Inhaltsverzeichnis
- Der Denkfehler mit dem Computer
- Was das über Deine Vergangenheit sagt
- Was die Forschung dazu tatsächlich hergibt
- Zwei Stellschrauben, mehr gibt es nicht
- Wie das in einer Sitzung aussieht
- Warum ich Aufgaben gebe, die sicher gelingen
- Auch die Zukunft ist eine Erinnerung
- Was ich hier nicht behaupte
- Häufige Fragen
- Fazit
- Quelle
Erinnerungen überschreiben: wie Veränderung wirklich geht
Am Anfang meiner Arbeit war ich Techniksammler. Ich (Marian Zefferer) habe Methoden gehortet wie andere Briefmarken. Welche Technik ist die richtige? Muss ich in die Vergangenheit? Braucht es Katharsis? Ich hatte für jedes Problem drei Formate und für die Frage dahinter keine Antwort.
Die Frage dahinter lautet: Was muss eigentlich passieren, damit sich ein Mensch verändert und es auch bleibt?
Jemand raucht vor der Sitzung. Nach der Sitzung raucht der eine weiter und der andere hört auf. Jemand fühlt sich in Gruppen unwohl, seit Jahren. Und dann ist da ein Punkt, ab dem es ihm egal ist. Was ist bei dem einen im Kopf passiert und beim anderen nicht?
Die Antwort ist erstaunlich schlicht. Sie umzusetzen ist die eigentliche Arbeit.
Ich habe dazu ein Video aufgenommen. Wenn Du lieber zuhörst:
Der Denkfehler mit dem Computer
Wir vergleichen das Gehirn mit einem Computer, weil der Computer das Komplexeste ist, das wir selbst gebaut haben. In diesem Vergleich steckt ein Fehler, und wenn Du ihn einmal gesehen hast, wird der Rest fast selbstverständlich.
Ein Computer hat zwei getrennte Orte. Auf der Festplatte liegen die Daten. Die Festplatte rechnet nichts. Sie wartet auf den Befehl, etwas zu lesen oder zu schreiben. In der CPU wird gerechnet. Die CPU weiß nichts. Sie holt sich, was sie braucht.
Daraus folgt etwas sehr Praktisches: Du öffnest eine Datei, liest sie, schließt sie wieder, und sie ist danach exakt dieselbe. Lesen verändert nichts.
Im Gehirn gibt es diese Trennung nicht. Speicher und Rechenwerk sind dasselbe Gewebe. Dieselben Nervenzellen, die eine Erinnerung tragen, sind die Zellen, die gerade feuern, während Du Dich erinnerst. Und Zellen, die gemeinsam feuern, verschalten sich. Das ist Donald Hebbs alte Regel, verkürzt auf einen Merksatz: What fires together, wires together.
Daraus folgt der Satz, um den es in diesem Artikel geht:
Jede Erinnerung, die Du abrufst, wird beim Abrufen verändert.
Du kannst Deinem Gehirn keinen Auftrag geben wie "erinnere mich bitte, ohne etwas anzufassen". Das ist neurobiologisch keine Option. Es ist derselbe Vorgang.
Was das über Deine Vergangenheit sagt
Wenn das stimmt, dann existiert die Vergangenheit im Gehirn gar nicht. Was existiert, ist ein aktueller Speicherstand über die Vergangenheit. Der Speicherstand von heute. In zehn Jahren wird es ein anderer sein, und ein zweiter Mensch, der dabei war, hat ohnehin einen völlig anderen. Das Gehirn ist auf eine fast buddhistische Art immer nur im Jetzt.
Am deutlichsten sehe ich das in Rosenkriegen.
Zwei Menschen waren verliebt, haben geheiratet, hatten wunderschöne Jahre. Dann kommt die Trennung, und drei Jahre später hörst Du nur noch, wie unmöglich der andere ist und dass man das damals schon hätte sehen müssen. Die naheliegende Erklärung wäre: Es gab Schönes und Schlimmes, und jetzt wird eben nur über das Schlimme geredet.
Wenn Du genau hinhörst, stimmt das nicht. Die Person redet über Dinge, die damals schön waren, inzwischen negativ. Der Urlaub, den beide genossen haben, war im Nachhinein schon anstrengend, und schlampig war er da auch schon. Was damals überhaupt nicht aufgefallen ist, ist heute Teil der Erinnerung.
Der Grund ist der Abruf. Im Rosenkrieg rufst Du die gemeinsame Zeit im Zustand der Kränkung ab, der Ohnmacht, der Wut. Und dieser Zustand schreibt jedes Mal ein Stück mit. Einmal ist das bedeutungslos. Tausendmal ergibt ein neues Bild von einem Menschen, das sich für Dich vollkommen echt anfühlt.
Genau dasselbe läuft in die andere Richtung, wenn Du frisch verknallt bist. Du kennst den Menschen kaum, denkst aber täglich mit Vorfreude an ihn. Jede Vorfreude wird mit abgespeichert. Nach drei Wochen hast Du ein Bild von jemandem, mit dem noch fast nichts passiert ist.
Und jetzt der Teil, der mich damals umgehauen hat: Das heißt auch, Du kannst Deine Vergangenheit verändern. Milton Erickson hat das schöner gesagt.
Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit gehabt zu haben.
Rein neurobiologisch ist das kein Trostspruch. Es ist eine Zustandsbeschreibung.
Was die Forschung dazu tatsächlich hergibt
Der Fachbegriff dafür heißt Rekonsolidierung. Karim Nader und Kollegen haben im Jahr 2000 gezeigt, dass eine fest gespeicherte Furchterinnerung bei Ratten wieder instabil wird, sobald sie abgerufen wird. Sie braucht dann erneut Proteinsynthese in der Amygdala, um wieder fest zu werden. Blockiert man diese Synthese im richtigen Moment, ist die Furchtreaktion weg.
Beim Menschen wurde das zehn Jahre später ohne Medikamente nachgebaut. Daniela Schiller und ihre Gruppe riefen eine gelernte Furchtreaktion ab und platzierten danach neues Lernen in das kurze Zeitfenster, das sich dabei öffnet. Die Furchtreaktion blieb noch ein Jahr später geschwächt. Wurde dasselbe Lernen außerhalb dieses Fensters angeboten, kam die Furcht zurück.
Dazu gehört die ehrliche zweite Hälfte. James Elsey, Vanessa Van Ast und Merel Kindt haben 2018 die gesamte Humanforschung dazu durchgearbeitet und kommen zu einem gemischten Bild: Das Fenster ist real, es geht aber nicht zuverlässig auf. Es braucht in der Regel eine Überraschung beim Abruf, also eine Erfahrung, die der alten Erwartung widerspricht. Und einige Befunde ließen sich schlechter wiederholen als erhofft. Wer Rekonsolidierung als Schalter verkauft, verkauft mehr, als die Daten hergeben. Weitere Einordnung zur Wirkung von Hypnose findest Du in meiner Übersicht zur Hypnose-Forschung mit über 260 Studien.
Bruce Ecker, Robin Ticic und Laurel Hulley haben daraus ein Arbeitsmodell für die Praxis gebaut. Ihr Ablauf: die alte Erfahrung wirklich aktivieren, dann eine Erfahrung danebenstellen, die ihr widerspricht, und das mehrfach. Wer schon hypnotisch arbeitet, erkennt darin sein eigenes Handwerk wieder.
Zwei Stellschrauben, mehr gibt es nicht
Wenn eine Erinnerung beim Abruf überschrieben wird, dann gibt es genau zwei Größen, an denen Du drehen kannst.
Die Intensität. Rufe ich etwas Belastendes in einem neutralen Zustand ab, verändert das wenig. Rufe ich es ab, während ich in einem starken angenehmen Zustand bin, überlagert das Angenehme das Alte. Im NLP heißt dieses Vorgehen Anker verschmelzen, und es ist im Kern nichts anderes. Wie Anker funktionieren, habe ich in der Ankertechnik beschrieben.
Die Wiederholung. Das ist der Rosenkrieg. Eine einzelne negative Erinnerung an einen Menschen ist irrelevant. Tausend sind eine neue Beziehung.
Beides gilt in beide Richtungen. Wer sich täglich seine Zukunftsangst durchspielt, übt sie. Richard Bandler hat einen Freund gehabt, der ihn um Hilfe gegen seine Depression bat, und antwortete sinngemäß: Du machst das schon ziemlich gut. Er practices depression.
Das ist zugespitzt und trifft einen Punkt. Es ist gleichzeitig kein Vorwurf. Niemand übt das absichtlich.
Wie das in einer Sitzung aussieht
Die klassische Form im NLP und in der Hypnose heißt VK-Dissoziation. V für visuell, K für kinästhetisch. Dissoziation meint hier Abstand nehmen. In der klinischen Psychologie hat der Begriff einen Krankheitswert, bei uns ist er ein Werkzeug.
Der Kern: Du erinnerst Dich an die belastende Szene, und zwar auf eine Art, die sich vom Original unterscheidet. Der Film läuft in Schwarz-Weiß. Du siehst ihn von außen, so als würde jemand anderes dort die Spritze bekommen oder die Spinne sehen. Danach läuft derselbe Film schnell rückwärts, und diesmal bist Du drin. Dann wieder von vorn, fünfmal, zehnmal, manchmal zwanzigmal.
Du musst die Technik hier nicht im Detail verstehen. Entscheidend ist eine Sache: Du erinnerst Dich anders, als es passiert ist. Inhalt gleich, Verpackung anders. Und du wiederholst es. Die Feinsteuerung dieser Verpackung sind die Submodalitäten.
Eine Klientin von mir konnte Auto fahren, allerdings nur innerhalb ihrer Stadt. Alles darüber hinaus ging nicht. Sie hatte nie einen Unfall gehabt. Die Angst hatte sich über Jahre selbst aufgeschaukelt, aus lauter Abrufen im Zustand der Anspannung. Wir haben das in der Ausbildung bearbeitet, und kurz darauf ist sie nach Berlin gefahren. Rund 300 Kilometer, ohne Thema.
Das Wichtigste an diesem Beispiel kommt nach der Technik. Sie ist gefahren. Damit hatte sie eine neue Erfahrung, und die hat sich obendrauf gelegt. Ich achte in meiner Arbeit darauf, dass nach dem Überschreiben möglichst bald die echte Situation kommt. Jemand mit Lampenfieber soll auf die Bühne, solange die Ruhe frisch ist. Dann merkt er: Ich stehe hier und bin entspannt. Das ist noch einmal eine Erinnerung, und sie sitzt fester als alles, was ich im Sessel erzeuge.
Löschen kann das Gehirn übrigens nichts. Überschreiben schon.
Ein Beispiel von mir selbst. Ich hatte mir vor Jahren vorgenommen, keine Gewaltfilme mehr zu schauen. Dann hat mich eine Story interessiert, ich habe trotzdem geschaut, und in der Gewaltszene habe ich die Augen offen gelassen statt wie sonst wegzusehen. Hypnotisch betrachtet: Komm rein. Ich hatte mehrere Tage Flashbacks von dieser Szene. Irgendwann fiel mir ein, dass ich beruflich mit so etwas umgehe. Ich habe mir das Bild als Glasscheibe vorgestellt und mit einem Baseballschläger daraufgeschlagen. Zehnmal, mit Genuss. Danach war es weg.
Ein dritter Weg geht über den Inhalt selbst. In der Traumatherapie gibt es die Timeline-Arbeit, die über Erickson indirekt in die Therapieszene kam. Du gehst als erwachsenes Ich zu Deinem kindlichen Ich in die alte Szene und sagst ihm, was es damals gebraucht hätte. Du wirst das überleben. Du weißt es, weil Du es überlebt hast. Das Kind hört es zum ersten Mal.
Warum ich Aufgaben gebe, die sicher gelingen
Theoretisch kannst Du jeden Zustand in einem Schritt verändern. Praktisch ist das ein weiter Sprung.
Genau daran hängt auch die Arbeit mit Angst: Ein Schritt zählt erst, wenn Du an der neuen Stelle in die Entspannung kommst. Den kompletten Ablauf dazu findest Du unter Angst in kleinen Schritten überwinden.
Wer vor tausend Menschen Panik hat, wird selten in einem Termin vor tausend Menschen gelassen. Also baust Du kleine Schritte. Präsentation vor dem besten Freund. Dann vor zweien. Dann vor fünf. Dann ist ein Fremder dabei. Dann das Team. Jeder Schritt schreibt ein Stück mit, und jeder Schritt ist leicht genug, dass er gelingt.
Genau danach wähle ich die Experimente, die meine Leute mitbekommen. Wenn ich zwanzig Übungen im Kopf habe und weiß, dass Übung zehn die stärkste ist, aber nur mit zehn Prozent Wahrscheinlichkeit gemacht wird, dann ist das die falsche Übung. Ich gebe die, die weniger bewegt und fast sicher gemacht wird. Der Stein muss erst einmal ins Rollen. Mehr dazu in Hausaufgaben im Coaching nach Erickson.
Dazu gehört für mich Achtsamkeit. Ich habe jahrelang täglich meditiert, eine Stunde, später eine halbe. Vor gut zwei Jahren kam ein Punkt mit zwei Kindern und Arbeit, an dem ich auf knapp sechs Stunden Schlaf kam, und ich habe mein Morgenprogramm gestrichen, um über die sechs Stunden zu kommen. Das war richtig und hat gutgetan. Seit knapp einem Jahr meditiere ich wieder, zwanzig Minuten. Der Unterschied ist spürbar.
Der Nutzen liegt nicht in der Ruhe. Er liegt darin, mitzubekommen, wenn im Kopf gerade ein Drama läuft, das mit der Gegenwart wenig zu tun hat. Habe ich ein Dach über dem Kopf? Ja. Ist genug auf dem Konto? Ja. Ist der Kühlschrank voll? Ja. Gut, dann gibt es gerade keinen Grund für Angst. Wer echten Hunger hat und keinen Cent, hat eine andere Sorge und dazu eine ganz andere Energie, sie zu lösen. Das Drama im Kopf frisst Energie und liefert keine.
Auch die Zukunft ist eine Erinnerung
Das Gehirn hat keinen eigenen Ordner für Zukunft. Wenn Du Dir intensiv vorstellst, wie ein Gespräch schiefgeht, machst Du diese Erfahrung jetzt. Und was Du jetzt erlebst, wird abgespeichert.
Das lässt sich drehen. Sprich Dir eine Sprachnachricht auf, in der Du in fünf Jahren zurückblickst und erzählst, wie gut diese Jahre waren. Und dann hör sie Dir an. Dein Gehirn behandelt das als Erfahrung, weil es die einzige Kategorie hat, die es kennt. Das ist im Kern die Zukunftsprojektion, die Erickson Pseudoorientierung in der Zeit genannt hat.
Und es erklärt, warum das Erleben in der Sitzung so viel wiegt. In der Konversationshypnose geht es selten darum, jemandem zu erklären, was er tun soll. Es geht darum, dass er im Raum etwas erlebt, das seiner alten Überzeugung widerspricht. Aus "ich bin undiszipliniert" wird dann "ich habe gerade gemerkt, dass es geht". Dieser Satz ist die Intervention. Der Rest ist Rahmen. Das ist auch der Grund, warum Erickson gesagt hat, dass Veränderung deutlich häufiger zu Einsicht führt als umgekehrt.
Was ich hier nicht behaupte
Drei Einschränkungen, die dazugehören.
Erstens: Die Laborbefunde zur Rekonsolidierung stammen überwiegend aus eng gebauten Furchtkonditionierungen. Der Weg von dort zu einer zwanzig Jahre alten Beziehungserfahrung ist ein Stück Interpretation, kein bewiesener Transfer.
Zweitens: Das Zeitfenster öffnet sich nicht auf Zuruf. Ohne eine Erfahrung, die der alten Erwartung wirklich widerspricht, wird meist nur wiederholt.
Drittens: Bei Traumafolgestörungen gehört diese Arbeit in fachliche Hände. Eine Erinnerung aktivieren ohne einen tragfähigen Rahmen kann belasten. Wer daran arbeiten möchte und eine Diagnose hat, sucht sich dafür eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten.
Häufige Fragen
Kann man Erinnerungen wirklich verändern? Die Forschung spricht von Rekonsolidierung: Eine abgerufene Erinnerung wird kurzzeitig instabil und danach neu gefestigt. Was in diesem Fenster dazukommt, kann mitgespeichert werden. Bei Nagern ist das gut belegt, beim Menschen unter bestimmten Bedingungen reproduziert worden. Zuverlässig ist es nicht in jedem Fall, und die Grenzen sind in der Fachliteratur ausführlich diskutiert.
Wird die alte Erinnerung dabei gelöscht? Löschen kann das Gehirn nicht. Was sich ändert, ist die emotionale Ladung und die Art, wie die Szene abgerufen wird. Viele Menschen erinnern sich danach an dieselben Fakten und merken, dass es sie kaum noch berührt.
Warum reicht Einsicht allein oft nicht? Weil Verstehen ein schwacher Reiz ist. Was überschreibt, ist Erleben mit Intensität und Wiederholung. Deshalb arbeite ich im Coaching lieber an einer Erfahrung im Raum als an einer Erklärung. Erickson hat es zugespitzt: Veränderung führt häufiger zu Einsicht als Einsicht zu Veränderung.
Wie viele Wiederholungen braucht es? Das hängt an der Intensität. Bei einer starken positiven Erfahrung reichen manchmal zwei Durchgänge. Bei einem Muster, das sich über Jahre aufgebaut hat, sind zehn bis zwanzig realistisch, dazu eine echte Erfahrung im Alltag möglichst bald danach.
Kann ich das allein machen? Für alltägliche Themen ja, und die Wirkung liegt in der Regelmäßigkeit. Es gibt einen blinden Fleck: Wer im Bild steht, sieht den Rahmen selten. Bei Themen, die sich zäh anfühlen, ist ein Gegenüber der schnellere Weg.
Was hat das mit Hypnose zu tun? Aus meiner Sicht alles. Wenn Hypnose wirksame Kommunikation ist und keinen Sonderzustand braucht, dann ist Rekonsolidierung eine plausible Beschreibung dessen, was dabei im Gehirn passiert. Mehr dazu in der State- und Non-State-Debatte.
Fazit
Veränderung hat zwei Formen. Du überschreibst eine alte Erinnerung, indem Du sie anders abrufst als damals. Oder Du machst eine neue Erfahrung, die sich darüberlegt. Alles, was ich an Methoden kenne, sind Varianten dieser beiden Bewegungen. Meine 8 hypnotischen Prinzipien laufen im Kern auf dasselbe hinaus.
Daraus folgt etwas Angenehmes. Dein Gehirn ist auf Umbau gebaut, und das Gehirn Deiner Klienten auch. Frank Farrelly wurde einmal gefragt, wann man provokative Therapie machen kann. Seine Antwort: Solange der Körper warm ist.
Angenommen, Du nimmst Dir heute ein Thema vor, an das Du Dich häufig und ungern erinnerst. Was wäre der erste Zustand, in dem Du es das nächste Mal abrufen würdest?
Wenn Du das systematisch lernen willst: Im kostenlosen Hypnose-Workbook findest Du auf rund 50 Seiten die Grundlagen und mehrere Methoden zum Einstieg. In der Hypnose-Practitioner-Ausbildung üben wir das an echten Themen der Teilnehmer, bis es sitzt.
Quelle
- Nader, K., Schafe, G. E., & LeDoux, J. E. (2000). Fear memories require protein synthesis in the amygdala for reconsolidation after retrieval. Nature, 406(6797), 722-726. https://doi.org/10.1038/35021052
- Schiller, D., Monfils, M.-H., Raio, C. M., Johnson, D. C., LeDoux, J. E., & Phelps, E. A. (2010). Preventing the return of fear in humans using reconsolidation update mechanisms. Nature, 463(7277), 49-53. https://doi.org/10.1038/nature08637
- Elsey, J. W. B., Van Ast, V. A., & Kindt, M. (2018). Human memory reconsolidation: A guiding framework and critical review of the evidence. Psychological Bulletin, 144(8), 797-848. https://doi.org/10.1037/bul0000152
- Ecker, B., Ticic, R., & Hulley, L. (2016). Der Schlüssel zum emotionalen Gehirn: Mit Gedächtnisrekonsolidierung die Ursachen von Symptomen beseitigen. Junfermann. (Originalwerk publiziert 2012)
- Erickson, M. H., & Rossi, E. L. (2016). Hypnotherapie (Leben Lernen, Bd. 49): Aufbau, Beispiele, Forschungen. Klett-Cotta.
- Schmidt, G. (2022). Einführung in die hypnosystemische Therapie und Beratung. Carl-Auer.
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Über den Autor: Marian Zefferer, MSc
Marian Zefferer ist Hypnose- (WHO) und NLP-Trainer (IN, DVNLP, ÖDVNLP) bei Landsiedel NLP Training und Experte für die 8 hypnotischen Prinzipien. Er bildet Coaches, Therapeuten und Trainer aus, die Hypnose wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig alltagstauglich einsetzen wollen.
Sein Markenzeichen: Er schlägt die Brücke zwischen Hirnforschung und Alltagsrealität, getragen von drei Pfeilern — wissenschaftlicher Tiefe, didaktischer Präzision und gelungenem Praxistransfer mit einer Prise Humor.
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