NLP-Bibliothek: 8.5 Elizitieren einer Strategie

8.5 Elizitieren einer Strategie



A ist Modell, B fragt, C notiert die Sequenzen und beobachtet mit.

Überblick:

  1. Vorbereitung
    1. A ins Erleben führen
    2. Den Rahmen für die Befragung abstecken
  2. Informationen sammeln
    1. Die große Linie der Strategie finden
    2. Die sinnesspezifischen Einzelschritte der Strategie erfragen
    3. Die zur Strategie gehörenden Glaubenssätze und speziellen Submodalitäten finden
  3. Die Strategie zusammenfassen und überprüfen


Die Schritte im Einzelnen:

A. Vorbereitung

  1. Führe die Person in das Erleben dessen, was ihr analysieren wollt: z.B. entscheiden, motiviert/kreativ sein, flirten usw. Wählt eine akzeptable, übersichtliche Zeitspanne des Prozesses aus, nicht Monate oder Jahre. Assoziiere Dein Gegenüberin das Erleben hinein: "Denke an eine bestimmte Zeit, in der Du wirklich fähig warst, kreativ zu sein. Mache Dir diese Erfahrung so zugänglich, als wäre sie JETZT." ( VAKOG)
  2. Setze z.B. folgenden Rahmen für die Befragung: "Nehmen wir einmal an, ich müsste Dich einen Tag lang vertreten. Auf welche Art müsste ich das tun, damit ich das, was Du sehr gut kannst, genauso gut tun könnte?" Hole in jedem Fall das Einverständnis für penetrantes Nachfragen ein. Halte den Rapport während des gesamten Prozesses.

B. Informationen sammeln:
generell:

  • Achte auf den Prozess, weniger auf den Inhalt des Erlebens.
  • Finde zunächst die großen Linien der Strategie und arbeite dann die einzelnen Sequenzen heraus.
  • Die einzelnen Schritte sind Deinem Gegenüber in der Regel unbewusst. Erfrage deshalb mit Hilfe von Meta-Modell-Fragen die dazugehörigen sinnespezifischen Details und kalibriere Dich auf seine Physiologie. Achte auf die nonverbalen Informationen, die Dein Gegenüber liefert ( Augenzugangshinweise usw.). Das Erfragen einer Strategie hat für A sehr viel mit Trance zu tun (innere Suchprozesse).

D.h.: Passe Stimme und Tempo dementsprechend an.
* Wiederhole die einzelnen Sequenzen, um zu überprüfen, ob alle wesentlichen Schritte darin enthalten sind und mach dazu Notizen.

  1. Die große Linie der Strategie finden: A erzählt zunächst den gesamten Ablauf.

  2. Die sinnesspezifischen Einzelschritte der Strategie erfragen
    • Jetzt bitte A, die gesamte Strategie in einer Art Zeitlupe ablaufen zu lassen. Eine Strategie ist wie ein Film, den man vor- und zurücklaufen lassen kann, die einzelnen Schritte wiederholen sich immer wieder.
    • B erfragt nun mit Hilfe von Meta-Modell-Fragen die sinnesspezifischen Details der Strategie und achtet auf die nonverbalen Informationen, die A zeigt.
      - Augenbewegungen, Körperhaltung
      - Bewegung/Gestik
      - Mimik, Atmung
      - ideomotorische Bewegungen

Mögliche Fragen zum "Auspacken" einer Strategie:
zum Start der Strategie (Auslöser):
* "Was genau müsste ich tun, um es genauso zu tun, wie Du es tust?"
* "Womit müsste ich anfangen?"
* "Was passiert zuerst?"
* "Welche Prozedur durchläufst Du, um sicherzustellen, dass Du bereit bist, "X" zu tun?"
* "Woran genau merkst Du, dass es Zeit ist, "X" zu tun?
* "Woran merkst Du es noch früher?"

zum Verlauf der Strategie (Operate):
* "Woran genau merkst Du, dass ..."
* "Wie würde ich es genau machen müssen?"
* "Was genau ist sonst noch dabei zu berücksichtigen?"
* "Was passiert gerade?"
* "Was passiert als nächstes?"
* "Wie tust Du das genau?"
* "Und was passiert direkt davor?"
* "Hörst Du, siehst Du oder fühlst Du es? Oder ist alles gleichzeitig?" (Synästhesien)
* "Geschieht das alles gleichzeitig oder hintereinander?"

zum Ende einer Strategie (Test-Exit-Kriterien)
* "Wie weißt du, dass Du fertig bist?"
* "Woran merkst Du, dass es geklappt hat?"
* "Woran merkst Du es noch eher?"
* "Was lässt dich wissen, dass Du mit Deiner Strategie noch nicht fertig bist?"
* "Woran merkst Du, dass Du bereit bist, zu etwas anderem überzugehen?"

Die zur Strategie gehörenden Glaubenssätze und speziellen Submodalitäten finden
Meist gehören zu einer Strategie auch bestimmte Glaubenssätze. Zu einer effektiven Entscheidungsstrategie etwa gehört vermutlich ein Glaube wie dieser: "Ich entscheide mich richtig."

Mögliche Fragen zu Glaubenssätzen:
* "Was müsste ich glauben/was müsste mir wichtig sein, um genau das tun zu können, was Du tust?"
* "Welcher Gedanke ist wesentlich?"
* "Gibt es da vielleicht etwas, dessen Du Dir dabei innerlich ganz sicher bist?"

Daneben können bestimmte Submodalitäten für die Wirksamkeit der Strategie entscheidend sein. So könnte bei einer Motivationsstrategie beispielsweise das Ziel groß, leuchtend, klar und warm sein oder der Entscheidungsmoment bei einer Entscheidungsstrategie wie ein 3-D-Film mit Stereoeffekt erlebt werden.

Nachdem Ihr die Strategie mit Hilfe von NLP-Steno zusammengefasst habt, überprüft, ob alle wesentlichen Elemente enthalten sind:
* Sind alle Schritte vom T.O.T.E-Modell erfasst?
* Ist die Strategie in sich logisch oder fehlen wesentliche Verbindungsstücke?
* Meint auch A, dass alle wesentlichen Schritte enthalten sind?



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