Coaching

Mit diesem Coachingbereich informieren wir Sie umfassend zum Thema Coaching. Sie knnen sich als Coach in unsere Datenbank eintragen und werden so hufiger gefunden.

Besuchen Sie auch eines unserer Coaching-Module und halten Sie sich so mit Expertenwissen auf dem Laufenden. In unserer Coaching-Bibliothek finden Sie viele informative Artikel.

Hier auf dieser Seite finden Sie einen berblick ber zahlreiche Coaching-Methoden.
Wenn Sie einen Coach suchen oder eine gute Ausbildung zum Coach, dann sind Sie bei uns ebenfalls richtig.

Coaching Datenbank
In unserer Datenbank Coach finden knnen Sie gezielt nach einem Coach suchen. Informieren Sie sich auf dem Profil des Coaches ber dessen Eignung, seine bevorzugten Coaching-Themen, die verwendeten Methoden und das Honorar-Niveau. Wenn Sie selbst als Coach arbeiten, knnen Sie sich dort kostenfrei eintragen.
Coaching Ausbildung
In unserer Coaching Ausbildung haben wir ein innovatives Konzept umgesetzt. Sie selbst knnen unter gewissen Vorgaben sich Ihre eigene Coaching-Ausbildung zusammenstellen, indem Sie Ihre Wunsch-Modulemiteinander kombinieren. So knnen Sie auf bestimmte Themen Schwerpunkte whlen, z.B. Business, Gesundheit, Kinder- und Jugendcoach etc. Nutzen Sie diese Freiheit und stellen Sie sich Ihre Ausbildung zusammen.
Coaching Wissen
Im Bereich Coaching Wissen finden Sie die Unterbereiche Literatur, Bibliothek und Methoden. Hier finden Sie viele fundierte Informationen rund um das Thema Coaching. Stbern Sie in den zahlreichen Artikel unserer Coaching-Bibliothek, informieren Sie sich ber die zahlreichen Coaching-Methoden und die aktuelle Coaching-Literatur.
Coaching Blog
In unserem Coaching-Blog lesen Sie weiterfhrende Artikel und Diskussionen ber Coaching. Wir freuen uns auch ber interessante Gastbeitrge zu diesem Themenbereich.
Lehrtrainer, DVNLP werden
Um Lehrtrainer nach DVNLP zu werden, bentigt man 20 Coaching-Stunden von einem qualifizierten Master-Coach, DVNLP, der zugleich auch NLP-Lehrtrainer ist. Einige unserer Landsiedel-Trainer erfllen diese Voraussetzung und bieten ein derartiges Coaching an.
Coaching Ausbildung nach DVNLP
In dieser Coaching-Ausbildung bilden wir in mindestens 20 Tagen zum Coach, DVNLP aus. Voraussetzung ist mindestens eine abgeschlossene NLP-Practitioner-Ausbildung, DVNLP. Zum Abschluss Master-Coach, DVNLP braucht es als Voraussetzung eine abgeschlossene NLP-Master-Ausbildung.


Klickbares Inhaltsverzeichnis:

1. Was ist Coaching überhaupt?
2. Wie ist Coaching entstanden? Was sind die ersten vier Entwicklungsstufen?
3. Wer kann alles an einem Coaching teilnehmen?
4. Was für andere Beratungsformen gibt es neben dem Coaching?
5. Welche thematischen Schwerpunkte können mit dem Coaching behandelt werden?
6. Die Rolle des Coaches - und welche Kompetenzen sollte ein Coach vorweisen?
7. Voraussetzungen - Welche Kompetenzen sollte ein Coach mitbringen?
8. Welche Hürden hat der Coach während des Coachings zu meistern?
9. Was ist das NLP-Coaching-Struktur-Modell?
10. Coaching Bücher und Literatur
11. Coaching-Methoden im überblick



1. Was ist Coaching berhaupt? Eine Definition.

Der Begriff "Coaching" ist heutzutage in "aller" Munde und wird in den verschiedensten Bereichen benutzt, doch was verbirgt sich hinter dem Wort Coaching?

Ursprünglich kommt das Wort "Coach" aus dem Englischen und bedeutet Kutsche, später wurde es mit dem Kutscher in Verbindung gebracht, der die Pferde zu leiten, zu bewegen, zu betreuen und ihnen den Weg zu weisen hat. Erstmals bekannt wurde das Coaching allerdings durch den Leistungssport. Die einen assoziieren mit dem Begriff Management-, Karrierecoaching oder
Business Coaching, die anderen verbinden es mit Life Coaching, Personal-Coaching, Lebensberatung oder mit Rhetorik- oder Kommunikationstraining. Schon ein kurzes Brainstorming zu dem Begriff "Coaching", macht die Komplexität und Vielfältigkeit deutlich d.h. man muss sich erst durch ein weites Umfeld kämpfen, um zu verstehen was Coaching alles beinhaltet und was man erwarten sollte, wenn man sich coachen lassen möchte. Coaching entpuppt sich also als Oberbegriff für ein großes Marktsegment. Auf dem Markt gibt es ein großes exotisches Sortiment, das häufig die Sicht auf die seriösen Angebote versperrt. Denn der Begriff und seine Verwendung sind in Deutschland leider nicht geschützt.

So groß wie das Marktangebot ist, ebenso viele Definitionen existieren zum Begriff Coaching.

Die menschliche Psyche ist äußerst komplexes Gebiet und eben deshalb gib es massenhaft Definitionen und Sichtweisen auf das Coaching, denn bei jedem Menschen sind die Wahrnehmungskanäle anders ausgerichtet und jeder Mensch braucht eine andere Vorgehensweise, um etwas im seinem Leben zu verändern.

Hier eine kurze Info, was Coaching alles sein kann:

  • Coaching richtet sich im Gegensatz zur Psychotherapie an gesunde Menschen, die nicht als Patienten, sondern als Klienten(oder Coachee) bezeichnet werden und gleichwertig zum Coach behandelt werden.

  • Es geschieht alles auf freiwilliger Ebene unter vier Augen und ist selbstverantwortlich.

  • Der Coach begleitet und unterstützt seine Klienten mithilfe von bestimmten Fragetechniken bzw. mit verschiedenen Methoden, um Probleme, Ziele, Visionen und Ressourcen aufzudecken und zu klären, seien sie nun beruflicher oder persönlicher Natur.

  • Unterschiedliche Verhaltensebenen, verschiedene Rollenanforderungen, Lebensreiche, Prioritäten, Wahrnehmungs- oder Gedankenverzerrungen werden verdeutlicht und hinterfragt, um die Ziele des Klienten zu konkretisieren und mithilfe des Coachs neue Vorgehensweisen, Verhaltensmuster ausfindig zu machen und zu erproben.

  • Coaching basiert auftragsgebunden auf den verschiedenen Ebenen des Verhaltens, der Fähigkeiten, der Talente, des Wissens, des Glaubens, der Wertvorstellungen, der Persönlichkeit, der soziologischen Rollen und Systemzugehörigkeiten, der Sinnfindung oder der Glaubenszugehörigkeit. Im Folgenden sind einige Definitionen von Coaching-Profis aneinander gereiht und kommentarlos aufgelistet.

Horst Rückle

"Coaching lässt sich also definieren als Hilfe zur Selbsthilfe in Form eines auf Zeit begleiteten Prozesses, in dem umfassende Maßnahmen zur Hilfe bei insbesondere beruflichen Konflikten, Aufgaben und Problemen eingesetzt werden. Oder ausführlich beschrieben als eine Kombination aus individuell unterstützter Problemlösung und Konfliktbearbeitung in einem umfassenden Spektrum von beruflichen und den Beruf tangierenden privaten Problemen. Damit ist es vor allem Hilfe zur Selbsthilfe. Die Aufgabe des Coachs ist nicht, die Probleme des Klienten zu lösen, sondern ihm bei der Lösung seiner Probleme zu helfen. Coaching hat einen interaktiven Verlauf. Beide, der Klient und der Coach arbeiten miteinander an der Lösung von Problemen, wobei der Klient die Lösungsvorschläge sucht, der Coach den Weg der Suche moderiert und die ausgewählten Möglichkeiten zusammen mit dem Klienten bewertet und anschließend bei der Verwirklichung der ausgewählten Möglichkeiten hilft."

Hilarion G. Petzold

"Coaching ist eine optimierungsorientierte Beratungs- und Entwicklungsmaßnahme zur Förderung der Kompetenz, Performanz und Ressourcenlage, d.h. der persönlichen Souveränität/Selbstwirksamkeit sowie der Situationskontrolle und der Produktivität von Führungskräften bzw. anderer professioneller Fachkräfte. Coaching erfolgt durch spezialisierte Experten, die einerseits für eine solche Beratungsaufgabe über besondere Qualifikationen aufgrund eigener organisationaler Erfahrungen in der beruflichen Laufbahn (z.B. Projektleitungen, Führungsaufgaben, etc.) verfügen und andererseits auf dem Boden breiter, interdisziplinär ausgerichteter Schulung in sozialinterventiven Methoden tätig werden."

Wolfgang Looss

"Coaching ist - verkürzt formuliert - personenbezogene Einzelberatung von Menschen in der Arbeitswelt." "Ein Coach ist ein (externer) Einzelberater für die personenzentrierte Arbeit mit Führungskräften entlang der Frage, wie die Managerrolle von der Person bewältigt wird."

Christopher Rauen

"Coaching ist ein interaktiver, personenzentrierter Beratungs- und Betreuungsprozess, der berufliche und private Inhalte umfassen kann. Coaching ist individuelle Beratung auf der Prozessebene, d.h. der Coach liefert keine direkten Lösungsvorschläge, sondern begleitet den Klienten und regt dabei an, wie eigene Lösungen entwickelt werden können. Coaching findet auf der Basis einer tragfähigen und durch gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen gekennzeichneten, freiwillig gewünschten Beratungsbeziehung statt, d.h. der Klient geht das Coaching freiwillig ein und der Coach sichert Diskretion zu. Coaching zielt immer auf eine (auch präventive) Förderung von Selbstreflexion und -Wahrnehmung, Bewusstsein und Verantwortung, um so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Coaching arbeitet mit transparenten Interventionen und erlaubt keine manipulativen Techniken, da ein derartiges Vorgehen der Förderung von Bewusstsein prinzipiell entgegenstehen würde. Coaching richtet sich an eine bestimmte Person oder Gruppe von Personen mit Führungsverantwortung und/oder Managementaufgaben."

Uwe Böning

"Coaching ist eine personen- und persönlichkeitsnahe Beratung, die im Umfeld arbeits- und leistungsbezogener Anforderungen stattfindet, die sich auf Einzelpersonen, auf Gruppen, auf Projektteams oder auch auf Organisationseinheiten in einem gemeinsamen Prozess beziehen kann, die relativ kurzfristig und zielfokussiert oder auch längerfristig und themenweit (Arbeitssituation, persönliche Umstände, ) angelegt werden kann, die das Verhalten, die Einstellung, das Know-how und die soziale Wirkung der Beteiligten im sozialen Umfeld optimiert, die sich primär auf psychologische (persönlichkeits-, sozial-, organisations-/ arbeits- und wirtschaftspsychologische) Aspekte konzentriert, dabei aber im Rahmen der Möglichkeiten und Notwendigkeiten strategische, organisationsbezogene, technische und fachliche Aspekte mitberücksichtigt."



2. Wie ist Coaching entstanden? Was sind die ersten vier Entwicklungsstufen?

Die Entwicklung des Coachings zeichnet sich durch vier Entwicklungsstufen aus. Ursprünglich kam der Begriff Mitte der 70er-Jahre erstmals auf und zu Ende war der Prozess ca. Ende der 80er-Jahre, bis heute.

a) Der Ursprung

Erstmals wurde Coaching in Amerika für eine zielgerichtete und motivationsorientierte Mitarbeiterführung verwendet. Die fachliche Kompetenz der Mitarbeiter eines Unternehmens sollten durch weitere Aspekte ergänzt werden wie zum Beispiel durch persönlichkeitsbezogene und motivationsbezogene Komponente. Diese Werteausrichtung deckte sich somit mit dem damalige Zeitgeist und der Expansion der amerikanischen Wirtschaft.

b) Die Erweiterung

Mitte der 80er-Jahre wurde Coaching vor allem zur Karrieresteigerung eingesetzt und zur Betreuung von Nachwuchsführungskräften. Vielversprechenden Nachwuchs sollte also von hochpositionierten Managern unter die Arme gegriffen werden, um sie auf ihrem Karriereweg zu begleiten und um sie in die gewünschte Richtung zu lenken. Die Coachs stellten also eine Mentoren Funktion dar, deshalb kam der Begriff Systemische Führungskräfte- und Personalentwicklung auf.

c) Der Kick

In Deutschland wurde diese Art von Hilfestellung vor allem für das Topmanagement genutzt, nicht aber für den mittleren Führungsbereich wie es in den USA genutzt wurde. Zudem wurden nun speziell ausgerichtete Coachs aus dem externen Bereich genutzt und nicht mehr Vorgesetzte aus dem eigenem Unternehmen. Behandelt wurden besonders thematische Schwerpunkte wie Probleme und Konflikte auf dem Topmanager-Ebene, eigene berufliche Probleme und auch persönliche Belange. Es war damals eine der wenigen Möglichkeiten den Menschen Verhaltens-, Wahrnehmungs- und Kommunikationsmuster klar zu machen.

d) Die systematische Entwicklung

Bald wurden auch unternehmensinterne Führungskräfte- und Personalentwickler eingesetzt, da der Bedarf alleinig nicht durch die externen Coachs gedeckt werden konnte. Personalentwickler führten anfangs Coachings in der mittleren und unteren Hierarchiestufe selbst durch und entwickelten später Ansätze, damit Führungskräfte selbst systematisch entwicklungsorientiertes Coaching im Rahmen einer allgemeinen systematischen Personalentwicklung durchführen konnten. Eine Koexistenz zwischen internen und externen Coachs pendelte sich später ein.

Während der 90er-Jahre hat sich die Methodik des Coaching dann auch in Deutschland als ein Instrument der Entwicklung von Führungskräften aller Ebenen etabliert. In dieser Zeit wurden auch viele der heute noch angewandten Modelle, Konzepte und Methoden entwickelt. Coaching wurde damit zu einem allgemeinen Begriff für psychologisch ausgerichtete Beratungsmethoden, sei es auf der individuellen Ebene, in Gruppen oder Teams.


3. Wer kann alles an einem Coaching teilnehmen?

Die Zielgruppe für Coaching ist ebenso facettenreich, wie dessen thematischen Schwerpunkte.

Es können alle Menschen, egal welchen Alters beanspruchen, falls diese die ernsthafte Absicht haben etwas in ihrem Leben zu verändern. Denn fehlt der Wille, so kann sich auch kein Erfolg einstellen bzw. auch kein Anreiz zu Veränderung. Coachings erweisen sich auch hilfreich, um Probleme nicht zu einer ernsthaften Lebenskrise ausarten zu lassen.

Psychischen Problemen kann so aus dem Weg gegangen werden, in dem man sein Verhalten, seine Denkmuster, seine Ziele und Glaubenssätze hinterfragt.


4. Was für andere Beratungsformen gibt es neben dem Coaching?

Was ist Coaching alles nicht?

  • Coaching ist nicht gleich Mediation (eine Win-Win-Situation soll zwischen zwei Konfliktparteien hergestellt werden)

  • Coaching ist nicht gleich Training (Schwerpunkt liegt auf dem Vermitteln von Fertigkeiten)

  • Coaching ist nicht gleich Fortbildung (Vermittlung von Wissen steht im Vordergrund)

  • Coaching ist nicht gleich Supervision (berufliche Beratung von Professionals)

  • Coaching ist nicht gleich Philosophische Lebensberatung (Wertvorstellungen, Werte stehen im Mittelpunkt)

  • Coaching ist nicht gleich Pastorale Lebensberatung (eine Art von Seelsorge)

  • Coaching ist nicht gleich Mentoring (eine Begleithilfe in den ersten Berufsjahren)

  • Coaching ist nicht gleich Freundschaft (basiert auf der Nächstenliebe)

  • Coaching ist nicht gleich Psychotherapie (Therapieform von psychischen Krankheiten)


5. Welche thematischen Schwerpunkte können mit dem Coaching behandelt werden?

Die Themen im Coaching Bereich können die unterschiedlichsten Lebensbereiche betreffen. Seien diese nun für das berufliche, familiäre, physische Umfeld oder die materielle Sicherheit, die Selbstverwirklichung und die Glaubensfragen.

Themen können zum Beispiel sein:

  • Kommunikationsstörungen
  • Gesprächsvorbereitung
  • Partnerschaftskonflikte
  • Kreativitätskonflikte
  • Neue Herausforderungen
  • Teamkonflikte
  • Mobbing
  • Beziehungsprobleme, Partnersuche
  • Mängel in Lebensbereichen
  • Verbesserung der Führungsqualitäten
  • Burn-out
  • Sinnkrisen
  • Selbstmanagementprobleme
  • Leistungssteigerung
  • Lust auf Veränderung
  • Widersprüchliche Ziele
  • Suche nach neuen Zielen und Visionen
  • Persönliche Probleme
  • Neuorientierung


6. Die Rolle des Coaches - und welche Kompetenzen sollte ein Coach vorweisen?

Das Coaching als Bezeichnung für Tätigkeitsfelder so umfassend genutzt wird, liegt nicht zuletzt auch daran, dass Coaching-Interventionen auf verschiedenen Ebenen der Persönlichkeit ansetzen.

Nach Robert Dilts, dem Entwickler des Modells der sechs Neurologischen Ebenen, kann ein Coach mit einem entsprechenden Ansatz und den dazugehörigen Techniken an jeder der neurologischen Ebenen ansetzen, um den Coachee bei der Beantwortung der aufkommenden Fragen zu unterstützen. Dementsprechend nimmt er für jede dieser Ebenen eine andere Rolle an, die an sie angepasst ist.

Die Umgebungs-Ebene: Der Coach als Guide/Caretaker
Auf der grundlegendsten Ebene ist ein Coach ein Helfer, der den Coachee dabei unterstützt, sich und seinen Platz in seiner sich verändernden Umwelt zu finden. Dabei wird der Coachee vom Ist- zum Soll-Zustand geführt. Voraussetzung dafür ist, dass der Guide vorher dort war und den besten Weg zu dem Ziel kennt, das der Coachee sucht.

Die Verhaltens-Ebene: Der Coach als Coach/Performance-Coach
Auf dieser Ebene finden die Interventionen statt, die an den Verhaltensleistungen des Coachees ansetzen - das traditionelle Coaching. Ziel des Coaching-Prozesses ist es, bestimmte Ressourcen und Fähigkeiten bewusst zu machen und sie zur bewussten Kompetenz weiterzuentwickeln.

Die Ebene der Fähigkeiten: Der Coach als Teacher
Auf der Ebene der Fähigkeiten und Kompetenzen geht es darum, den Coachee dabei zu unterstützen, dass er sich weitere kognitive Fähigkeiten und Strategien aneignet oder solche entwickelt. Ziel ist es, dass er nach der Intervention neue Kenntnisse erworben hat, die ihm auf seinen Weg helfen.

Die Ebene der Werte und Glaubenssätze: Der Coach als Mentor
Auf der vierten Ebene übernimmt der Coach die Funktion des Mentoren, der dem Mentee den Zugang zu seinen unbewussten Kompetenzen eröffnet. Ziel ist es, dessen eigene Widersprüche und Ambivalenzen aufzulösen, ihn zum Ablegen seiner einschränkenden Glaubenssätze zu bewegen und seine Werte und Einstellungen positiv zu beeinflussen.

Die Ebene der Identität: Der Coach als Sponsor
Auf der Ebene der Identität wird das Selbst des Coachee einbezogen. Als Sponsor übernimmt der Coach die Aufgabe, seinen Klienten bei der Entdeckung und Förderung seiner Potenziale und Gaben zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Entwicklung der Identität des Coachee und auf dessen Wachstum, und ihn in die Lage zu versetzen, dass er die Möglichkeiten wahrzunehmen lernt, die ihm offenstehen.

Die Ebene der Spiritualität: Der Coach als Awakener
Neben den bisherigen Ebenen erstreckt sich die Intervention auch auf die Ebene der Mission und der Vision. Der Awakener ist ein Vermittler, der den Klienten unter Berücksichtigung seiner Integrität und Kongruenz in Kontakt mit seiner Mission bringt. Ausschlaggebend dafür, welche Rolle der Coach einnimmt, sind Thema, Ziel und Anforderungen des Coachee oder des Coachings.

Dementsprechend sollte das Repertoire eines professionellen Coaches auch möglichst alle Rollen umfassen. Wenn er in die Situation kommt, dass während eines Coachings ein Wechsel der Interventionsebene auftritt und er eine andere Rolle einnehmen muss, so sollte der Coach diese Überleitung dem Coachee auch deutlich machen, um so die Transparenz zu gewährleisten. Wenn das Coaching darauf angelegt ist, auf den oberen Ebenen zu intervenieren, so hat dies oft auch positive Auswirkungen auf die anderen, darunter gelegenen Ebenen.


7. Voraussetzungen - Welche Kompetenzen sollte ein Coach mitbringen?

Eines der wichtigsten Kompetenzen ist die Fähigkeit der Selbststeuerung und der Selbstreflexion, dies ist einer der Komponenten, die der Coach im Coaching besonders brauch. Er muss sich immer wieder selbst hinterfragen, um sich gezielt seinen Klienten anpassen zu können. Neugierde, geistige Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind Anhaltspunkte, die ausgebaut werden müssen, um so Denkmuster zu hinterfragen und neue Anreize den Klienten zu vermitteln. Auf diese Weise versetzen sie sich nach Bedarf in eine der fünf Wahrnehmungspositionen (nach Schmidt-Tanger), von der aus sie eine bestimmte Situation erfassen können.

In der 1. Wahrnehmungsposition nimmt der Coach die Situation, den Klienten und die Themen aus seiner eigenen Perspektive wahr, indem er den gesamten Komplex auf sich wirken lässt und seine Gedanken, Gefühle und Assoziationen beobachtet.

  • "Wie fühle ich mich als Coach bei diesem Thema?"
  • "Welche Resonanz löst das Verhalten des Coachee bei mir aus?"
  • "Welche Glaubenssätze habe ich als Coach zu diesem Thema?"

Bei der 2. Wahrnehmungsposition wechselt der Coach in die Position des Coachee; Bedingung dafür sind empathische Fähigkeiten und die Bereitschaft, sich auf die Landkarte des Coachee einzulassen.

  • "Wie geht es dem Coachee bei diesem Thema?"
  • "Wie würde ich an seiner Stelle empfinden?"
  • "Wie wirkt mein Verhalten auf den Coachee?"

In der 3. Wahrnehmungsposition nimmt der Coach sich und den Coachee aus der Perspektive des neutralen Beobachters wahr, wodurch er andere Aspekte des Themas erkennt, die ihm ansonsten verborgen bleiben könnten.

  • "Was geschieht jetzt zwischen diesen Beteiligten?"
  • "Lassen sich Muster erkennen, die sich wiederholen?"
  • "Welche Metapher würde zu dieser Situation passen?"

In der 4. Wahrnehmungsposition oder Meta-Position betrachtet man sich selbst in seiner Rolle als Coach aus einem gewissen Abstand, der das Spektrum über das unmittelbare Empfinden erweitern (eine sogenannte reflexive Schleife).

  • "Wie gehe ich als Coach in dieser Situation mit mir selbst um?"
  • "Welche Erwartungen habe ich an mich selbst in dieser Situation?"

Die 5. Wahrnehmungsposition als systemische Perspektive stellt abschließend den Zusammenhang zum sozialen Umfeld des Coachee her, d.h. der Konfliktpartner und anderen Personen, die an der Situation beteiligt sind.

  • "Wie sieht diese Person die Situation?"
  • "Welche Auswirkung hat das Verhalten des Coachee auf diese Person?"
  • "Welche Ziele verfolgt diese Person?"

Das Analysieren einer Situation aus verschiedenen Perspektiven kann entscheidende zusätzliche Informationen offenlegen und die Palette der Lösungsalternativen erweitern (bzw. erst zugänglich machen) und beinhaltet darüber hinaus auch, eine Vorstellung von der eigenen Mission und Vision zu haben. Emotionales Selbstmanagement ist für den Coach eine wichtige Ressource zur Einflussnahme auf den eigenen Zustand im Sinne des State-Management; Ziel ist es, als Coach mittels einer professionellen Coaching-Physiologie zur Verfügung zu haben, die eigene Themen zurückstellt und Raum für die Themen des Coachee lässt.

Methodische, soziale und systemische Kompetenz:

Zudem sollte der Coach methodensicher sein und soziale sowie systemische Kompetenz vorweisen können, um erfolgreich mit dem Coachee zu arbeiten. Methodische Kompetenz bedeutet, dass der Coach ein großes Repertoire von Schlüsselfertigkeiten innehat und diese Tools dementsprechend bei seinen Klienten einzusetzen weiß.

Soziale Kompetenz bedeutet, dass der Coach in der Lage ist, Menschen zu verstehen und mit ihnen entsprechend kommunizieren zu können.

Zudem sollte ein gewisses Maß an Empathie gegeben sein, um als Coach tätig zu sein. Bei der systemischen Vorgehensweise wird das Umfeld des Klienten näher betrachtet und unter die Lupe genommen. Denn Coaching kann nie frei von Organisations- und Beziehungsdynamiken ablaufen, häufig nimmt es mehr auf Einfluss auf den Coachee als er selbst annimmt. Außerdem besteht vor allem im Business Coaching oder Management Coaching häufig die Schwierigkeit, dass unter großem Zeitdruck gecoacht werden soll und es schwierig ist einen guten Rapport aufzubauen, bei dem der Klient sich dem Coach öffnen möchte.


8. Welche Hürden hat der Coach während des Coachings zu meistern?

Eine weitere Aufgabe für den Coach ist zwischen den Coaching Tools das richtige "Handwerkszeug" ausfindig zu machen. Es ist sehr wichtig, dass man sich selbst als Coach mit der entsprechenden Coaching Methodik identifiziert und so Sicherheit und Authentizität gegenüber seinen Kunden vermittelt, das führt meist auch zu einer guten und stabilen Vertrauensbasis, auf der aufgebaut wird.

Bei dem Prozess vom IST - Zustand zum angestrebten SOLL - Zustand des Coachee müssen einige Hürden überwunden werden. Meistens handelt es sich um sechs Hürden, die in unterschiedlicher Form oder Reihenfolge auftreten können.

Im Folgenden werden die möglichen Problematiken kurz erläutert:

  • Ein anfängliches Hindernis seitens des Coachee ist in der Regel die Unklarheit gegenüber der Themenschwerpunktsetzung und der Zielsetzung. Um die Unsicherheit des Klienten aufzulösen, kann der Coach die Fragetechnik des Meta-Modells zur Unterstützung heranziehen.

  • Eine zweite Schwierigkeit entsteht durch falsche Erwartungen und eine übersteigerte Herangehensweise. Der Klient mindert sich als Person herab und verschlimmert somit die bestehende Problematik. Es besteht ein Perfektionsanspruch von Seiten des Kunden. Der Coach muss den Coachee erst auf eine vernünftige Ebene bekommen, um mit ihm effizient arbeiten zu können.

  • Als dritte Hürde werden die negativen oder traumatischen Erfahrungen ausfindig gemacht, die den Klienten davon abhalten seine Ziele erfolgreich zu erreichen.

  • Ein weiterer Punkt ist das Unterschiede aufeinander prallen. Das Thema des Klienten ist mit inneren Konflikten oder auch mit intrapersonellen Konflikten verbunden. Bestimmte Ängste kommen zum Vorschein, mit denen der Coach richtig umzugehen hat.

  • Zweifel bremsen die Motivation, so können eben auch eingefahrene Glaubenssätze einen Menschen ausbremsen und vom angestrebten Weg abbringen. Übungen helfen, um neue positive Glaubenssätze zu verinnerlichen und nach ihnen zu leben.

  • Ebenso wichtig ist das alltägliche Leben des Klienten und darf nicht außer Acht gelassen werden!


9. Was ist das NLP-Coaching-Struktur-Modell?

Coaching findet in erster Liene über die Sprache statt, denn Sprache formt unser Gehirn. Somit kann Kommunikation also Hilfsmittel gesehen werden, um das neuronale Netzwerke positiv zu verändern bzw. den Willen zu Veränderung zu wecken.

Auch die NLP-Methodik spielt hier eine ganz besondere Rolle. Im ersten Schritt wird "Rapport" zum Klienten hergestellt. Dabei wird eine positive Atmosphäre erzeugt, in der der andere immer wertgeschätzt und respektiert werden soll. Nur so kann sich eine stabile und gute Beziehungsebene bilden.

Grundlegende Fragen wie zum Beispiel

  • Wo befindet sich der Andere jetzt?
  • Wie ist sein Modell der Welt?
  • Was sind seine Bedürfnisse?

verhelfen dazu.


Im 2. Schritt wird die "konsequente Zielorientierung" erarbeitet. Es wird geforscht welche Ziele im Vordergrund stehen, wie sich der Coachee am Ende seines Weges sehen möchte.Leitfragen sind unter anderen:

  • Was ist Dein Ziel?
  • Woran wirst Du merken, wenn Du es erreicht hast?
  • Bei Negationen: "Was stattdessen?"
  • Wie wird es sein, wenn Du Dein Problem gelöst hast?


Im 3.Schritt werden "Ressourcen organisiert und aktiviert"

  • Was brauchst Du, um Dein Ziel zu erreichen?
  • Wie kannst Du bekommen was Du brauchst?
  • Wer oder was kann Dir dabei helfen?


Im 4.Schritt "Öko-Check" Der Öko-Check dient dazu das entworfene neue Denkmuster zu hinterfragen, ob es den auch in Zukunft beim Klienten mit eingebettet werden kann.

  • Gibt es noch irgendwelche Einwände?
  • Welche Risiken sind im Spiel?
  • Was ist der Preis für Ihr Vorhaben?


Im 5.Schritt "Future Pace" wird das Handeln in der Zukunft näher geprüft und die Handlungsschritte werden terminiert.

  • Was genau tust Du wann und wo?
  • In welcher Reihenfolge?
  • Was tust Du als Erstes?

Zu diesem Thema gibt es in unserer Online-Akademie einen 75 minütigen Mitschnitt von einem Webinar, dass Sie sich sofort in voller Länge anschauen können. Klicken Sie einfach auf den Button "zum Video", um mehr zu erfahren.

Der Webinarlink kann zur Zeit leider nicht angezeigt werden. Bitte wende Dich an info@landsiedel-seminare.de


10. Coaching Bücher und Literatur

Hier wollen wir Ihnen ausgewählte Literatur für Coaches vorstellen. Die Sammlung soll im Laufe der Zeit weiter wachsen. Wenn Sie Tipps zu weiteren interessanten Büchern haben, senden Sie uns diese gerne zu.

Christopher Rauen: Coaching-Tools, 49,90 EUR


Coaching Tools

Namhafte Coaches beschreiben hier ihre bevorzugten Interventionstechniken, die in dieser bunten Sammlung jetzt verfgbar gemacht wird. Um eine mglichst groe Vielfalt dieses spannenden Themas zu gewhrleisten, stammen die beschriebenen Techniken aus teilweise sehr unterschiedlichen Denkschulen. Der Leser nimmt an einem sehr breiten Spektrum an Profiwissen teil: Beschreibungen und Kommentierungen rund um die Interventionsphasen Kontakt, Zielklrung, Analyse, Vernderung und Zielerreichung. Die Liste der Autoren liest sich wie das who is who der Coaching- Szene. Lernen Sie von erfahrenen Experten.

ber den Autor
Christopher Rauen, Diplom-Psychologe (Arbeits- und Organisationspsychologie, Prof. Dr. Siegfried Greif, Osnabrck), Coach (Coaching-Ausbildung bei Dr. Astrid Schreygg), Fachbuchautor und Lehrbeauftragter der Universitten Freiburg (Institut fr Psychologie), Hannover (Studiengang Arbeitswissenschaften), Flensburg (Institut fr internationales Management) und Osnabrck (Fachgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie). Leiter der Coaching-Ausbildung der NWA e.V., der offiziellen Weiterbildungseinrichtung der Universitt und der Fachhochschule Osnabrck. Geschftsfhrer der Christopher Rauen GmbH. Herausgeber des 'Handbuch Coaching', des Coaching-Report und des Coaching-Newsletter. Arbeitsschwerpunkt: Einzel-Coaching von Fhrungskrften.

365 Seiten, Managerseminar Verlag, 4.Auflage, ISBN 393-607-518-2

Robert B. Dilts: Professionelles Coaching mit NLP, EUR 24,50


Coaching mit NLP

Kurzbeschreibung
Professionelles Coaching mit NLP kann in vielerlei Hinsicht als Arbeitsbuch fr Coaches verstanden werden, denn es bietet eine Anzahl von Werkzeugen, mit denen sie ihren Klienten helfen knnen, sich in ihrem Leben auf verschiedenen Ebenen mit Zielen, Problemen und Vernderung auseinanderzusetzen. Die Struktur dieses Buches basiert auf dem Modell der neuro-logischen Ebenen, das durch die Forschungsarbeit von Gregory Bateson inspiriert wurde. Die Grundidee dieses Modells ist, dass es in unserem Leben eine Hierarchie von Ebenen des Lernens und der Vernderung gibt wobei jede dieser Ebenen Prozesse und Beziehungen der darunter liegenden Ebene transzendiert und einschliet. Nach der Prmisse des Modells der neuro-logischen Ebenen hat jede Ebene in unserem Leben eine andere Funktion, weshalb verschiedene Arten von Untersttzung und verschiedene Werkzeuge erforderlich sind, um auf den einzelnen Ebenen auf effektive Weise Vernderungen zu erreichen oder zu steuern. Deshalb ist eines der Hauptziele dieses Buches, spezifische Werkzeugksten (toolboxes) fr jede Ebene der Vernderung zu beschreiben.

282 Seiten, Junfermann, 1.Auflage, ISBN 3873875586

U. Simon-Adorf : Was Sie schon immer ber Coaching wissen wollten,
EUR 9,95


Was Sie schon immer ber Coaching wissen wollten

Kurzbeschreibung
Coaching ist ein Wachstumsmarkt und erreicht immer mehr Menschen. Trotzdem fragen viele sich immer noch, wie ein Coaching-Prozess abluft, welche Chancen (und vielleicht auch Risiken?) er mit sich bringt. Welche Vernderungen bewirkt ein Coaching? Mit welchen Interventionen arbeitet ein Coach?
Um solche und noch andere Fragen geht es in diesem Buch. Nach dem bewhrten Frage-Antwort-Prinzip der Reihe Soft Skills kompakt aufgebaut, ermglicht es den Lesern, ganz gezielt die Antworten zu finden, die fr sie wirklich von Interesse sind. Das Buch ist somit eine gute Einstiegslektre ins Thema Coaching, vermittelt aber auch Coaching-Kundigen gezielte weitergehende Informationen zu bestimmten Themen.

ber den Autor
Ute Simon-Adorf ist seit 2001 selbststndig im Bereich der Personal- und Persnlichkeitsentwicklung und als Coach und Trainerin zertifiziert. NLP-Master, wingwave-Coach und Figurenkabinett-Coach. Seit 2005 arbeitet sie mit Leistungssportlern im Bereich des Mentalcoaching.

80 Seiten, Junfermann, 1.Auflage, ISBN 978-3873876941

Joseph O'Connor: Coaching mit NLP, EUR 20,50


Coaching mit NLP

Kurzbeschreibung
Ein praxisorientiertes Studienhandbuch fr alle, die Coaching neu erlernen oder ihre Kompetenzen erweitern mchten. Fr alle, die als Coach, Berater, Trainer oder Therapeut arbeiten (mchten).

240 Seiten, Vak-Verlag, 1. Auflage, ISBN 393-576-758-7

Heidrun Vssing: NLP in der Coaching-Praxis, EUR 16,90


Coaching mit NLP

Kurzbeschreibung
"NLP in der Coaching-Praxis" ist ein Arbeits- und Handbuch fr professionelle und angehende Coaches, die sich einen praxisorientierten berblick verschaffen wollen, wie sich NLP in der Coaching-Praxis sinnvoll einsetzen lt. Die Struktur des Buches basiert auf den Phasen, die whrend eines Coaching-Prozesses durchlaufen werden.
Aufeinander aufbauend werden die Auftragsklrung, die Ist-Analyse, die Zielbestimmung, die Entwicklung von Lsungen und der Transfer praxisnah beschrieben. Ergnzt werden diese Phasen durch zahlreiche Tips, Toolboxes mit methodischen Vorschlgen, Empfehlungen zum Umgang mit Hindernissen und zahlreichen Fallbeispielen. Darber hinaus stellt das Buch zwei innovative Coaching-Anstze vor: wingwave-Coaching und den provokativen Stil im Coaching. Ein ausfhrlicheres Bild knnen sich die Leser durch die Leseproben auf der Verlags-Website machen.

ber den Autor
Heidrun Vssing ist Diplom-Pdagogin, Management-Coach und Lehr-Coach / Lehr-Trainerin (DVNLP). Seit Jahren entwickelt sie mageschneiderte Interventionen fr ihre Klienten. Im Rahmen von Coaching-Ausbildungen vermittelt sie fundiertes und innovatives Know-how rund ums Coaching.

144 Seiten, Junfermann, 1. Auflage, ISBN 387-387-614-0

Evelyne Maa: Coaching mit NLP, EUR 22,50


Coaching mit NLP

Kurzbeschreibung
Coaching aktiviert die vorhandenen Ressourcen im Menschen und ffnet den Weg fr persnliche Lsungen und effektive Vernderungen. In einem Coaching- Prozess entfalten sich schpferische Fhigkeiten und neue Perspektiven. In einer Zeit, in der Vernderung in einem rasanten Tempo geschieht, ist ein Konzept, das Menschen in der Ausbildung von Lernfhigkeit untersttzt und die persnliche Flexibilitt uerhht, ein wirkungsvolles und notwendiges Instrument, um im Arbeitsbereich wettbewerbsfhig zu bleiben.
NLP hat seine Effektivitt bei der Umsetzung persnlicher Wachstumsprozesse bewiesen und kann auch hier zielgerichtet zu gewnschten Ergebnissen fhren. Spiele, bungen und Phantasiereisen laden zum gezielten Einsatz bei beruflicher und privater Begleitung von Vernderungsprozessen ein. bersichtlich strukturiert und liebevoll illustriert bietet das Buch dem interessierten Leser einen roten Faden zur effektiven Gestaltung von Coaching-Situationen.

ber die Autoren
Evelyne Maa, Diplom-Soziologin, NLP-Lehrtrainerin, Hypno-Therapeutin. Fortbildung in Yoga, Provokative Therapie, Tanztherapie, Meditation, Familientherapie. Mitautorin mehrerer Bcher. Grnderin und Leiterin von Spectrum KommunikaitonsTraining in Berlin.

Karsten Ritschl, Diplom-Psychologe, NLP-Lehrtrainer, Fortbildung in Gestalt-, Musik- und Atemtherapie. Begeisteter Harfenspieler. Trainer, Berater, Coach im Wirtschafts- und Sozialbereich. Autor bzw. Mitautor mehrerer Bcher. Grnder und Leiter von Spectrum KommunikationsTraining in Berlin.

269 Seiten, Junfermann, 2. Auflage, ISBN 3-87387-338-9



Coaching-Methoden im Überblick

Hier die bersicht zu den einzelnen Coaching-Methoden. Zu jeder Methode sind viele Bcher geschrieben worden. Hierzu werden auch zahlreiche Ausbildungen angeboten.


Klickbares Inhaltsverzeichnis:

1. Neurolinguistisches Programmieren
2. Themenzentrierte Interaktion
3. Transaktionsanalyse
4. Rational Emotive Therapy
5. Hypnotherapie
6. Konstruktivismus
7. Logotherapie
8. Systemische Therapie und Beratung
9. Bioenergetik
10. Gordon Training
11. Kognitive Verhaltenstherapie
12. Gesprchspsychotherapie
13. Autogenes Training
14. Progressive Muskelrelaxation
15. Psychodrama
16. Gestalttherapie
17. Provokatives Coaching
18. Mentales Training
19. Focusing
20. Feldenkrais
21. Rolfing
22. Suggestopdie




1. Neurolinguistisches Programmieren

NLP umfasst eine Flle an Interventionsmuster und Techniken zur Vernderung menschlichen Verhaltens und Erlebens. Kurz gesagt ist NLP das, was Du tust, damit es Dir und anderen gut geht. NLP geht davon aus, dass menschliches Verhalten erlernt ist, und deswegen auch wieder umgelernt werden kann. Dies erfolgt dadurch, dass man sich die Wechselwirkungen zwischen Sprechen, Denken und Fhlen zu nutze macht. Hierbei wird wenig am Inhaltlichen gearbeitet. "Neuro" steht als Synonym fr unsere Sinnesorgane. "Linguistisch" bezieht sich auf das Phnomen der Sprache: wie wir durch die Sprache verraten, was in unserem Kopf vor sich geht. "Programmieren" heit in diesem Zusammenhang, dass Muster der sinnlichen Wahrnehmung und Denk- und Verhaltensgewohnheiten genutzt werden um bestimmte Ziele zu erreichen. Einige Beispiele fr NLP-Methoden wren: das Reframing (ungnstige Zustnde werden in einem anderen Zusammenhang gesetzt, was es dem Klienten ermglicht sie aus einem anderen, positiveren Blickwinkel zu sehen), Ankern (positive Zustnde werden dadurch geankert, dass der Therapeut den Klienten an einer bestimmten Krperstelle berhrt), Ressourcen nutzen (der Klient lern seine Kompetenzen zu erkennen und fr seine Ziele auszuschpfen) Durch seine Methodenvielfalt ist NLP auch als eigenstndige Therapieform angesehen.


Namen: Richard Bandler, John Grinder, Robert Dilts, Leslie Cameron-Bandler


2. Themenzentrierte Interaktion

Diese Methode bietet Leitern und Gruppenmitgliedern hilfreiche Anstze und orientierende Werte. Es werden hierbei sehr viele unterschiedliche Aspekte bercksichtigt: sachliche, individuelle, zwischenmenschliche und umfeldbezogene, die in einer dynamischen Balance zueinander stehen sollen. Kommunikation findet immer auf allen vier Ebenen statt. Das Ziel der TZI ist das humanere miteinander Arbeiten in einer humaneren Welt.

Das Konzept kann als mehrstckiges Haus dargestellt werden:
Im 1. Stock sind die grundlegenden praxis- und wertbezogenen Grundstze: das so genannte existentiell- anthropologische Axiom.
In der Ebene darber (2. Stock) sind die Postulate angesiedelt, die das eigene Handeln leiten, das ethisch- soziale Axiom. Dort liegen auch Lernziele und Interventionen der TZI.
In der 3. Ebene sind die Methoden, die zielgerichtetes Handeln untersttzen (das pragmatisch- politische Axiom).
Hilfsregeln stehen in der 4. Ebene, dem Dachgescho. Diese stellen Kommunikations- und Interventionshilfen dar(zum Beispiel:
"Strungen haben Vorrang", "Verallgemeinere nicht", "sei authentisch und selektiv in deiner Kommunikation). Die TZI stellt ein ntzliches Instrument in der Organisationsentwicklung, Moderation oder auch im Projektmanagement dar. Sie ist einfach und zugleich ein durchaus anspruchsvolles Gruppenarbeits- und Leistungskonzept.

Namen: Ruth C. Cohn, Barbara Langmaack, Cornelia Lhmer


3. Transaktionsanalyse

Nach der International Transactional Analysis Association (ITAA) definiert sich Transaktionsanalyse folgendermaen: "Die Transaktionsanalyse ist eine Therapie der menschlichen Person und zugleich eine Richtung der Psychoanalyse, die darauf abzielt, sowohl die Entwicklung wie auch die Vernderung der Persnlichkeiten zu frdern." Eric Berne, der Begrnder, hatte zum Ziel Menschen mglichst rasch zu helfen statt sie jahrelanger Therapie auszusetzen. Um menschliches Verhalten zu verstehen und Persnlichkeiten zu ergrnden, dient das Ich- Zustandsmodell, das sich in drei bereinander liegende Kreise gliedert. Es besteht aus Eltern- Ich, Erwachsenen- Ich und Kindheits- Ich. Auerdem wird eine Entwicklungstheorie angeboten, die aufzeigt, wie die fr uns typischen Verhaltensweisen in unsere Kindheit entstanden sind. Ntzlich fr Organisationen ist vor allem ihre Kommunikationstheorie. Auerdem findet sie Anwendung in der Erwachsenenbildung, in Schulen, im Management, bei Organisationsberatungen aber auch in der nicht- psychotherapeutischen Beratung, beim Coaching, Fhrungstrainings und Teamentwicklung.

Namen: Eric Berne, Bernhard Schmid, Ian Stewart, Dr. Sari van Poelje


4. Rational Emotive Therapy

RET ist eine Methode, die der Persnlichkeitsentwicklung dient. Die Grundannahme, von der der Begrnder Albert Ellis ausgeht, ist die, dass jeder neurotische Mensch selbst an diesem Zustand schuld ist. Bei diesem Konzept wird hauptschlich an den Einstellungen, Glaubensstzen (Hot Cognitions) und Erwartungen der Menschen gearbeitet. In Anlehnung an die Stoische Lehre Epiktets sind es nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellung von den Dingen. Eben an diesen Vorstellungen und Glaubensstzen setzt RET an. Mit Hilfe des so genannten A-B-C- Modells, knnen Empfindungen geordnet und Denkschemata transformiert werden. In der Folge werden dadurch Empfindungen verndert. Klienten sollen geschult werden sich von negativem Denken und Fhlen zu distanzieren. Hierzu werden auch Methoden, wie der Sokratische Dialog, Selbstanalyse und rationale Vorstellungsbungen eingesetzt. RET ist im psychotherapeutischen Bereich eher umstritten, wird aber von Personalentwicklern und Trainern vor allem in Seminaren der Persnlichkeitsentwicklung und beim Selbstmanagement eingesetzt. Die Methode hilft auch dabei Ansprche an sich selbst knnen auf ein sinnvolles Ma zu reduzieren.

Namen: Albert Ellis


5. Hypnotherapie

Hypnose ist ein vernderter Bewusstseinszustand. Auch wenn noch nicht genau eruiert werden konnte, was Hypnose tatschlich ist, so ist doch erwiesen, dass sie wirkt. Der hypnotische Zustand ermglicht es dem Klienten auf innere Vorgnge, Gefhle und Erlebnisse zu stoen, die ihm im Wachzustand nicht zugnglich wren. Der Trancezustand verndert die Struktur des Denkens und konzentriert die Aufmerksamkeit auf die Worte des Hypnotiseurs. Die Wirksamkeit dieser Methode hat sich vor allem im Bereich Entspannung gezeigt. Hypnose findet auch Anwendung in Management- Training, im Coaching oder auch und wird auch fr das Selbstmanagement eingesetzt.

Namen: Milton Erickson, Jay Haley, John Grinder


6. Konstruktivismus

Grundannahmen des Konstruktivismus sind entgegen der blichen, tradierten Sichtweise, dass nichts an sich wirklich ist, sondern, dass wir uns unsere Wirklichkeit selbst aktiv konstruieren. Es wird zwar schon eine objektive Wirklichkeit angenommen, auch wenn diese nicht beweisbar ist. Betont wird aber, dass die Wirklichkeit, die wir wahrnehmen zu hundert Prozent subjektives Erleben ist. Das heit somit, dass es mehr als eine Wirklichkeit existiert. Wir geben dem Erlebten uns logisch erscheinende Strukturen. Gem dieser Strukturen werden alle zuknftigen Erfahrungen interpretiert. Drei entscheidende Ideen prgen den Konstruktivismus: die Assimilation (Verhalten wird an uere Gegebenheiten angepasst), Akkomodation (uere Gegebenheiten oder innere Einstellung zu einem Sachverhalt werden gendert), Intersubjektivitt (eine subjektive Meinung, die von vielen Menschen auf einmal geteilt wird, erhlt dadurch objektive Zge).
Kommunikation heit also, sich mit anderen Menschen auf eine Wirklichkeit zu verstndigen. Dieses Konzept impliziert aber auch, dass man die Schuld nicht mehr nur bei anderen suchen kann, da man selbst fr seine konstruierte Wirklichkeit verantwortlich ist. Die Grnde fr ein Verhalten bleiben auen vor. Es wird lediglich nach funktionaler Lsung gesucht, mit Hilfe von Methoden wie zum Beispiel der "direkten Verhaltensverschreibung" (das Verhalten, das gefrchtet wird, muss ausgefhrt werden) oder der "paradoxen Kommunikation"(durch Aufforderungen, die nur ein Verhalten erlauben, wird erreicht, dass das gefrchtete Verhalten gezeigt wird.
Beispiel: Eine Frau die nicht "Nein"- sagen kann soll zu jedem Gruppenmitglied auf eine Bitte "Nein"- sagen. Entweder sie erfllt die Aufgabe und sagt dadurch "Nein", oder sie sagt zum Therapeuten "Nein") usw. In Kommunikations- und Fhrungstrainings hat sich diese Methode fest etabliert. Es hilft bei der Bearbeitung, aber auch bei der Vorsorge von Konflikten und ist sehr gut fr Coachings geeignet. Der Konstruktivismus steht in engem Zusammenhang zur Systemtheorie und auch in der Logotherapie und beim NLP findet sich verwandtes Gedankengut.

Namen: Paul Watzlawick, Palo Alto-Gruppe


7. Logotherapie

Die Logotherapie ist eine der drei Wiener Richtungen, neben der Psychoanalyse Freuds und der Individualpsychologie Adlers. Sie ist dann indiziert, wenn ein Mensch unter einer so genannten Sinnleere leidet- im Fachjargon nennt man das auch "existentielles Vakuum". Diese Therapieform zeichnet sich durch ihre Haltung zum Leben aus. Sie fragt nicht danach, wie viel ein Mensch vom Leben erwartet, sondern, was er selbst dazu beitragen kann und mchte. Um dem Einzelnen bei ihrer Sinnsuche zu helfen, wird als zentrale Methode die paradoxe Intervention angewendet. Die Klienten sollen hierbei bewusst jene Gedanken und Verhaltensweisen produzieren, von denen sie sich distanzieren mchten. Dieses Vorgehen ist nicht fr jeden gleich gut geeignet, bei vielen lst es erst einmal Skepsis aus, die es mit berzeugungsgeschick und Humor zu berwinden gilt.

Namen: Viktor E. Frankl


8. Systemische Therapie und Beratung

In der Systemischen Therapie werden die Grundgedanken der Kybernetik auf psychosoziale Phnomene bertragen. In einem kybernetischen System gibt es weder einen Anfang noch ein Ende, somit sind Fragen wie: "wer hat angefangen?", irrelevant. Jedes Verhalten ist Ursache und Wirkung zugleich. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Konzentration auf die Kontextabhngigkeit von menschlichem Verhalten und nicht so sehr auf die Suche nach starren, das Verhalten begrndenden Persnlichkeitsfaktoren. Eine Organisation oder auch eine einzelne menschliche Person (der Mensch als ganzes Unternehmen) wird als ein Konglomerat aus verschiedenen Anteilen angesehen, die zusammenwirken aber in bestimmten Situationen sich auch widersprechen knnen, was zu ueren beziehungsweise inneren Konflikten fhren kann. Es wird nicht nach den Ursachen von Verhalten gesucht, sondern danach wie das etablierte System funktioniert. Trainer und Personalentwickler setzen diese Methode bei Teamprozessen und im Konfliktgeschehen ein. Die Methode ermglicht eine sehr differenzierte Auseinandersetzung mit sozialen Interaktionen, wobei die Gestaltung dieser Prozesse einer gut fundierten Ausbildung und sehr viel Erfahrung bedarf.

Namen: Carl Withaker, Salvador Minuchin, Virginia Satir, Mara Selvini Palazzoli, Helm Stierlin, Heinz J. Kersting, Paul Watzlawick, Humberto R. Maturana


9. Bioenergetik

Mit Hilfe der Bioenergetik ist es laut dem Begrnder, Alexander Lowen, mglich seine Persnlichkeit weiter zu entwickeln und zu strken. Seine These ist, dass auf Grund des engen Zusammenhanges zwischen Gefhlen und ihre verndernde Wirkung auf Menschen auf der einen und der Sprache des Krpers auf der anderen Seite, durch krperliche Aktivitt, also gezielter Muskelaufbau in bestimmten Krperbereichen, eine Persnlichkeit dementsprechend verndert und geformt werden kann. Durch die Weckung des Bewusstseins fr den eigenen Krper und das emotionale Erleben, wird ein neuer Bezug zu sich selbst ermglicht und Wohlbefinden und Zufriedenheit erreicht. Durch diese Form der Bewegungstherapie, in Kombination mit psychotherapeutischen Verfahren, werden steife Menschen lockerer, depressive lernen zu genieen usw.

Namen: Alexander Lowen


10. Gordon Training

Das Gordon- Training, das auf der Philosophie von Carl Rogers fut (Non- Direktive Gesprchsfhrung, siehe auch Klientenzentrierte Gesprchspsychotherapie) hat zum Ziel Fhrungskrfte zu schulen. Als zentral fr den Fhrungsprozess wird die Beeinflussung gesehen, die sich aber davon distanziert von der Macht gebrauch zu machen. Wichtige Elemente hierbei sind die Technik des Aktiven Zuhrens und des Sendens von Ich- Botschaften. Diesen fr die Kommunikation gnstigen Faktoren, werden von Gordon so genannte "Kommunikationssperren" gegenber gesetzt, die das Gesprch hemmen oder unterdrcken, wie Predigen, Moralisieren, Befehlen aber auch Analysieren oder Loben. Eine weitere Gordon- Technik ist die "Jeder- Gewinnt- Methode", bei der nach Lsungen gesucht wird, die die Interessen beider Konfliktparteien wahren sollen.

Namen: Thomas Gordon


11. Kognitive Verhaltenstherapie

Die kognitive Verhaltenstherapie basiert auf der psychologischen Lerntheorie. Menschliches Verhalten ist erlernt, somit kann es auch wieder verlernt werden, wenn es inadquat oder fr den einzelnen hinderlich und belastend geworden ist. Dieses Verlernen von irrationalen Gefhlen und Verhaltensweisen, findet durch uere Anste statt. Die Methoden, die hierzu verwendet werden, sind vielfltig. Hufig werden Belohnungssysteme, Rollenspiele und systematische Desensibilisierung eingesetzt. Eine wichtige Annahme der Kognitiven Verhaltenstherapie ist, dass nicht Reize selber, sondern ihre subjektive Interpretation die Qualitt der Empfindung bestimmen (siehe auch Annahmen bei RET). Die Konzentration der Therapie liegt hierbei bei eher automatisch also wenig bewusst ablaufenden Denkprozessen.

Namen: Aaron T. Beck, Hans J. Eysenck, Arnold A. Lazerus


12. Gesprchspsychotherapie

Die von Carl Rogers ins Leben gerufene Gesprchstherapie gehrt zu den drei groen, in Deutschland etablierten Therapieformen (neben Verhaltenstherapie und Psychoanalyse). Die Grundannahme Rogers ist, dass jeder Mensch von Natur aus gut ist und selbst am besten die Lsung seiner Probleme kennt. Der Therapeut ist dazu da die Krfte der Patienten zu mobilisieren und dafr zu sorgen, dass sie sich entfalten und entwickeln knnen. Drei charakteristische Grundhaltungen des Therapeuten seien hier kurz erwhnt:

  • Kongruenz/ Echtheit: Gestik, Mimik, Tonfall und Krpersprache sollen ein einheitliches Bild ergeben.
  • Wertschtzung/Akzeptanz: egal was der Klient denkt, fhlt oder tut, der Therapeut hat die Aufgabe dies wert zu schtzen
  • Empathie/ Einfhlendes Verhalten: der Therapeut soll versuchen den Klienten und seine Probleme zu verstehen.

Ziel ist es dem Patienten eine Atmosphre zu geben, in der er sich angstfrei und offen uern und geben kann. Dadurch erhlt er die Mglichkeit, sich mit seinen Gefhlen und Gedanken einmal frei und bewusst auseinanderzusetzen.

Namen: Carl Rogers, Reinhard und Anne- M. Tausch


13. Autogenes Training

Das von Johannes Heinrich Schultz, einem Nervenarzt, entwickelte autogene Training hilft dabei, den Alltag besser zu meistern und Stresssituationen besser gewachsen zu sein. Es geht hierbei um eine "konzentrative Selbstentspannung" durch Selbstsuggestion. AT kann aber noch mehr als nur Stressreduzieren, in seiner von Dr. Hannes Lindemann weiterentwickelten Version, lassen sich positive Vorstellungen zur Selbstmotivation und Leistungssteigerung nutzen. Hierbei kommen floskelhafte Vorstze wie "ich bin ganz ruhig" zum Einsatz. Am bekanntesten wurden die Schwere- und Wrmebungen die eine tiefe Entspannung bewirken. Diese Methode ist wissenschaftlich anerkannt und verhltnismig leicht zu erlernen.

Namen: Dr. med. Bernt Hofmann, Dr. Hannes Lindemann


14. Progressive Muskelrelaxation

Die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson wurde entwickelt um Menschen, die im Beruf stark gefordert werden und ihre Energien ohne Ma verbrauchen, zu schulen sich zu entspannen um physisch und psychisch gesund zu bleiben. Anders als bei den meisten anderen Entspannungstechniken, werden die bereits kontrahierten Muskeln nicht einfach der Entspannung hingegeben, sondern werden vorher noch einmal stark angespannt um im Anschluss daran vollkommen locker gelassen zu werden. In dieser Phase wird ein gleichmiger Puls, eine gleichmige Atmung erreicht und Blutdruck und Krpertemperatur fallen ab.
Diese Methode ist ideal fr Anti- Stress- Seminare geeignet.

Namen: Edmund Jacobson, Siegfried Grninger


15. Psychodrama

Das Psychodrama ist eine Methode der Gruppentherapie, bei der Konflikte in Szene gesetzt werden. Ein Patient der Gruppe ist Protagonist, die anderen sind Helfer bei der Darstellung seiner Bezugspersonen. Der Therapeut ist Psychodrama- Direktor. Er greift Hinweise auf ein Problem auf, leitet das szenische Spiel und arbeitet mit der Gruppe die gewonnen Handlungseinsichten durch. Ziel der Therapie ist die Erreichung einer Katharsis, also eine Lsung von seelischen Konflikten und Spannungen Durch Techniken wie Rollentausch, Doppeln, Spiegeln und Monologe werden Konflikte dargestellt und zwar so, dass den Mitgliedern neue Einsichten und Handlungsalternativen kommen. Die Form des Rollenspiels ermglicht es den Klienten aber auch effektiveres Verhalten fr Rollen zu ben, die sie tag fr tag erfllen.

Namen: Jakob Levy Moreno, Grete A. Leutz, Lewis Yablonsky


16. Gestalttherapie

Gestalttherapie ermglicht es einem zu sich selbst zu kommen, aber auch zu anderen zu kommen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Aufbau einer tragfhigen lnger andauernden Beziehung. Die Theorie die dahinter steckt lautet, dass unser Denken und alle Verhaltensweisen von Krften (von Gestalttherapeuten auch "unerledigte Geschfte" genannt) gesteuert werden, die uns nicht bewusst sind. Petzold, nach dessen Schule vor allem im europischen Raum praktiziert wird, gliedert den Verlauf einer Gestalttherapie in vier Phasen (Initialphase, Aktionsphase, Integrationsphase, Neuorientierung). In der Therapie werden vergangene unerledigte Geschfte aufgedeckt und verarbeitet und somit ein freies Handeln in der Gegenwart ermglicht. Ziel ist es, den Menschen zu einer "Gestalt zu machen, die sich bewusst erlebt und ein unverzerrtes Bild ihrer Persnlichkeit hat. Gestalttherapie ist in Einzelsitzungen, aber auch gut in Gruppen einsetzbar und deshalb auch fr Coachings bestens geeignet.

Namen: Fritz und Lore Perls, Paul Goodman, Hilarion Petzold


17. Provokatives Coaching

Statt mit Verstndnis und Mitgefhl, wird bei dieser Form eher schwarzer Humor eingesetzt, wobei es hierbei wichtig ist, trotz allem den guten Draht zum Klienten nicht zu verlieren. Beide, sowohl Trainer als auch Teilnehmer mssen Spa an der Sache haben, was nur mglich ist, wenn beide auch ber sich selber lachen knnen. Es wird mit Provokation und berzeichnung versucht den durch Probleme berlasteten Blick des Klienten zu klren und ihn zu energetisieren, aktiv zu werden. Es sollen eingefahrene Muster unterbrochen werden und der Blick auf zuknftige Mglichkeiten gelenkt.

Namen: Frank Frarelly (1931 - 2013), Dr. Eleonore Höfner, Dr. Charlotte Cordes

Mehr zum Thema: Provokatives Coaching.


18. Mentales Training


Mentales Training ist darauf ausgerichtet die geistige Leistungsfhigkeit zu steigern. Ansatzpunkt des Mentalen Trainings ist das menschliche Gehirn, das als Aktionszentrum und Ausgangspunkt jeder Handlung darstellt. Es sollen Hindernisse und Begrenzungen berwunden werden, die im Unterbewusstsein verwurzelt sind und der Zielerreichung im Wege stehen. Hierzu werden neben Entspannungsverfahren, Suggestion und Selbstgesprche eingesetzt. Bei Sportlern ist dieses Verfahren sehr verbreitet und anerkannt. Sie verwenden es zur Konzentrationssteigerung und um Bewegungsablufe durch Visualisierung zu optimieren.

Namen: Fred Christmann, Thomas Scherz


19. Focusing

Focusing hat zum Ziel, dass unklare Empfindungen bemerkt werden, um dadurch eine psychische Vernderung herbeizufhren, die eindeutig zuordenbar und erlebbar ist. Dadurch soll eine krperliche Entspannung und Erleichterung ermglicht werden. Dies wird als felt- shift bezeichnet. Es geht also darum den Klienten zu schulen, eigene innere Prozesse zu erkennen, Unbehagen zu benennen und positive psychische Vernderungen (`shifts`) herbeizufhren. Focusing wird oft zur Ergnzung einer Psychotherapie verwendet, kommt aber auch bei Themen wie Fhrung, Persnlichkeitsentwicklung, Team und Konflikt-management zum Einsatz.

Namen: Eugene Gendlin


20. Feldenkrais

Feldenkrais Arbeit will Menschen dabei helfen ihre Mglichkeiten strker auszuschpfen. Nach seiner Auffassung hemmen wir uns selber durch Gewohnheiten und Selbstverstndlichkeiten, die wir schon automatisch ausfhren und so uns selbst hindern, dass unser eigentlich vorhandenes, volles Potential zum Einsatz kommt. Nach seiner Auffassung werden nur 5% der eigentlich vorhandenen Kapazitten genutzt.
Zuerst mssen solche Fehler erkannt und Denkblockaden berwunden werden, um in einem zweiten Schritt Bewegungen auf neue, bewusste Art auszufhren. Die Feldenkrais- bungen basieren auf einer entspannten Haltung, gleichmiger Atmung und minimalen Bewegungen, die immer wieder nachgesprt werden um sie sich bewusst zu machen. Dieses Vorgehen kann in Managementtrainings und Persnlichkeitstrainings eine sinnvolle Ergnzung darstellen.

Namen: Mosh Feldenkrais, Thomas Kirschner


21. Rolfing

Rolfing ist ein krperorientiertes Verfahren und wird hufig ergnzend zu einer Psychotherapie benutzt. Ursache fr Beschwerden, sieht die Biochemikerin Ida Rolf darin, dass die Krperstatik aus dem Gleichgewicht geraten ist, wie bei einem schlecht aufeinander gestapeltem Bauklotzturm. Stabiltitt kann wieder dadurch erreicht werden, dass unausgewogene Spannungsmuster im Krper wieder ausgeglichen werden. Eine aufrechte, gerade Krperhaltung strahlt zustzlich Harmonie aus. Die Klienten lernen ihr Krperbewusstsein zu verfeinern und achtsamer mit negativen Einflssen auf ihren Krper umzugehen. Es werden Krperbungen eingesetzt und deren psychische Auswirkungen errtert. Rolfing kann im Management- Training eingesetzt werden, vor allem die kleinen Bewegungsbungen und Fragen, aber die Methode ist nicht jedermann sofort zugnglich.

Namen: Hans- Georg Brecklinghaus, Ida P. Rolf, Manuela


22. Suggestopdie

Hierbei handelt es sich um eine Lehr- Methode mit Hilfe von suggestiven Techniken. Man findet auch oft die Bezeichnung "Superlearning". Es soll durch die Verbindung von bewusstem, konzentriertem Lernen und beilufigem Lernen, eine Lernmethode entstehen, die mglichst stressfrei, anregend und angenehm gestaltet ist. Grundlage bildet das wachsende Verstndnis fr das menschliche Gehirn, wie das Gedchtnis funktioniert und wie Lernen optimal. Kognitive Ressourcen werden bestmglich genutzt um einen guten Lernerfolg zu erzielen.

Namen: Lynn Dhority, Georgi Lozanov, Ruprecht S. Baur, Walter Edelmann



Kontakt:
Landsiedel Coaching Akademie
Friedrich-Ebert Straße 4
D-97318 Kitzingen
Tel.: +49 (0)9321 9266140
info@landsiedel-seminare.de

Gratis E-Book
Wie werde ich Coach?

Wie kann ich Coach werden?

Nutzen Sie die wertvollen Tipps von unseren Experten, um ein erfolgreicher Coach zu werden.


Werde Life Coach!

Ganz neu in unserem Programm. Jetzt zum Einführungs-Spezial-Preis an der Life Coach Ausbildung teilnehmen.