NLP-Übungen

Bei allen Instrumenten, Formaten und Strategien, die man mit NLP lernen kann, sollte man eine grundlegende, auch außerhalb der NLP-Gemeinde bekannte und anerkannte Methode nicht vergessen: Das Üben.

Zwischen NLP und dem Üben existiert eine Wechselbeziehung: Auf der einen Seite besteht eine Ausbildung zum überwiegenden Teil aus NLP-Übungen, ebenso wie auch zwischen den Trainings in der Freizeit immer wieder NLP-Übungen durchgeführt werden sollten, um die erlernten Seminarinhalte zu wiederholen und vertiefen. Auf der anderen Seite unterstützt NLP aber auch die Fähigkeit zum Üben an sich. Es werden NLP-Übungen, -Methoden und -Strategien bereitgestellt, die das Organisieren und Ausführen von Übungen optimieren und nachhaltiger gestalten.

Das Gehirn hat die Fähigkeit, sich ein Programm (ob es sich um Sachverhalte oder Bewegungsabläufe handelt) durch mehrmalige Wiederholung und Wiedergabe zu merken, indem es zu diesen Lerninhalten gehörende Verschaltungen ausbildet. Die wiederholte Ausführung eines Vorhabens bezeichnet man als Üben. Sie ist die erfolgreichste Methode zur Herstellung einer solchen Verschaltung und damit auch neurolinguistische Programmierung im besten Wortsinn. Mit Hilfe von NLP Übungen jeder Art durchzuführen, ist vielversprechender, als dieses Vorhaben ohne jede Strategie zu bestreiten.

NLP-Übungen gibt es in verschiedensten Ausprägungen, bedingt durch die Vielzahl der Anwendungsbereiche des NLP, die auch jeweils bestimmte Formen von NLP-Übungen verlangen. So existieren NLP-Übungen für Paare oder Gruppen, in denen beispielsweise Kommunikations- und Kooperationsformate trainiert werden, und NLP-Übungen, die auch oder ausschließlich für Einzelpersonen geeignet sind. Ähnliches gilt für den Zeitaufwand: Während die einen NLP-Übungen wenige Minuten beanspruchen (wie beispielsweise die Swish-Technik), verlangen andere NLP-Übungen deutlich mehr Zeit.

Eine Daumenregel besagt, dass, wer drei Wochen jeden Tag eine bestimmte Tätigkeit wiederholt, nach Ablauf dieser Zeit den Vorgang soweit adaptiert hat, dass er zur Gewohnheit geworden ist. Das wiederholte Durchführen von NLP-Übungen ist aber auch danach noch elementar, sowohl zur Perfektionierung als auch um zu verhindern, dass man „aus der Übung“ kommt. Darum bietet es sich an, mit anderen NLP-Anwendern zu Übungsgruppen zusammenzufinden und mit diesen gemeinsam NLP-Übungen und -Formate zu trainieren.

Verschiedene NLP-Übungen zum Ausprobieren


Kalibrieren

Bei der Wahrnehmung ist es nicht nur wichtig auf allgemeines zu achten, sondern auch sich ganz speziell auf den Gegenüber individuell einzustellen. NLP lehnt eine für alle Menschen in jeder Situation gültige Zuordnung von Bedeutung zu Körpersprache ab. Statt dessen wurde mit dem Kalibrieren ein neues Konzept entwickelt, das die Individualität eines Menschen in den Vordergrund stellt.
Kalibrieren in der NLP-Sprache bezeichnet den "Prozess, mit dem man sich auf die nonverbalen Signale einstimmt, die beim Gegenüber einen bestimmten Zustand anzeigen".
Grinder und Bandler, 1987

Kalibrieren verlangt die Fähigkeit, nonverbale Signale genau wahrzunehmen und die Physiologie innerer Zustände äußeren Anzeichen zuzuordnen.

"Kalibrieren heißt zu wissen, was der Gesprächspartner intern gerade tut (z.B. welche Erfahrung er gerade erinnert) und dabei genau zu beobachten, wie er dabei extern aussieht (welche Physiologie er zeigt) und sich das zu merken"
Mohl, 1996


NLP Übungen zum Kalibrieren

Personenraten

zu dritt: A, B und C, ca. 10 Minuten, dann Rollenwechsel
1. A denkt etwa 45 Sekunden lang an eine Person, die er/sie gern mag (=Person X). B hilft A, eine möglichst lebhafte, klare Erinnerung an sie/ihn zu bekommen. B und C kalibrieren z.B. auf Atmung, Gesichtsausdruck, Hautfarbe, etc (=Physiologie).

2. A denkt etwa 45 Sekunden lang an eine Person, die er/sie nicht gern mag (=Person Y). B hilft A, eine möglichst lebhafte, klare Erinnerung an sie/ihn zu bekommen. B und C kalibrieren z.B. auf Atmung, Gesichtsausdruck, Hautfarbe, etc (=Physiologie).

3. B stellt A folgende Fragen, die A dadurch beantwortet, dass er/sie an die betreffende Person denkt, ohne etwas zu sagen. B und C lesen nun an der Physiologie ab, ob es sich um Person X oder Y handelt.

Welche Person hat mehr Temperament?
Welche Person hat dunklere Haare?
Welche Person ist größer/älter/schwerer/schöner?
Welche Person wohnt weiter entfernt?
Welche Person hast Du zuletzt gesehen?
Welche Person hat das größere Auto?
Welche Person .... ? B und C stellen solange diese Fragen, bis beide die nonverbale Antwort des A sicher erkennen können. Solltet Ihr dabei völlig falsch liegen, so geht zurück zu den Schritten 1) und 2) und kalibriert neu.


Verbesserung der auditiven Wahrnehmung

zu dritt: A,B und C, ca. 5-10 Minuten, dann Rollenwechsel
1. A hält die Augen geschlossen

2. B macht ein Geräusch (z.B. Fingerschnippen, Händeklatschen, etc.) und nennt dann seinen/ihren Namen

3. C kopiert das Geräusch von B möglichst genau und nennt seinen Namen.

4.Schritte 2) und 3) mehrmals wiederholen, bis A glaubt, die Unterschiede im Klang erkennen zu können.

5. B oder C macht das Geräusch, ohne den Namen zu nennen und A versucht zu identifizieren, wer es war.

6. B und C bemühen sich, ihre Geräusche so ähnlich wie möglich zu machen, bis entweder A aufgibt oder "gewonnen" hat und die kleinen Unterschiede sicher erkennt.

Kinästhetisches Kalibrieren

Setz oder stell Dich Deinem Partner gegenüber, nimm ihn wahr und nimm Kontakt zu ihm auf. Leg dann Deine Handflächen auf seine und schließ die Augen. Ihr hört nun eine kurze Geschichte; Beispiel: "Stellt Euch vor, Eure Hände treffen sich bei einem Spaziergang im Wald; sie freuen sich und erzählen sich etwas Lustiges. Plötzlich knackt ein Zweig im Gebüsch; stimmt ja, hier soll es Bären geben. Beide bekommen einen großen Schreck und sind ganz aufgeregt, denn das Geräusch scheint näher zu kommen. Die Hände tuscheln miteinander. Auf einmal haben sie es sehr eilig und wollen lieber nach Hause gehen. Ganz schnell drücken sie sich zum Abschied und gehen auseinander."

Lass während des Erzählens Deine Partner das Geschehene mit den Händen deutlich spüren. Tausch Dich nach der Geschichte mit deinem Partner über die gemachten Erfahrungen aus.


Botschaft der Hände

Nun setz Dich mit geschlossenen Augen Deinem Partner gegenüber. Richte Deine ganze Aufmerksamkeit nun auf die Hände und lasse Deine Hände in angenehmer Weise eine Beziehung zum Partner aufnehmen. Versucht nun, Euch nacheinander eine Botschaft nur mit den Händen zu übermitteln, wie beispielsweise "Ich freue mich", "Ich bin wütend", "Ich mag Dich". Ganz behutsam bring nun Eure Unterhaltung zu Ende und nimm mit den Händen Abschied von den Händen Deines Partners.

Wenn Ihr Euch genug ausgetauscht habt, öffnet beide Eure Augen wieder und teilt Euch mit, welche Botschaften ihr jeweils empfangen habt und welche tatsächlich ausgesandt wurden. Zum Schluss könnt Ihr die Erfahrungen in der Gruppe austauschen.




Rapport, Pacing und Leading

Die Voraussetzung für jede gut Kommunikation ist Vertrauen. Die meisten Menschen haben wenige gute Strategien, um zu anderen Menschen Sympathie herzustellen. NLP lehrt eine Reihe von sehr wirkungsvollen Methoden, um sich selbst anderen näher zu bringen und eine Brücke zu bauen.

Rapport

Rapport bedeutet, Menschen auf ihrem Niveau anzusprechen und deren Sprache zu verwenden, um sie von Gedanken zu überzeugen, die sie nicht verstanden hätten, wären sie in einer anderen Form dargestellt worden. Rapport ist die Fähigkeit, die Welt eines anderen zu betreten und zu ihm eine Brücke zu bauen. Es ist die Kunst, die Unterstützung und Mitarbeit anderer zu erhalten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Rapport ist eine Beziehung, die gekennzeichnet ist durch Zustimmung, gleiche Richtung oder Ähnlichkeit. Wenn der Rapport vorhanden ist, dann verschwindet der Widerstand. Rapport bedeutet, einen tiefen Kontakt zu dem Unbewussten des anderen aufzubauen.

Pacing

In zahlreichen Beobachtungen hat man festgestellt, dass Menschen, die sich gerne mögen und einen tiefen Kontakt zueinander haben, sich in ihrem Ausdrucksverhalten aneinander anpassen. Dieses Prinzip lässt sich auch umkehren: Durch Anpassung des Ausdrucksverhaltens an den anderen, kann Rapport zu ihm hergestellt werden.

Pacing bedeutet genau dies: sich im Ausdrucksverhalten an den anderen anpassen. Die andere Person wird da abgeholt, wo sie steht.
Spiegeln bezeichnet körperliches Sich-Anpassen an Haltung, Gestik, Atmung, Mimik, Bewegungen oder Gewichtsverlagerungen, Muskeltonus etc.

Matching bezeichnet das Sich-Angleichen an Sprachstil (z.B. Repräsentationssystem), Sprechtempo, Rhythmus und Tonlage etc.

Leading

Nachdem man sich eine Weile dem Partner angeglichen hat und den Rapport hergestellt hat, kann man dazu über gehen, ihn zu führen ( Leading) und dadurch die Richtung der Kommunikation zu verändern. Leading heißt: jemanden auf der Basis von Rapport und im Sinne des Win-Win-Prinzips zu einem bestimmten Ziel oder Ergebnis hinzuführen.



NLP Übungen zu Pacen, Leaden, Matchen

Pacing und Leading (Angleichen und Führen)

zu zweit: A und B, ca. 5-10 Minuten
1. A macht Bewegungen mit dem ganzen Körper, B gleicht sich an.
2. Nach einer Weile geht B sanft zum Führen über. A gleicht sich an.

Diese Körperbewegungen können beliebig durch eine der folgenden rapport bildenden Verhaltensweisen ersetzt werden:

  • Atemrhythmus
  • Körperhaltung
  • kleinere Körperbewegungen (Gestik)
  • Minimalbewegungen (z.B. Stirnrunzeln, Fußwippen, etc.)
  • Lautstärke der Stimme
  • Sprechtempo
  • Sprachmuster und Schlüsselworte
  • Lidschlag

Nach einiger Übung könnt ihr dazu übergehen, zwei und mehr dieser Verhaltensweisen zu pacen bzw. zu leaden. A und B können auch unterschiedliche Verhaltensweisen pacen und leaden.
Übt auch das sog. "Überkreuzspiegeln", z.B.: spiegelt den Atem durch Bewegungen eines Beins, den Lidschlag mit einer Fingerbewegung, überkreuzte Arme durch übergeschlagene Beine, Sprechrhythmus durch Kopfbewegungen etc.

Matchen und Missmatchen

zu dritt: A, B und C, ca. 10 Minuten, dann Wechsel der Rollen

  1. A erzählt etwas aus dem Leben Gegriffenes (z.B.: Urlaubserlebnis, über die Arbeit, über Kunst, Kultur, etc.)
  2. B hört zu und pacet (spiegelt) A in mindestens drei Verhaltensweisen (z.B.: Körperhaltung, Atemrhythmus und Sprechgeschwindigkeit (ggf. Überkreuzspiegeln))
  3. Nach einigen Minuten bricht B den Rapport durch entsprechende Veränderung der bisher gespiegelten Verhaltensweisen.
  4. Nach ein paar weiteren Minuten geht B wieder zum Pacing über.
  5. C notiert die bei den Wechseln auftretenden Veränderungen.
  6. A und B tauschen sich über die Veränderungen ihres inneren Erlebens durch die Wechsel aus.
  7. C berichtet über seine/ihre Beobachtungen (sinnesspezifisch: was habt Ihr gesehen und gehört!)

Nach einiger Übung könnt Ihr dazu übergehen, zwei oder mehr dieser Verhaltensweisen zu pacen bzw. zu leaden. A und B können auch unterschiedliche Verhaltensweisen pacen und leaden.

Pacing von Aussagen

Erinnere Dich an eine Situation, die für Dich typisch ist und in der Du mit anderen Menschen kommunizierst.

A. Sinnliche Wahrnehmung
Zähle drei Dinge auf, die Du in der vorgestellten Situation wahrnehmen kannst. Was siehst, hörst und/oder fühlst Du?
Flechte diese Wahrnehmungen in ein Gespräch ein.

B. Allgemeinplätze
Zähle drei Allgemeinplätze oder Tatsachen auf, die in dieser vorgestellten Situation zutreffen. Flechte diese in ein Gespräch ein.




Allgemeine NLP Übungen zum Rapport

In diesem Abschnitt werden eine Reihe von Übungsvorschlägen und Anregungen gegeben, um das zuvor theoretisch erläuterte auch praktisch anzuwenden.

Der Sinn der Übungsaufgaben ist es, Dir die Möglichkeit zu geben, das Gelernte zu vertiefen und zu integrieren. In vielen Peergruppen wird erst stundenlang geschwätzt, ehe die Zeit knapp wird und man sich zu einem schnellen Durchgang durch ein Format durchringt. Ich bitte euch dringend, dies zu vermeiden! Vereinbart einen bestimmten Zeitraum und dann trainiert auch. Verschiebt die - natürlich auch - interessanten Unterhaltungen auf einen späteren Zeitpunkt.

Am besten macht Ihr euch kurz nach einem Prozess Notizen dazu und sprecht dann in der Gruppe darüber. Ihr könnt die Fragen zusammen bearbeiten, solltet aber trotzdem die Antwort noch einmal in eigenen Worten formulieren. Das gleiche gilt, wenn Du Dir in der Literatur Hilfe bei der Beantwortung suchst. Prinzipiell ist das in Ordnung, aber bitte eigene Formulierungen wählen.

Theoriefragen sollten so kurz wie möglich beantwortet werden. Prozessbeschreibungen bitte möglichst ausführlich! Solltest Du nur wenig Zeit haben, dann bearbeite nur einen Teil der Aufgaben. Das ist besser als sich gar nicht mit dem Stoff zu beschäftigen. Muskeln werden nur stärker, wenn man sie auch benutzt und regelmäßig trainiert. Genauso ist es auch mit dem NLP. Das Wissen alleine wird nicht Dein Leben verändern - aber das TUN!

Theorie-Fragen

  1. Was bedeutet " Kalibrieren"?
  2. Was versteht man unter " Rapport" und wozu ist es sinnvoll Rapport herzustellen?
  3. Welche Möglichkeiten kennst Du, um Rapport herzustellen?
  4. Was versteht man unter " Überkreuz-Pacen"?
  5. Welche Namen spielen in der Geschichte des NLP eine große Rolle?
  6. Welche Richtungen verbergen sich hinter diesen Namen?
  7. Was ist die eigentliche Grundidee des NLP?

Praxis-Aufgaben

  1. Beobachte auf der Straße, in Restaurants, auf öffentlichen Veranstaltungen und wo immer Du Dich in nächster Zeit aufhältst, ob zwischen den beteiligten Personen Rapport besteht oder nicht.
  2. Spiegele die Körperbewegungen anderen Menschen und baue so Rapport zu ihnen auf.
  3. Rufe einen Freund an und pace am Telefon seine Sprechgeschwindigkeit und Lautstärke.
    Achte auch auf seine Lieblingsformulierungen.
  4. Pace die Stimmung einer anderen Person und versetze diese Person dann in eine bessere Stimmung.
  5. Wenn Du mit Deinem Partner /deiner Partnerin intim beisammen bist, dann pace seinen / ihren Atem.
  6. Übe den Pacing-Rhythmus: Pacing, Pacing, Leading!



Submodalitäten

Die Wirkungsweise von Submodalitäten läßt sich nur in Übungen erfahren. Führen Sie diese Übungen bitte durch, wenn Sie mehr über Submodalitäten erfahren wollen.

Die folgenden Übungen sind als wichtige Vorübungen für die erfolgreiche Anwendung anderer Submodalitätstechniken zu verstehen.

1. Der Herausarbeiten von SM

  • A geht in einen positiven Zustand. B erfragt die Submodalitäten mit Hilfe der SM-Checkliste und notiert sie. Unterbrecher.
  • A geht in einen weniger erfreulichen Zustand, den er (später) entstressen möchte, B erfragt auch hier die SM und notiert diese. Unterbrecher.
  • B stellt sicher, dass A wieder in einen guten Zustand zurückkehrt. Vergleicht nun die SM des erfreulichen mit denen des weniger erfreulichen Zustands. Welche wesentlichen Unterschiede werden sichtbar?

Tipps für die Erfragung von SM:

Wenn Du Deinem A dabei hilfst, die Erfahrung zu vergegenwärtigen, kannst Du z.B. folgende Fragen stellen:

Visuel:
Was siehst Du? Siehst Du Dich selbst oder bist Du Teil der Szenerie (assoziiert - dissoziiert)?
Wenn dissoziiert: Ist es eher ein Bild oder eher ein Film?
Wenn Bild: Ist es gerahmt oder eher ungerahmt? Eher nah oder fern? usw.

Auditiv:
Was hörst Du?
Sind es eher Stimmen, Geräusche, Klänge oder gar Stille?
Wenn Stimme: Von wo hörst Du die Stimme kommen? Ist sie eher hoch oder tief? usw.

Kinästhetik:
Wenn assoziiert: Welche Körpergefühle sind mit dieser Erfahrung verbunden? Wo genau im Körper fühlst Du das? Hat diese Empfindung eine Temperatur?
Wenn ja: eher warm oder kalt? usw.
Wenn dissoziiert: Hat diese Person in diesem Bild auch Körpergefühle zu dieser Erfahrung?
Wenn ja: Wo genau im Körper fühlst du es? usw.

Wichtig: Unterscheidet genau zwischen Körperempfindungen (= Kinästhetik) und Emotionen (=Meta-Gefühle)! Meta-Gefühle sind bewertende Emotionen, in denen die Informationen aus allen Sinnen einfließen. Kinästhetische Empfindungen sind ausschließlich spezifische Körpergefühle wie z.B. Wärmegefühl in der Brustgegend. Meta-Gefühle dienen in der SM-Arbeit lediglich als Check für die Wirkung bestimmter SM (=Reaktion auf die sinnliche Repräsentation einer Erfahrung).


2. Herausarbeiten "kritischer Submodalitäten" und die Intensivierung einer positiven Erfahrung

A nimmt wieder die positive Erfahrung aus der vorangegangenen Übung: Verändert jetzt nacheinander und einzeln die SM dieses Zustandes und achtet dabei auf Folgendes: Verändert sich das Meta-Gefühl?
Wenn ja: in Richtung K- oder K++? D.h. wird es schlechter oder besser?
Verändern sich dabei auch automatisch andere Submodalitäten?
Wenn ja: Ihr habt eine kritische Submodalität gefunden!
C notiert die Ergebnisse.
Bringt nun die SM in die Ausgangsposition zurück und verändert die nächste.

Nachdem ihr die "kritischen SM" dieser Person gefunden habt, nehmt ihr nun die SM, die zu K++ geführt haben und verändert diese. Wie hat sich jetzt für A die Erfahrung intensiviert?


3. Herausarbeiten "kritischer Submodalitäten" und die Abschwächung einer unerfreulichen Erfahrung

A nimmt wieder den eher unerfreulichen Zustand aus der ersten Übung.
Verändert jetzt nacheinander und einzeln die SM dieses Zustandes und achtet dabei auf Folgendes:
Verändert sich das Meta-Gefühl?
Wenn ja: in Richtung K- oder K++?
Verändern sich dabei auch automatisch andere Submodalitäten?
Wenn ja: Ihr habt eine kritische Submodalitäten gefunden!
C notiert die Ergebnisse.
Bringt nun die SM in die Ausgangsposition zurück und verändert die nächste.

Nachdem ihr die "kritischen SM" dieser Person gefunden habt, nehmt ihr nun die SM, die zu K neutral bzw. K+ geführt haben und verändert diese. Wie hat sich jetzt für A die Erfahrung verändert? Achte dabei auf die Ökologie.




NLP Übung zur Position 1-2-3

1. Erinnere Dich an eine schwierige Situation mit einem Zeitgenossen, mit dem es Dir schon häufiger schwer gefallen ist, so zu kommunizieren, wie Du es Dir eigentlich vorstellst.

2. Gehe in Position 1 und erinnere Dich voll assoziiert, was Du gedacht, gesagt, gesehen, gehört und gefühlt hast.

3. Dann gehe in Position 2 und sehe Dich von außen mit den Augen des anderen, höre, was Du eben gesagt hast von außen und sieh Dich wie Du von außen aussiehst. Dann sage, was B gesagt hat und bewege Dich so, wie B sich bewegt hat. Bekomme ein Gefühl dafür, wie es ist, B zu SEIN!

4. Dann gehe in die 3. Position und sieh das Ganze in einer dissoziierten Körperhaltung von außen an und beschreibe die Situation wie ein Verhaltensforscher oder Marsmensch o.ä. Mit den neuen Einsichten über B und über die Situation als Ganzes gehe dann in Position 1. zurück und verändere Dein Verhalten entsprechend. Dann weiter in die 2. Position usw. bis Du mit der Situation zufrieden bist.

5. Dann TESTE das Ergebnis in der Realität!

6. Die drei Positionen sollten auf dem Boden als Kreis markiert sein!

Manchmal kann es nötig sein, zusätzlich zur 3. Position noch verschiedene Ressource-Zustände einzuführen und erst von da aus in die Position 1 zurückzukehren. Der Programmierer kann den Ressource-Zustand, der außerhalb der 3. Position eingenommen wird, zusätzlich ankern.

Integration der Wahmehmungspositionen

Viele Limitationen und Schwierigkeiten, in die Menschen geraten, haben ihre Ursache nicht im Steckenbleiben in einer der drei Wahrnehmungspositionen, sondern eher darin, dass unsere Repräsentationssysteme auf verschiedene Wahrnehmungspositionen verteilt sind. Dieser 'Split' ist das Resultat eines Versuchs, ein Problem zu lösen und wird manchmal zu einem dauerhaften persönlichen Stil. Die Integration unserer Wahrnehmungspositionen resultiert in einer erhöhten persönlichen Kongruenz und erlaubt uns, alle drei Positionen wirklich vollständig einzunehmen und dadurch die Vorteile jeder Position voll nutzen zu können, was zu größerer Einsicht und Weisheit führt.

Teil I

1. Identifiziere eine schwierige Situation, in die eine andere Person involviert ist.
2. Elizitiere die gegenwärtige Wahrnehmungsposition und skizziere diese.

Visuell: Was genau siehst Du? Siehst Du Dich selbst und die andere Person oder nur die andere Person? Wo genau siehst Du diese Szene? Von wo aus siehst Du die Szene? Siehst Du direkt aus Deinen Augen oder ist Dein Blickwinkel leicht verschoben? Wenn der Klient sich selbst und den anderen sieht, dann kannst Du fragen, ob der Blickwinkel dichter beim Selbst oder beim Anderen ist. Siehst Du Dich und den anderen aus Augenhöhe oder tiefer oder höher?

Auditiv: Was hörst Du? Wessen Stimmen hörst Du und wo kommen sie her? Von wo genau hörst Du? Gibt es innere oder äußere Kommentarstimmen? Von wo genau hörst Du diese Stimme(n)? Was genau sagt die Kommentar-Stimme? Achte auf Personalpronomen: Er, Sie, sie, Ich, Du, Wir, Ihr.

Kinästhetisch: Was genau fühlst Du? Wessen Gefühle sind das? Wo sind die Gefühle lokalisiert? Sind sie neutral oder ressourcevolle Beobachtergefühle oder gehören sie in Position 1 (Selbst) oder in Position 2 (Anderer)?

Teil II: Beobachter-Position
3. Integration der Beobachter-Position
Wenn der Klient vorwiegend in Position 1 ist, dann kann auch die Selbst-Position zuerst integriert werden. Achte darauf, wie sich durch jede Anweisung in Richtung Integration der Zustand verändert und/oder spontane Submodalitätsshifts auftreten und wie sich diese auf die Wahrnehmung der Situation auswirken. Außerdem kann man auch auf Veränderungen von Glaubenssätzen achten. Wie verändert sich Deine Erfahrung dieser Situation, wenn Du diese Veränderung Deiner Wahrnehmungsposition vorgenommen hast?

Visuell: Nimm jetzt eine Position ein, von der aus Du Dich selbst und den anderen sehen kannst und zwar so, dass beide auf Augenhöhe und gleichweit entfernt sind und schau direkt aus Deinen Augen heraus.

Auditiv: Höre jetzt die Stimmen von Dir und dem Anderen direkt von dem Platz, von denen sie kommen und höre die Stimmen direkt durch Deine Ohren als Beobachter. Lass Deine Kommentarstimme von Deinen Stimmbändern aus kommen. Benutze bei Deinem Kommentar die Personalpronomen ER, SIE. Die Kommentare sollen sich auf das Selbst und den Anderen beziehen.

Kinästhetisch: Lass alle Gefühle, die nicht Beobachtergefühle sind dorthin fließen, wo sie hingehören. Und jetzt bitte Dein Unbewusstes, alle Gefühle, die nicht zum Beobachter gehören, zum Selbst oder zum Anderen fließen zu lassen. Unterstütze dabei den Klienten mit auditiven und visuellen Ankern.

Und jetzt kannst Du bemerken, wie an die Stelle der alten Gefühle neue ressourcevolle Beobachtergefühle treten. Haben sich Selbst und Anderer auch in Richtung mehr Ressourcen verändert? Was hat sich sonst noch alles in Deiner Wahrnehmung verändert?




Übung zur Entwicklung für Metaphern

1. A findet einen Zustand, den er verändern möchte und findet dazu einen entsprechenden Zielzustand, den er stattdessen erreichen möchte.

2. B befragt nun A anhand der Liste zunächst zum Ausgangszustand: "Wenn dieser Zustand, dieses Problem, dieses Gefühl .... (hier die entsprechenden Begriffe der Liste einsetzen) .... wäre, welche Art von .... (z.B. Landschaft) ...... wäre es dann?"
Findet fünf bis zehn oder mehr Metapher für diesen Zustand und geht diese Schritte anschließend genauso mit dem Zielzustand durch.

3. B erfindet nun mit den gefundenen Begriffen eine Geschichte. Er beginnt mit der Ausgangssituation und leitet dann innerhalb der Geschichte mit den entsprechenden Metaphern elegant in den Zielzustand über.

Die Überführung von dem einen in den anderen Zustand kann auf die unterschiedlichste Weise geschehen:

  • ein fliegender Teppich
  • die Hauptperson steigt in ein Flugzeug
  • sie träumt einen Traum
  • eine andere Person taucht auf und erzählt eine Geschichte usw.


ARBEITSBLATT ZUR ENTWICKLUNG VON METAPHERN


Wenn dieser Zustand ein/e ...... wäre?

Landschaft


Farbe


Märchen


Idol/Held


Fahrzeug


Getränk


Temperatur


Klang


Musik


Geschmack


Vogel


Pflanze


Wetter


Tier




Damit Du einen Einblick erhältst, wie die „Magie“ des NLP im Alltag wirken kann, wo Du NLP überall anwenden kannst und was möglich ist, kannst Du dir hier einige NLP Beispiele ansehen.






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