Erläuterungen zu den einzelnen Coaching-Methoden

Auf dieser Seite werden die einzelnen Coaching-Methoden vorgestellt. Zu jeder Methode sind viele Bücher geschrieben worden und werden zahleiche Ausbildungen angeboten.

Übersicht

 

nach oben  Neurolinguistisches Programmieren (NLP)

NLP umfasst eine Fülle an Interventionsmuster und Techniken zur Veränderung menschlichen Verhaltens und Erlebens. Kurz gesagt ist NLP das, was Du tust, damit es Dir und anderen gut geht. NLP geht davon aus, dass menschliches Verhalten erlernt ist, und deswegen auch wieder umgelernt werden kann. Dies erfolgt dadurch, dass man sich die Wechselwirkungen zwischen Sprechen, Denken und Fühlen zu nutze macht. Hierbei wird wenig am Inhaltlichen gearbeitet. "Neuro" steht als Synonym für unsere Sinnesorgane. "Linguistisch" bezieht sich auf das Phänomen der Sprache: wie wir durch die Sprache verraten, was in unserem Kopf vor sich geht. "Programmieren" heißt in diesem Zusammenhang, dass Muster der sinnlichen Wahrnehmung und Denk- und Verhaltensgewohnheiten genutzt werden um bestimmte Ziele zu erreichen. Einige Beispiele für NLP-Methoden wären: das Reframing (ungünstige Zustände werden in einem anderen Zusammenhang gesetzt, was es dem Klienten ermöglicht sie aus einem anderen, positiveren Blickwinkel zu sehen), Ankern (positive Zustände werden dadurch geankert, dass der Therapeut den Klienten an einer bestimmten Körperstelle berührt), Ressourcen nutzen (der Klient lern seine Kompetenzen zu erkennen und für seine Ziele auszuschöpfen) Durch seine Methodenvielfalt ist NLP auch als eigenständige Therapieform angesehen.

Namen: Richard Bandler, John Grinder, Robert Dilts, Leslie Cameron-Bandler

 

nach oben  Themenzentrierte Interaktion (TZI)

Diese Methode bietet Leitern und Gruppenmitgliedern hilfreiche Ansätze und orientierende Werte. Es werden hierbei sehr viele unterschiedliche Aspekte berücksichtigt: sachliche, individuelle, zwischenmenschliche und umfeldbezogene, die in einer dynamischen Balance zueinander stehen sollen. Kommunikation findet immer auf allen vier Ebenen statt. Das Ziel der TZI ist das humanere miteinander Arbeiten in einer humaneren Welt.

Das Konzept kann als mehrstöckiges Haus dargestellt werden:
Im 1. Stock sind die grundlegenden praxis- und wertbezogenen Grundsätze: das so genannte existentiell- anthropologische Axiom.
In der Ebene darüber (2. Stock) sind die Postulate angesiedelt, die das eigene Handeln leiten, das ethisch- soziale Axiom. Dort liegen auch Lernziele und Interventionen der TZI.
In der 3. Ebene sind die Methoden, die zielgerichtetes Handeln unterstützen (das pragmatisch- politische Axiom).
Hilfsregeln stehen in der 4. Ebene, dem Dachgeschoß. Diese stellen Kommunikations- und Interventionshilfen dar(zum Beispiel:
"Störungen haben Vorrang", "Verallgemeinere nicht", "sei authentisch und selektiv in deiner Kommunikation). Die TZI stellt ein nützliches Instrument in der Organisationsentwicklung, Moderation oder auch im Projektmanagement dar. Sie ist einfach und zugleich ein durchaus anspruchsvolles Gruppenarbeits- und Leistungskonzept.

Namen: Ruth C. Cohn, Barbara Langmaack, Cornelia Löhmer

 

nach oben  Transaktionsanalyse (TA)

Nach der International Transactional Analysis Association (ITAA) definiert sich Transaktionsanalyse folgendermaßen: "Die Transaktionsanalyse ist eine Therapie der menschlichen Person und zugleich eine Richtung der Psychoanalyse, die darauf abzielt, sowohl die Entwicklung wie auch die Veränderung der Persönlichkeiten zu fördern." Eric Berne, der Begründer, hatte zum Ziel Menschen möglichst rasch zu helfen statt sie jahrelanger Therapie auszusetzen. Um menschliches Verhalten zu verstehen und Persönlichkeiten zu ergründen, dient das Ich- Zustandsmodell, das sich in drei übereinander liegende Kreise gliedert. Es besteht aus Eltern- Ich, Erwachsenen- Ich und Kindheits- Ich. Außerdem wird eine Entwicklungstheorie angeboten, die aufzeigt, wie die für uns typischen Verhaltensweisen in unsere Kindheit entstanden sind. Nützlich für Organisationen ist vor allem ihre Kommunikationstheorie. Außerdem findet sie Anwendung in der Erwachsenenbildung, in Schulen, im Management, bei Organisationsberatungen aber auch in der nicht- psychotherapeutischen Beratung, beim Coaching, Führungstrainings und Teamentwicklung.

Namen: Eric Berne, Bernhard Schmid, Ian Stewart, Dr. Sari van Poelje

 

nach oben  RET (Rationale- Emotive Therapie)

RET ist eine Methode, die der Persönlichkeitsentwicklung dient. Die Grundannahme, von der der Begründer Albert Ellis ausgeht, ist die, dass jeder neurotische Mensch selbst an diesem Zustand schuld ist. Bei diesem Konzept wird hauptsächlich an den Einstellungen, Glaubenssätzen (Hot Cognitions) und Erwartungen der Menschen gearbeitet. In Anlehnung an die Stoische Lehre Epiktets sind es nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellung von den Dingen. Eben an diesen Vorstellungen und Glaubenssätzen setzt RET an. Mit Hilfe des so genannten A-B-C- Modells, können Empfindungen geordnet und Denkschemata transformiert werden. In der Folge werden dadurch Empfindungen verändert. Klienten sollen geschult werden sich von negativem Denken und Fühlen zu distanzieren. Hierzu werden auch Methoden, wie der Sokratische Dialog, Selbstanalyse und rationale Vorstellungsübungen eingesetzt. RET ist im psychotherapeutischen Bereich eher umstritten, wird aber von Personalentwicklern und Trainern vor allem in Seminaren der Persönlichkeitsentwicklung und beim Selbstmanagement eingesetzt. Die Methode hilft auch dabei Ansprüche an sich selbst können auf ein sinnvolles Maß zu reduzieren.

Namen: Albert Ellis

 

nach oben  Hypnotherapie

Hypnose ist ein veränderter Bewusstseinszustand. Auch wenn noch nicht genau eruiert werden konnte, was Hypnose tatsächlich ist, so ist doch erwiesen, dass sie wirkt. Der hypnotische Zustand ermöglicht es dem Klienten auf innere Vorgänge, Gefühle und Erlebnisse zu stoßen, die ihm im Wachzustand nicht zugänglich wären. Der Trancezustand verändert die Struktur des Denkens und konzentriert die Aufmerksamkeit auf die Worte des Hypnotiseurs. Die Wirksamkeit dieser Methode hat sich vor allem im Bereich Entspannung gezeigt. Hypnose findet auch Anwendung in Management- Training, im Coaching oder auch und wird auch für das Selbstmanagement eingesetzt.

Namen: Milton Erickson, Jay Haley, John Grinder

 

nach oben  Konstruktivismus

Grundannahmen des Konstruktivismus sind entgegen der üblichen, tradierten Sichtweise, dass nichts an sich wirklich ist, sondern, dass wir uns unsere Wirklichkeit selbst aktiv konstruieren. Es wird zwar schon eine objektive Wirklichkeit angenommen, auch wenn diese nicht beweisbar ist. Betont wird aber, dass die Wirklichkeit, die wir wahrnehmen zu hundert Prozent subjektives Erleben ist. Das heißt somit, dass es mehr als eine Wirklichkeit existiert. Wir geben dem Erlebten uns logisch erscheinende Strukturen. Gemäß dieser Strukturen werden alle zukünftigen Erfahrungen interpretiert. Drei entscheidende Ideen prägen den Konstruktivismus: die Assimilation (Verhalten wird an äußere Gegebenheiten angepasst), Akkomodation (äußere Gegebenheiten oder innere Einstellung zu einem Sachverhalt werden geändert), Intersubjektivität (eine subjektive Meinung, die von vielen Menschen auf einmal geteilt wird, erhält dadurch objektive Züge).
Kommunikation heißt also, sich mit anderen Menschen auf eine Wirklichkeit zu verständigen. Dieses Konzept impliziert aber auch, dass man die Schuld nicht mehr nur bei anderen suchen kann, da man selbst für seine konstruierte Wirklichkeit verantwortlich ist. Die Gründe für ein Verhalten bleiben außen vor. Es wird lediglich nach funktionaler Lösung gesucht, mit Hilfe von Methoden wie zum Beispiel der "direkten Verhaltensverschreibung" (das Verhalten, das gefürchtet wird, muss ausgeführt werden) oder der "paradoxen Kommunikation"(durch Aufforderungen, die nur ein Verhalten erlauben, wird erreicht, dass das gefürchtete Verhalten gezeigt wird.
Beispiel: Eine Frau die nicht "Nein"- sagen kann soll zu jedem Gruppenmitglied auf eine Bitte "Nein"- sagen. Entweder sie erfüllt die Aufgabe und sagt dadurch "Nein", oder sie sagt zum Therapeuten "Nein") usw. In Kommunikations- und Führungstrainings hat sich diese Methode fest etabliert. Es hilft bei der Bearbeitung, aber auch bei der Vorsorge von Konflikten und ist sehr gut für Coachings geeignet. Der Konstruktivismus steht in engem Zusammenhang zur Systemtheorie und auch in der Logotherapie und beim NLP findet sich verwandtes Gedankengut.

Namen: Paul Watzlawick, Palo Alto-Gruppe

 

nach oben  Logotherapie

Die Logotherapie ist eine der drei Wiener Richtungen, neben der Psychoanalyse Freuds und der Individualpsychologie Adlers. Sie ist dann indiziert, wenn ein Mensch unter einer so genannten Sinnleere leidet- im Fachjargon nennt man das auch "existentielles Vakuum". Diese Therapieform zeichnet sich durch ihre Haltung zum Leben aus. Sie fragt nicht danach, wie viel ein Mensch vom Leben erwartet, sondern, was er selbst dazu beitragen kann und möchte. Um dem Einzelnen bei ihrer Sinnsuche zu helfen, wird als zentrale Methode die paradoxe Intervention angewendet. Die Klienten sollen hierbei bewusst jene Gedanken und Verhaltensweisen produzieren, von denen sie sich distanzieren möchten. Dieses Vorgehen ist nicht für jeden gleich gut geeignet, bei vielen löst es erst einmal Skepsis aus, die es mit Überzeugungsgeschick und Humor zu überwinden gilt.

Namen: Viktor E. Frankl

 

nach oben  Systemische Therapie und Beratung

In der Systemischen Therapie werden die Grundgedanken der Kybernetik auf psychosoziale Phänomene übertragen. In einem kybernetischen System gibt es weder einen Anfang noch ein Ende, somit sind Fragen wie: "wer hat angefangen?", irrelevant. Jedes Verhalten ist Ursache und Wirkung zugleich. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Konzentration auf die Kontextabhängigkeit von menschlichem Verhalten und nicht so sehr auf die Suche nach starren, das Verhalten begründenden Persönlichkeitsfaktoren. Eine Organisation oder auch eine einzelne menschliche Person (der Mensch als ganzes Unternehmen) wird als ein Konglomerat aus verschiedenen Anteilen angesehen, die zusammenwirken aber in bestimmten Situationen sich auch widersprechen können, was zu äußeren beziehungsweise inneren Konflikten führen kann. Es wird nicht nach den Ursachen von Verhalten gesucht, sondern danach wie das etablierte System funktioniert. Trainer und Personalentwickler setzen diese Methode bei Teamprozessen und im Konfliktgeschehen ein. Die Methode ermöglicht eine sehr differenzierte Auseinandersetzung mit sozialen Interaktionen, wobei die Gestaltung dieser Prozesse einer gut fundierten Ausbildung und sehr viel Erfahrung bedarf.

Namen: Carl Withaker, Salvador Minuchin, Virginia Satir, Mara Selvini Palazzoli, Helm Stierlin, Heinz J. Kersting, Paul Watzlawick, Humberto R. Maturana

 

nach oben  Bioenergetik

Mit Hilfe der Bioenergetik ist es laut dem Begründer, Alexander Lowen, möglich seine Persönlichkeit weiter zu entwickeln und zu stärken. Seine These ist, dass auf Grund des engen Zusammenhanges zwischen Gefühlen und ihre verändernde Wirkung auf Menschen auf der einen und der Sprache des Körpers auf der anderen Seite, durch körperliche Aktivität, also gezielter Muskelaufbau in bestimmten Körperbereichen, eine Persönlichkeit dementsprechend verändert und geformt werden kann. Durch die Weckung des Bewusstseins für den eigenen Körper und das emotionale Erleben, wird ein neuer Bezug zu sich selbst ermöglicht und Wohlbefinden und Zufriedenheit erreicht. Durch diese Form der Bewegungstherapie, in Kombination mit psychotherapeutischen Verfahren, werden steife Menschen lockerer, depressive lernen zu genießen usw.

Namen: Alexander Lowen

 

nach oben  Gordon- Training

Das Gordon- Training, das auf der Philosophie von Carl Rogers fußt (Non- Direktive Gesprächsführung, siehe auch Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie) hat zum Ziel Führungskräfte zu schulen. Als zentral für den Führungsprozess wird die Beeinflussung gesehen, die sich aber davon distanziert von der Macht gebrauch zu machen. Wichtige Elemente hierbei sind die Technik des Aktiven Zuhörens und des Sendens von Ich- Botschaften. Diesen für die Kommunikation günstigen Faktoren, werden von Gordon so genannte "Kommunikationssperren" gegenüber gesetzt, die das Gespräch hemmen oder unterdrücken, wie Predigen, Moralisieren, Befehlen aber auch Analysieren oder Loben. Eine weitere Gordon- Technik ist die "Jeder- Gewinnt- Methode", bei der nach Lösungen gesucht wird, die die Interessen beider Konfliktparteien wahren sollen.

Namen: Thomas Gordon

 

nach oben  Kognitive Verhaltenstherapie

Die kognitive Verhaltenstherapie basiert auf der psychologischen Lerntheorie. Menschliches Verhalten ist erlernt, somit kann es auch wieder verlernt werden, wenn es inadäquat oder für den einzelnen hinderlich und belastend geworden ist. Dieses Verlernen von irrationalen Gefühlen und Verhaltensweisen, findet durch äußere Anstöße statt. Die Methoden, die hierzu verwendet werden, sind vielfältig. Häufig werden Belohnungssysteme, Rollenspiele und systematische Desensibilisierung eingesetzt. Eine wichtige Annahme der Kognitiven Verhaltenstherapie ist, dass nicht Reize selber, sondern ihre subjektive Interpretation die Qualität der Empfindung bestimmen (siehe auch Annahmen bei RET). Die Konzentration der Therapie liegt hierbei bei eher automatisch also wenig bewusst ablaufenden Denkprozessen.

Namen: Aaron T. Beck, Hans J. Eysenck, Arnold A. Lazerus

 

nach oben  Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie

Die von Carl Rogers ins Leben gerufene Gesprächstherapie gehört zu den drei großen, in Deutschland etablierten Therapieformen (neben Verhaltenstherapie und Psychoanalyse). Die Grundannahme Rogers ist, dass jeder Mensch von Natur aus gut ist und selbst am besten die Lösung seiner Probleme kennt. Der Therapeut ist dazu da die Kräfte der Patienten zu mobilisieren und dafür zu sorgen, dass sie sich entfalten und entwickeln können. Drei charakteristische Grundhaltungen des Therapeuten seien hier kurz erwähnt:
  • Kongruenz/ Echtheit: Gestik, Mimik, Tonfall und Körpersprache sollen ein einheitliches Bild ergeben.
  • Wertschätzung/Akzeptanz: egal was der Klient denkt, fühlt oder tut, der Therapeut hat die Aufgabe dies wert zu schätzen
  • Empathie/ Einfühlendes Verhalten: der Therapeut soll versuchen den Klienten und seine Probleme zu verstehen.
Ziel ist es dem Patienten eine Atmosphäre zu geben, in der er sich angstfrei und offen äußern und geben kann. Dadurch erhält er die Möglichkeit, sich mit seinen Gefühlen und Gedanken einmal frei und bewusst auseinanderzusetzen.

Namen: Carl Rogers, Reinhard und Anne- M. Tausch

 

nach oben  Autogenes Training

Das von Johannes Heinrich Schultz, einem Nervenarzt, entwickelte autogene Training hilft dabei, den Alltag besser zu meistern und Stresssituationen besser gewachsen zu sein. Es geht hierbei um eine "konzentrative Selbstentspannung" durch Selbstsuggestion. AT kann aber noch mehr als nur Stressreduzieren, in seiner von Dr. Hannes Lindemann weiterentwickelten Version, lassen sich positive Vorstellungen zur Selbstmotivation und Leistungssteigerung nutzen. Hierbei kommen floskelhafte Vorsätze wie "ich bin ganz ruhig" zum Einsatz. Am bekanntesten wurden die Schwere- und Wärmeübungen die eine tiefe Entspannung bewirken. Diese Methode ist wissenschaftlich anerkannt und verhältnismäßig leicht zu erlernen.

Namen: Dr. med. Bernt Hofmann, Dr. Hannes Lindemann

 

nach oben  Progressive Muskelrelaxation

Die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson wurde entwickelt um Menschen, die im Beruf stark gefordert werden und ihre Energien ohne Maß verbrauchen, zu schulen sich zu entspannen um physisch und psychisch gesund zu bleiben. Anders als bei den meisten anderen Entspannungstechniken, werden die bereits kontrahierten Muskeln nicht einfach der Entspannung hingegeben, sondern werden vorher noch einmal stark angespannt um im Anschluss daran vollkommen locker gelassen zu werden. In dieser Phase wird ein gleichmäßiger Puls, eine gleichmäßige Atmung erreicht und Blutdruck und Körpertemperatur fallen ab.
Diese Methode ist ideal für Anti- Stress- Seminare geeignet.

Namen: Edmund Jacobson, Siegfried Gröninger

 

nach oben  Psychodrama

Das Psychodrama ist eine Methode der Gruppentherapie, bei der Konflikte in Szene gesetzt werden. Ein Patient der Gruppe ist Protagonist, die anderen sind Helfer bei der Darstellung seiner Bezugspersonen. Der Therapeut ist Psychodrama- Direktor. Er greift Hinweise auf ein Problem auf, leitet das szenische Spiel und arbeitet mit der Gruppe die gewonnen Handlungseinsichten durch. Ziel der Therapie ist die Erreichung einer Katharsis, also eine Lösung von seelischen Konflikten und Spannungen Durch Techniken wie Rollentausch, Doppeln, Spiegeln und Monologe werden Konflikte dargestellt und zwar so, dass den Mitgliedern neue Einsichten und Handlungsalternativen kommen. Die Form des Rollenspiels ermöglicht es den Klienten aber auch effektiveres Verhalten für Rollen zu üben, die sie tag für tag erfüllen.

Namen: Jakob Levy Moreno, Grete A. Leutz, Lewis Yablonsky

 

nach oben  Gestalttherapie

Gestalttherapie ermöglicht es einem zu sich selbst zu kommen, aber auch zu anderen zu kommen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Aufbau einer tragfähigen länger andauernden Beziehung. Die Theorie die dahinter steckt lautet, dass unser Denken und alle Verhaltensweisen von Kräften (von Gestalttherapeuten auch "unerledigte Geschäfte" genannt) gesteuert werden, die uns nicht bewusst sind. Petzold, nach dessen Schule vor allem im europäischen Raum praktiziert wird, gliedert den Verlauf einer Gestalttherapie in vier Phasen (Initialphase, Aktionsphase, Integrationsphase, Neuorientierung). In der Therapie werden vergangene unerledigte Geschäfte aufgedeckt und verarbeitet und somit ein freies Handeln in der Gegenwart ermöglicht. Ziel ist es, den Menschen zu einer "Gestalt zu machen, die sich bewusst erlebt und ein unverzerrtes Bild ihrer Persönlichkeit hat. Gestalttherapie ist in Einzelsitzungen, aber auch gut in Gruppen einsetzbar und deshalb auch für Coachings bestens geeignet.

Namen: Fritz und Lore Perls, Paul Goodman, Hilarion Petzold

 

nach oben  Provokative Therapie

Statt mit Verständnis und Mitgefühl, wird bei dieser Form eher schwarzer Humor eingesetzt, wobei es hierbei wichtig ist, trotz allem den guten Draht zum Klienten nicht zu verlieren. Beide, sowohl Trainer als auch Teilnehmer müssen Spaß an der Sache haben, was nur möglich ist, wenn beide auch über sich selber lachen können. Es wird mit Provokation und Überzeichnung versucht den durch Probleme überlasteten Blick des Klienten zu klären und ihn zu energetisieren, aktiv zu werden. Es sollen eingefahrene Muster unterbrochen werden und der Blick auf zukünftige Möglichkeiten gelenkt.

Namen: Frank Frarelly, Jürgen Wippich, Ingrid Derra- Wippich

 

nach oben  Mentales Training

Mentales Training ist darauf ausgerichtet die geistige Leistungsfähigkeit zu steigern. Ansatzpunkt des Mentalen Trainings ist das menschliche Gehirn, das als Aktionszentrum und Ausgangspunkt jeder Handlung darstellt. Es sollen Hindernisse und Begrenzungen überwunden werden, die im Unterbewusstsein verwurzelt sind und der Zielerreichung im Wege stehen. Hierzu werden neben Entspannungsverfahren, Suggestion und Selbstgespräche eingesetzt. Bei Sportlern ist dieses Verfahren sehr verbreitet und anerkannt. Sie verwenden es zur Konzentrationssteigerung und um Bewegungsabläufe durch Visualisierung zu optimieren.

Namen: Fred Christmann, Thomas Scherz

nach oben  Focusing

Focusing hat zum Ziel, dass unklare Empfindungen bemerkt werden, um dadurch eine psychische Veränderung herbeizuführen, die eindeutig zuordenbar und erlebbar ist. Dadurch soll eine körperliche Entspannung und Erleichterung ermöglicht werden. Dies wird als felt- shift bezeichnet. Es geht also darum den Klienten zu schulen, eigene innere Prozesse zu erkennen, Unbehagen zu benennen und positive psychische Veränderungen (`shifts`) herbeizuführen. Focusing wird oft zur Ergänzung einer Psychotherapie verwendet, kommt aber auch bei Themen wie Führung, Persönlichkeitsentwicklung, Team und Konflikt-management zum Einsatz.

Namen: Eugene Gendlin

 

nach oben  Feldenkrais Arbeit

Feldenkrais Arbeit will Menschen dabei helfen ihre Möglichkeiten stärker auszuschöpfen. Nach seiner Auffassung hemmen wir uns selber durch Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten, die wir schon automatisch ausführen und so uns selbst hindern, dass unser eigentlich vorhandenes, volles Potential zum Einsatz kommt. Nach seiner Auffassung werden nur 5% der eigentlich vorhandenen Kapazitäten genutzt.
Zuerst müssen solche Fehler erkannt und Denkblockaden überwunden werden, um in einem zweiten Schritt Bewegungen auf neue, bewusste Art auszuführen. Die Feldenkrais- Übungen basieren auf einer entspannten Haltung, gleichmäßiger Atmung und minimalen Bewegungen, die immer wieder nachgespürt werden um sie sich bewusst zu machen. Dieses Vorgehen kann in Managementtrainings und Persönlichkeitstrainings eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

Namen: Moshé Feldenkrais, Thomas Kirschner

 

nach oben  Rolfing

Rolfing ist ein körperorientiertes Verfahren und wird häufig ergänzend zu einer Psychotherapie benutzt. Ursache für Beschwerden, sieht die Biochemikerin Ida Rolf darin, dass die Körperstatik aus dem Gleichgewicht geraten ist, wie bei einem schlecht aufeinander gestapeltem Bauklotzturm. Stabiltität kann wieder dadurch erreicht werden, dass unausgewogene Spannungsmuster im Körper wieder ausgeglichen werden. Eine aufrechte, gerade Körperhaltung strahlt zusätzlich Harmonie aus. Die Klienten lernen ihr Körperbewusstsein zu verfeinern und achtsamer mit negativen Einflüssen auf ihren Körper umzugehen. Es werden Körperübungen eingesetzt und deren psychische Auswirkungen erörtert. Rolfing kann im Management- Training eingesetzt werden, vor allem die kleinen Bewegungsübungen und Fragen, aber die Methode ist nicht jedermann sofort zugänglich.

Namen: Hans- Georg Brecklinghaus, Ida P. Rolf, Manuela

 

nach oben  Suggestopädie

Hierbei handelt es sich um eine Lehr- Methode mit Hilfe von suggestiven Techniken. Man findet auch oft die Bezeichnung "Superlearning". Es soll durch die Verbindung von bewusstem, konzentriertem Lernen und beiläufigem Lernen, eine Lernmethode entstehen, die möglichst stressfrei, anregend und angenehm gestaltet ist. Grundlage bildet das wachsende Verständnis für das menschliche Gehirn, wie das Gedächtnis funktioniert und wie Lernen optimal. Kognitive Ressourcen werden bestmöglich genutzt um einen guten Lernerfolg zu erzielen.

Namen: Lynn Dhority, Georgi Lozanov, Ruprecht S. Baur, Walter Edelmann

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