NLP-Bibliothek: 6.9 Sprachmuster des Milton-Modells

6.9 Sprachmuster des Milton-Modells


Hier werden zahlreiche Sprachmuster aus dem Milton-Modell aufgeführt und anhand von Beispielen erläutert.

Bei den folgenden Sprachmustern geht es neben dem Suggerieren bestimmter Empfindungen vor allem darum, dem Klienten Spielraum zu lassen, um die fehlenden Informationen in sich selbst zu finden und so für das Gehörte seine eigene Bedeutung zu entwickeln. Gleichzeitig zielt das Verwenden von unspezifischen Sprachformen darauf ab, einen Trance-Zustand zu induzieren und aufrechtzuerhalten, um so das Gegenüber mit seinen versteckten und unbewussten Ressourcen seiner Persönlichkeit in Kontakt zu bringen.


Erfahren Sie mehr dazu in unserer Podcast-Folge "Das Milton-Modell". Viel Spaß beim Anhören!

Außerdem gibt es zu diesem Thema in unserer Online-Akademie einen 79 minütigen Mitschnitt von einem Webinar, dass Sie sich sofort in voller Länge anschauen können. Klicken Sie einfach auf den Button „zum Video“, um mehr zu erfahren.

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Verallgemeinerung ( Generalisierungen)

  • Universalquantoren (universelle Begriffe):
    Du hast schon immer geahnt, dass dir alle Möglichkeiten offen stehen, denn auch wenn du es nie wirklich gewusst hast, hat es dir doch jeder immer gesagt und deshalb...

  • Modaloperatoren (Worte der Möglichkeit oder Notwendigkeit):
    und du kannst dir erlauben, jetzt schon fähig zu sein, das zu dürfen, was dir schon bald möglich sein wird, auch wenn Du noch etwas warten musst bis ....

  • verlorene Zitate, "allgemeingültige" Regeln, Zitate in Zitaten:
    es ist gut sich zu entspannen, denn nach getaner Arbeit darf man ruhen, denn mein Vater erzählte uns immer, wie meine Großmutter früher am Kamin saß und verkündete, dass es nun Zeit sei, schlafen zu gehen und dann fiel ihr noch ein,....

Verschiedene Formen der Tilgung (Löschung)

  • Einfache Tilgung:
    Es fehlen Informationen. Bsp. Du kannst weitergehen, lässt los, er kam zurück ....

  • Tilgung des Vergleichs:
    Es geht schon besser, leichter, mehr, es ist angenehmer sich noch mehr zu entspannen.

  • unspezifischer Bezug:
    Es fehlt die Angabe, worauf und/oder auf wen sich das Gesagte bezieht.
    • etwas..., viele Menschen..., "man", einige..., irgendetwas, bestimmte Dinge..., etwas in Dir
    • der Felsen weint, Baum; Meer, Prinz, Tier, ... (symbolischer Bezug)
    • das Auge, Ohr, herzlich, halsbrecherisch, hautnah (Organsprache)
  • unspezifische Verben:
    Verben wie z.B. lernen, lösen, verändern, denken, wissen, erfahren, verstehen, erinnern, erleben, sich bewusst werden, sind relativ unspezifisch. Wenn jemand sagt: "Du kannst lernen", so bleibt unspezifisch, wie gelernt werden soll und der Klient kann seine eigene "Erfahrung" von lernen benutzen.

  • Nominalisierungen:
    Worte, die aus einem Prozess eine Sache machen, wie z.B. Leben, Beziehung, Fähigkeit, Problem, Erfahrung, ... Durch Verwendung von Nominalisierungen wird dem Gegenüber die Möglichkeit gegeben, seine ganz persönlichen Erfahrungen einzufügen.
    Ich nehme an, dass es auch früher in Deinem Leben schon Schwierigkeiten gab, für die es zunächst keine Lösung zu geben schien. Und manchmal gab es dann eine Überraschung, wenn sich plötzlich wie aus dem Nichts eine Veränderung einstellte, die positiv war.

Verzerrung (Phantasieren)

Gedankenlesen/Erlebnislesen (angleichen - pacing); Beispiel: Du kannst meine Stimme hören während Dein Atem gleichmäßig ein- und ausströmt und Du hier auf diesem Stuhl sitzt; vielleicht siehst Du auch etwas Interessantes vor Deinem inneren Auge

  • auf Feedback achten und es nutzen; kalibrieren
  • Nutzen (utilisieren) von Veränderungen (z.B.: und auch dieses Stirnrunzeln ist Teil einer wichtigen Erfahrung für Dich)
  • Unbestimmtheit: Beispiel: Vielleicht fragst Du Dich ..., das könnte Dir gefallen, oder auch nicht..., irgendwo, irgendwie, es könnte sein

Ursache-Wirkung

Dieses Sprachmuster lädt den Zuhörer ein, zu glauben, dass wegen einer Tatsache notwendigerweise etwas anderes geschieht.

  • "während" stiftet eine zeitliche Verbindung: Während du weiter atmest, lässt du immer mehr los.
  • Verben der Verursachung wie machen, lassen, bewirken, schaffen, helfen etc. stellen die stärkste Art von Ursache-Wirkungs-Verbindungen her.

Der Klang meiner Stimme macht dich noch mehr entspannt.
Da du tief entspannt bist, kann es dir anfangen gut zu gehen.

Dieses Muster ist sehr wirkungsvoll, wenn man dabei ein Verhalten, das der Klient schon erfährt ( pace) mit einem neuen Verhalten ( lead) verknüpft.

Vorannahmen (Präsuppositionen)

Vorannahmen sind unhinterfragbare Aussagen. Sie sind der Aufmerksamkeit entzogen. Sprachlich sind sie das, was auch bei Verneinung des ganzen Satzes übrig bleibt.

  • scheinbare Wahl: Möchtest du den Rasen mähen oder Klavier üben?
  • voraussetzende Frage: Und ich frage mich, wie gut du dich heute entspannen kannst.
  • zeitliche Abfolge: Möchtest du jetzt oder in 5 Minuten in Trance gehen?
  • Nummerierungen: Vielleicht fragst du dich, welcher Körperbereich sich zuerst entspannt?
  • Zeit wechselnde Worte: Du kannst fortfahren, dich zu entspannen.

Indirekte Aufträge

Indirekte Aufträge können durch Pausieren, Stimmlage, Gesten markiert werden.

Ich weiß nicht, wann du dich besser fühlen wirst.
Und sogar in diesem stillen Zustand ist es möglich etwas Entscheidendes zu lernen.
Dabei ist zu beachten, dass indirekte negative Aufträge genauso wie positiv formulierte Aufträge wirken.
Ich möchte nicht, dass du dich allzu ruhig fühlen wirst.
Du brauchst mir gar nicht zu zuhören.



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