Das reine Ich – Wo NLP auf tiefes Selbstverständnis trifft

Ein Coaching-Tool von Timo Schlage

Dieses Format umfasst Elemente der Gestalttherapie („aligned self“), der Systemischen Aufstellungsarbeit und kehrt den Ankerprozess des NLP in gewisser Weise um – ein „piece of cake inverse“.

„Das reine Ich“ darf als mehr als nur ein NLP-Format verstanden werden: Es vereint psychologisches Fachwissen mit einer reflektierenden, bewusstseinsorientierten Haltung. Ziel ist es, automatische, oft unbewusste Reaktionsmuster sichtbar zu machen und auf einer tieferen Ebene neu zu gestalten.

Im Zentrum steht die bewusste Reflexion über Denken, Fühlen und Handeln – besonders in als ungünstig erlebten Situationen. Auch unabhängig von NLP kann diese intensive Selbstbeobachtung den Alltag erleichtern und neue Handlungsspielräume eröffnen. Das Format eignet sich für Situationen, in denen Klienten störende Gefühle erleben, die sie von einem gewünschten Verhalten abhalten oder sie in Konflikten blockieren.

Der Klient beschreibt seine innere Reaktion und lernt im Coachingprozess eine neue Perspektive kennen – frei von emotionaler Überlagerung. Durch das bewusste „Übergeben“ dieser Emotionen an den Coach entsteht Raum für Klarheit, Selbstführung und persönliches Wachstum. Dieser Effekt wird zusätzlich verstärkt, indem der Klient gedanklich in zukünftige Situationen geht und dabei alte Muster loslässt und über sich hinauswächst.

Formatablauf:


  1. Situation identifizieren: Um welche Situation geht es dir? Wie bist du in dem Augenblick? Den Klient auf eine Situationen fokussieren lassen und das eigene Erleben/den inneren Dialog in Emotionen übersetzen.

    Beispiel: Klient wird unruhig/unsicher in seiner Rolle als Coach, wenn er mit Klienten arbeitet, die eine höhere Ausbildung als er genossen haben.
  2. Bodenanker für Situation mit den diversen störenden Emotionen hinlegen lassen und einen weiteren Bodenanker für den Auslöser (Person oder Ort, der die Emotionen auslöst) vom Klienten hinlegen lassen. Dabei stellt sich Klient auf die „emotionale“ Situation und der Coach auf den gegenüberliegenden „Auslöser“.

    Beispiel: Klient behandelt als Coach einen Klienten, der einen Doktortitel hat.

    Hilfreiche Fragen: Wie gehst du mit dir um? Wie noch…? Schlagworte auf Karten/Bodenanker schreiben. Klient aus der Rolle rausholen und weitere Ergänzungen abfragen: Welche Ergänzungen hast du? Emotionen auf Karten/Bodenanker schreiben.
  3. Metaebene: Klient auf eine Metaebene bringen und dissoziiert die Situation beschreiben lassen: „Was siehst du bei der Person vorne…?“ Ebenfalls ggfs. Schlagworte auf Karten/Bodenanker schreiben und zu der „emotionalen Situation“ ergänzen.
  4. Perspektivwechsel: Klient auf die gegenüberliegenden Position (Auslöser/ Beispiel „Klienten mit Doktortitel“) einladen. Der Coach stellt sich auf die „emotionale Situation“ des Klienten und wiederholt dessen Worte. Anschließend fragte er den Klienten: Wie erlebst du mich?
  5. Neutraler Ort: Klient sucht einen neutralen Ort im Raum ohne die Emotionen/Glaubenssätze. Klient im Hypnotalk begleiten. Klient nimmt dann seine Emotionen (Karten aus der Situation) in die Hand und übergibt sie dem Coach.

    Hilfreiche Sätze: Diese Emotionen gehören zu deinem alten Umgang mit der Situation und dahin legst du sie auch. Wer bist du ohne diese Emotion?
  6. Neue Situation: Coach stellt sich dann wieder auf den Zettel „Klient mit Doktortitel“ und fragt den Klienten nach Unterschieden in der neuen Situation.

    Hilfreiche Fragen: „Was ist jetzt anders?“ Wo in deinem Körper fühlst du das besonders/am stärksten? Dann lege deine Hände auf diese Stelle.
  7. Timeline: Klient von der neuen Situation im Hypnotalk in einer Timeline in die Zukunft begleiten.

    Hilfreiche Sätze: Du hast Abschied genommen von dem was früher war. Du bist gewachsen. Du hast Erfahrungen gesammelt …
  8. Zukunftsanker: Klient steht auf einem Zukunftsanker und Coach auf dem „Auslöserzettel“ (Klient mit Doktortitel).

    Hilfreiche Fragen: Was ist nun anders? Wie nutzt du die neu gewonnen Erkenntnisse? Woran merke ich das als dein Klient mit dem Doktortitel?
  9. Future Pace
  10. Öko Check

Philosophische und psychologische Einordnung

Das Coaching-Format „Das reine Ich“ entstand aus der Beobachtung, dass viele Methoden zwar Verhalten verändern, jedoch oft nur an der Oberfläche ansetzen. Ziel dieses Ansatzes ist es, Menschen mit ihrem unverfälschten Selbst in Kontakt zu bringen – jenseits von Rollen, Konditionierungen und automatisierten emotionalen Reaktionen. Philosophisch berührt das Format die Frage, wer wir sind, wenn wir alles loslassen, was wir zu sein glauben. Psychologisch nutzt es Dissoziation, Perspektivwechsel und Körperwahrnehmung, um emotionale Ladungen abzubauen und nachhaltige Selbstregulation zu ermöglichen.


Timo Schlage www.Timo-Schlage.de ist systemischer Coach aus Köln. Mit seiner Beratung INKO Coaching www.inko-coaching.de berät er weltweit Unternehmen in den Bereichen Personalentwicklung, Führung und Verhandlung.

An seiner Akademie InKonstellation www.in-konstellation.de in Köln bildet er Trainer, Coaches, Mediatoren, NLP und systemische Aufsteller aus.

Im eigenen Seminarhaus finden nicht nur kostenlose Übungsgruppen und offene Seminare statt. Auch Firmen und andere Veranstalter buchen sich gern ein und fühlen sich hier wohl.




Coach werden E-Book

Nutze die Tipps der NLP-Lehrtrainer Evi Anderson-Krug und Stephan Landsiedel um erfolgreich als Coach zu starten.

E-Book für 0,- €
Wie werde ich Coach?

Erfahren Sie wie Sie als Coach erfolgreich starten können.

  • Welche fachlichen und persönlichen Voraussetzungen benötigen Sie?
  • Welche Coachingmethoden sollten Sie kennen und wie finden Sie die passende Ausbildung?
  • Welches Honorar können Sie als Coach erzielen?