Überbevölkerung

Überbevölkerung
Eine Welt voller Menschen iStock/MicroStockHub

Derzeit leben über 7,6 Milliarden Menschen auf der Erde. In jeder Sekunde wächst die Weltbevölkerung um 2,62 Menschen, in jeder Stunde um 10.000 Menschen und an jedem Tag um ca. 230.000 Menschen. Die Vereinten Nationen erwarten bis 2050 9,7 Milliarden Menschen auf dem Globus. Dies bringt viele humanökologische Fragen mit sich. Das wissenschaftliche Feld der Humanökologie befasst sich mit der Bevölkerungsentwicklung, um die Verschränkung von Bevölkerung, Ressourcen und Umwelt zu verstehen. Derzeit werden durchschnittlich weltweit etwa 2,5 Kinder pro Frau geboren und die Weltbevölkerung wächst exponentiell. Vor allem in Afrika, Asien und Ozeanien steigen die Bevölkerungszahlen rapide an.

Überbevölkerung
Menschenmassen iStock/thehague

Die Gründe für das stetige Anwachsen der Weltbevölkerung sind vielfältig. Neben der Fertilitätsrate hängt die Bevölkerungsentwicklung wesentlich von der steigenden Lebenserwartung und der sinkenden Kindersterblichkeit durch bessere medizinische Versorgung ab. Zudem spielen auch kulturelle und religiöse Gründe eine Rolle. Kulturell werden Kinder vielerorts als Reichtum, als Teil einer „normalen Familie“ oder als Lebensversicherung durch mangelnde Altersvorsorge angesehen. Auch religiös ist der Kinderwunsch vertreten und wird durch moralischen Druck und Verhütungsverbote weiter gefördert. In Entwicklungsländern spielen neben der Altersvorsorge vor allem die mangelnde Aufklärung und die sozialen Vorteile großer Familien (z. B. Kinderarbeit) eine große Rolle. Die humanökologischen Probleme, die sich durch dieses exponentielle Wachstum ergeben, sind offensichtlich.

Kinder in Indien
Kinder in Indien iStock/subodhsathe

Die Ressourcen der Erde sind endlich und so sind Wohnfläche, Nahrungsanbau & Müllentsorgung zentrale Themen. Zudem verbrauchen die G8-Staaten mit ihrem derzeitigen Lebensstandard ca. 40% der weltweiten Ressourcen. China und Indien besitzen derzeit mit 18.7% und 17.9% der Weltbevölkerung die größten Einwohnerzahlen, wobei Indien schneller wächst als China und China in ein paar Jahren überholt haben wird und auch sie streben denselben Lebensstandard an. Das heißt, auch sie werden jeweils 40% der weltweiten Ressourcen verbrauchen und während einige Ökonomen noch versuchen den Kuchen in 3 x 40% aufzuteilen, sollte dem Rest von uns klar sein, dass es so nicht weiter gehen kann. Übrigens, in dieser Rechnung sind die restlichen 4 Milliarden Menschen der Erde nicht mal mit eingerechnet. Diese 4 Milliarden Menschen werden jedoch nicht ewig auf ihr Glück warten. Siehe Völkerwanderung.

Überbevölkerung Großstadt Paris
Paris iStock/ChiccoDodiFC

Forscher sind sich uneins über die Tragfähigkeit der Erde, also das Maximum an Menschen das die Erde versorgen kann. Betrachtet man jedoch die derzeitige Ressourcenverschwendung, Umweltverschmutzung, das Artensterben und die Müllproblematik, die unser heutiges Wirtschafts- und Gesellschaftssystem auslöst, wird klar, dass die Grundlage unseres Überlebens - die Natur - immer schneller und immer weiter an die Grenze ihrer Existenz gebracht wird.