Funktionelle Darmbeschwerden: Ursachen, Symptome und Behandlung

Frau mit funktionellen Darmbeschwerden sitzt auf dem Sofa und hält sich mit beiden Händen den Bauch

Bauchschmerzen, ein aufgeblähter Bauch, Durchfall oder Verstopfung: Wer immer wieder mit solchen Magen-Darm-Beschwerden zu tun hat, möchte vor allem wissen, woher sie kommen. Bei den Untersuchungen findet sich jedoch häufig keine Erkrankung, die das Beschwerdebild ausreichend erklärt. In solchen Fällen kommen funktionelle Darmbeschwerden infrage, zu denen auch das bekannte Reizdarmsyndrom gehört.

Ein unauffälliger Befund löst bei Betroffenen oft gemischte Gefühle aus. Es ist beruhigend, dass keine ernste Krankheit dahintersteckt. Gleichzeitig bleiben Schmerzen, Blähungen oder der veränderte Stuhlgang bestehen. Manche Betroffene fühlen sich mit ihren Beschwerden nicht ernst genommen.

Funktionelle Darmbeschwerden bei Erwachsenen beginnen häufig im jungen Erwachsenenalter und können über Jahre bestehen. Auf Dauer wirken sie sich auf Arbeit, Freizeit und Essgewohnheiten aus. Die Forschung hat in den vergangenen Jahren viel darüber herausgefunden, wie diese Beschwerden entstehen. Daraus haben sich verschiedene Möglichkeiten entwickelt, sie zu lindern.

Was sind funktionelle Darmbeschwerden?

Funktionelle Darmbeschwerden sind wiederkehrende oder anhaltende Beschwerden im Verdauungstrakt, für die sich bei den üblichen Untersuchungen keine ausreichende organische Ursache findet. Der Darm ist in seinem Aufbau intakt, seine Arbeitsweise ist jedoch gestört. Ärztinnen und Ärzte sprechen deshalb auch von funktionellen Darmerkrankungen oder allgemein von einer Funktionsstörung des Darms.

Was „funktionell“ im Unterschied zu „organisch“ bedeutet

Bei einer organischen Erkrankung lässt sich eine sichtbare oder messbare Veränderung am Organ nachweisen. Beispiele sind eine Entzündung der Darmschleimhaut, ein Geschwür oder ein Tumor, die sich etwa bei einer Darmspiegelung, in Gewebeproben oder in Blutwerten zeigen. Bei funktionellen Beschwerden sehen Gewebe und Aufbau des Magen-Darm-Trakts dagegen unauffällig aus. Gestört ist das Zusammenspiel: wie sich der Darm bewegt, wie empfindlich er auf Dehnung reagiert und wie seine Signale im Nervensystem verarbeitet werden. Ein häufig genutzter Vergleich ist der mit einem Computer, bei dem die Hardware in Ordnung ist, die Software aber fehlerhaft arbeitet.

Funktionelle Beschwerden sind deshalb echte körperliche Beschwerden. In wissenschaftlichen Untersuchungen lassen sich zum Beispiel eine erhöhte Empfindlichkeit des Darms oder eine veränderte Darmbewegung messen, auch wenn Routineuntersuchungen diese Abweichungen nicht erfassen. Mit Einbildung oder Übertreibung hat das nichts zu tun.

Fachbegriffe, die Ihnen in Befunden begegnen können

In der Gastroenterologie, dem medizinischen Fachgebiet für die Verdauungsorgane, werden funktionelle Magen-Darm-Beschwerden unter dem Oberbegriff funktionelle gastrointestinale Störungen zusammengefasst. Das Wort „gastrointestinal“ bedeutet „Magen und Darm betreffend“. Seit einigen Jahren setzt sich zusätzlich die Bezeichnung Störungen der Darm-Hirn-Interaktion durch. Sie betont, dass Darm und Nervensystem bei diesen Beschwerden eng zusammenwirken.

Die bekannteste Diagnose aus dieser Gruppe ist das Reizdarmsyndrom, abgekürzt RDS. Zusätze wie RDS-D oder RDS-O beschreiben den Typ des Reizdarms, also ob Durchfall (D) oder Verstopfung, fachsprachlich Obstipation (O), überwiegt. Für den Reizmagen steht der Fachbegriff funktionelle Dyspepsie.

Welche Symptome sind typisch?

Zu den häufigen Symptomen einer funktionellen Darmstörung gehören Bauchschmerzen, Blähungen und Völlegefühl sowie Durchfall, Verstopfung oder ein Wechsel aus beidem. Wie stark die einzelnen Beschwerden ausgeprägt sind, unterscheidet sich von Person zu Person deutlich. Bei der einen stehen die Schmerzen im Vordergrund, bei der anderen der veränderte Stuhlgang.

Bauchschmerzen und Krämpfe

Bauchschmerzen gehören zu den typischen Beschwerden bei funktionellen Störungen des Darms. Betroffene beschreiben sie als dumpfen Druck, als Ziehen oder als Krämpfe, die in Wellen kommen. Die Schmerzen sitzen häufig im Unterbauch, wechseln bei manchen Menschen aber auch ihre Stelle. Ihre Stärke schwankt ebenfalls: An manchen Tagen sind sie kaum spürbar, an anderen bestimmen sie den ganzen Alltag.

Blähungen, Völlegefühl und Übelkeit

Blähungen und ein aufgeblähter Bauch sind bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden weit verbreitet. Typisch ist, dass er sich im Laufe des Tages zunehmend spannt und über Nacht wieder abschwillt. Das Gefühl, voller Luft zu sein, bedeutet dabei nicht zwangsläufig, dass besonders viel Gas vorhanden ist. Häufig reagiert ein empfindlicher Darm schon auf eine gewöhnliche Gasmenge mit Druck und Spannung. Ein Völlegefühl nach dem Essen und Übelkeit kommen ebenfalls vor, vor allem wenn zusätzlich ein Reizmagen besteht.

Durchfall, Verstopfung und veränderter Stuhlgang

Veränderungen beim Stuhlgang gehören bei einem Reizdarm zu den häufigen Symptomen. Bei Durchfall ist der Stuhl breiig bis wässrig. Betroffene müssen häufiger als gewohnt und oft sehr plötzlich zur Toilette. Wer mit solchen Situationen rechnen muss, plant Wege und Termine danach oder verzichtet auf manche Unternehmungen.

Bei Verstopfung ist der Stuhl hart und knollig. Betroffene gehen seltener zur Toilette und müssen stark pressen. Häufig bleibt danach das Gefühl, der Darm sei nicht vollständig entleert.

Bei manchen Menschen wechseln sich Durchfall und Verstopfung ab, teils innerhalb weniger Tage. Auch Schleim im Stuhl kommt bei funktionellen Beschwerden vor. Blut im Stuhl ist dagegen ein Warnzeichen, das immer ärztlich abgeklärt werden sollte.

Wann und wie oft die Beschwerden auftreten

Funktionelle Beschwerden im Darm schwanken in ihrer Stärke und verlaufen meist in Phasen. Auf Tage oder Wochen mit deutlichen Symptomen folgen ruhigere Zeiten. Viele Betroffene bemerken eine Verschlechterung nach dem Essen, besonders nach großen oder fettreichen Mahlzeiten. Auch Stress, wenig Schlaf oder bei Frauen die Tage rund um die Periode können die Beschwerden verstärken. Bestehen sie über Monate oder kehren sie immer wieder, gelten sie als chronisch.

Die Symptome treten meist tagsüber auf. Wer regelmäßig wegen Bauchschmerzen oder Durchfall aus dem Schlaf aufwacht, sollte das ärztlich abklären lassen, denn nächtliche Beschwerden gehören ebenfalls zu den Warnzeichen.

Welche Formen funktioneller Magen-Darm-Beschwerden gibt es?

Funktionelle Störungen des Verdauungstrakts werden danach eingeteilt, wo die Beschwerden sitzen und welche von ihnen im Vordergrund stehen. Die einzelnen Formen lassen sich allerdings nicht immer scharf trennen. Manche Betroffene haben Beschwerden aus mehreren Bereichen gleichzeitig.

Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom ist die bekannteste funktionelle Darmerkrankung. Das Wort Syndrom bedeutet, dass mehrere Beschwerden regelmäßig gemeinsam auftreten. Beim Reizdarm sind das vor allem wiederkehrende Bauchschmerzen, die mit dem Stuhlgang zusammenhängen. Sie verändern sich rund um die Entleerung oder gehen mit einer veränderten Häufigkeit oder Beschaffenheit des Stuhls einher. Häufig kommen Blähungen und ein aufgeblähter Bauch hinzu.

Ärztinnen und Ärzte unterscheiden beim Reizdarm drei Typen, je nachdem, welche Veränderung des Stuhlgangs am häufigsten auftritt. Bei den einen Betroffenen ist es der Durchfall, bei den anderen die Verstopfung. Beim sogenannten Mischtyp wechseln sich beide ab. Der Typ kann sich im Laufe der Zeit ändern. Für die Behandlung spielt diese Einteilung eine große Rolle, weil Maßnahmen gegen Durchfall eine Verstopfung verstärken können und umgekehrt.

Funktionelle Obstipation und funktioneller Durchfall

Bei der funktionellen Obstipation steht eine dauerhafte Verstopfung im Vordergrund, während Bauchschmerzen kaum eine Rolle spielen. Beim Reizdarm gehören die Schmerzen dagegen fest zum Beschwerdebild, auch wenn der Stuhlgang ähnlich verändert ist. Hält die Verstopfung über Monate an, sprechen Fachleute von einer chronischen Obstipation. Sie kann auch andere Gründe haben, etwa Medikamente wie Eisenpräparate oder Opioide, also starke Schmerzmittel, oder eine Unterfunktion der Schilddrüse. Als funktionell gilt die Verstopfung erst, wenn solche Ursachen ausgeschlossen sind.

Beim funktionellen Durchfall ist der Stuhl über längere Zeit immer wieder breiig oder wässrig, ohne dass Bauchschmerzen oder Blähungen im Vordergrund stehen. Bevor Ärztinnen und Ärzte diese Diagnose stellen, schließen sie andere Ursachen wie Infektionen oder Unverträglichkeiten aus.

Reizmagen: wenn auch der Oberbauch betroffen ist

Beim Reizmagen, fachsprachlich funktionelle Dyspepsie genannt, sitzen die Beschwerden weiter oben im Bereich von Magen und Zwölffingerdarm. Typisch sind ein Völlegefühl nach dem Essen, ein frühes Sättigungsgefühl schon nach kleinen Portionen sowie Schmerzen oder ein Brennen in der Magengegend. Steigt ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein bis in den Hals auf, spricht das eher für Sodbrennen.

Reizdarm und Reizmagen treten häufig gemeinsam auf. Wer beides kennt, sollte beim Arztbesuch die Beschwerden im Oberbauch ebenso schildern wie die Veränderungen beim Stuhlgang, weil sich die Behandlung der beiden Krankheitsbilder zum Teil unterscheidet.

Wie entstehen funktionelle Beschwerden im Darm?

Die Ursachen von funktionellen Beschwerden im Darm lassen sich selten auf einen einzelnen Auslöser zurückführen. Meist wirken mehrere Vorgänge zusammen und verstärken sich gegenseitig. Fachleute sprechen von der Pathophysiologie der Erkrankung, also den krankhaft veränderten Abläufen im Körper. Wer nach der einen Ursache für die Beschwerden sucht, findet deshalb oft keine eindeutige Antwort.

Veränderte Darmbewegung und ein empfindlicher Darm

Der Darm schiebt seinen Inhalt mit wellenförmigen Muskelbewegungen voran. Bei funktionellen Störungen gerät diese Bewegung aus dem Takt. Ist sie beschleunigt, bleibt zu wenig Zeit, dem Stuhl Wasser zu entziehen, sodass Durchfall entsteht. Läuft sie verlangsamt ab, wird der Inhalt eingedickt und hart, was zu Verstopfung führt. Unregelmäßige, heftige Zusammenziehungen der Muskulatur machen sich als Krämpfe bemerkbar.

Bei vielen Menschen mit Reizdarm reagiert der Darm zusätzlich überempfindlich auf Dehnung. Eine gewöhnliche Menge an Gas oder Nahrung, die andere gar nicht bemerken, nehmen Betroffene als Druck, Völlegefühl oder Schmerz wahr. In der Fachsprache heißt diese Überempfindlichkeit viszerale Hypersensitivität. Bei Untersuchungen, in denen ein kleiner Ballon im Enddarm langsam gefüllt wird, spüren Menschen mit Reizdarm den Druck früher und empfinden ihn schneller als schmerzhaft.

Wie Darm und Nervensystem zusammenhängen

Der Darm besitzt ein eigenes Nervensystem, ein dichtes Netz aus Nervenzellen, das oft als Bauchhirn bezeichnet wird. Es steht über den Vagusnerv und andere Nervenbahnen, über Hormone und über Botenstoffe des Immunsystems in ständigem Austausch mit dem Gehirn. Diese Verbindung heißt Darm-Hirn-Achse. Das Gehirn steuert mit, wie sich der Darm bewegt und wie empfindlich er reagiert. Umgekehrt melden die Nerven im Verdauungstrakt laufend, was dort geschieht. Bei funktionellen Beschwerden dämpft das Gehirn diese Signale weniger stark als gewöhnlich, sodass harmlose Reize als unangenehm oder schmerzhaft ankommen.

Über diese Verbindung wirken auch Gefühle und Belastungen auf die Verdauung. Dass Aufregung vor einer Prüfung auf den Magen schlägt, kennen die meisten Menschen. Anhaltender Stress oder Ängste können die Darmfunktion auf Dauer beeinflussen. Wiederkehrende Bauchschmerzen oder Durchfall belasten wiederum die Stimmung. Die Beschwerden sind damit keine rein psychische Angelegenheit, denn Körper und Psyche wirken wechselseitig aufeinander ein. Mit diesem Zusammenspiel von Psyche, Nervensystem, Hormonen und Immunsystem befasst sich die klinische Psycho-Neuro-Immunologie.

Frühere Infektionen, Darmflora und unterschwellige Entzündungen

Bei manchen Menschen beginnen die Beschwerden nach einer Magen-Darm-Infektion, etwa nach einer bakteriellen Durchfallerkrankung. Die Infektion heilt ab, der Darm bleibt jedoch empfindlich und reagiert über Monate oder Jahre mit Reizdarm-Beschwerden. Fachleute sprechen von einem postinfektiösen Reizdarmsyndrom.

Die Darmflora, also die Gesamtheit der Bakterien und anderen Kleinstlebewesen im Darm, ist bei einem Teil der Menschen mit Reizdarm anders zusammengesetzt als bei Gesunden. Noch offen ist, ob diese Veränderung die Beschwerden auslöst oder eine Folge davon ist.

Unterschwellige Entzündungen werden in der Forschung als mögliche Mitursache funktioneller Beschwerden im Darm untersucht. Das sind leichte Reaktionen des Immunsystems in der Darmschleimhaut, die weit schwächer ausfallen als bei entzündlichen Darmerkrankungen und bei Routineuntersuchungen meist unauffällig bleiben. Bei einem Teil der Betroffenen finden sich in der Schleimhaut vermehrt Abwehrzellen in der Nähe von Nervenenden, die diese Nerven empfindlicher machen könnten. Solche Veränderungen zeigen sich allerdings längst nicht bei allen Menschen mit funktionellen Beschwerden.

Was die Beschwerden verstärken kann

Neben den Vorgängen im Darm selbst gibt es Einflüsse aus dem Alltag, die funktionelle Beschwerden verstärken oder einen Schub auslösen können. Sie sind selten die alleinige Ursache, bestimmen aber mit, wie stark die Symptome ausfallen. Dazu gehört Stress, der über die Darm-Hirn-Achse direkt auf die Verdauung wirkt. Auch Schlafmangel und ein unregelmäßiger Tagesablauf bringen den Darm bei manchen Betroffenen aus dem Gleichgewicht.

Bei der Ernährung spielen vor allem bestimmte Kohlenhydrate eine Rolle, die im Dünndarm schlecht aufgenommen werden und im Dickdarm Gase bilden. Sie stecken zum Beispiel in Hülsenfrüchten, Zwiebeln oder manchen Obstsorten. Welche Lebensmittel bei der einzelnen Person Beschwerden auslösen, lässt sich mit einer gezielten Ernährungsumstellung herausfinden.

Bei Frauen wirken sich zusätzlich hormonelle Schwankungen aus. Viele Frauen mit Reizdarm bemerken, dass die Beschwerden in den Tagen vor und während der Periode zunehmen. Blähungen und ein Spannungsgefühl im Bauch gehören auch zu den typischen Beschwerden beim prämenstruellen Syndrom. Ebenso kann sich die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren auf die Verdauung auswirken.

Wann sollten Sie Darmbeschwerden ärztlich abklären lassen?

Einige Anzeichen passen weniger zu einer funktionellen Störung und sollten zeitnah ärztlich abgeklärt werden. Dazu gehören:

  • Blut im Stuhl oder schwarz gefärbter Stuhl
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • Fieber
  • Durchfall oder Bauchschmerzen, die Sie nachts aus dem Schlaf wecken
  • Blutarmut, die bei einer Blutuntersuchung auffällt
  • Beschwerden, die erst nach dem 50. Lebensjahr neu beginnen
  • anhaltendes Erbrechen oder Schwierigkeiten beim Schlucken

Hinter solchen Anzeichen steckt nicht zwangsläufig eine ernste Erkrankung. Blut im Stuhl stammt zum Beispiel häufig von Hämorrhoiden. Ob eine organische Ursache vorliegt, die eine gezielte Behandlung braucht, lässt sich aber nur durch eine Untersuchung klären.

Auch ohne Warnzeichen sollten Magen-Darm-Beschwerden, die neu auftreten und über mehrere Wochen anhalten, einmal ärztlich untersucht werden. Das gilt besonders, wenn in Ihrer Familie Darmkrebs oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen vorgekommen sind. Wer bereits eine Diagnose wie Reizdarm hat, sollte sich erneut untersuchen lassen, wenn sich das gewohnte Beschwerdebild deutlich verändert, etwa in seiner Art, Stärke oder Häufigkeit.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Bei funktionellen Beschwerden im Darm stützt sich die Diagnose auf zwei Säulen: ein typisches Beschwerdebild und den Ausschluss anderer Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen. Die Diagnostik beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Welche Untersuchungen danach sinnvoll sind, richtet sich nach dem Alter, der Art der Beschwerden und möglichen Warnzeichen.

Das Anamnesegespräch und typische Beschwerdemuster

Am Anfang der Diagnostik steht die Anamnese, also die genaue Erhebung der Krankengeschichte. Dabei geht es um Fragen wie: Seit wann bestehen die Beschwerden, wie oft treten sie auf, und hängen sie mit dem Essen oder dem Stuhlgang zusammen? Zur Sprache kommen außerdem Form und Häufigkeit des Stuhls, eingenommene Medikamente, frühere Magen-Darm-Infektionen, Reisen und Erkrankungen in der Familie. Ein Beschwerdetagebuch, in dem Sie über einige Wochen Symptome, Mahlzeiten und Stuhlgang notieren, erleichtert dieses Gespräch.

Ein Reizdarmsyndrom kommt infrage, wenn die Beschwerden länger als drei Monate bestehen, sich auf den Darm beziehen und in der Regel mit Veränderungen beim Stuhlgang einhergehen. Hinzu kommt, dass sie die Lebensqualität spürbar beeinträchtigen und sich keine andere Erkrankung findet, die sie erklärt.

Welche Untersuchungen infrage kommen

Bei der körperlichen Untersuchung tastet die Ärztin oder der Arzt den Bauch ab und hört ihn ab. Ergänzend kommen Blutuntersuchungen infrage, etwa ein Blutbild, Entzündungswerte, Schilddrüsenwerte oder ein Test auf Zöliakie.

Eine Stuhlprobe zeigt, ob Krankheitserreger den Darm besiedeln oder ob in der Darmschleimhaut eine Entzündung abläuft. Für den Entzündungsnachweis wird meist Calprotectin bestimmt, ein Eiweiß aus bestimmten weißen Blutkörperchen, das bei Entzündungen vermehrt in den Stuhl gelangt. Ein erhöhter Wert weist auf eine Entzündung im Darm hin und muss weiter abgeklärt werden.

Mit einem Ultraschall lassen sich die Bauchorgane beurteilen. Eine Darmspiegelung kommt vor allem bei Warnzeichen, bei Beschwerden, die erst im höheren Alter beginnen, oder bei anhaltendem Durchfall infrage. Bei Durchfall werden dabei oft Gewebeproben entnommen, weil manche Entzündungen der Darmschleimhaut nur unter dem Mikroskop zu erkennen sind. Besteht der Verdacht auf eine Unverträglichkeit von Milch- oder Fruchtzucker, hilft ein Atemtest weiter. Bei Frauen mit Unterbauchschmerzen kann zusätzlich eine gynäkologische Untersuchung sinnvoll sein.

Was „Ausschlussdiagnose“ bedeutet

Das Reizdarmsyndrom und verwandte funktionelle Störungen werden oft als Ausschlussdiagnose bezeichnet. Das bedeutet, dass andere Erkrankungen mit ähnlichen Beschwerden zuvor ausgeschlossen werden müssen. Dazu zählen vor allem chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, Zöliakie, Unverträglichkeiten von Milch- oder Fruchtzucker, Nahrungsmittelallergien, Darminfektionen und Darmkrebs. Bei Frauen gehört auch die Endometriose dazu, die ebenfalls wiederkehrende Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden verursachen kann.

Die Diagnose stützt sich dabei gleichermaßen auf das typische Beschwerdemuster, das sich im Gespräch erkennen lässt. Deshalb reichen meist wenige, gezielte Untersuchungen aus. Ist die Diagnose gesichert, ist eine Wiederholung ohne neue Warnzeichen oder deutlich veränderte Beschwerden in der Regel nicht nötig. Für Betroffene bringt die Gewissheit, dass funktionelle Beschwerden vorliegen und keine ernste organische Erkrankung, oft Erleichterung.

Welche Behandlung hilft?

Die Therapie funktioneller Beschwerden im Darm richtet sich danach, welche Symptome im Vordergrund stehen. Bei Durchfall kommen andere Maßnahmen infrage als bei Verstopfung, bei starken Schmerzen andere als bei Blähungen. Meist werden mehrere Ansätze kombiniert und schrittweise ausprobiert, damit sich erkennen lässt, was im Einzelfall hilft. Ziel ist es, die Symptome zu lindern und den Alltag möglichst wenig von den Beschwerden bestimmen zu lassen.

Ernährung anpassen

Die Ernährung ist bei Reizdarm und verwandten Beschwerden oft der erste Ansatzpunkt. Regelmäßige Mahlzeiten, kleinere Portionen und ruhiges Essen entlasten den Verdauungstrakt. Ein Ernährungstagebuch hilft, Zusammenhänge zwischen bestimmten Lebensmitteln und den Beschwerden zu erkennen. Voreilige Schlüsse sind dabei allerdings fehl am Platz, weil die Symptome auch ohne erkennbaren Auslöser schwanken.

In der Therapie des Reizdarmsyndroms gehört die FODMAP-arme Ernährung zu den wichtigsten Ernährungsansätzen. FODMAP ist eine Abkürzung für bestimmte vergärbare Zucker und Zuckeralkohole, die der Dünndarm schlecht aufnimmt. Zunächst werden Lebensmittel, die viele dieser Stoffe enthalten, für einige Wochen stark reduziert. Anschließend werden sie einzeln wieder eingeführt, um herauszufinden, welche davon Beschwerden auslösen. Am Ende steht eine dauerhafte Ernährung, die nur die unverträglichen Lebensmittel meidet. Weil die Umstellung anspruchsvoll ist und leicht einseitig wird, ist eine Begleitung durch eine Ernährungsfachkraft sinnvoll.

Bei Verstopfung werden lösliche Ballaststoffe wie Flohsamenschalen eingesetzt, um den Stuhl weicher zu machen. Grobe Kleie verstärkt dagegen bei manchen Betroffenen Blähungen und Schmerzen. Bei allen Anpassungen bleibt eine ausgewogene Ernährung das Ziel, damit durch das Weglassen von Lebensmitteln kein Nährstoffmangel entsteht.

Pflanzliche Mittel

Pflanzliche Mittel werden bei Reizdarm und Reizmagen häufig angewendet. Pfefferminzöl kommt beim Reizdarm vor allem bei krampfartigen Bauchschmerzen und Blähungen zum Einsatz. Es wird in magensaftresistenten Kapseln angeboten, die sich erst im Darm auflösen. Bei Sodbrennen kann es diese Beschwerden verstärken, bei Gallensteinleiden kommt es nicht infrage. Kombinationen aus Pfefferminz- und Kümmelöl werden beim Reizmagen eingesetzt, Präparate mit Auszügen aus mehreren Heilpflanzen bei Beschwerden im Magen und im Darm. Tees aus Fenchel, Anis oder Kümmel werden traditionell bei Blähungen und Völlegefühl getrunken.

Auch pflanzliche Mittel können Nebenwirkungen oder eine Wechselwirkung mit Medikamenten haben. Eine fachliche Beratung vor der Einnahme ist deshalb sinnvoll, besonders wenn Sie weitere Arzneimittel einnehmen.

Probiotika

Probiotika sind Präparate mit lebenden Mikroorganismen, meist bestimmten Milchsäurebakterien oder Bifidobakterien. Beim Reizdarm werden einzelne Bakterienstämme eingesetzt, um Beschwerden wie Blähungen oder Bauchschmerzen zu verringern. Die Wirkung hängt stark vom jeweiligen Stamm ab, sodass sich die Ergebnisse eines Präparats nicht auf andere übertragen lassen. Bringt ein Probiotikum nach einer Probezeit keine spürbare Besserung der Symptome, ist es sinnvoll, es wieder abzusetzen.

Medikamentöse Therapie

Eine medikamentöse Therapie richtet sich beim Reizdarm nach dem Beschwerdebild, das im Vordergrund steht. Bei Durchfall kommen Mittel infrage, die die Darmbewegung verlangsamen, bei Verstopfung Abführmittel, die Wasser im Darm binden und den Stuhl weicher machen. Krampflösende Mittel, sogenannte Spasmolytika, werden bei krampfartigen Bauchschmerzen eingesetzt. Für starke, anhaltende Schmerzen und schwere Verläufe gibt es weitere verschreibungspflichtige Wirkstoffe, die ärztlich verordnet werden.

Alle genannten Medikamente können Nebenwirkungen haben. Mittel gegen Durchfall können zu Verstopfung führen, Abführmittel zu Blähungen und manche krampflösenden Mittel zu Mundtrockenheit. Medikamente setzen meist an einzelnen Symptomen an und sind deshalb ein Baustein unter mehreren. Ihre Auswahl hängt auch von Begleiterkrankungen und anderen eingenommenen Arzneimitteln ab.

Psychotherapie und Entspannungsverfahren

Psychotherapeutische Verfahren gehören beim Reizdarm zu den anerkannten Behandlungsmöglichkeiten, besonders wenn die Beschwerden stark belasten oder andere Maßnahmen wenig geholfen haben. Eingesetzt werden vor allem die darmgerichtete Hypnose und die kognitive Verhaltenstherapie. Bei der darmgerichteten Hypnose lernen Betroffene in einem entspannten Zustand, die Wahrnehmung der Vorgänge im Bauch zu beeinflussen. Die kognitive Verhaltenstherapie hilft, belastende Gedanken und Verhaltensweisen rund um die Beschwerden zu erkennen und zu verändern, etwa die Angst vor Situationen ohne erreichbare Toilette.

Der Einsatz einer Psychotherapie bedeutet nicht, dass die Beschwerden eingebildet oder psychisch verursacht sind. Die Verfahren setzen an der Darm-Hirn-Achse an, also an der engen Verbindung zwischen Darm und Gehirn. Entspannungsverfahren wie progressive Muskelentspannung oder autogenes Training werden ergänzend eingesetzt, um Stress abzubauen.

Bewegung und Stressbewältigung im Alltag

Regelmäßige Bewegung gehört zu den allgemeinen Empfehlungen bei Reizdarm. Geeignet sind Ausdauersportarten, die sich gut in den Alltag einfügen, etwa zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen. Bei Verstopfung kann Bewegung die Darmtätigkeit anregen. Bei starken akuten Beschwerden ist es sinnvoll, die Belastung anzupassen.

Ausreichend Schlaf, bewusst eingeplante Pausen und feste Zeiten für Mahlzeiten geben dem Tag eine verlässliche Struktur, die auch der Verdauung zugutekommt. Wer merkt, dass die Beschwerden in stressigen Phasen zunehmen, sollte rechtzeitig einen Gang zurückschalten.

Wie verlaufen funktionelle Darmbeschwerden?

Ein Reizdarm und verwandte funktionelle Störungen bestehen oft über viele Jahre. Bei einem Teil der Betroffenen lassen die Beschwerden mit der Zeit nach oder verschwinden ganz, bei anderen bleiben sie in wechselnder Stärke bestehen. Wie sich der Verlauf im Einzelfall entwickelt, lässt sich nicht vorhersagen.

In einem wichtigen Punkt sind die Aussichten beruhigend: Ein Reizdarm erhöht nach heutigem Wissen weder das Risiko für Darmkrebs noch für chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Auch die Lebenserwartung verkürzt er nicht.

Trotzdem können chronische Beschwerden die Lebensqualität deutlich einschränken. Manche Betroffene sagen Einladungen zum Essen ab, verzichten auf Reisen oder leben in ständiger Sorge vor dem nächsten Schub. Auch Schlaf, Beruf und soziale Kontakte leiden, wenn die Symptome über lange Zeit anhalten.

Wer die eigenen Auslöser kennt und weiß, dass die Beschwerden keine gefährliche Ursache haben, geht mit schlechteren Phasen oft gelassener um. Auch die Behandlungsmöglichkeiten lassen sich auf diese Weise gezielter einsetzen.

Häufige Fragen zu funktionellen Darmerkrankungen

Was sind funktionelle Darmerkrankungen?

Funktionelle Darmerkrankungen sind Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, bei denen der Darm gesund aufgebaut ist, aber nicht richtig arbeitet. Die bekannteste Form ist das Reizdarmsyndrom. Ein unauffälliger Befund bedeutet deshalb keineswegs, dass die Beschwerden eingebildet sind.

Welche Beschwerden treten bei funktionellen Darmerkrankungen häufig auf?

Typisch für funktionelle Darmerkrankungen sind Bauchschmerzen oder Krämpfe, Blähungen, Völlegefühl sowie Durchfall, Verstopfung oder ein Wechsel aus beidem. Die Beschwerden verlaufen meist in Phasen und nehmen häufig nach dem Essen oder in stressigen Zeiten zu. Da die Symptome von Person zu Person verschieden sind, richtet sich auch die Behandlung nach den Beschwerden, die im Vordergrund stehen.

Was ist der Unterschied zwischen Reizdarm und Reizmagen?

Beim Reizdarm betreffen die Beschwerden vor allem den Darm und hängen mit dem Stuhlgang zusammen, beim Reizmagen sitzen sie im Oberbauch. Ein Reizmagen macht sich zum Beispiel durch Völlegefühl nach dem Essen, ein frühes Sättigungsgefühl oder Brennen in der Magengegend bemerkbar. Beide Störungen können gleichzeitig bestehen und werden dann jeweils gezielt behandelt.

Welche Ursachen können hinter funktionellen Darmbeschwerden stehen?

Hinter funktionellen Beschwerden im Darm steckt meist ein Zusammenspiel mehrerer Ursachen, etwa eine veränderte Darmbewegung, ein überempfindlicher Darm und eine gestörte Verbindung zwischen Darm und Gehirn. Auch frühere Magen-Darm-Infektionen, Veränderungen der Darmflora sowie Stress, Schlafmangel, bestimmte Lebensmittel oder hormonelle Schwankungen spielen eine Rolle. Die Suche nach einem einzelnen Auslöser führt deshalb selten zum Ziel.

Wie werden funktionelle Darmerkrankungen diagnostiziert?

Funktionelle Darmerkrankungen werden anhand des typischen Beschwerdebilds und mit gezielten Untersuchungen festgestellt, die andere Erkrankungen ausschließen. Dazu gehören ein ausführliches Gespräch, eine körperliche Untersuchung und je nach Situation Blut- und Stuhltests, Ultraschall oder eine Darmspiegelung. Ein Beschwerdetagebuch, das Sie zum Termin mitbringen, erleichtert die Einordnung.

Sind funktionelle Darmbeschwerden nur psychisch bedingt?

Nein, funktionelle Beschwerden des Darms haben körperliche Ursachen und sind nicht nur psychisch bedingt. Darm und Gehirn sind über Nerven, Hormone und Botenstoffe eng verbunden, sodass Stress oder Ängste die Beschwerden verstärken können und umgekehrt. Maßnahmen gegen Stress sind deshalb ein sinnvoller Teil der Behandlung, ohne dass die Beschwerden als eingebildet gelten.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei funktionellen Darmbeschwerden?

Zur Behandlung eines Reizdarms und ähnlicher funktioneller Beschwerden gehören Ernährungsanpassungen, pflanzliche Mittel, Probiotika, Medikamente, Psychotherapie sowie Bewegung und Stressabbau. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt davon ab, ob Schmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung im Vordergrund stehen. Es lohnt sich, die Ansätze schrittweise auszuprobieren, um herauszufinden, was im eigenen Fall hilft.

Wann sollten Magen-Darm-Beschwerden ärztlich abgeklärt werden?

Magen-Darm-Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden, wenn sie neu auftreten und über mehrere Wochen anhalten oder wenn Warnzeichen hinzukommen. Zu diesen Warnzeichen gehören Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust, Fieber und Beschwerden, die nachts aus dem Schlaf wecken. Auch bei einer bekannten Reizdarm-Diagnose ist eine erneute Untersuchung ratsam, wenn sich die gewohnten Beschwerden deutlich verändern.

Weitere Fragen zu funktionellen Darmbeschwerden

Was bedeutet Ausschlussdiagnose bei funktionellen Darmerkrankungen?

Ausschlussdiagnose bedeutet, dass vor der Diagnose einer funktionellen Darmerkrankung andere Krankheiten mit ähnlichen Beschwerden ausgeschlossen werden, etwa Zöliakie oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Die Diagnose beruht aber ebenso auf dem typischen Beschwerdemuster, sodass meist wenige gezielte Untersuchungen genügen. Ohne neue Warnzeichen müssen diese Untersuchungen nicht ständig wiederholt werden.

Welche Rolle spielt die Darm-Hirn-Kommunikation?

Die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn bestimmt mit, wie stark Menschen mit Reizdarm Signale aus dem Bauch wahrnehmen. Ist dieser Austausch gestört, kommen gewöhnliche Vorgänge wie Verdauung oder Gasbildung als Druck oder Schmerz an. Auf dieser Verbindung setzen Verfahren wie die darmgerichtete Hypnose an, die bei Reizdarm eingesetzt wird.

Kann die Ernährung funktionelle Darmbeschwerden beeinflussen?

Ja, die Ernährung kann funktionelle Beschwerden im Darm beeinflussen, wobei jeder Mensch andere Lebensmittel schlecht verträgt. Häufige Auslöser sind große oder fettreiche Mahlzeiten und bestimmte vergärbare Zucker, etwa in Hülsenfrüchten oder Zwiebeln. Eine Ernährungsumstellung gelingt am besten mit fachlicher Begleitung, damit die Ernährung trotz Einschränkungen ausgewogen bleibt.

Sind Probiotika bei funktionellen Darmbeschwerden sinnvoll?

Probiotika können bei einem Reizdarm einen Versuch wert sein, ihre Wirkung hängt aber stark vom jeweiligen Bakterienstamm ab. Ein Präparat, das einer anderen Person geholfen hat, muss deshalb nicht bei Ihnen wirken. Beobachten Sie während der Einnahme, ob sich Ihre Beschwerden verändern, und setzen Sie das Präparat wieder ab, wenn es keine Wirkung zeigt.

Kann Psychotherapie bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden helfen?

Psychotherapie ist bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden eine anerkannte Behandlungsmöglichkeit, vor allem wenn die Beschwerden stark belasten oder andere Maßnahmen wenig gebracht haben. Eingesetzt werden vor allem die darmgerichtete Hypnose und die kognitive Verhaltenstherapie, die auf einen besseren Umgang mit Schmerzen und Ängsten rund um die Beschwerden abzielen. Die Empfehlung bedeutet nicht, dass die Beschwerden psychisch verursacht sind.

Warum ist die Behandlung oft individuell?

Die Behandlung funktioneller Darmbeschwerden ist individuell, weil sich Art, Stärke und Auslöser der Beschwerden von Person zu Person stark unterscheiden. Maßnahmen gegen Durchfall können zum Beispiel eine Verstopfung verstärken. Auch die Verträglichkeit von Lebensmitteln ist bei jedem Menschen anders. Eine Behandlung, die bei einer Person gut anschlägt, kann deshalb bei einer anderen wirkungslos bleiben.



Siehe auch