12.14 Virginia Satirs Werkzeugkasten

Stimmungsbarometer

Um Raum fr Selbstwahrnehmung und -reflexion zu schaffen, begann Virginia Satir jeden Seminartag mit einer Meditation.

Danach konnte jeder, der wollte, zu ihr kommen und sein Anliegen hinsichtlich seines Stimmungsstandes vorbringen. Dabei nutzte sie das Stimmungsbarometer. Dieses soll zur Selbstreflexion anregen und besteht aus sechs Teilen.

Probiere dieses Stimmungsbarometer selbst aus. Du solltest dabei fr Dich prfen, inwieweit Du die einzelnen Elemente in Deinem Leben bercksichtigst und umsetzt. Finde einen Partner und tauscht Euch ber Eure Empfindungen und Erkenntnisse aus.

1. Anerkennung fr sich selbst und andere

Geh weg von dem Gedanken, dass Eigenlob stinkt. Jeder muss Sorge tragen, dass das eigene Selbstwertgefhl gehegt und gepflegt wird.

2. Beschwerden mit nderungsvorschlgen verbinden

Wenn Du Kritik an jemand anderem bst, solltest Du dies ohne Schuldzuweisungen tun und gleichzeitig auch nderungsvorschlge machen. Dies schafft Raum fr Diskussionen.

3. Sorgen

Du sollst Deine Sorgen und Deine Unzufriedenheit nicht in Dich hineinfressen, da dies krank macht. Manchmal kannst Du auch andere Menschen mit Deinen Problemen belasten (keine Sorge, sie werden daran nicht zugrunde gehen) und musst nicht alles mit Dir selbst ausmachen.

4. Rtsel, Konfusion und Unklarheiten

Um nicht dumm auszusehen, fragen wir hufig nicht nach sondern finden unsere eigenen Erklrungen fr Unklarheiten. So kann es zu Missverstndnissen und Fehlinterpretationen kommen. Virginia Satirs Meinung nach bleibt der dumm, der nicht nachfragt.

5. Neue Informationen

Hufig hlt man Informationen zurck, z.B. die Info, dass man sich hat scheiden lassen. Aber nicht nur negative Informationen werden zurckgehalten sondern auch ganz banale Dinge, wie z.B. dass man heute lnger arbeiten muss. So knnen unntiger Weise unangenehme und schwierige Situationen entstehen.

6. Wnsche, Hoffnungen, Trume

Hufig uern wir Wnsche nicht, weil wir davon ausgehen, dass sie sowieso nicht zu erfllen sind oder weil wir erwarten, dass der oder die andere doch wissen muss was wir uns wnschen. Wenn wir uns ber Wnsche austauschen, kann die Kommunikation und das Miteinander viel bewusster und hufig auch einfacher ablaufen.



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