Hypnose gegen Angst und Phobie

Von Marian Zefferer, MSc, Psychologe und Hypnose-Lehrtrainer (WHO) · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Hypnose hilft gegen Angst, indem sie die unbewussten Muster hinter der Angstreaktion direkt anspricht: In Trance wird die angstauslösende Situation neu bewertet und mit Ruhe und Sicherheit verknüpft. Viele Ängste und Phobien lassen sich so in wenigen Sitzungen deutlich verringern; bei schweren Angststörungen gehört die Behandlung in therapeutische Hände.

Angst
Angst © intographics - pixabay.com

Wie hilft Hypnose gegen Angst?

Angst ist eine normale Reaktion des Körpers auf Gefahren und ist nützlich, um vor wilden Tieren zu flüchten oder sich vor einem Angriff zu schützen. In der Vergangenheit trug sie dazu bei, das Überleben der Menschen zu sichern. Heutzutage haben sich jedoch bei vielen Personen unvorteilhafte Ängste gebildet, die ihren Alltag beeinträchtigen und die sie daher gerne loswerden würden.

Durch Hypnose bzw. Hypnosetherapie kann ein Angstpatient seine Ängste überwinden und sich von den Einschränkungen und der Fremdbestimmung freimachen, die sie mit sich bringen. Angst schränkt Menschen in den unterschiedlichsten Bereichen ein und mindert ihre Lebensqualität. Ob Prüfungsangst, Flugangst, Spinnenphobie, Angst vor Spritzen, Mäusen o.ä, Klaustrophobie oder Höhenangst - fast jeder kennt bestimmte Dinge oder Situationen, die in ihm Angst auslösen. Schweißausbrüche, Herzrasen, Zittern, Kurzatmigkeit, Unwohlsein und das Bedürfnis, die Situation so schnell es geht zu verlassen sind charakteristische körperliche Symptome bei Ängsten. Psychische Folgen werden als sehr belastend empfunden und können alle Bereiche des Lebens betreffen, vom Beruf, über das Familienleben bis hin zur Freizeit.

Eine Hypnosetherapie behandelt sowohl die Symptome, als auch die Gründe der jeweiligen Angststörung. Auf diese Weise können der persönliche Stress gemindert und Panikattacken abgebaut werden. Während der hypnotischen Trance werden dem Klienten Suggestionen gegeben, die ihm helfen, das Objekt seiner Angst neutral zu betrachten, ohne dass es eine Furchtreaktion in ihm verursacht. Seine Gedanken werden umstrukturiert und neu konfiguriert, wobei es zu einer Neubewertung der Situation kommt und der Klient lernt, anders auf den Angstreiz zu reagieren. Außerdem lernt er, begründete von unbegründeten Ängsten zu unterscheiden stellt sich den Ursachen seiner Phobie. Die erzielten Veränderungen wirken langfristig und können das ganze Leben des Klienten verändern. Während der Hypnosetherapie kann der Klient die Technik der Selbsthypnose lernen, um die Symptome seiner Angst auch zu Hause zu kontrollieren.

Personen, die unter einer sozialen Phobie leiden, können mit Hypnose ihr Selbstbewusstsein stärken und ihre Annährungsängste überwinden.

Wer darf eine Hypnosetherapie bei Ängsten / Phobien anbieten?

Für die Behandlung von Ängsten und Phobien mit Hypnotherapie benötigt der Hypnotiseur eine Heilerlaubnis. Diese Anwendung ist also Psychotherapeuten, Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten und darf nicht von nichtmedizinischen Hypnotiseuren durchgeführt werden, da diese nicht über die nötigen medizinischen Fachkenntnisse verfügen. Zunächst wird das genaue Krankheitsbild medizinisch abgeklärt und die Art der Angststörung diagnostiziert bzw. definiert. Danach kann die eigentliche hypnotische Intervention zur Bekämpfung der Phobie / Angst stattfinden.

Siehe auch:

Wenn Du verstehen willst, wie hypnotische Veränderung grundsätzlich funktioniert, findest Du hier den Einstieg.

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