. Sie wirft mir ein paar Dinge an den Kopf. Was nicht passt. Wie schnell ich rede.
Und sie hat recht. Ich (Marian Zefferer) rede wirklich schnell. Das kann jeder beobachten, der mir zwei Minuten zuhört. Die Wut, die in diesem Moment im Raum stand, galt trotzdem nicht mir.
Woher der Begriff kommt
Das Konzept stammt von Sigmund Freud. Er bemerkte, dass Menschen in seiner Praxis Reaktionen ihm gegenüber zeigten, die er sich mit der aktuellen Situation nicht erklären konnte. In der Nachbetrachtung fand er häufig eine Erklärung: Er hatte die Person an eine frühere Figur erinnert, oft an einen Elternteil, und sie reagierte auf diese Figur.
Mittlerweile arbeiten die allermeisten Therapieformen mit dieser Idee, und im Coaching ist sie längst angekommen.
Stell Dir eine Projektion wie einen Sack vor, den ich Dir über den Kopf ziehe. Auf dem Sack ist ein Gesicht gezeichnet. Von da an sehe ich dieses gezeichnete Gesicht und nur noch zum Teil Dich.
Das klingt nach einer Fehlfunktion. Schau es genauer an, und es ist ein brauchbarer Überlebensmechanismus. Du willst nicht immer wieder an dieselben Menschen geraten, die Dir dasselbe antun. Also speichert Dein Gehirn Beziehungserfahrungen ab und meldet sich, wenn jemand dem alten Muster ähnelt. Manchmal reicht dafür eine ähnliche Stimme, ein ähnlicher Name, ein ähnliches Gesicht. Dann liegt der Sack schon drüber.
Und das läuft in beide Richtungen. Die Beziehung zwischen Dir und Deinem Klienten entsteht aus dem, was heute im Raum passiert, und aus allem, was ihr beide an Beziehungserfahrung mitbringt.
Der Unterschied zwischen Beobachtung und Ladung
Jetzt könntest Du einwenden: Marian, Du redest wirklich schnell, das ist keine Projektion, das ist einfach wahr.
Stimmt. Genau das macht Projektionen so schwer zu erkennen. Sie hängen sich meistens an etwas, das es wirklich gibt. Der Kollege ist tatsächlich langsam. Der Coach redet tatsächlich schnell. Die Person ist tatsächlich direkt.
Die Projektion ist das, was dazukommt. Die Ladung.
Hier ist der Test, den ich benutze. Wenn Dich jemand im Supermarkt anpöbelt, sagst Du Stopp, Du gehst weiter, und zwei Straßen später denkst Du nicht mehr an diesen Menschen. Erledigt. Bei einer Projektion bleibt etwas. Du wirst besonders gehemmt oder besonders aggressiv, oder Du zuckst aus. Ein Beobachter von außen würde sagen: Das war ein bisschen viel für den Anlass.
Die zweite Erkennungsmarke: Es geht meistens um Anteile, die Du selbst kennst. Wer sich über Langsamkeit aufregt, ist selbst manchmal langsam oder wäre es gern. Das ist selten etwas völlig Fremdes.
Analysieren oder utilisieren
An dieser Stelle gibt es zwei Wege.
Der klassische Weg ist die Analyse. Du gehst zurück, suchst die Ursprungsfigur, arbeitest die alte Beziehung durch. Das hat seinen Platz, und es braucht Zeit, Ausbildung und meist einen therapeutischen Rahmen.
Ich gehe in der Konversationshypnose den anderen Weg. Ich nehme, was gerade im Raum steht, und mache daraus das Material. Das ist das Utilisationsprinzip: Die Realität des Klienten wird erst gewürdigt, wahrgenommen, paraphrasiert. Danach stellt sich die einzige Frage, die mich interessiert. Wie können wir das nutzen?
Ich deute die alte Beziehung nicht aus. Ich gebe der Projektion im Hier und Jetzt eine Antwort, die es damals nicht gegeben hat.
Fall 1: zu schnell
Die Klientin aus dem Einstieg hatte Jahre vorher einen Mann kennengelernt, der am Ende nur an ihr Geld wollte und damit erfolgreich war. Das hat sie tief gekränkt.
Seitdem war sie unsicher im Kontakt mit Männern. Vorher ging sie offen auf Menschen zu. Danach war jeder Mann potenziell gefährlich. Und sie hatte damals die ganze Zeit gespürt, dass etwas nicht passt, dass es zu schnell geht. Gleichzeitig war es schön, wieder einen Mann zu haben. Also ging sie über ihre eigenen Grenzen. Dann passierte, was passierte.
Was mich mit diesem Mann verband, war die Geschwindigkeit. Der Unterschied war der Rest.
Als die Bombe platzte, bin ich auf die Bremse gegangen. Pause. Wo stehst Du gerade? Was ist jetzt? Und dann habe ich ihr etwas gesagt, das ich in solchen Momenten fast immer sage:
Wann immer Du merkst, dass Dir etwas zu schnell geht oder nicht passt, sag es mir. Jederzeit. In jedem Ton. Es ist völlig egal, ob Du freundlich sagst, dass es Dir zu schnell ist, oder ob Du mich anschreist. Beides kann ich nehmen. Nur bitte sag es.
Damit habe ich nicht an der alten Geschichte gearbeitet. Ich habe die Erfahrung ermöglicht, die in der alten Geschichte gefehlt hat: Grenze zeigen, und es geht gut aus. Wenn das ein paar Mal passiert, verändert sich die Projektion von selbst. Und langfristig bekommt die Person ein besseres Gespür dafür, wer wirklich unstimmig ist und bei wem sie sich sicher fühlen kann. Die Generalisierung über alle Männer löst sich dort auf, nicht in der Deutung.
Fall 2: zu langsam
Der zweite Fall ging genau in die andere Richtung. Eine Frau, bei der alles zu langsam war. Die Kollegen zu langsam, die Menschen sprachen zu langsam, sie baute ein Coaching-Business auf und ein Teil ihrer Coachees war ihr auch zu langsam.
Bei mir war erst mal Grundsympathie da. Ein Mensch, der Geschwindigkeit mag, das kenne ich gut.
Dann sagte sie mir mitten in der Arbeit, dass ihr alles zu langsam geht. Auch das hier gerade.
Und mir fiel nichts ein. In all den Jahren haben Leute mir wirklich schon alles gesagt. Marian, Du sprichst zu schnell. Du nuschelst. Ich komme nicht mit. Aber dass ich zu langsam bin, hatte ich noch nie gehört. Nicht einmal.
Ich hatte in meinem ganzen Leben genau ein Gespräch, in dem ich in meiner gefühlt natürlichen Geschwindigkeit sprechen konnte. Eine Uni-Party, eine Frau, die genauso schnell redete wie ich, zwei Stunden intensives Gespräch. Danach hatte ich Kieferschmerzen, weil mein Mund das nicht gewohnt war.
Also war ich kurz baff. Und dann lief in zwei Sekunden Folgendes ab: Ich merke, dass ich baff bin. Ich merke, dass es mich stresst, gerade nichts zu sagen. Ich denke, dass sie jetzt vermutlich glaubt, ich mache das absichtlich. Und dann denke ich: Vielleicht ist diese Pause eine Weisheit aus meinem Unbewussten. Ich warte ab, was kommt.
Eine, zwei Sekunden später hatte ich die Idee. Ich hatte gemerkt, dass sie innerlich kochte, und wir haben von da an mit inneren Bildern gearbeitet. Wie sie sich selbst erlebt, wie sie andere erlebt, wie sie das Verhältnis zu anderen erlebt.
Auch hier könntest Du einwenden: Für sie warst Du wirklich zu langsam, und es nervt sie wirklich. Richtig. Die Ladung war das Thema.
Fall 3: das Gesicht, das einfriert
Der dritte Fall zeigt die Utilisation am klarsten, und er ist der schwerste.
Eine Klientin hatte als Jugendliche Gewalt erlebt und war dabei mit dem Tod bedroht worden, sie und eine Freundin. Die beiden haben überlebt, weil sie äußerlich vollkommen ruhig geblieben sind. Gesicht eingefroren, keine Regung, glaubhaft versichert, dass sie nichts weitersagen werden. Es war glaubhaft genug.
Sie kam Jahre später mit einem Thema, das mit dieser Geschichte auf den ersten Blick nichts zu tun hatte. Wenn sie allein unterwegs war, fror ihr Gesicht ein. Sie wurde unfreundlich, schaute niemanden an, war wie erstarrt. Und wenn sie nach Hause kam, hielt die Spannung im Körper noch eine Weile an. Bewusst abstellen konnte sie das nicht. Keine Chance.
Was ich getan habe, war keine Deutung. Ich habe gewürdigt, was da ist, und gesagt, was ich sehe: Das ist nachvollziehbar. Und mehr noch, es ist sinnvoll. Was Dir damals das Leben gerettet hat, war genau das. Eiskalt bleiben, keine Emotion zeigen, ruhig versichern, dass nichts passieren wird. Jetzt meldet Dein Gehirn, dass Du allein unterwegs bist und irgendwo jemand gefährlich sein könnte. Also fährt es das auf, was schon einmal funktioniert hat.
Das Muster hat sich danach nicht aufgelöst. Am nächsten Tag fror ihr Gesicht wieder ein. Zwei Dinge haben sich verändert. Es hat sie deutlich weniger gestört. Und zu Hause war die Spannung schneller weg, teilweise fast sofort.
Meine Hypothese dazu, und das ist ausdrücklich eine Hypothese: Vorher kam zum eingefrorenen Gesicht noch der Widerstand dagegen. Warum habe ich das? Was ist mit mir falsch? Dieser Widerstand hielt die Spannung im Körper. In dem Moment, in dem sie den Mechanismus als ihren eigenen Schutz annehmen konnte, fiel der zweite Teil weg.
Das ist dieselbe Bewegung wie bei der Externalisierung: Ein Anteil, der abgelehnt wird, bekommt Gewicht. Ein Anteil, der gesehen wird, wird beweglicher.
Warum die neue Beziehungserfahrung so viel trägt
Die schnellste Antwort auf eine Projektion ist aus meiner Sicht eine neue Beziehungserfahrung. Jemand ist langsam, und es geht gut. Jemand ist schnell, und es geht gut. Jemand ist unangenehm direkt, und am Ende ist daraus sogar eine Freundschaft geworden.
Dass die Beziehung so viel trägt, ist eines der am besten belegten Ergebnisse der Psychotherapieforschung. Flückiger und Kollegen haben 2018 eine Meta-Analyse über 295 unabhängige Studien mit mehr als 30.000 Patienten veröffentlicht. Der Zusammenhang zwischen der Qualität der Arbeitsbeziehung und dem Behandlungsergebnis lag bei r = 0,278, also bei d = 0,579. Das ist ein mittlerer Effekt, und er ist über Störungsbilder, Verfahren und Messzeitpunkte hinweg erstaunlich stabil. Bei internetbasierter Therapie lag er praktisch gleich hoch.
Zwei ehrliche Einschränkungen dazu. Erstens ist das ein Zusammenhang, keine Ursache. Eine gute Beziehung kann auch die Folge davon sein, dass die Arbeit gut läuft. Zweitens hat diese Forschung nichts über Projektionen untersucht. Sie sagt nur, dass das Beziehungsgeschehen ein großes Gewicht hat, und das deckt sich mit allem, was ich in Coachings beobachte. Mehr zur Befundlage insgesamt findest Du in meiner Übersicht Hypnose-Forschung: Studien im Überblick.
Projektionen laufen in beide Richtungen
Früher gab es unter Therapeuten eine bequeme Haltung: Der Klient ist noch nicht so weit, der projiziert. Natürlich projizieren wir genauso auf unsere Klienten. Und das lässt sich ebenfalls utilisieren, sobald Du es merkst.
Stephen Gilligan hat beschrieben, wie Klienten den Hypnotiseur in ihre eigene Problemtrance hineinziehen können. Wenn Du nach der dritten Sitzung keine Lust mehr hast und Dein Klient innerlich das Etikett schwierig bekommt, dann ist das Deine Ladung, nicht seine. Ich habe das in Problemtrance beim Coach ausführlich aufgeschrieben.
Der Ort, an dem Du das klärst, ist die Supervision. Nicht die Sitzung.
Welche Prinzipien hier greifen
Drei meiner acht hypnotischen Prinzipien arbeiten in dieser Situation zusammen.
- Utilisation. Die Ladung im Raum ist Dein Material. Du brauchst keine Intervention von außen, Du hast schon eine.
- Kooperation. Du gehst mit der Realität des Klienten mit, bevor Du etwas anderes anbietest. Wer hier abkürzt, erzeugt Widerstand. Mehr dazu im Kooperationsprinzip.
- Assoziation. Die alte Erfahrung ist ohnehin schon aktiv. Du verknüpfst dieselbe Situation mit einem anderen Ausgang.
Und das Handwerk darunter ist Pacing und Leading. Erst mitgehen, dann führen.
Wo ich aufhöre
Projektionen im Coaching zu bemerken und zu nutzen ist Coaching-Handwerk. Die Geschichten dahinter aufzuarbeiten ist etwas anderes.
Wenn im Hintergrund Gewalt, Missbrauch oder eine Traumafolgestörung steht, gehört die Arbeit daran in fachliche Hände. In Deutschland regelt das Heilpraktikergesetz, wer heilkundlich tätig werden darf. In Österreich ist Psychotherapie gesetzlich geschützt, Coaching läuft als Lebens- und Sozialberatung nach der Gewerbeordnung. In der Schweiz entscheidet kantonales Recht. Details dazu habe ich im Rechtsrahmen für Hypnose im DACH-Raum zusammengestellt, und zur Arbeit mit belastenden Erinnerungen unter Traumabehandlung mit Hypnose.
Im dritten Fall oben habe ich die Geschichte nicht aufgearbeitet. Ich habe einen Mechanismus gewürdigt. Das ist ein großer Unterschied, und er ist der Grund, warum diese Arbeit in 90 Minuten möglich war. Wer unsicher ist, wo die Grenze liegt, findet in Ethik in der Hypnose die Leitfragen, die ich selbst benutze.
Drei Sätze, die Du ab morgen sagen kannst
- Die Einladung, früh und ernst gemeint. "Wenn Dir etwas zu schnell geht oder nicht passt, sag es mir. Jederzeit, in jedem Ton. Ich kann das nehmen."
- Die Bremse, wenn es knallt. "Gut, dass Du es sagst. Lass uns kurz Pause machen. Wo stehst Du gerade?"
- Die Würdigung, bevor Du irgendetwas anbietest. "Das ist nachvollziehbar. Und mir scheint, es hat sogar einen Sinn."
Der erste Satz ist der wichtigste. Er macht aus einem möglichen Abbruch eine Einladung, und er wirkt lange bevor etwas passiert.
Und jetzt Du
Angenommen, Dein nächster Klient wirft Dir etwas an den Kopf, das sachlich zutrifft und emotional zu groß ist. Was wäre Dein erster Satz? Und was würde sich in diesem Gespräch verändern, wenn Du ihn wirklich sagst?
Wenn Du die Prinzipien dahinter systematisch lernen willst, findest Du im kostenlosen Hypnose-Workbook den Einstieg in die acht Prinzipien, inklusive Utilisation. Und wenn Du lernen willst, solche Momente sicher zu führen, auch bei starken Emotionen, ist der Hypnose-Practitioner der nächste Schritt.
Häufige Fragen
Was ist eine Projektion im Coaching?
Eine Projektion bedeutet, dass Dein Klient Dich teilweise mit einer früheren Beziehungserfahrung verwechselt und entsprechend reagiert. Meistens hängt sich das an etwas, das wirklich zutrifft, zum Beispiel an Dein Sprechtempo. Das Kennzeichen ist die emotionale Ladung, die über den aktuellen Anlass hinausgeht.
Wie erkenne ich, ob es eine Projektion ist oder berechtigte Kritik?
Mit der Nachwirkung. Berechtigte Kritik ist nach einem klärenden Satz erledigt und beschäftigt niemanden mehr. Bei einer Projektion bleibt etwas: besondere Gehemmtheit, besondere Härte, ein Ausbruch, der zum Anlass nicht passt. Und meistens geht es um einen Anteil, den der Klient selbst kennt.
Soll ich die Projektion ansprechen und deuten?
Im Coaching deute ich die alte Beziehung nicht. Ich würdige, was der Klient erlebt, und nutze den Moment für eine neue Erfahrung in der Gegenwart. Die Deutung der Ursprungsgeschichte gehört in einen therapeutischen Rahmen und braucht eine andere Ausbildung.
Projiziere ich als Coach auch auf meine Klienten?
Ja, regelmäßig. Erkennbar daran, dass Du bei einem bestimmten Klienten ungewöhnlich ungeduldig, besonders schonend oder auffällig unlustig wirst. Der Ort, an dem Du das aufräumst, ist die Supervision.
Braucht es dafür eine Trance oder eine Induktion?
Nein. Die ganze Arbeit läuft im wachen Gespräch mit offenen Augen. Hypnotisch wirksam ist sie trotzdem, weil sie Aufmerksamkeit lenkt, Assoziationen verändert und mit der Realität des Klienten arbeitet. Genau das ist Konversationshypnose.
Was mache ich, wenn ein Klient mich anschreit?
Erst Pause, dann Orientierung: Gut, dass Du es sagst, wo stehst Du gerade? Danach die Einladung wiederholen, dass er das jederzeit sagen darf. Wenn Du merkst, dass hinter der Ladung eine Gewalt- oder Missbrauchsgeschichte liegt, kläre den Rahmen und verweise an fachliche Begleitung.
Quelle
- Erickson, M. H., & Rossi, E. L. (2016). Hypnotherapie (Leben Lernen, Bd. 49): Aufbau - Beispiele - Forschungen. Klett-Cotta.
- Flückiger, C., Del Re, A. C., Wampold, B. E., & Horvath, A. O. (2018). The alliance in adult psychotherapy: A meta-analytic synthesis. Psychotherapy, 55(4), 316-340. https://doi.org/10.1037/pst0000172
- Gilligan, S. G. (2010). Liebe dich selbst wie deinen Nächsten: Die Psychotherapie der Selbstbeziehung. Carl-Auer Verlag.
- Hammel, S. (2011). Handbuch der therapeutischen Utilisation (Leben Lernen, Bd. 239): Vom Nutzen des Unnützen in Psychotherapie, Kinder- und Familientherapie, Heilkunde und Beratung. Klett-Cotta.
- Schmidt, G. (2022). Einführung in die hypnosystemische Therapie und Beratung. Carl-Auer Verlag GmbH.
Siehe auch
- Konversationshypnose - hypnotische Wirkung im Gespräch — Marians USP-Artikel zur Konversationshypnose - hypnotische Arbeit im normalen Dialog ohne formale Induktion. Drei Säu...
- Rapport und Erwartung - warum Hypnose ohne Beziehung nichts bewirkt
- Wenn der Coach in die Problemtrance rutscht — Die Problemtrance des Klienten überträgt sich auf den Begleiter. Gilligans Satz über Klienten, die den Hypnotiseur in...
- Utilisationsprinzip in der Hypnose - alles wird zum Werkzeug
- Ambivalenz im Coaching auflösen: Schmidts Methode praktisch — Ambivalenz als Patt zweier kompetenter Anteile. Sechs-Schritte-Workflow: beide Seiten würdigen, dritte Position einne...
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Über den Autor: Marian Zefferer, MSc
Marian Zefferer ist Hypnose- (WHO) und NLP-Trainer (IN, DVNLP, ÖDVNLP) bei Landsiedel NLP Training und Experte für die 8 hypnotischen Prinzipien. Er bildet Coaches, Therapeuten und Trainer aus, die Hypnose wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig alltagstauglich einsetzen wollen.
Sein Markenzeichen: Er schlägt die Brücke zwischen Hirnforschung und Alltagsrealität, getragen von drei Pfeilern — wissenschaftlicher Tiefe, didaktischer Präzision und gelungenem Praxistransfer mit einer Prise Humor.
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